Es hört sich danach an, als wäre für dich jeder Vorschlag eigentlich eine Art Kriegserklärung der anderen Seite. Und als ob du versuchen würdest, diesen "Angriff" zunichte zu machen. Um zu zeigen, dass du besser und stärker bist. Weil du das Gefühl hättest, dass der andere über dich gesiegt hat, wenn du einen Vorschlag annehmen würdest.
Ist da was Wahres dran?
Ja das hatte ich häufiger bei einer Kollegin von mir. Wenn sie mal einen guten Vorschlag gemacht hatte, ist sie sehr überheblich geworden und hat das sehr nach außen getragen, so auf die Art das sie alles besser weiß.
Und das ist mir auch schon bei anderen arbeitsstellen aufgefallen das es solche Leute gibt. Die denken dann sie hätten Macht.
Bei mir ist das anders. Auf der Basis von meiner Mitarbeit bzw Vorschläge sind sehr viele Sachen verbessert worden an den Geräten usw und auch servicetechniker benutzen meine ideen. Aber ich renne nicht rum und schreie " ich war das " sondern das ist eher stillschweigend genießen. Nur wenn jemand laut wird, dann kommen Gegenargumente meinerseits und dann werd ich überheblich.
So ungefähr
Bisher ist nicht Schluss mit dem Therapeuten aber ich überlege ernsthaft es zu tun.
Ich weiß leider nicht wie das geht, nach dem positiven zu suchen.
Mein Kopf ist darauf programmiert, alle Vorschläge zu analysieren und sobald etwas negativ ist, ist der ganze Vorschlag im Eimer.
Ich sehe nichts mehr positives, auch kann ich den Moment nicht genießen. Ich versuche immer, wie ein Schachspieler, zig Züge im voraus alles zu erkennen und mögliche Ursachen bzw Folgen zu lösen. Die sind aber nicht da und alles endet meistens anders.
Ich kann aber nicht anders.
Das ist dieses overthinking. Irgendwie extrem ausgeprägt