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Partnerin mit Borderline trennt sich endgültig

Also sollte man keine engen Beziehungen mit Leuten, die so ticken, führen.
PS. Perse kann man das nicht verallgemeinern und schwarz-weiß denken und sofort Koffer packen. Es kommt sehr auf das Zusammenspiel beider Parteien an. Ich kenne z.B. zwei Borderlinerinnen die schon 10 Jahre Beziehung geführt haben/immer noch führen. Ich selbst habe auch schon eine knapp 6 jährige Beziehung gehabt. Diese persönlichen Beispiele sind von untherapierten.
Es kann also gut laufen, Zauberwort "Zusammenspiel". Viele Leute ohne mentale/psychische Einschränkungen schaffen das nichtmal, so lange Beziehungen zu führen. Stumpf könnte man auch sagen, es gibt für jeden Topf den passenden Deckel. Trotzdem empfehle ich Therapie, allein um den eigenen Leidensdruck zu reduzieren und angenehmer zu leben mit den starken Gefühlen (die man händeln lernen kann) und Verhaltensmustern (die man ändern kann) und Selbstwert (den man entwickeln kann).
 
Hallo @Michael3390,

zunächst fühl dich mal gedrückt.

Ich habe selbst Borderline und hoffe du scherrst nicht alle über einen Kamm, denn es ist ein Spektrum, das bedeutet es gibt zwar Überschneidungen aber ist doch sehr individuell..ausserdem hat man oft zusätzliche Diagnosen, die es noch unüberschaubarer machen.

War sie denn mal in Therapie? Und warst oder bist du in Therapie, mit deiner Depression?

Ein paar Dinge kann ich dir eventuell erklären.
Das Streits so eskalieren das liegt daran, das erstens man mit Borderline 10x stärker empfindet als normale Personen (die Emotion überschwemmt einen regelrecht und das gesunde Denkvermögen setzt aus, man ist gefangen in der Emotion).
Dann kommt noch Gefühlsansteckung hinzu, heisst wenn du nicht ruhig bleibst/bleiben kannst schaukelt es sich immer weiter hoch und eskaliert eben. Thats life...🥳

Die erste Zeit ist immer schön, denn du wirst gespiegelt und dir werden quasi Wünsche von den Lippen abgelesen.
Und zudem biste die "favorite Person", durch große Verlustangst (Erinnerung: Gefühl 10x stärker als bei normalen Menschen) zieht man dann auch zusammen um möglichst 24/7 zusammen zu sein...ist aber nicht förderlich..ich hab raus gefunden das ein gesunder Mix aus Nähe und Distanz zumindest für mich gut ist. Aber Extreme sind ja generell auch selten gut.
Naja und da die "Neue" wohl nun ihre favorite Person ist "verliert" sie sich selbst wieder und verschmelzt quasi mit ihr und will am liebsten 24/7 dort sein...auch wegen Verlustangst (Best Friend eines Bordis). Man hat zwar ein eigenes "Ich" es ist aber instabil, deswegen wirft sie nun das was sie vorhatte über Bord...man sieht nur die andere Person und verliert sich selbst und das was man möchte/wollte.

Soviel Text...weiß nicht mehr was ich noch schreiben wollte...hoffe es klärt etwas auf.
Da du kompatibel bist mit einer Borderlinerin, kann es sein das es dein Beuteschema ist, ich empfehle das in deiner Therapie zu beleuchten und nur noch mit therapierten Borderlinerinnen in eine Beziehung zu gehen.
Falls du Fragen hast, frag ruhig.

Achso ja, nach der schönen Zeit der Idealisierung deiner Person kommt leider irgendwann der Wendepunkt, durch eine Kleinigkeit die nicht passt oder Kritik (Kritik=Weltuntergangsgefühl).
Je stärker du idealisiert wurdest, desto stärker der Fall=Abwertung. Dem kannst du beim Kennenlernen entgegen wirken indem du von deinen Schwächen erzählst und ihr gezielt Fragen stellst WAS SIE gerne mag und tut und sie ZUERST antworten lässt...sonst wirste eben gespiegelt und hast kaum Chance ihr "Ich" kennen zu lernen.
Abgrenzen ist auch wichtig und auf Grenzen beharren (eigene Grenzen und die anderer ist auch ein wichtiges Therapiethema für Borderliner...sie haben kein Feeling dafür, da nie gelernt und können es mit Therapie und wenn andere beharren lernen).
Ehrlichkeit und Versprechen halten, auch wichtig...sonst geht die innere Minusliste los, solange bis das Fass überläuft.

Ich hoffe das war jetzt hilfreich, sei nicht so bös, ich verstehe das du verletzt bist und es ist sehr gut das du dich mitgeteilt hast...aber sie kann vermutlich garnicht damit umgehen, weil sich in ihrer Kindheit auch niemand für ihre Gefühle interessiert hat und diese übergangen wurden...also nicht erlernt hat damit umzugehen, das tut mir leid.

PS. Perse kann man das nicht Verallgemeinern und schwarz-weiß denken und sofort Koffer packen. Es kommt sehr auf das Zusammenspiel beider Parteien an. Ich kenne z.B. zwei Borderlinerinnen die schon 10 Jahre Beziehung geführt haben/immer noch führen. Ich selbst habe auch schon eine knapp 6 jährige Beziehung gehabt. Diese persönlichen Beispiele sind von untherapierten.
Es kann also gut laufen, Zauberwort "Zusammenspiel". Viele Leute ohne mentale/psychische Einschränkungen schaffen das nichtmal, so lange Beziehungen zu führen. Stumpf könnte man auch sagen, es gibt für jeden Topf den passenden Deckel. Trotzdem empfehle ich Therapie, allein um den eigenen Leidensdruck zu reduzieren und angenehmer zu leben mit den starken Gefühlen (die man händeln lernen kann) und Verhaltensmustern (die man ändern kann).
Das ist halt auch so ne Sache. Sie ist einmal alle zwei Wochen in Therapie und das war es.
Zudem hat sie eben auch da oft nicht auf die Therapeutin gehört und auch schon mal Tabletten nicht regelmäßig genommen, wenn ich es richtig im Kopf habe.
Vor ner Weile hatten wir 6 Wochen, die liefen einfach traumhaft.
Dann kam der Punkt an dem sie mir beichtete, dass sie irgendwie auch mal wieder was mit ner Frau machen möchte.
Ab da hatte ich innerlich schon ziemlich genau das befürchtet, wie es dann letzten Endes kam.
 
Das ist halt auch so ne Sache. Sie ist einmal alle zwei Wochen in Therapie und das war es.
Zudem hat sie eben auch da oft nicht auf die Therapeutin gehört und auch schon mal Tabletten nicht regelmäßig genommen, wenn ich es richtig im Kopf habe.
Vor ner Weile hatten wir 6 Wochen, die liefen einfach traumhaft.
Dann kam der Punkt an dem sie mir beichtete, dass sie irgendwie auch mal wieder was mit ner Frau machen möchte.
Ab da hatte ich innerlich schon ziemlich genau das befürchtet, wie es dann letzten Endes kam.
Ja, Therapie ist auch so eine Sache. 🥳
Tabletten sind keine Problemlöser, können aber erstmal stabilisierend/oder anti-Depressiv/oder beruhigend wirken...je nachdem was angebracht ist, auch individuell. Ich nehm garnichts an Tabletten dafür, z.B., anderen hilft es aber erstmal sehr.
Aber die Tabletten ersetzen keine Therapie, sollen nur vorübergehend unterstützen. Schön wärs, einfach Tabletten nehmen und alles is tacco.
Therapie ist individuell, auch so eine "Zusammenspiel" Sache, man braucht auch Therapeuten die sich da rein denken können und Biss haben (Geduld) und die richtigen Stellschrauben drehen damit man selbst auch den "Aha-Moment" hat.
Sehr hilfreich ist oft die DBT-Therapie, hat sie da schonmal was in die Richtung probiert?
Dann kommt noch hinzu, das es ganz unterschiedlich lange dauert bis man Fortschritte macht.

Immerhin war sie offen und ehrlich zu dir, da gibt es auch andere.
 
Vor ner Weile hatten wir 6 Wochen, die liefen einfach traumhaft.
Dann kam der Punkt an dem sie mir beichtete, dass sie irgendwie auch mal wieder was mit ner Frau machen möchte.
Ab da hatte ich innerlich schon ziemlich genau das befürchtet, wie es dann letzten Endes kam.
Ja, kenne ich manchmal läuft alles richtig gut, bis einen irgendeine ganz blöde Kleinigkeit voll aus der Bahn wirft. Man ist leider empfindlicher, andere sagen es fühlt sich an wie auf Eierschalen zu laufen, oder mein Ex "Du bist ein wandelndes Minenfeld, man weiß nie wann man drauf tritt" -liebevoll gesagt von dem mit dem ich fast 6 Jahre zusammen war...tja nicht leicht, selbst wenn man einen guten Partner hat. Es ist ja so, das so eine dumme Kleinigkeit dann einen Gefühlsrausch auslöst, der sogar Tage anhalten kann...und man kann dann auch schwer klar denken..nur Autopilot.
Wie beim Überlebenskampf quasi...falls jemand schonmal einen Adrenalinrausch wegen Erlebnissen oder Extremsport oder so hatte...also so stark auf der Skala kann das sein und das eben "einfach so". Man "funktioniert"...es schalten sich nicht unbedingt gute Verhaltensmuster an (Autopilot).
Man sehnt sich nach Pause...diese gibt es aber nicht auf Knopfdruck, weswegen man auch Wege sucht um extremes zu erleben, zB. frisch verliebt sein und Orgasmen haben...endlich ist der Kopf "aus" oder man kommt dadurch wieder ins leben und fühlen, wenn man in Gefühlsleere steckt. Also entweder man empfindet zuviel oder garnichts, beides Zustände die man meist verändern will.
Wobei ich persönlich nichts empfinden mittlerweile als angenehm empfinde, hab es aber auch radikal akzeptiert und sehe es nun positiv, früher sehr drunter gelitten.
 
Stell dir vor du würdest den ganzen Tag Achterbahn fahren und könntest nicht aussteigen. So anstregend kann das sein. 🥳 🙂
Und eigentlich willst du nur das die anhält und du aussteigen kannst...
(Starke Gefühle denen man ausgeliefert ist)
 
Zuletzt bearbeitet:
Oder du bist in einem U-Boot in der Tiefsee gefangen und es ist ultra dunkel und du willst nach oben und die Sonne sehen und mit den Delphinen schwimmen. -Geht aber nicht, das U-Boot bleibt unten... schön am Meeresgrund -dunkel, eiskalt, leer.
Erst versinkst du im Elend und denkst es gibt keinen Ausweg, bzw. Aufweg und dann machst du Meuterei, fesselst den Kapitän und tauchst auf.
(Gefühlsleere und wieder fühlen wollen, nicht unbedingt zum Vorteil anderer, wie bei dir vielleicht)
 
Lass dir hier mal nicht einreden, du müsstest noch Mitleid mit deiner Ex haben.
Sie hat dich ausgenutzt. Das muss man sich nicht geben.
Sei froh, dass du sie los bist.
 

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