Hallo Pandas,
Es hört sich wirklich schlimm an, was Du an deiner Ausbildungsstelle durchmachst. Tut mir sehr Leid, dass Du solche Erfahrungen machen musst!
Aber, um mal eine andere Seite aufzuzeigen:
-Wir haben vor ca. 2 Jahren eine neue Mitarbeiterin auf Station bekommen, alles super, wir freuen uns als Team prinzipiell erstmal über jede/n der/die neu kommt.
Dann haben eine Kollegin und ich sie im Spätdienst eingearbeitet. Die neue Kollegin sagte, dass es ja alles ganz schön viel sei (wir sind keine Akutklinik und betreuen daher insgesamt 120 Menschen auf 3 Stationen) und sie nicht weiß, wie sie sich das alles (Namen und Zimmernummern, welche Ärztin wo zuständig ist etc.) merken soll. Kein Problem, wir alle hatten am Anfang solche Probleme😅.
Meine Kollegin und ich haben ihr also versucht Tipps zu geben, Eselsbrücken herzustellen und die Nummern der verschiedenen Ärztinnen inklusive die Bereiche extra klein und laminiert für die Kasacktasche auszudrucken. Am nächsten Tag hat die neue Kollegin sich dann zum Dienst krank gemeldet. Sie sagte, sie sei überfordert und käme gar nicht mehr klar. Okay, kein Problem. Einarbeitung ist wirklich hart bei uns.
Als ich sie dann irgendwann zum nächsten Dienst wieder gesehen habe, roch sie sehr nach altem Schweiß und meinte lachend, dass sie sich ja überhaupt nichts behalten hat, die Karte weggeworfen hat und jetzt aber einen ordentlichen Neustart möchte. Klar, natürlich war ich ein bisschen angesäuert, dass sie die Karte einfach weggeschmissen hat, aber gut... Zum 2. Mal erklärte ich ihr (relativ geduldig, denn sie fasste überhaupt nicht mit an) den Ablauf, die Pat., die Aufteilung usw.
Während des Dienstes wurde der Geruch ihrerseits immer unangenehmer und durch ,,subtile Hinweise" (selbst Deo benutzen, über unangenehme Gerüche sprechen etc....) merkte sie leider nicht, dass es sehr störend (auch für Pat.) war. Also habe ich sie nach 6h Dienst alleine(!) darauf angesprochen, ob sie sich bitte waschen kann unter den Armen und Deo benutzen kann. Sie reagierte vollkommen entsetzt und fing sofort ganz krass an zu weinen. Ich fragte sie, was los sei, doch sie wollte in dem Moment nicht (mit mir wahrscheinlich) darüber sprechen. Sie ist dann nach 6h Stunden einfach gegangen, hat sich weder von der anderen Kollegin noch von mir verabschiedet. Sie hatte dann für 3 Wochen eine Krankmeldung.
Sie warf mir nach diesen 3 Wochen krank heftigstes Mobbing vor und ich wusste nicht, wo mir der Kopf stand. Unsere PDL hatte sie eingeschaltet, unsere Stationsleitung wusste genau wie ich, nicht Bescheid.
Die neue Kollegin fand es entwürdigend, dass ich sie (mit freundlichen Worten wohlgemerkt) auf ihren Körpergeruch angesprochen habe, sie fand, dass ich sie mit ,,den ganzen" Informationen überfordert habe und sie fand, dass schon von Anfang an alle systematisch versucht haben sie fertig zu machen (auf mein Bestreben hin, wie sie sagte) und gegen sie waren. Das stimmte nicht und glücklicherweise stand das restliche Team geschlossen hinter mir. Hätte es das nicht, wäre die Sache ganz ganz blöd für mich ausgegangen, im schlimmsten Falle mit einer Kündigung.
So, jetzt ist besagte Ex-Kollegin im Kindergarten meines Sohnes (blöd formuliert, sorry) angestellt seit März und jetzt wegen (angeblichem?) Mobbing krank geschrieben. Ich weiß davon, weil eine gute Bekannte von uns dort auch Erzieherin ist und mir erzählt hat, dass sie am Freitag ein Gespräch mit der Leitung hat. Sie wusste bis gestern nichts davon, dass ich die ,,Neue" kenne und was bei mir vorgefallen ist.
Will sagen, vielleicht ist es manchmal auch ein bisschen ,,verschobene Eigenwahrnehmung", die einen (vermeintlich?) zum Mobbingopfer werden lässt🤔...?
Wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und steh die Ausbildung irgendwie durch🙏!