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Warum wird der Mehrheitswille beim Gendern nicht beachtet?

Ich versuch mal einen anderen Blickwinkel: Als Mann fühle ich mich auf Basis der aktuellen Gender-Basis diskriminiert.

Warum?
Es gibt im wesentlichen zwei Begriffe. Z.B. "Mitarbeiter" und "Mitarbeiterinnen"

- Den Begriff "Mitarbeiter" verstehe ich und die meisten Menschen als neutralen Pluralbegriff, der weibliche und männlich einschließt. Er wird auch meist so verwendet. Selbst Menschen die im schriftlichen gendern benutzen im mündlichen oft "Mitarbeiter" als neutrale Pluralform.
- Den Begriff "Mitarbeiterinnen" versteht praktisch jeder als exklusiv weiblichen Begriff.
-> Wenn also gegendert wird, empfinde ich "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" als "Frauen und Alle". Sprich die weibliche Form wird exklusiv genannt, die männliche Form ist nur Teil von Allen.

Jetzt wird mir bestimmt jemand sagen, dass man Sprachempfinden falsch sei und Mitarbeiter ja klar männlich sei.
Zum einen kann mir keiner mein Sprachempfinden vorschreiben. Zum Anderen aber müsste dann aber auch konsequent gegendert werden, immer. Sprich es bräuchte eine für alle verbindliche Regel, dass Mitarbeiter nur Männer sind und alle müssten sich daran halten.
Ist aber nicht so! Wenn irgendjemand von den "Mitarbeitern" spricht, versteht fast niemand das als exklusiv männliche Belegschaft.

Stand heute ist die Gendern für mich eine Diskriminierung von Männern, eben weil Männer keine allgemein anerkannte männerexklusive Bezeichnung haben, Frauen aber sehr wohl.

Klar habe ich als Mann da keine Lobby. Da erntet man👎 nur Spott wenn man sowas anmerkt. Ich finde es ist dem Gendern aber sehr anzumerken, dass es nicht um eine neutrale Sprache geht. Ginge es darum, würde man sich um einen neutralen Plural aller "Mitarbeiteri" kümmern.
Ist euch auch mal aufgefallen, dass die weibliche Nennung fast immer zuerst kommt? Wann habt ihr mal "Liebe Leser und Leserinnen" zuletzt irgendwo gesehen? Es gilt: Frauen zuerst.
Gendern ist Stand heute keine neutrale Sprache sondern eine Sprache die gezielt Frauen hervorheben soll, am besten noch 101 andere Geschlechter. Und der Mann? Der wird halt noch irgendwo hinten dran gehängt....
 
Hast du das zufällig auch im Duden gelesen?
Habe ich und festgestellt das es weder für meine Argumentation, noch für die vielen Fehler beim gendern, die von Gender Befürwortern begangen werden, eine Rolle spielt.

Du kannst aber gerne auch den Frauen erklären, dass sie sich nicht so anstellen sollen und sie sich einfach innerhalb der Pluralformen angesprochen fühlen möchten.
 
Ich versuch mal einen anderen Blickwinkel: Als Mann fühle ich mich auf Basis der aktuellen Gender-Basis diskriminiert.

Warum?
Es gibt im wesentlichen zwei Begriffe. Z.B. "Mitarbeiter" und "Mitarbeiterinnen"

- Den Begriff "Mitarbeiter" verstehe ich und die meisten Menschen als neutralen Pluralbegriff, der weibliche und männlich einschließt. Er wird auch meist so verwendet. Selbst Menschen die im schriftlichen gendern benutzen im mündlichen oft "Mitarbeiter" als neutrale Pluralform.
- Den Begriff "Mitarbeiterinnen" versteht praktisch jeder als exklusiv weiblichen Begriff.
-> Wenn also gegendert wird, empfinde ich "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" als "Frauen und Alle". Sprich die weibliche Form wird exklusiv genannt, die männliche Form ist nur Teil von Allen.

Jetzt wird mir bestimmt jemand sagen, dass man Sprachempfinden falsch sei und Mitarbeiter ja klar männlich sei.
Zum einen kann mir keiner mein Sprachempfinden vorschreiben. Zum Anderen aber müsste dann aber auch konsequent gegendert werden, immer. Sprich es bräuchte eine für alle verbindliche Regel, dass Mitarbeiter nur Männer sind und alle müssten sich daran halten.
Ist aber nicht so! Wenn irgendjemand von den "Mitarbeitern" spricht, versteht fast niemand das als exklusiv männliche Belegschaft.

Stand heute ist die Gendern für mich eine Diskriminierung von Männern, eben weil Männer keine allgemein anerkannte männerexklusive Bezeichnung haben, Frauen aber sehr wohl.

Klar habe ich als Mann da keine Lobby. Da erntet man👎 nur Spott wenn man sowas anmerkt. Ich finde es ist dem Gendern aber sehr anzumerken, dass es nicht um eine neutrale Sprache geht. Ginge es darum, würde man sich um einen neutralen Plural aller "Mitarbeiteri" kümmern.
Ist euch auch mal aufgefallen, dass die weibliche Nennung fast immer zuerst kommt? Wann habt ihr mal "Liebe Leser und Leserinnen" zuletzt irgendwo gesehen? Es gilt: Frauen zuerst.
Gendern ist Stand heute keine neutrale Sprache sondern eine Sprache die gezielt Frauen hervorheben soll, am besten noch 101 andere Geschlechter. Und der Mann? Der wird halt noch irgendwo hinten dran gehängt....

Nachdem Frauen ewige Zeiten quasi unsichtbar waren, schlägt das Pendel nun halt zur anderen Seite aus. Na und?
 
- Den Begriff "Mitarbeiter" verstehe ich und die meisten Menschen als neutralen Pluralbegriff, der weibliche und männlich einschließt. Er wird auch meist so verwendet. Selbst Menschen die im schriftlichen gendern benutzen im mündlichen oft "Mitarbeiter" als neutrale Pluralform.
Nein.
"Mitarbeiter" ist ein maskulines Wort, das AUCH als neutrale Pluralform benutzt und verstanden wird. Da das Wort halt maskulin ist, müssen Frauen mitgedacht werden.

Es gibt durch neutrales Gendern leider immer mal wieder Missverständnisse:
Wenn jemand sagt "Die Ärzte haben entschieden", kann man denken, dass damit nur Männer gemeint sind, also männliche Ärzte. Frauen werden da oft nicht mitgedacht.
Ist aber nicht so! Wenn irgendjemand von den "Mitarbeitern" spricht, versteht fast niemand das als exklusiv männliche Belegschaft.
Woher willst du wissen, was andere darunter verstehen?

Schwierig wird es bei Wörtern wie "Präsident" oder "König". Wie willst du das genderneutral in den Plural setzen?

Ginge es darum, würde man sich um einen neutralen Plural aller "Mitarbeiteri" kümmern.
Nein. "Mitarbeitende"
Man muss keine Wörter erfinden.

Ist euch auch mal aufgefallen, dass die weibliche Nennung fast immer zuerst kommt? Wann habt ihr mal "Liebe Leser und Leserinnen" zuletzt irgendwo gesehen? Es gilt: Frauen zuerst.
Dass Frauen zuerst genannt werden, geht auf formale Höflichkeitsgesten bis ins 19. Jahrhundert zurück.
Das ist nichts Bahnbrechendes.

Hat auch was mit Sprachrhythmus zu tun: Sehr geehrte Damen und Herren klingt runder als Sehr geehrte Herren und Damen.

Inwieweit du dich da jetzt diskriminiert fühlst, erschließt sich mir nicht.

Gendern ist Stand heute keine neutrale Sprache sondern eine Sprache die gezielt Frauen hervorheben soll,
Ja, das war ja auch die Hauptintention der Gendersprache? Frauen sprachlich sichtbarer machen.

am besten noch 101 andere Geschlechter. Und der Mann? Der wird halt noch irgendwo hinten dran gehängt....
Es gibt nur 2 Geschlechter. Keine Ahnung woher du 101 her hast.
 
Was, außer dem generischen Maskulinum braucht der Mann von heute denn noch?

Der Duden definiert Mitarbeiter als männliche Person, etc (maskulines Substantiv), hierbei bleibt unklar, ob alle Mitarbeitenden gemeint sind oder nur die Männer!

Daher kann man doch die Kollegen und Kolleginnen ansprechen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma, etc pp
 
Hab da auch so meine Zweifel am Gendern.
Ich denke mir halt so, ob es nicht wichtigere Probleme gibt? Außerdem kann ich mir persönlich nicht vorstellen, was man sich für ein Resultat da erhofft. Frauen sichtbar machen, ich denke da hat man andere Möglichkeiten, wo man auch viel tun kann. In anderen Ländern gibt es zum Beispiel Periodenurlaub. Das wäre doch mal was. Hätte wahrscheinlich auch einen größeren Effekt auf viele Frauen. Nur als Beispiel mal. Ich zweifle einfach an der Wirksamkeit dieses Konzepts.
 
Woher willst du wissen, was andere darunter verstehen?
Durch tägliche Erfahrungen.
Unter dem Plural Mitarbeiter verstehen Menschen immer noch mehrheitlich beide Geschlechter. Dazu gibt es diverse Studien, die auch in diesem Thread erwähnt wurden. Für die Mehrheit ist klar "die Mitarbeiter" meint männlich und weiblich.

Nein. "Mitarbeitende"
Man muss keine Wörter erfinden.
„Mitarbeitende“ ist das Partizip I (Partizip Präsens) von „mitarbeiten“.
Es meint Menschen die gerade in dem Moment arbeiten.
Insofern ist die Verwendung der Partizip I Formen falsch, weil man i.d.R. alle Mitarbeiter meint und nicht nur die, die gerade in diesem Moment arbeiten.

Aber ob etwas mit der deutschen Sprache richtig ist, war offenbar beim Gendern noch nie relevant.... 🙄

Dass Frauen zuerst genannt werden, geht auf formale Höflichkeitsgesten bis ins 19. Jahrhundert zurück.
Das ist nichts Bahnbrechendes.
Hat auch was mit Sprachrhythmus zu tun: Sehr geehrte Damen und Herren klingt runder als Sehr geehrte Herren und Damen.
Ja, es hat traditionelle Wurzeln. Aber bei dem maskulinen Plural ist das für dich doch auch kein Argument oder?
Stellen wir uns das doch mal andersrum vor. Stellen wir uns vor seit dem 19ten Jahrhundert würden Frauen immer als zweites genannt werden. Glaubst du, dass würde von der Frauenbewegung akzeptiert? Es gäbe einen riesen Aufschrei, dass Frauen in einer Sprache nicht immer als letztes kommen dürfen.

Fakt ist, dass Gendern aktuell keine Gleichberechtigung ist. Es ist ein Überbetonen von Frauen, ein Voranstellen von Frauen und Männer werden belächelt wenn sie etwas diskriminierend empfinden.
 
Nachdem Frauen ewige Zeiten quasi unsichtbar waren, schlägt das Pendel nun halt zur anderen Seite aus. Na und?
Der Punkt an Gleichberechtigung ist, dass "das Pendel" nicht ausschlagen sollte, sondern in der Mitte zu sein hat.
Es ist keine Gleichberechtigung wenn man sich die Hände reibt und sagt:
Früher wurden Frauen benachteiligt, daher ist es ok wenn jetzt mal Männer benachteiligt werden.

Diskriminierung ist niemals gerechtfertigt, auch nicht als Rache dafür, dass früher mal anders herum diskriminiert wurde.
 
Hab da auch so meine Zweifel am Gendern.
Ich denke mir halt so, ob es nicht wichtigere Probleme gibt? Außerdem kann ich mir persönlich nicht vorstellen, was man sich für ein Resultat da erhofft. Frauen sichtbar machen, ich denke da hat man andere Möglichkeiten, wo man auch viel tun kann. In anderen Ländern gibt es zum Beispiel Periodenurlaub. Das wäre doch mal was. Hätte wahrscheinlich auch einen größeren Effekt auf viele Frauen. Nur als Beispiel mal. Ich zweifle einfach an der Wirksamkeit dieses Konzepts.
Ich stehe voll hinter der Gleichberechtigung von Frau und Mann.
Gendern ist aber ein dogmatischer Aktivismus, der über das Ziel hinausschießt.

Nachdem man im wesentlich eine Gleichberechtigung geschaffen hat, hat man verzweifelt weiter gesucht wo noch irgendwas übrig ist, was man irgendwie diskriminierend ansehen kann - wenn man nur will 🙄

Und diese Perversion wird weiter gehen. Irgendwann werden Wörter wie "der Mond" diskriminierend sein weil sie männlich dekliniert sind. Irgendwann wird das Ampelmännchen diskriminierend sein, weil es eben männlich ist. Alles was auch nur als männlich empfunden werden kann, wird aus unserer Welt verbannt werden.

Wer in der Schule nicht gendert, wird schlechtere Noten bekommen. Wer im öffentlichen Raum nicht gendert, wird vor Gericht gezerrt werden. Dieser Aktionismus hält nicht inne bevor er das Gendern bis in den letzten Winkel unserer privatesten Welt gepresst hat.
 

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