Dass mit lieber Stress und Streit als alleine und einsam zu sein, ist nicht ganz richtig. Ich bin ja tatsächlich lieber alleine als das. Außerhalb dessen war es mal ein unterstützender Freund, ich schreibe bewusst war, das lange her ist mittlerweile, man hat sich auch mal gut verstanden, er war auch viel da für mich als ich dunkle Zeiten hatte, fragte immer wie es mir geht, hat zugehört, man konnte über vieles reden, er war auch immer hilfsbereit, oder stand mit Rat und Tat beiseite. Vieles lehnte ich ab, weil ich immer sehr selbständig bin und mir dann manches zu vieles war. Er sagte mal auch wenn wir keinen Kontakt haben wenn was ist, bin ich da. Ob das nur so gesagt war, weiß ich natürlich nicht. Ich hatte mal eine lange Krankheitsphase und in der Zeit hat er viel mit mir nach Lösungen gesucht, zu Übungen motiviert, war alles zwar hauptsächlich übers Telefon, mich beim Bewerbungsprozess unterstützt. Er war mal meine Bezugsperson und ich für ihn auch sagte er zumindest mal.
Ich schreibe das, weil ich nicht unfair sein möchte. Er war auch mal wirklich eine große Stütze und ich war sehr froh, ihn als Mensch in meinem Leben zu haben. Ob das alles berechnend war wie hier geschrieben, kann natürlich auch sein, ich weiß es nicht.
Ich glaube, ich hatte die Hoffnung, dass es wieder wie früher sein könnte. Ich habe zwar Bekannte und Freunde, aber keine engen oder welche, mit denen man oben genannte Dinge so teilen könnte oder über vieles reden könnte. Oder jemanden, den ich als besten Freund bezeichnen könnte, so verstanden gefühlt habe.
Ich dachte immer, er hat auch seine Macken, wie viele und ich auch oder vielleicht etwas mehr, aber dass er im Kern ein guter Mensch ist und ein gutes Herz hat, das war immer meine Überzeugung.