Wer noch gar nicht weiß was er selber will, hängt sich an andere an - wird dabei aber nicht zwangsweise glücklich, wenn er merkt, entweder er hat gar nicht die Mittel um das zu erreichen was die anderen haben oder bekommen, oder es liegt ihm einfach nicht.
Umgekehrt wird man immer wieder auf Personen stoßen die von einem etwas wollen, wo man merkt, dazu habe ich gar keinen Draht.
Die Entwicklung des "Ich" erfordert daher eine Menge Selbsterforschung. Was will ich, was will ich nicht? Und wie gehe ich damit um, wenn andere etwas von mir wollen, bin ich einverstanden oder nicht, oder lasse ich mich zu leicht (und meistens auf meine Kosten) zu etwas überreden, was ich nicht will und nicht brauche in meinem Leben?
Viele der jüngeren Ich-Darsteller die heute in den Medien vertreten sind, machen gar nicht das was sie tatsächlich möchten, sondern das von dem sie glauben daß andere das von ihnen erwarten, ihre Follower, Eltern etc., wie kleine Kinder die sich überall einschmeicheln möchten und das auch schaffen, weil sie jedermanns Träume und Wünsche abdecken - sie verkaufen sich wie virtuelle Prostituierte. Ein Erwachsener dagegen zieht auch dann sein Ding durch wenn er keine Likes dafür kriegt und keine Kamera dabei ist, weil er selbst davon überzeugt ist, egal was andere davon halten.