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Warum wird der Mehrheitswille beim Gendern nicht beachtet?

Damit ermöglicht man es Frauen auch indirekt wahrgenommen zu werden. Ich finde das sehr kontraproduktiv, dass es solche Vereine gibt, die diese Arbeit der Gleichberechtigung von Männern und Frauen torpedieren.
So lange in der Zeitung stets nach einem Tatverdächtigen gesucht wird, oder z.B. "Der Mörder...." obwohl man überhaupt nicht weiß wer es gewesen ist, im Artikel darunter dann aber vorbildlich gegendert wird wenn es um positive Mitteilungen geht, empfinde ich es als Rosinenpickerei, bei welchen Sachverhalten man sich für diese Art von vermeintlicher Gleichberechtigung einsetzt, und welche man wissentlich und gerne unter den Teppich kehrt.

Ich bin für Gleichberechtigung. Und zwar so sehr das ich immer wieder feststelle, dass viele Menschen gar nicht an tatsächlicher und absoluter Gleichberechtigung interessiert sind.
 
Wer genau will wem genau seinen Willen aufdrücken?
Du kannst doch sprechen und schreiben, wie du möchtest.
Aber ich muss mir den Quatsch anhören und 80 Prozent anderer, die das nicht möchten auch.
Ich dachte immer , dass es in einer Demokratie um die Mehrheit geht und nicht um die laute, belehrende Minderheit.
Aber es erledigt sich ja gerade sowieso von alleine.
 
Daran kann ich jetzt beim besten Willen nichts lächerliches erkennen.
Das ist doch nun wirklich ein Satz, den man - so wie deine Kollegin es gemacht hat - mit etwas gutem Willen neutral halten kann. Da ist jetzt nichts schwieriger oder sinnentstellter als vorher. Also warum nicht?🤷‍♀️
Nur aus Prinzip?
Nein, nicht aus Prinzip. Es ist aber gut möglich, dass wir unterschiedliche Sprachempfinden haben. Ich finde diese zwanghaften Anpassungen auf Biegen und Brechen einfach lächerlich.
Und nein, ich gehöre ganz sicher nicht zum Team der Prinzipienreiter. Das finde ich genauso kleingeistig wie das der Team der Gewohnheitstiere.
 
Wer genau will wem genau seinen Willen aufdrücken?
Du kannst doch sprechen und schreiben, wie du möchtest.

Müssen sie doch in der Regel und außerhalb sehr spezifischer Kontexte nicht, hä?

In meinem Umfeld gibt es Menschen, die gendern und Menschen, die nicht gendern. Jeweils aus ganz unterschiedlichen Gründen oder Nichtgründen (- mein 85+ Nachbar hat sich vermutlich bislang null Gedanken drüber gemacht. Total in Ordnung).
Wie auch immer: ist doch okay. Ich persönlich gendere, weil ich es will und als wichtig und sinnvoll empfinde. Wenn ich mit jemanden spreche, der nicht gendert, registriere ich es manchmal, oft genug aber auch nicht. Genau so gut, wie ich mir frei herausnehme zu gendern, kann sich jeder andere Mensch herausnehmen, es nicht zu tun. Juckt mich bei Nicht-Nahestehenden genau gar nicht und auch jene, die mir nahestehen, entscheiden das natürlich ganz allein für sich selbst. Alles andere wäre ja noch schöner.
Im engeren Umfeld gab und gibt es schon immer wieder Gespräche drüber, auch sehr spannende und bereichernde, durchaus auch aus unterschiedlichen Positionen heraus. Aber persönlich habe ich noch nicht erlebt, das jemand dem anderen Gendern oder Nichtgendern aufdrängen oder aufzwingen möchte.

Gut, wenn man es schon als Zwang empfindet, Gendersprache auch nur zu hören (- etwa durch Nachrichtensprecher*innen), ist das natürlich eine andere Sache und vielleicht sollte man in dem Fall dann noch einmal mit den Definitionen von Zwang und Toleranz auseinandersetzen.

Der ÖRR unterliegt dem Medienstaatsvertrag und hat den Auftrag gesellschaftliche Vielfalt und Gleichberechtigung zu fördern und Gendern ist dabei ein einfaches Mittel, um zu signalisieren, dass die gesamte Gesellschaft wahrgenommen, mitgedacht und respektiert wird.

Muss man nicht gut finden, aber mit dem Gebühren-Argument zu kommen, ist absurd. Wir zahlen keine Gebühren, um ein auf den persönlichen, individuellen Geschmack abgestimmtes Fernsehprogramm geliefert zu bekommen und mit allem, was gemacht wird, einverstanden zu sein. Das ist doch auch bei keinem Netflix-Abo so. Es gibt Inhalte, die man gut findet und konsumiert, andere findet man uninteressant oder sogar schlecht. Kräht kein Hahn danach, weil jedem klar ist, dass das Angebot möglichst viele Menschen erreichen soll und deswegen sehr breit gefächert ist.
Was den ÖRR betrifft, fand ich beispielsweise immer ziemlich kacke, dass so viel Geld in die Übertragung von Motorsport investiert wurde oder jetzt noch immer in Skisport. Oder der ganze Schlager-Volksmusik-Quatsch: Hilfe! Mit Nachrichtenformaten bin ich manchmal aus Gründen nicht so ganz okay, die nichts mit dem Gendern zu tun haben. Aber empfinde ich es als Zwang oder Gebühren-Missbrauch, weil auch Inhalte, die ich nicht gut oder sogar kritisch finde, gesendet werden? Nö.

Im Kontext von Institutionen wie Schulen, Universitäten usw., sehe ich persönlich Gendern als formale Vorgabe wie jede andere, etwa bestimmte Zitierregeln wissenschaftlicher Texte (- die sich übrigens gefühlt ständig ändern).
Am Gymnasium meines Neffens einigte sich der Lehrkörper beispielsweise auf die Verwendung des generischen Maskulinums für jegliche Arbeiten. (Ist schon ein paar Jahre her) Das entsprach nicht der Haltung vieler Schüler*innen und sorgte auch für einige Diskussionen mit den Lehrenden, aber letztlich waren es die formalen Vorgaben der Schule und es war klar, dass man sich daran halten muss, wenn man keinen Punkteabzug bekommen möchte, egal wie kritisch man das persönlich sieht. Ist halt andersrum genauso, wenn es eine Vorgabe gibt, auf bestimmte Weise zu Gendern.

Für mein Empfinden ist Kritik am Gendern tatsächlich vor allem Nörgelei und Trotz, weil es niemandem etwas wegnimmt, aber dafür anderen etwas gibt. Ja, es mag vielleicht beim ersten Mal Hören oder Lesen ungewohnt klingen, aber dass es so viel Aufregung und teilweise Krawall rechtfertigt... ich weiß nicht.
Vielmehr denke ich, dass prinzipielle Ablehnung für manche Menschen einfach eine gewohnte Reaktion auf Neues ist.
Neulich in einem Artikel über die Einführung der Anschallpflicht in Deutschland gelesen, dass die Mehrheit der Menschen erstmal dagegen war, der Sicherheitsgurt würde die persönliche Freiheit einschränken, wäre unbequem, usw. usf. Obwohl so eine simple, lebensrettende Sache, die keinen einzigen Nachteil hat. Ich verstehe bei sowas nicht, wie man sich so aufregen und querlegen kann. Aber gut, die Anschnallpflicht ist tatsächlich eine Pflicht, die alle Autofahrer*innen nachkommen müssen. Das ist beim Gendern überhaupt nicht der Fall. Insofern kann man doch machen, wie man selbst möchte und gut ist.

Gesellschaftlich habe ich auch kaum Konflikte. Niemand gendert und wir reden so wie wir es kennen. Ich hatte nur einmal ein kurzes Vergnügen in meiner Weiterbildung. Die Dozentin gendert nicht, sie macht es nur wenn die Schüler es verlangen. Es war tatsächlich der Fall. Eine Mitschülerin hat sich bei mir bei einer Gruppenarbeit entschuldigt, weil sie bei einem Text nicht gegendert hat. Daraufhin habe ich sie gefragt warum du dich bei mir entschuldigst. Die Schüler waren so darauf fokussiert, obwohl die Dozentin es selber nicht angewendet hat. Ich wurde aber auch von Mitschüler korrigiert die Texte diesbezüglich zu verändert. Ich habe es auch gemacht.

Ich frage mich einfach nur nach dem Sinn? Ich habe selber öffentlich gesagt, dass ich es nicht tue. Eine Mitschülerin meinte es ist gegen die Diskriminierung, aber wer wird denn diskriminiert dadurch? Es ist ja nicht böse gemeint, ich verstehe es einfach nicht. Wenn in der Schule irgendetwas etwas vorfällt und der Lehrer schreit die Klasse 10 a soll das Schulgebäude verlassen. Dann ist doch die Klasse angesprochen. Da wird doch keiner auf die Idee kommen und sagen sie haben mich vergessen, weil ich ein anderes Geschlecht oder eine andere Orientierung habe. 10a ist gleich 10a. Da sind alle Leute gemeint die Schüler dieser Klasse sind.

Wenn ich nochmal zurück zur Politik gehe. Für viele ist es eher ein akademisches Nischenthema und lenkt von wirklichen Problemen ab. Als ob gutsituierte Akademiker sich ein Thema ausdenken, damit sie wahrgenommen werden. Ich bin auch nicht die einzige die so denkt.
 
Wer genau will wem genau seinen Willen aufdrücken?
Du kannst doch sprechen und schreiben, wie du möchtest.

Müssen sie doch in der Regel und außerhalb sehr spezifischer Kontexte nicht, hä?

In meinem Umfeld gibt es Menschen, die gendern und Menschen, die nicht gendern. Jeweils aus ganz unterschiedlichen Gründen oder Nichtgründen (- mein 85+ Nachbar hat sich vermutlich bislang null Gedanken drüber gemacht. Total in Ordnung).
Wie auch immer: ist doch okay. Ich persönlich gendere, weil ich es will und als wichtig und sinnvoll empfinde. Wenn ich mit jemanden spreche, der nicht gendert, registriere ich es manchmal, oft genug aber auch nicht. Genau so gut, wie ich mir frei herausnehme zu gendern, kann sich jeder andere Mensch herausnehmen, es nicht zu tun. Juckt mich bei Nicht-Nahestehenden genau gar nicht und auch jene, die mir nahestehen, entscheiden das natürlich ganz allein für sich selbst. Alles andere wäre ja noch schöner.
Im engeren Umfeld gab und gibt es schon immer wieder Gespräche drüber, auch sehr spannende und bereichernde, durchaus auch aus unterschiedlichen Positionen heraus. Aber persönlich habe ich noch nicht erlebt, das jemand dem anderen Gendern oder Nichtgendern aufdrängen oder aufzwingen möchte.

Gut, wenn man es schon als Zwang empfindet, Gendersprache auch nur zu hören (- etwa durch Nachrichtensprecher*innen), ist das natürlich eine andere Sache und vielleicht sollte man in dem Fall dann noch einmal mit den Definitionen von Zwang und Toleranz auseinandersetzen.

Der ÖRR unterliegt dem Medienstaatsvertrag und hat den Auftrag gesellschaftliche Vielfalt und Gleichberechtigung zu fördern und Gendern ist dabei ein einfaches Mittel, um zu signalisieren, dass die gesamte Gesellschaft wahrgenommen, mitgedacht und respektiert wird.

Muss man nicht gut finden, aber mit dem Gebühren-Argument zu kommen, ist absurd. Wir zahlen keine Gebühren, um ein auf den persönlichen, individuellen Geschmack abgestimmtes Fernsehprogramm geliefert zu bekommen und mit allem, was gemacht wird, einverstanden zu sein. Das ist doch auch bei keinem Netflix-Abo so. Es gibt Inhalte, die man gut findet und konsumiert, andere findet man uninteressant oder sogar schlecht. Kräht kein Hahn danach, weil jedem klar ist, dass das Angebot möglichst viele Menschen erreichen soll und deswegen sehr breit gefächert ist.
Was den ÖRR betrifft, fand ich beispielsweise immer ziemlich kacke, dass so viel Geld in die Übertragung von Motorsport investiert wurde oder jetzt noch immer in Skisport. Oder der ganze Schlager-Volksmusik-Quatsch: Hilfe! Mit Nachrichtenformaten bin ich manchmal aus Gründen nicht so ganz okay, die nichts mit dem Gendern zu tun haben. Aber empfinde ich es als Zwang oder Gebühren-Missbrauch, weil auch Inhalte, die ich nicht gut oder sogar kritisch finde, gesendet werden? Nö.

Im Kontext von Institutionen wie Schulen, Universitäten usw., sehe ich persönlich Gendern als formale Vorgabe wie jede andere, etwa bestimmte Zitierregeln wissenschaftlicher Texte (- die sich übrigens gefühlt ständig ändern).
Am Gymnasium meines Neffens einigte sich der Lehrkörper beispielsweise auf die Verwendung des generischen Maskulinums für jegliche Arbeiten. (Ist schon ein paar Jahre her) Das entsprach nicht der Haltung vieler Schüler*innen und sorgte auch für einige Diskussionen mit den Lehrenden, aber letztlich waren es die formalen Vorgaben der Schule und es war klar, dass man sich daran halten muss, wenn man keinen Punkteabzug bekommen möchte, egal wie kritisch man das persönlich sieht. Ist halt andersrum genauso, wenn es eine Vorgabe gibt, auf bestimmte Weise zu Gendern.

Für mein Empfinden ist Kritik am Gendern tatsächlich vor allem Nörgelei und Trotz, weil es niemandem etwas wegnimmt, aber dafür anderen etwas gibt. Ja, es mag vielleicht beim ersten Mal Hören oder Lesen ungewohnt klingen, aber dass es so viel Aufregung und teilweise Krawall rechtfertigt... ich weiß nicht.
Vielmehr denke ich, dass prinzipielle Ablehnung für manche Menschen einfach eine gewohnte Reaktion auf Neues ist.
Neulich in einem Artikel über die Einführung der Anschallpflicht in Deutschland gelesen, dass die Mehrheit der Menschen erstmal dagegen war, der Sicherheitsgurt würde die persönliche Freiheit einschränken, wäre unbequem, usw. usf. Obwohl so eine simple, lebensrettende Sache, die keinen einzigen Nachteil hat. Ich verstehe bei sowas nicht, wie man sich so aufregen und querlegen kann. Aber gut, die Anschnallpflicht ist tatsächlich eine Pflicht, die alle Autofahrer*innen nachkommen müssen. Das ist beim Gendern überhaupt nicht der Fall. Insofern kann man doch machen, wie man selbst möchte und gut ist.

Du widersprichst dich ja selber. Du sagst einerseits jeder hat die Freiheit selber zu entscheiden ob man es verwenden möchte oder nicht. Dann rechtfertigst du Punktabzug bei einer Klausur (weil es dir Vorgabe ist). Also ist es doch keine ganzheitliche Freiheit, weil es ja nicht nur eine Privatentscheidung ist, sondern Institutionen (Schulen bzw. irgendwelche Behörden) es als Anforderung betrachten.
 
Ist das nicht etwa naiv zu glauben, so etwas erreicht man indem man überall *innen hinten dran hängt? 😉
Ich wollte den Standpunkt der Gender-Fraktion illustrieren. Natürlich wird niemand gleichgestellt oder gefördert, wemn man an alle Begriffe eine Endung anhängt oder Großbuchstaben einfügt.

Ich bin ganz klassisch der Meinung,:dass man Gleichstellung und Gerechtigkeit am ehesten durch sozialpolitische Maßnahmen und auch Wirtschaftspolitik erreicht.

Besonders schwer ist das Leben wenn man arm, krank oder behindert ist oder alles zusammen. Und Frauen hilft man am besten, wenn man Männern einen "weiblichen" Lebensentwurf ermöglicht. Solange ein Mann kämpfen und sich rechtfertigen muss, weil er 8 Monate Elternzeit nimmt und dann 20 Stunden in seinem Handwerksbetrieb arbeitet, übernimmt die zugehörige Frau diesen Part. Denn einer muss sich ja um die Kinder kümmern.
 
Ich finde immer noch es ist eine Sprache für jene die es nicht verstehen, dass hinter Begriffen wie zb Lehrer, beide Geschlechter stehen.
Und das eine Diskussion im Hinblick darauf dann zu nichts führt ist eigentlich auch klar.
Wenn man sagt die Ärzte, denken sie es sind nur Männer.
Evtl erschrecken sie sich dann wenn eine Frau sie untersuchen will.
Man muss also manche mit anderem Vorstellungsvermögen auf die Möglichkeit bzw Tatsache, daß es auch Frauen im zb Arztberuf gibt, sachte hinweisen. 🤔
An diesem Punkt befinden wir uns intellektuell im Moment....
Psycholinguistische Studien haben bereits in der Vergangenheit gezeigt: Das generische Maskulinum (z.B. Ärzte) wird nicht als neutral verstanden, sondern meist mit Männern assoziiert. Menschen denken bei Begriffen wie „Arzt“ tatsächlich vorrangig an Männer, selbst wenn Frauen mitgemeint sein sollen.
Ähnliche Experimente hat man mit Kindern durchgeführt: Wenn Kinder das generische Maskulinum verwenden, führt das dazu, dass sie sich weniger Frauen in bestimmten Berufen vorstellen. Kinder gaben z.B. nach dem Hören von „Ingenieure”, „Piloten” etc. deutlich seltener weibliche Figuren an obwohl die Aufgabenstellung völlig geschlechtsneutral war.

Um es kurz zu fassen: Wir alle denken in erster Linie an Männer, wenn von Piloten, Ärzten, Lehrern, Künstlern usw. die Rede ist. Auch wenn wir wissen, dass nicht nur Männer gemeint sind, denken wir doch vorrangig an sie. Das sind Prozesse in unserem Gehirn, die völlig unbewusst ablaufen.


 
Ich dachte immer , dass es in einer Demokratie um die Mehrheit geht und nicht um die laute, belehrende Minderheit.
Dann bist du - mit Verlaub - sehr schlecht informiert. Das Fundament einer Demokratie ist die Gleichheit aller Menschen und besonders der Schutz von Minderheiten.
Kein Mensch zählt weniger, weil er auf Grund bestimmter Eigenschaften oder Merkmale Teil einer Minderheit ist und das Tolle einer inklusiven Sprache ist, dass eben möglichst alle angesprochen und mitgenommen werden.
Du widersprichst dich ja selber. Du sagst einerseits jeder hat die Freiheit selber zu entscheiden ob man es verwenden möchte oder nicht. Dann rechtfertigst du Punktabzug bei einer Klausur (weil es dir Vorgabe ist). Also ist es doch keine ganzheitliche Freiheit, weil es ja nicht nur eine Privatentscheidung ist, sondern Institutionen (Schulen bzw. irgendwelche Behörden) es als Anforderung betrachten.
Nö, ich widerspreche mir nicht.

Sorry, aber formale Vorgaben für Texte als Einschränkung der ganzheitlichen Freiheit zu sehen, ist absurd. Klar kann man schreiben wie man will und etwa auch keine Grammatik-, Rechtschreib- und Zitierregeln beachten, keine Quellen angeben, kein übliches Gedöns wie Schriftgröße und Zeilenabstand beachten, aber dann hat das eben Einfluss auf die Beurteilung. Und zwar egal, ob jemand, der Gendern gut findet, die Vorgabe des generischen Maskulinums missachtet oder jemand, der Gendern blöd findet, die Vorgabe zu Gendern nicht erfüllt. 🤷‍♀️ Oder anders gesagt: wenn ich die Großschreibung der deutschen Sprache aus Prinzip ignoriere und alles klein schreibe, bin ich zwar "ganzheitlich frei", aber muss halt in Kauf nehmen, dass es entsprechend bewertet wird.

Mit deiner Argumentation könnte genauso gut jemand kommen, der sagt: "An roten Ampeln halten zu müssen schränkt meine ganzheitliche Freiheit ein, ich finde viel lustiger bei Rot zu fahren und bei Grün zu halten, also mache ich mal so."
 

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