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Online Dating und Beziehungen Erfahrungsaustausch Smalltalk Faden

Nicht mehr, er hat's ausprobiert.

Aber du hast recht, man soll hier ja vor allem über eigene Erfahrungen berichten. Also: Ich - weiblich - habe tatsächlich noch nie Online-Dating gemacht. Ich habe früher hin und wieder überlegt, ob ich das mal ausprobieren sollte... aber irgendwie habe ich Bedenken, auf solche Weise einen für mich passenden Partner finden zu können, und erwarte da eher negative als positive Erlebnisse. Also habe ich die Idee immer wieder verworfen. Und dabei bleibt es wohl auch, schätze ich. 🙂
Genau wie bei mir...
Ich habe da auch schon drüber nachgedacht, aber ich glaube, das online Dating ist einfach nicht das Richtige für mich.
 
Na in dem Fall ist es aber was Typisches, gerade bei jungen Frauen:

sie beschwert sich, die wollen alle nur das Eine und wenn dann einer wie er kommt, der eig solide ist und was Ernstes will -> nö, langweilig 😁
Dieses Phänomen gibt's leider wirklich, aber vor allem bei Frauen, die (noch?) nicht wirklich wissen, was sie wollen.
Die orientieren sich dann meistens an Äußerlichkeiten, oder daran, was gerade so "in" ist, und auch daran, was die Freundinnen so für Typen haben.
Die legen dann auch größten Wert darauf, daß sie sich mit ihrem neuesten Kerl in ihrer Clique nicht blamieren...

Bei sehr jungen Frauen kann man das Verhalten ja noch nachsehen, aber wenn sich eine Frau von 30, oder sogar mit 40 noch so verhält, dann wird's langsam lächerlich...
 
Na in dem Fall ist es aber was Typisches, gerade bei jungen Frauen:

sie beschwert sich, die wollen alle nur das Eine und wenn dann einer wie er kommt, der eig solide ist und was Ernstes will -> nö, langweilig 😁
Das ist bei Jungs aber ähnlich, finde ich: Sind frustriert, dass die von allen umschwärmten Beauties so oberflächlich sind, sie nicht zu beachten... aber ist dann ein schüchternes Mauerblümchen ernsthaft interessiert -> Oh Gott, peinlich und geht gar nicht, da lachen einen ja die Kumpels aus... 🙂
 
Hallöchen, jetzt kann ich ja mal aktuelle Erfahrungen beisteuern. Also ich bin froh, dass ich Online doch relativ zeitnah wirklich eine superliebe Frau kennengelernt habe.

Als Endvierziger im Elektrorollstuhl hatte ich echt Skepsis bei diesem „Dating Markt“, der mir immer auch ein wenig wie eine Freiluft Irrenanstalt vorkam. Genauso galt allerdings: Im Grunde hatte ich nichts zu verlieren, aber alles zu gewinnen.
Die Profile sehen inzwischen häufig wie Instagram Profile aus. Mein Haus, mein Auto und vor allem meine Fernreisen. Tinder fand ich unerträglich. Da bin ich gerade mal einen Tag geblieben.

Aber bei den anderen Börsen sah es nicht viel anders aus.
Wenig Authentisches, viele Fassaden. Es fiel mir zwar nicht schwer fast täglich neue Kontakte zu knüpfen, aber diese waren unbeständig. Nach anfänglicher Euphorie wurden Dates abgesagt, wenn ich ehrlich mehr über mich schrieb. Eine Frau aus meiner Stadt im öffentlichen Dienst beharrte beispielsweise noch am gleichen Abend auf einem Treffen, und löschte – nachdem ich auf die Frage was ich suche: „Etwas Ernsthaftes“ geantwortet hatte - eine Stunde vorher ihr gesamtes Profil, statt mich einfach nur zu blocken.

Ich hatte auch den Eindruck, dass viele Frauen viel zu verkopft an die Sache heran gingen, und in ihrer Fantasie schon die ganze Verbindung durchplanten, anstatt sich einfach mal fallen zu lassen. Und anstatt Mut zu zeigen, da projizierten sie ihre alten Narben auf mich. Ich erblickte darüber hinaus auch viel Ambivalenz, ebenso wie liierte Menschen mit komplizierten Bindungen. Ich würde persönlich nicht sagen, dass Frauen und Männer sich dabei viel nehmen.
Der Unterschied scheint mir eher darin zu liegen, dass Frauen ihre issues wortreicher verpacken können, um ihnen scheinbar den Anstrich einer vermeintlichen Sinnhaftigkeit zu verleihen, die aber ad hoc erodiert, sobald man sie ernsthaft hinterfragt und die inneren Widersprüche adressiert.

Und ehrlicherweise gingen mir auch die ganzen Vokabeln auf den Keks. Dieses Geplapper über Red Flags und den ganzen Mist. Ich suchte ja einen authentischen Menschen, und keinen wandelnden Hipster Datingleitfaden. Trotzdem war mir wichtig an meinen Werten festzuhalten, und nicht zu einem frustrierten Kerl zu werden, der von morgens bis abends nur meckert. Ich war allerdings andererseits nach kürzester Zeit fast schon so weit wieder aufzugeben zu wollen, weil ich es auch zunehmend ermüdend fand, mich immer wieder auf neue Leute einzustellen.

Aber dann lernte ich R. kennen, eine Sprachwissenschaftlerin - drei Jahre jünger als ich - aus einer Nachbarstadt. Es ist ja noch ganz frisch, aber wir fühlen uns pudelwohl.

Der einzige Tipp den ich geben kann, der lautet "Nett zu sein und authentisch zu bleiben."
Das ist alles.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallöchen, jetzt kann ich ja mal aktuelle Erfahrungen beisteuern. Also ich bin froh, dass ich Online doch relativ zeitnah wirklich eine superliebe Frau kennengelernt habe.

Als Endvierziger im Elektrorollstuhl hatte ich echt Skepsis bei diesem „Dating Markt“, der mir immer auch ein wenig wie eine Freiluft Irrenanstalt vorkam. Genauso galt allerdings: Im Grunde hatte ich nichts zu verlieren, aber alles zu gewinnen.
Die Profile sehen inzwischen häufig wie Instagram Profile aus. Mein Haus, mein Auto und vor allem meine Fernreisen. Tinder fand ich unerträglich. Da bin ich gerade mal einen Tag geblieben.

Aber bei den anderen Börsen sah es nicht viel anders aus.
Wenig Authentisches, viele Fassaden. Es fiel mir zwar nicht schwer fast täglich neue Kontakte zu knüpfen, aber diese waren unbeständig. Nach anfänglicher Euphorie wurden Dates abgesagt, wenn ich ehrlich mehr über mich schrieb. Eine Frau aus meiner Stadt im öffentlichen Dienst beharrte beispielsweise noch am gleichen Abend auf einem Treffen, und löschte – nachdem ich auf die Frage was ich suche: „Etwas Ernsthaftes“ geantwortet hatte - eine Stunde vorher ihr gesamtes Profil, statt mich einfach nur zu blocken.

Ich hatte auch den Eindruck, dass viele Frauen viel zu verkopft an die Sache heran gingen, und in ihrer Fantasie schon die ganze Verbindung durchplanten, anstatt sich einfach mal fallen zu lassen. Und anstatt Mut zu zeigen, da projizierten sie ihre alten Narben auf mich. Ich erblickte darüber hinaus auch viel Ambivalenz, ebenso wie liierte Menschen mit komplizierten Bindungen. Ich würde persönlich nicht sagen, dass Frauen und Männer sich dabei viel nehmen.
Der Unterschied scheint mir eher darin zu liegen, dass Frauen ihre issues wortreicher verpacken können, um ihnen scheinbar den Anstrich einer vermeintlichen Sinnhaftigkeit zu verleihen, die aber ad hoc erodiert, sobald man sie ernsthaft hinterfragt und die inneren Widersprüche adressiert.

Und ehrlicherweise gingen mir auch die ganzen Vokabeln auf den Keks. Dieses Geplapper über Red Flags und den ganzen Mist. Ich suchte ja einen authentischen Menschen, und keinen wandelnden Hipster Datingleitfaden. Trotzdem war mir wichtig an meinen Werten festzuhalten, und nicht zu einem frustrierten Kerl zu werden, der von morgens bis abends nur meckert. Ich war allerdings andererseits nach kürzester Zeit fast schon so weit wieder aufzugeben zu wollen, weil ich es auch zunehmend ermüdend fand, mich immer wieder auf neue Leute einzustellen.

Aber dann lernte ich R. kennen, eine Sprachwissenschaftlerin - drei Jahre jünger als ich - aus einer Nachbarstadt. Es ist ja noch ganz frisch, aber wir fühlen uns pudelwohl.

Der einzige Tipp den ich geben kann, der lautet "Nett zu sein und authentisch zu bleiben."
Das ist alles.

Wie schön, dass du wieder da bist und dann auch noch mit so fantastischen Neuigkeiten! ❤️
 
Hallöchen, jetzt kann ich ja mal aktuelle Erfahrungen beisteuern. Also ich bin froh, dass ich Online doch relativ zeitnah wirklich eine superliebe Frau kennengelernt habe.

Als Endvierziger im Elektrorollstuhl hatte ich echt Skepsis bei diesem „Dating Markt“, der mir immer auch ein wenig wie eine Freiluft Irrenanstalt vorkam. Genauso galt allerdings: Im Grunde hatte ich nichts zu verlieren, aber alles zu gewinnen.
Die Profile sehen inzwischen häufig wie Instagram Profile aus. Mein Haus, mein Auto und vor allem meine Fernreisen. Tinder fand ich unerträglich. Da bin ich gerade mal einen Tag geblieben.

Aber bei den anderen Börsen sah es nicht viel anders aus.
Wenig Authentisches, viele Fassaden. Es fiel mir zwar nicht schwer fast täglich neue Kontakte zu knüpfen, aber diese waren unbeständig. Nach anfänglicher Euphorie wurden Dates abgesagt, wenn ich ehrlich mehr über mich schrieb. Eine Frau aus meiner Stadt im öffentlichen Dienst beharrte beispielsweise noch am gleichen Abend auf einem Treffen, und löschte – nachdem ich auf die Frage was ich suche: „Etwas Ernsthaftes“ geantwortet hatte - eine Stunde vorher ihr gesamtes Profil, statt mich einfach nur zu blocken.

Ich hatte auch den Eindruck, dass viele Frauen viel zu verkopft an die Sache heran gingen, und in ihrer Fantasie schon die ganze Verbindung durchplanten, anstatt sich einfach mal fallen zu lassen. Und anstatt Mut zu zeigen, da projizierten sie ihre alten Narben auf mich. Ich erblickte darüber hinaus auch viel Ambivalenz, ebenso wie liierte Menschen mit komplizierten Bindungen. Ich würde persönlich nicht sagen, dass Frauen und Männer sich dabei viel nehmen.
Der Unterschied scheint mir eher darin zu liegen, dass Frauen ihre issues wortreicher verpacken können, um ihnen scheinbar den Anstrich einer vermeintlichen Sinnhaftigkeit zu verleihen, die aber ad hoc erodiert, sobald man sie ernsthaft hinterfragt und die inneren Widersprüche adressiert.

Und ehrlicherweise gingen mir auch die ganzen Vokabeln auf den Keks. Dieses Geplapper über Red Flags und den ganzen Mist. Ich suchte ja einen authentischen Menschen, und keinen wandelnden Hipster Datingleitfaden. Trotzdem war mir wichtig an meinen Werten festzuhalten, und nicht zu einem frustrierten Kerl zu werden, der von morgens bis abends nur meckert. Ich war allerdings andererseits nach kürzester Zeit fast schon so weit wieder aufzugeben zu wollen, weil ich es auch zunehmend ermüdend fand, mich immer wieder auf neue Leute einzustellen.

Aber dann lernte ich R. kennen, eine Sprachwissenschaftlerin - drei Jahre jünger als ich - aus einer Nachbarstadt. Es ist ja noch ganz frisch, aber wir fühlen uns pudelwohl.

Der einzige Tipp den ich geben kann, der lautet "Nett zu sein und authentisch zu bleiben."
Das ist alles.
Ich freu mich so sehr für dich und wie schön, dass du wieder da bist 🥳🥳🤗🤗!!! Du hast hier echt gefehlt 😊.
 
Nochmal zurück zumThema Komunikation.

Wenn mich ein Mann ständig beim Vornamen nennen würde (als ob wir beim Polizei Verhör wären) würde mich dies genauso stören als wenn mich jemand oft Süsse nennt, weil er meinen Namen vergessen hatte.

Der Typ mit "Süsse" ist in dieser Satire gut dargestellt...

 
Nochmal zurück zumThema Komunikation.

Wenn mich ein Mann ständig beim Vornamen nennen würde (als ob wir beim Polizei Verhör wären) würde mich dies genauso stören als wenn mich jemand oft Süsse nennt, weil er meinen Namen vergessen hatte.

Der Typ mit "Süsse" ist in dieser Satire gut dargestellt...

Also mein Mann nennt mich immer nur beim Vornamen und ich ihn auch.
Und ich finde das gut so, denn so lauten nunmal unsere Namen.
Und das klappt nun schon viele Jahre sehr gut.
 

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