Zitronentorte
Aktives Mitglied
Ich kann vieles bestätigen, was du schreibst. Es gibt m. E. viele Variablen, die die Situation begünstigen.
- wie oben schon genannt: es wollen viele Leute in die Stadt, auf dem Land steht Wohnraum leer
- es gibt heute mehr Singles oder Alleinwohnende
- Leute mit alten Mietverträgen bleiben in ihrer Wohnung, auch wenn sie mittlerweile allein in ihrer 4-Raum-Wohnung wohnen - weil es teurer wäre, in eine 2-Raum-Wohnung mit heutigem Mietvertrag zu ziehen, da kenne ich gleich mehrere Beispiele
- wie alles Andere ist auch Bauen teurer geworden, besonders seit Corona
Ich beobachte aber auch einen Trend (ich arbeite im Bauwesen), dass die Menschen, die es sich leisten können, immer mehr Wohnraum benötigen zu meinen. Ende der 90er Jahre hatte ein neu gebautes Einfamilienhaus 100-110 m², heute sind 180m² normal und 200m² keine Seltenheit. Es ist wie bei Autos - wer es sich leisten kann, lebt auf großem Fuß und wer nicht, kann sich kaum ein Auto oder eine Einraumwohnung leisten.
Auch Studenten brauchen heute mehr Raum. Während meine Eltern in ihrem Studium noch im Wohnheim im 6-Mann/Frau-Zimmer wohnten, war es in meinem Studium ein 2-Frau-Zimmer im Wohnheim, und heute bin ich mir sicher, dass so ziemlich jeder allein wohnen will.
Der Wille, etwas zu teilen hat abgenommen. In unserem aktuellen Stadtmagazin steht ein Artikel über ein großes Wohnprojekt, welches nächstes Jahr den 60. Geburtstag feiert. Es gab und gibt dort bis heute viele Gemeinschaftsräume zum Feiern, Wäsche waschen, Wäsche aufängen, Hobbyräume, Werkstätten usw. Es gibt zwar auch heute wieder einige Gemeinschaftsprojekte in der Stadt, aber die Allgemeinheit will doch lieber individuell einen eigenen Platz für Party, Hobby, Wäsche, auch wenn es anders wirtschaftlicher wäre.
Und ja, das mit den Normen ist ein Wahnsinn, das thematisieren wir auf der Arbeit immer wieder. Immer mehr Vorgaben von Brandschutz, Denkmalschutz, Energieplanung, Grünordnung, in manchen Bundesländern kommen zu den Fachplanern noch Prüfer, die das zuvor berechnete nochmal prüfen. Eine Statik hatte früher 5 Seiten, heute über 100.
Die Idee des möblierten Wohnens finde ich nicht per se schlecht. Vor 100 Jahren gab es Vorreiter, die funktionale Einbaumöbel für den damals viel kleineren Wohnraum entwickelten. Geniale Idee, funktional genau auf den Ort zugeschnitten, optisch schick. Und bei einem Um- oder Einzug ist schon ein Großteil des Mobiliars vorhanden und muss nicht aufwändig an die neue Wohnung angepasst werden. In anderen Ländern sind Einbaumöbel gang und gäbe.
- wie oben schon genannt: es wollen viele Leute in die Stadt, auf dem Land steht Wohnraum leer
- es gibt heute mehr Singles oder Alleinwohnende
- Leute mit alten Mietverträgen bleiben in ihrer Wohnung, auch wenn sie mittlerweile allein in ihrer 4-Raum-Wohnung wohnen - weil es teurer wäre, in eine 2-Raum-Wohnung mit heutigem Mietvertrag zu ziehen, da kenne ich gleich mehrere Beispiele
- wie alles Andere ist auch Bauen teurer geworden, besonders seit Corona
Ich beobachte aber auch einen Trend (ich arbeite im Bauwesen), dass die Menschen, die es sich leisten können, immer mehr Wohnraum benötigen zu meinen. Ende der 90er Jahre hatte ein neu gebautes Einfamilienhaus 100-110 m², heute sind 180m² normal und 200m² keine Seltenheit. Es ist wie bei Autos - wer es sich leisten kann, lebt auf großem Fuß und wer nicht, kann sich kaum ein Auto oder eine Einraumwohnung leisten.
Auch Studenten brauchen heute mehr Raum. Während meine Eltern in ihrem Studium noch im Wohnheim im 6-Mann/Frau-Zimmer wohnten, war es in meinem Studium ein 2-Frau-Zimmer im Wohnheim, und heute bin ich mir sicher, dass so ziemlich jeder allein wohnen will.
Der Wille, etwas zu teilen hat abgenommen. In unserem aktuellen Stadtmagazin steht ein Artikel über ein großes Wohnprojekt, welches nächstes Jahr den 60. Geburtstag feiert. Es gab und gibt dort bis heute viele Gemeinschaftsräume zum Feiern, Wäsche waschen, Wäsche aufängen, Hobbyräume, Werkstätten usw. Es gibt zwar auch heute wieder einige Gemeinschaftsprojekte in der Stadt, aber die Allgemeinheit will doch lieber individuell einen eigenen Platz für Party, Hobby, Wäsche, auch wenn es anders wirtschaftlicher wäre.
Und ja, das mit den Normen ist ein Wahnsinn, das thematisieren wir auf der Arbeit immer wieder. Immer mehr Vorgaben von Brandschutz, Denkmalschutz, Energieplanung, Grünordnung, in manchen Bundesländern kommen zu den Fachplanern noch Prüfer, die das zuvor berechnete nochmal prüfen. Eine Statik hatte früher 5 Seiten, heute über 100.
Die Idee des möblierten Wohnens finde ich nicht per se schlecht. Vor 100 Jahren gab es Vorreiter, die funktionale Einbaumöbel für den damals viel kleineren Wohnraum entwickelten. Geniale Idee, funktional genau auf den Ort zugeschnitten, optisch schick. Und bei einem Um- oder Einzug ist schon ein Großteil des Mobiliars vorhanden und muss nicht aufwändig an die neue Wohnung angepasst werden. In anderen Ländern sind Einbaumöbel gang und gäbe.