Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Schlechte Erfahrungen mit Dating

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 132426
  • Datum Start Datum Start
  • Stichworte (tags) Stichworte (tags)
    onine-dating
Sie war Yogalehrerin, manifestierte Fülle und trug Chakren-Schmuck. Ich trug wie immer mein „Kein Sex unter dem Patriarchat“-Shirt.
Beim Gespräch über revolutionäre Gewalt meinte sie, „Gewalt hat eine ganz niedrige Frequenz“ – da wusste ich: das wird nix.

Ich habe versucht, sie für die permanente Revolution zu begeistern – sie wollte aber lieber über ihr Mondritual reden.
Als ich sagte, dass Liebe unter Kapitalbedingungen immer auch entfremdet ist, hat sie mir ein Flyer für ein Tantra-Retreat gegeben.

Irgendwann fragte sie, ob ich „offen für polyamore Energien“ sei – ich sagte: „Ich teile alles, außer meine revolutionäre Linie.“

Fazit: Ich bin müde. Müde von Esoterik, müde von neoliberaler Datinglogik, müde von der Einsamkeit im Widerstand.
Gibt es irgendwo da draußen noch eine, die Trotzki gelesen hat und weiß, was eine Lohnarbeitsverhältnisanalyse ist?
Du suchst scheinbar in der falschen Umgebung. Diesen krassen Gegensatz hätte man in meinen Augen bereits vorher abklopfen und sich das Date sparen können.
Wenn du selbst eine bestimmte Linie fährst, wirst du nur in Kreisen jemanden finden, der dafür auch zugänglich ist. Diese Szene musst du halt finden.
 
Sie war Yogalehrerin, manifestierte Fülle und trug Chakren-Schmuck. Ich trug wie immer mein „Kein Sex unter dem Patriarchat“-Shirt.
Beim Gespräch über revolutionäre Gewalt meinte sie, „Gewalt hat eine ganz niedrige Frequenz“ – da wusste ich: das wird nix.

Ich habe versucht, sie für die permanente Revolution zu begeistern – sie wollte aber lieber über ihr Mondritual reden.
Als ich sagte, dass Liebe unter Kapitalbedingungen immer auch entfremdet ist, hat sie mir ein Flyer für ein Tantra-Retreat gegeben.

Irgendwann fragte sie, ob ich „offen für polyamore Energien“ sei – ich sagte: „Ich teile alles, außer meine revolutionäre Linie.“

Fazit: Ich bin müde. Müde von Esoterik, müde von neoliberaler Datinglogik, müde von der Einsamkeit im Widerstand.
Gibt es irgendwo da draußen noch eine, die Trotzki gelesen hat und weiß, was eine Lohnarbeitsverhältnisanalyse ist?
Haha, meinst du das ernst? 😀 ich kann zwar mit eso geschwurbel auch nicht viel anfangen und bin auch sehr links, aber dein Text wirkt dann doch auch etwas drüber. Entweder du meinst das nicht so ganz ernst/ trollst oder du solltest es vielleicht mit etwas mehr Selbstironie probieren 😉
 
Meine Datingerfahrungen liegen lange zurück (ich habe inzwischen seit über 10 Jahren eine Partnerschaft), aber damals habe ich auch allerlei Kuriositäten erlebt. Ich denke z.B. an ein Date, das sich eher wie ein Vorstellungsgespräch anfühlte. Mir wurde mehr oder weniger ein Katalog an Fragen gestellt, und nach dem Abarbeiten der Fragen hieß es sinngemäß "Vielen Dank, ich melde mich" (hat er nie). Danach ist er aufgestanden und hat sich zu anderen Leuten an den Tisch gesetzt. Da hatte ich erst gemerkt, dass er nicht allein im Café gewesen war, sondern dass einige seiner Leute an anderen Tischen saßen und uns anscheinend beobachtet hatten.

Oder, ein anderer Fall: damals bin ich noch zu anderen Leuten beim Date in deren Haus gekommen. Ich habe also einen Datingpartner zuhause besucht. Dort teilte er mir nach kurzem Gespräch mit, dass die Sache klar sei, alles würde passen, wir könnten jetzt gleich mit der Beziehung anfangen. Er fing gleich an, die nächsten Schritte zu planen (Wer besucht wen zuerst und wann, wie gehts weiter, wohin geht der erste Urlaub, etc.). Das fand ich ehrlich gesagt ziemlich überstürzt und beinahe gruselig. Ich habe dann gesagt, dass ich so schnell nicht entscheiden könnte und mir das erst überlegen wollte. Da wurde er sauer und warf mich aus dem Haus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sie war Yogalehrerin, manifestierte Fülle und trug Chakren-Schmuck. Ich trug wie immer mein „Kein Sex unter dem Patriarchat“-Shirt.
Beim Gespräch über revolutionäre Gewalt meinte sie, „Gewalt hat eine ganz niedrige Frequenz“ – da wusste ich: das wird nix.

Ich habe versucht, sie für die permanente Revolution zu begeistern – sie wollte aber lieber über ihr Mondritual reden.
Als ich sagte, dass Liebe unter Kapitalbedingungen immer auch entfremdet ist, hat sie mir ein Flyer für ein Tantra-Retreat gegeben.

Irgendwann fragte sie, ob ich „offen für polyamore Energien“ sei – ich sagte: „Ich teile alles, außer meine revolutionäre Linie.“

Fazit: Ich bin müde. Müde von Esoterik, müde von neoliberaler Datinglogik, müde von der Einsamkeit im Widerstand.
Gibt es irgendwo da draußen noch eine, die Trotzki gelesen hat und weiß, was eine Lohnarbeitsverhältnisanalyse ist?
Da haben sich ja zwei gefunden 🤣 🤣

Ganz ehrlich, da nehmt Ihr Euch doch beide nichts.

Ich überlege auch gerade, ob Du uns hier auf den Arm nimmst. Was Du hier postulierst, sind politische Ansichten ganz links am Rand. Klar findest Du damit nur sehr schwer eine Partnerin, v.a. wenn Du mit ihr politisch schwurbeln willst.

Mein Partner und ich gucken zwar prinzipiell aus und in die gleiche Richtung politisch, aber er ist zum Beispiel sehr viel demokratischer als ich und dann kriegen wir uns schonmal in die Haare. Um dann festzuhalten, dass unser Liebesglück nicht von sowas abhängt und wechseln das Thema.
 
Es gibt nicht nur einige Männer, die ihre Partnerin über Freundeskreis, Arbeit, Verein usw und auch online fanden, sondern sehr viele.
Ich fand meinen Partner nicht so wirklich. Eines Tages hatte ich schon am Morgen so ein positiv schönes kribbeln und aufgeregt sein im Bauch. Einige Stunden später traf ich mich mit anderen als eine Art Arbeitskreis. Und der eine hatte mich immer wieder zwischendurch angezwinkert und mit einem Grashalm im Nacken gekitzelt. Wir sind ein paar Wochen später zusammen gekommen und haben 18 Jahre später erst geheiratet. Vorher lebten wir in wilder Ehe zusammen. Seit 2 Jahren ist alles so schön. Ich bin zum zweiten Mal schwanger.
 
Ich fand meinen Partner nicht so wirklich.

Finden muss man auch nicht mit einer Suche in Verbindung bringen.
Ihr habt euch gefunden, das passende Gegenstück in der Gruppe gefunden. Ganz ohne danach zu suchen. War bei mir ähnlich.

Nur läuft das nicht für jeden so.
Und dann gibt's Wünsche, Sehnsüchte.
Was sollte man da sonst tun als zu daten?
Daten ist völlig normal und kann sogar schön sein.
Und manchmal eben nicht.
 
Sie war Yogalehrerin, manifestierte Fülle und trug Chakren-Schmuck. Ich trug wie immer mein „Kein Sex unter dem Patriarchat“-Shirt.
Beim Gespräch über revolutionäre Gewalt meinte sie, „Gewalt hat eine ganz niedrige Frequenz“ – da wusste ich: das wird nix.

Ich habe versucht, sie für die permanente Revolution zu begeistern – sie wollte aber lieber über ihr Mondritual reden.
Als ich sagte, dass Liebe unter Kapitalbedingungen immer auch entfremdet ist, hat sie mir ein Flyer für ein Tantra-Retreat gegeben.

Irgendwann fragte sie, ob ich „offen für polyamore Energien“ sei – ich sagte: „Ich teile alles, außer meine revolutionäre Linie.“

Fazit: Ich bin müde. Müde von Esoterik, müde von neoliberaler Datinglogik, müde von der Einsamkeit im Widerstand.
Gibt es irgendwo da draußen noch eine, die Trotzki gelesen hat und weiß, was eine Lohnarbeitsverhältnisanalyse ist?
Würdest du denn nur mit einer Frau zusammen sein wollen, die genau die gleichen politischen Ansichten hat wie du?
Das stelle ich mir schwierig vor...
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 211) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben