Zunächst einem vielen lieben Dank für diese vielen Nachrichten. Es tat wirklich gut, mal eine Außensicht auf die eigenen Gedanken und Probleme zu hören. Ich werde Mal versuchen, auf einige eurer Nachfragen und Ratschläge einzugehen.
Aber auch das kann man ja trainieren, indem man einfach an warmen Tagen Mal durch den gut besuchten Park spaziert, denke ich. Von daher vielen Dank, dass du mich dazu gebracht hast, mal zu reflektieren, wann dieses Schamgefühl intensiver auftritt und wann nicht 🙂.
Mein Wunsch wäre es, denke ich, eines Tages in der Öffentlichkeit ganz ich selbst sein zu können – offen und ohne Angst davor, wie andere mich sehen oder beurteilen. Natürlich nicht in dem Sinne, dass ich als Egomane durch die Welt gehen möchte, dem sein Umfeld völlig gleichgültig ist. Aber ich stelle es mir schön vor, ein Selbstbewusstsein zu besitzen, dass nicht mehr den Drang aufkommen lässt, sich vor anderen Menschen oder Blicken einzuigeln.Meine Frage an dich wäre, was denn dein Ziel ist? Was würde einen konkreten, sichtbaren Unterschied in deinem Leben machen, damit du deutlich zufriedener bist?
Ich denke, das ist wirklich ein guter Tipp! Ich gehe zwar recht regelmäßig spazieren, aber habe dabei bisher immer Kopfhörer aufgehabt. Da kommt man natürlich nicht großartig ins Gespräch mit anderen Menschen. Ich werde die Kopfhörer in Zukunft einfach Mal zuhause lassen 🙂Geholfen hat mir, einfach die Nachbarn zu grüßen und wo es passte, auch einen Smalltalk zu halten. Ich bin immer die gleiche Runde zur gleichen Zeit spazieren gegangen, so dass ich auch auf die gleichen Leute traf, die ich dann gegrüßt habe.
Ich würde schon sagen, dass es Unterschiede gibt, aber die beruhen leider bisher nicht wirklich auf einem "Erfolgsrezept" meinerseits. Es ist nämlich im Sommer schlimmer als im Winter. Das liegt denke ich einerseits einfach daran, dass im Sommer draußen wetterbedingt mehr los ist. Immerhin ist dieses Gefühl auch generell intensiver, je mehr (fremde) Menschen mich umgeben. Andererseits würde es auch dazu passen, dass die Ursache vielleicht wirklich in meinem Übergewicht zu suchen ist. Ich hatte in meiner Jugend deshalb zum Glück nie mit Mobbing zu kämpfen, aber in der frühen Kindheit gab es ein paar Jahre, die diesbezüglich nicht so schön waren. Im Sommer kann ich mich natürlich nicht in einer Jacke verstecken, wodurch ich mich verletzlicher fühle, was die Blicke anderer Menschen betrifft.Frage dazu: gibt es da Unterschiede in der Stärke des Gefühls? Gibt es Ausnahmetage, wo es dir egal ist oder wo das Schamgefühl gar nicht auftaucht? Das wäre spannend zu erforschen. Vielleicht hast du schon ein Erfolgsrezept und kannst es öfters anwenden. Immerhin hast du es auch geschafft, dein Gewicht stark zu reduzieren, da könnte es ja mit dieser "Last" auch klappen 🙂
Aber auch das kann man ja trainieren, indem man einfach an warmen Tagen Mal durch den gut besuchten Park spaziert, denke ich. Von daher vielen Dank, dass du mich dazu gebracht hast, mal zu reflektieren, wann dieses Schamgefühl intensiver auftritt und wann nicht 🙂.
Ich habe mir grade mal auf die schnelle einige Artikel hierzu durchgelesen und kann mich darin leider wirklich in vielen Punkten wiedererkennen. Ich werde das Mal im Hinterkopf behalten. Danke!Ich empfinde Deine Geschichte als verständlich, und würde gerade in Deinem Fall konkret zu einer Verhaltenstherapie raten. Ferndiagnosen sind hier aus guten Gründen nicht erlaubt, aber in diesem Fall - und weil kein physisches Risiko droht - da erlaube ich es mir auch, Deine Furcht vorsichtig und ohne Gewähr als Phobie in der Schnittstelle zwischen Agoraphobie und Soziophobie zu verorten.
Guter Punkt... Aus diesem Blickwinkel habe ich es nie wirklich betrachtet. Mag schon sein, dass es solche Leute gibt, aber dem Großteil stoße ich vermutlich völlig grundlos vor den Kopf, indem ich sofort annehme, dass man mir etwas böses will. Letztendlich verhalte ich mich damit anderen gegenüber ja genau so, wie ich es mir insgeheim von ihnen mir gegenüber nicht wünsche... Ich warte zwar nicht darauf, dass die andere Person irgendetwas peinliches tut, worüber ich mich lustig machen könnte, aber dafür auf jeden vermeintlich legitimen Grund, um anzunehmen, dass sie mir gegenüber feindlich gesinnt ist. Das macht es im Ergebnis nicht wirklich besser. Danke für den Hinweis!Es mag sein, lieber Lion, dass ein Nachbar aus dem Fenster schaut, aber was du dir über ihn erzählst, das hinterfrage mal. Das ist wenig freundlich, was du dir da ausdenkst und ausmalst von ihm.
Danke fürs Teilen deiner persönlichen Erfahrung mit derartigen Verhaltenstherapien. Ich werde mich in meiner Gegend Mal umschauen, wo es die Möglichkeit gibt, so etwas anzugehen.Hi @Lion2233 das mit deinem zunehmenden Schamgefühl, wie Du es beschreibst, ist quasi aus psychischer Sicht gesehen eine Folge davon, dass du zu wenig im Training bist.
Da könnte Verhaltenstherapie oder Gruppentherapie hervorragend helfen mit dem Fokus auf soziale Kompetenzen. Da kann man auch ein paar Mottos trainieren, um sich gedanklich unabhängiger zu machen oder auch für Beziehungen und Kontakte.
Ich habe davon, so gut ich konnte, sehr profitiert, wenn bei mir die sozialen Probleme auch eine andere Ursache haben.
LG