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Offene Ehen / Beziehungen

Wenn man unterschiedliche sexuelle Interessen oder unterschiedliche Libido hat, plus wenig bis keine Eifersucht empfindet , kann eine offene Beziehung ein sehr guter Weg sein, um trotzdem eine glückliche, zufriedene Beziehung zu führen.
Ich bin froh, dass wir damals den Weg gegangen sind, statt zu sagen "dann passt das mit uns beziehungstechnisch leider nicht".
Ich sehe DAS schon irgendwie auch so.
Nur, was nützt es, wenn NUR ich das so sehe?
 
Hey @LFM
das:
Ja. So schätze ich meine Frau inzwischen ein. ...

ist doch jetzt eine sehr verständliche Geschichte, die du da erzählst. 🤗

Vielleicht druckst du diesen Post mal aus und gibst ihn deiner Frau oder machst -da- einen Brief daraus?

Ein ähnliche Situation hatten wir hier auch, ohne Kinder allerdings... Man sollte Raum schaffen für Sexualität, damit man wieder auf den Geschmack kommen kann. Ruhe herstellen, Nähe, eine liebevolle Atmosphäre. Du sagst doch, deine Frau möchte sich fallenlassen, du im Prinzip aber auch? Ihr wollt beide dasselbe! Es nur gerade keine Zeit dafür...

Die Bereitschaft ist aber natürlich eher dafür da auf allen Seiten, wenn vorher schon Harmonie herrscht, wenn der Stress nicht allzu hoch ist.

Also was kannst du tun? Eventuell erstmal praktische Dinge, auch wenn dir das nicht als erstes in den Sinn kommt. Aufräumen, putzen, kochen, ihr die Kinder mal abnehmen. Ihr abends die Füße massieren, den Rücken... Ich vermute, sie trägt da im Augenblick die größte Last. Ich denke, wenn sie sich mal entspannen kann, mal wieder den Kopf frei hat für andere Dinge, dann hat sie auch wieder Lust auf Sexualität. Und was meinst du, wie sehr sie dich dafür lieben wird, dass du ihr den Rücken frei hältst. Da wird sie ganz automatisch in deine Arme fallen. 😃

Oder vielleicht fragst du sie mal direkt, was bräuchtest -du- denn, um wieder Lust auf Sexualität zu haben?

Also, das klingt wie ein ungewöhnlicher Ansatz, könnte aber zum Ziel führen. Strategisch denken, ist das Stichwort. 😉
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein wichtiger Punkt.
Auch aus dem Gesichtspunkt von @LFM s Frau.

Hier gingen zwei Menschen vor langer Zeit eine Ehe ein, unter völlig anderen Vorstellungen und Voraussetzung davon, wie sich die Dinge dann entwickelten/herauskristallisierten.

Devot wird man ja nicht im Laufe seines Lebens, sondern man lernt sich allenfalls selbst besser kennen, entdeckt seine eigentlichen Vorlieben.
Also haben wir auf sexueller Ebene ein Problem.

Dann ist das womöglich - so mein Eindruck nach Gelesenen - eine Grundhaltung, die in den Alltag einfließt. Auch Sexualität dort einbeziehen würde, denn Keuschhaltung wäre eher ein 24/7-Ding.

Wie auch immer, eine derart ausgeprägte Veranlagung schwingt mit, nimmt die Frau an der Seite eines solchen Mannes auf, ohne es möglicherweise konkret einordnen zu können, aber woher sollte sexuelles Begehren kommen bei ganz anderer sexueller Ausrichtung und solchen Schwingungen?

Und es geht nicht hauptsächlich um den Sex. Ihr. Behaupte ich. Denn sie hat vor langer Zeit begonnen Paarzeit zu vermeiden, Ausreden gefunden, Geschenke, die dies beinhalten, nicht eingelöst. Bereits da, vor Jahren, war diese Beziehung keine Paarbeziehung mehr!
Der fehlende Sex: ein Symptom verschiedener Faktoren.

Dann nach all diesen Jahren eine Paarberatung. Grund: der Sex.
Sprachlosigkeit der Frau dort wundert mich unter diesen Voraussetzungen kein bisschen.

Und da sitzen nun beide, verletzt, stur, keiner will sich bewegen, doch die Situation soll sich verändern.
Ein Ding der Unmöglichkeit. Auch ein Paartherapeut beißt sich da die Zähne aus.
Unter völlig anderen Vorstellungen und Voraussetzungen stimmt so nicht. Damals waren wir tatsächlich ein turtelndes Liebespaar und alles war schön und eine Zukunft sehr gut denkbar. Alles Andere hat sich bri Jedem von uns erst mit der Zeit allmählich entwickelt. Wir wußten das doch selbst alles damals noch nicht wie sich das bei uns entwickeln würde.
Sicherlich haben wir auch den Fehler begangen, als die Kinder kamen, nicht mehr an uns als Paar zu denken. Auch das war (vermutlich schon zu spät) nochmals in der Paarberatung thematisiert worden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hey @LFM
das:


ist doch jetzt eine sehr verständliche Geschichte, die du da erzählst. 🤗

Vielleicht druckst du diesen Post mal aus und gibst ihn deiner Frau oder machst -da- einen Brief daraus?

Ein ähnliche Situation hatten wir hier auch, ohne Kinder allerdings... Man sollte Raum schaffen für Sexualität, damit man wieder auf den Geschmack kommen kann. Ruhe herstellen, Nähe, eine liebevolle Atmosphäre. Du sagst doch, deine Frau möchte sich fallenlassen, du im Prinzip aber auch? Ihr wollt beide dasselbe! Es nur gerade keine Zeit dafür...

Die Bereitschaft ist aber natürlich eher dafür da auf allen Seiten, wenn vorher schon Harmonie herrscht, wenn der Stress nicht allzu hoch ist.

Also was kannst du tun? Eventuell erstmal praktische Dinge, auch wenn dir das nicht als erstes in den Sinn kommt. Aufräumen, putzen, kochen, ihr die Kinder mal abnehmen. Ihr abends die Füße massieren, den Rücken... Ich vermute, sie trägt da im Augenblick die größte Last. Ich denke, wenn sie sich mal entspannen kann, mal wieder den Kopf frei hat für andere Dinge, dann hat sie auch wieder Lust auf Sexualität. Und was meinst du, wie sehr sie dich dafür lieben wird, dass du ihr den Rücken frei hältst. Da wird sie ganz automatisch in deine Arme fallen. 😃

Oder vielleicht fragst du sie mal direkt, was bräuchtest -du- denn, um wieder Lust auf Sexualität zu haben?

Also, das klingt wie ein ungewöhnlicher Ansatz, könnte aber zum Ziel führen. Strategisch denken, ist das Stichwort. 😉
Meine Frau möchte sich ja eben NICHT fallen lassen um Zeit zu haben für sich und vielleicht auch mal für uns und dann vielleicht auch mal wieder an das Körperliche zu denken. Das ist ja der Punkt.
 
Sicherlich haben wir auch den Fehler begangen, als die Kinder kamen, nicht mehr an uns als Paar zu denken. Auch das war (vermutlich schon zu spät) nochmals in der Paarberatung thematisiert worden.
Das klingt doch wirklich alles nach der üblichen Geschichte, ihr habt euch geliebt, ein Leben zusammen aufgebaut und euch zwischenzeitlich ein bisschen verloren. Ganz normal. Aber dann habt ihr doch was, an das ihr anknüpfen könnt.

Wie alt sind denn die Kinder? Ist deine Frau eine "Helikoptermutter"? Eventuell kann sie da wirklich ein bisschen zurückschrauben. Sie steuert doch auch tendenziell in den Burnout bei so viel Perfektionismus.

Ich kann nur immer wiederholen, mit Druck kannst du da gar nichts ändern, eher mit Verständnis, indem du sie auffängst, unterstützt. Druck macht sie sich doch selbst schon genug. Wenn sie wieder genug Kraft und Freiraum hat, dann hat sie sicher auch wieder Kraft und Kapazitäten für deine Bedürfnisse.
 
Der Punkt ist eben nur: Manche Frauen müssen erstmal abschalten, runter kommen um überhaupt bereit zu sein, wieder Liebe, Sex und Erotik erleben zu wollen..
Da hast du Recht.
Das Problem,was ich bei euch sehe,ist dass du inzwischen keinen Sex mehr mit ihr möchtest,selbst wenn sie wollte.
( So hattest du mal geschrieben)
Die Idee mit dem Brief,finde ich gut und anschließend nochmal über alles reden auch.
Was ich dir zu Gute halte,ist dass du nicht fremd gehen willst.
Obwohl ich persönlich glaube,dass ich in einer so relativ lieblosen Beziehung nicht leben wollte,trägst du deine Konsequenzen.
Ob du deinen Kindern da tatsächlich etwas Gutes tust,ist eine andere Frage.
Aber das ist natürlich deine Entscheidung.

Ich hoffe bloß,dass du das später nicht bereuen wirst.
Du entscheidest dich für deine Ehe,ihr beide solltet euch bemühen,nicht nur gute Eltern zu sein ,sondern auch etwas für euer eigenes Wohlbefinden zu tun.
Wie auch immer das aussehen mag.
Grundstein dazu sind ehrliche und offene Gespräche.Nehmt euch dazu ab und zu die Zeit!
 
Meine Frau möchte sich ja eben NICHT fallen lassen um Zeit zu haben für sich und vielleicht auch mal für uns und dann vielleicht auch mal wieder an das Körperliche zu denken. Das ist ja der Punkt.
Na ja, dass sie das nicht möchte, das würde ich nicht vermuten. Sie -kann- gerade nicht. Das ist wahrscheinlicher. Sie schafft es nicht, sie schafft noch nicht einmal darüber nachzudenken.

Ja, jetzt ist die Frage, wie gehst du damit um. Greifst du ihr unter die Arme, in der Hoffnung, dass sie das irgendwann wieder kann, oder lässt du sie allein mit ihrem "Nichtkönnen", orientierst dich anders oder verlässt sie.

Mein Partner hat auch gesagt, er hat (kaum) Lust mehr, jetzt findet er es aber plötzlich doch wieder sehr schön, diese Nähe, dass er auch mal wieder loslassen, sich fallenlassen kann. Im Prinzip wünscht sich das jeder Mensch, glaub mir.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann nur immer wiederholen, mit Druck kannst du da gar nichts ändern, eher mit Verständnis, indem du sie auffängst, unterstützt. Druck macht sie sich doch selbst schon genug. Wenn sie wieder genug Kraft und Freiraum hat, dann hat sie sicher auch wieder Kraft und Kapazitäten für deine Bedürfnisse.

Das hat damit überhaupt nix zu tun. Wer Lust auf Nähe und Sex hat, den hindern keine üblichen Verpflichtungen, nur weil man Job und Kinder hat.
Und ich finde, jemanden der über Jahre hinweg die Paarbeziehung vernachlässigt und zudem einen anderen Menschen in seinen Wünschen und Bedürfnissen komplett blockiert, muss weder aufgefangen noch in irgendeiner Weise unterstützt werden. Und Verständnis muss man schon gar nicht aufbringen. Wo ist ihr Verständnis? Wegen ihr liegt alles brach, nicht wegen ihm.
 
Hey @LFM
ach, das hatte ich nicht mitbekommen. Du suchst sowas ungewöhnliches, "Fifty shades of grey"?...

Ich befürchte, das wirst du bei deiner Frau nicht bekommen. Das ist doch eher reine Triebabfuhr? Es geht nicht um körperliche Nähe, Liebe, sondern darum, Druck abzulassen? Ja, das würde ich deiner Frau nicht zumuten wollen. Da hat sie ja wirklich gar nichts davon, wenn das nicht ihres ist. Kein Wunder, dass sie sich verweigert. Das kann ich sehr gut nachvollziehen.

Das ist doch eher ein "Hobby"? Da würde ich mir tatsächlich jemanden suchen, der ein ähnliches "Hobby" hat. Die Gefahr des Fremdverliebens ist doch da auch eher gering, oder? Da jemanden zu finden, der dann emotional und von den anderen Interessen her auch noch passt, ist doch gering.
Meiner Frau hab ich übrigens noch überhaupt nichts von meinen neuen Neigungen erzählt. Soweit kommen wir ja gar nicht. Is vielleicht deshalb auch besser so.

Der Hintergrund ist ja leider genau der, dass ihre Verweigerungshaltung mir gegenüber bei mir genau dazu geführt hat, dass es vielleicht ganz toll wäre, sexuell von einer Frau erniedrigt zu werden. So hat sich das bei mir ja erst entwickelt im Laufe der letzten Jahre. Ich war nicht schon immer so drauf von Anfang an.
 

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