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Das ist bei Jungs aber ähnlich, finde ich: Sind frustriert, dass die von allen umschwärmten Beauties so oberflächlich sind, sie nicht zu beachten... aber ist dann ein schüchternes Mauerblümchen ernsthaft interessiert -> Oh Gott, peinlich und geht gar nicht, da lachen einen ja die Kumpels aus... 🙂
Ja, so ein Verhalten hat eher mit Unreife, Gruppendruck und überspielter Unsicherheit zu tun, und weniger mit dem Geschlecht.
 
Also mein Mann nennt mich immer nur beim Vornamen und ich ihn auch.
Und ich finde das gut so, denn so lauten nunmal unsere Namen.
Und das klappt nun schon viele Jahre sehr gut.
In einer Beziehung ist es etwas Anderes.

Wenn ich ein Date hätte und der Mann fast jeden 2. Satz mit meinem Vornamen beginnt fände ich dies unangenehm.

Der Mittelweg wäre gut.
 
Bärchen ist bei mir halt Bärchen und er nennt mich beim Vornamen, er ist nicht der Typ für Kosenamen. Der Kosename, den mein Ex für mich hatte, wurde irgendwann vom gesamten Bekannten- und teilweise Familienkreis übernommen, etliche, auch der Ex nennen mich heute noch so. Ich bin halt XXX. Und nicht sowas wie Schatz, Bienchen oder dergleichen. Sondern sehr speziell.

Mich stört beides nicht.
 
Hab da bisher tatsächlich noch nie drüber nachgedacht, allerdings würde es sich für mich völlig komisch und richtiggehend fremd anhören, wenn mein Mann mich mit meinem Vornamen rufen würde. Der Kosename ist fest etabliert, und wenn er mir schreibt ist es noch ein anderer Kosename. Finde das auch total schön, weil es sehr liebevolle Kosenamen sind, die eine tiefe Verbundenheit ausdrücken.
Bei einem neuen Partner fänd ich das komisch - so etwas muss sich entwickeln.
In jedem 2. Satz meinen Namen zu hören fänd ich völlig gaga. Würde wahrscheinlich zusammenzucken und mich eher ermahnt als liebevoll angesprochen fühlen. Vielleicht ja ein Kindheitstrauma?! 😜
 
Hallöchen, jetzt kann ich ja mal aktuelle Erfahrungen beisteuern. Also ich bin froh, dass ich Online doch relativ zeitnah wirklich eine superliebe Frau kennengelernt habe.

Als Endvierziger im Elektrorollstuhl hatte ich echt Skepsis bei diesem „Dating Markt“, der mir immer auch ein wenig wie eine Freiluft Irrenanstalt vorkam. Genauso galt allerdings: Im Grunde hatte ich nichts zu verlieren, aber alles zu gewinnen.
Die Profile sehen inzwischen häufig wie Instagram Profile aus. Mein Haus, mein Auto und vor allem meine Fernreisen. Tinder fand ich unerträglich. Da bin ich gerade mal einen Tag geblieben.

Aber bei den anderen Börsen sah es nicht viel anders aus.
Wenig Authentisches, viele Fassaden. Es fiel mir zwar nicht schwer fast täglich neue Kontakte zu knüpfen, aber diese waren unbeständig. Nach anfänglicher Euphorie wurden Dates abgesagt, wenn ich ehrlich mehr über mich schrieb. Eine Frau aus meiner Stadt im öffentlichen Dienst beharrte beispielsweise noch am gleichen Abend auf einem Treffen, und löschte – nachdem ich auf die Frage was ich suche: „Etwas Ernsthaftes“ geantwortet hatte - eine Stunde vorher ihr gesamtes Profil, statt mich einfach nur zu blocken.

Ich hatte auch den Eindruck, dass viele Frauen viel zu verkopft an die Sache heran gingen, und in ihrer Fantasie schon die ganze Verbindung durchplanten, anstatt sich einfach mal fallen zu lassen. Und anstatt Mut zu zeigen, da projizierten sie ihre alten Narben auf mich. Ich erblickte darüber hinaus auch viel Ambivalenz, ebenso wie liierte Menschen mit komplizierten Bindungen. Ich würde persönlich nicht sagen, dass Frauen und Männer sich dabei viel nehmen.
Der Unterschied scheint mir eher darin zu liegen, dass Frauen ihre issues wortreicher verpacken können, um ihnen scheinbar den Anstrich einer vermeintlichen Sinnhaftigkeit zu verleihen, die aber ad hoc erodiert, sobald man sie ernsthaft hinterfragt und die inneren Widersprüche adressiert.

Und ehrlicherweise gingen mir auch die ganzen Vokabeln auf den Keks. Dieses Geplapper über Red Flags und den ganzen Mist. Ich suchte ja einen authentischen Menschen, und keinen wandelnden Hipster Datingleitfaden. Trotzdem war mir wichtig an meinen Werten festzuhalten, und nicht zu einem frustrierten Kerl zu werden, der von morgens bis abends nur meckert. Ich war allerdings andererseits nach kürzester Zeit fast schon so weit wieder aufzugeben zu wollen, weil ich es auch zunehmend ermüdend fand, mich immer wieder auf neue Leute einzustellen.

Aber dann lernte ich R. kennen, eine Sprachwissenschaftlerin - drei Jahre jünger als ich - aus einer Nachbarstadt. Es ist ja noch ganz frisch, aber wir fühlen uns pudelwohl.

Der einzige Tipp den ich geben kann, der lautet "Nett zu sein und authentisch zu bleiben."
Das ist alles.

Willkommen zurück 🍀🎉
 

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