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Kann man wirklich noch über Vereine Leute kennenlernen?

Ich weiß tatsächlich nicht, was meine nächsten Schritte sein sollen.

Weggehen von dieser Idee. Aufhören damit, dich um so etwas zu bemühen, weil du ja sehen kannst, deine Art ist dafür nicht geschaffen, "als Menschenfänger" zu dienen. Das sollen die anderen übernehmen, die für so was gebaut sind.

Mein Freund ist seit Schulzeit, sein Leben lang bei einem Verein, der sich wöchentlich mindestens zweimal zum gemeinsamen Training trifft, es werden auch Meisterschaften gespielt und man trifft sich auch für gemeinsame andere Unternehmungen, jeder kann alles erzählen, wenn man sich anschließend zusammensetzt, dennoch, auch mein Kamerad ist nicht der Typ, der zb zu wen nur so auf einen Drink gehen würde, das macht er nicht, ich mach das auch nicht. Dh, obwohl es wirklich ein zusammengewachsenes Kameradschaftsleben gibt, intimer Kumpel ist keiner zum anderen. Das sind deren Partner.
Bring dich da hin, wo du aufgehst, was könnte das sein? Für mich ist das mit einem Intimus zusammen gehen, mit dem man auch sein Privatleben teilt.
 
Lukram, wieso hast du noch keine Freundin, oder falls du schwul sein solltest, einen Liebhaber? Woran scheitert das?
Für jeden gibts einen passenden Partner, auch für eher ruhige und eher introvertierte Seelen gibts die, es sind auch solche erwünscht und begehrt. Nicht jeder steht auf Plappermäuler oder leidenschaftliche Extraleut, die viele Aktivitäten anstreben und betreiben wollen.

Vielleicht hilfts dir, ich habe einen Tipp für dich.

Schreibe einmal nieder, was du fürchtest, was für dich extrem arg oder peinlich wäre.
 
Lukram, wieso hast du noch keine Freundin, oder falls du schwul sein solltest, einen Liebhaber? Woran scheitert das?
Für jeden gibts einen passenden Partner, auch für eher ruhige und eher introvertierte Seelen gibts die, es sind auch solche erwünscht und begehrt. Nicht jeder steht auf Plappermäuler oder leidenschaftliche Extraleut, die viele Aktivitäten anstreben und betreiben wollen.

Hallo,

bezüglich Partnerin lerne ich schlichtweg keine Singlefrauen kennen. Egal wo ich gehe und eine Frau anspreche, stellt sich dann heras, dass sie schon vergeben ist. Habe durchaus inzwischen dadurch einen losen Bekanntenkreis von Pärchen, mit denen ich unregelmäßig etwas unternehme... aber wie gesagt keine Singlefrauen.

Online-Dating, Speed-Dating hat nicht funtkioniert.
 
Was erwartest du denn im Verein? Natürlich sind da Leute, die den Sport mit Leidenschaft machen. Deshalb sind sie ja in einem Verein.

Auf mich liest sich das so, als würdest du krampfhaft Leute kennenlernen wollen. Das ist zum Scheitern verurteilt. Ich selbst bin in drei Vereinen und ich kenn diese Typen sehr genau: die, denen man auf hundert Meter gegen den Wind anmerkt, dass sie nicht wegen der Sache da sind.

Um auf deine Frage zu antworten: Ja, man kann über Vereine Leute kennenlernen. Habe ich, tue ich weiterhin. Allerdings halt Leute, mit denen man dieselbe Leidenschaft teilt. Das klappt nicht ohne Leidenschaft.

Letztlich schreibst du ja, dass dir das, was in Vereinen geschieht, überhaupt nicht gefällt. Glaub mir, das merken die anderen.

Allerdings kann ich auch bestätigen, dass es in bestimmten Altersstufen schwierig ist. Vereinsleben, oder überhaupt "rausgehen" für ein Hobby, ist in einer bestimmten Generation halt längst durch Online-Aktivitäten oder Couch-Surfing ersetzt worden. Wenn ich immer schon höre, wie viele auf die Frage nach Interessen "Serien schauen" antworten. Da wird mir immer ganz anders.
 
Hallo,

bezüglich Partnerin lerne ich schlichtweg keine Singlefrauen kennen. Egal wo ich gehe und eine Frau anspreche, stellt sich dann heras, dass sie schon vergeben ist. Habe durchaus inzwischen dadurch einen losen Bekanntenkreis von Pärchen, mit denen ich unregelmäßig etwas unternehme... aber wie gesagt keine Singlefrauen.

Online-Dating, Speed-Dating hat nicht funtkioniert.

Das erlebte ich ähnlich. Online-Dating kann man vergessen, wenn man nicht durch Reichtum oder Top-Aussehen punkten kann.

Auch ich musste in jungen Jahren lernen, dass man sich nicht fest vornehmen sollte, irgendwo jemanden unbedingt kennenlernen zu wollen. Doch es frustriert irgendwann, wenn sich über Vereine, Arbeit und Freunde/Bekannte keine tieferen Beziehungen zum anderen Geschlecht entwickeln. So kann es durchaus sein, dass man auf Vereinsaktivitäten oder auch Kurse wenig Lust hat. 2024 machte ich über Arbeit und Verein 2 Weihnachtsfeiern mit. Man sitzt zwar zusammen im Wirtshaus, doch so lernt man niemand Neues kennen, genausowenig, wenn man sich mit seinen Kollegen mal privat reinsetzt. 2025 lasse ich eine Feier wahrscheinlich sausen.

Mit dem Alter wirds problematisch. Die Gruppe zwischen 25 und 40 fehlt. Es stehen Beruf und Familie im Vordergrund, einige kommen dann im höheren Alter zurück.
 
Ein wirklich guter Artikel, der auch beschreibt, dass das Problem eben nicht allein bei den Betroffenen liegt. Darüber hinaus wird gezeigt, dass der Ansatz, allein die Zahl der sozialen Kontakte zu erhöhen, bei Einsamkeit wenig bringt.

@Lukram ich kann dich ein bisschen verstehen. Übertriebenen Ehrgeiz findet man häufig in Sportvereinen und nicht jeder hat Lust, sich in der Freizeit unnötigen Druck zu machen, um irgendeine nichtssagende Meisterschaft in Hintertupfingen zu gewinnen. Also vielleicht doch mal schauen, ob der Verein so gepasst hat oder ob es nicht einen anderen gibt, der etwas weniger ambitioniert ist.

Ein anderer Ansatz wäre, dass du dich fragst, ob deine Wahrnehmung korrekt ist (vgl. den Artikel aus der Spektrum). Findest du dich in dem Teufelskreis der Einsamkeit wieder? Könnte es sein, dass es durchaus Menschen in den Vereinen gibt, die entspannter unterwegs sind, du aber nur die Ehrgeizigen im Blick hast, mit denen es nicht passt? Und neigst du dann dazu, die Brücken abzubrechen und dich zurückzuziehen?
 
Man sitzt zwar zusammen im Wirtshaus, doch so lernt man niemand Neues kennen,
Ich tu mir da leicht, ich sehe das nicht so.
Bei meinen zwei besten Freundinnen, mit denen ich öfters verreis(t)e, war/ist ständig die Verwunderung da, wie gibts das, wenn du mit bist, dann gibts ganz was anderes, als wenn wir ohne dich unterwegs sind, wir lernen nie wen kennen. Ich ständig, innerhalb kürzester Zeit wird geplaudert, wird alles verraten, wird vertraut mitgeteilt und lebhaft ausgetauscht, der Fremde ist für mich kein Fremder, er ist wie du und ich und alles andere als von einem anderen Stern.

Vielleicht liegts wirklich nur an der anderen Wahrnehmung. In meiner Wahrnehmung ist der Kellner zb ein Mann, der sichtlich unsicher ist, das registriere ich, ich frag, red so mit ihm, dass er drauf eingeht, ( bei meinen Freundinnen steht der Mund offen, weil er so mitteilsam ist) wir erfahren innerhalb kürzester Zeit seine Geschichte und nachher gibts ein herzliches Verabschieden und manchmal sogar noch zugesteckte Telefonnummern, für den Fall, dass wir wieder nach Wien fahren, dann trifft man sich vielleicht...
Ich lache gerne, ich bin heiter und kein bissi so, dass man sich überlegen muss, hoffentlich mache ich nichts falsch... von Du zu Du...unbekümmert, einfach, locker. Diese unbekümmerte Lockerheit gibts wahrscheinlich deshalb, weil ich......??? Also ich glaub, das liegt daran, weil ich Leute mag.
 
Man sitzt zwar zusammen im Wirtshaus, doch so lernt man niemand Neues kennen, genausowenig, wenn man sich mit seinen Kollegen mal privat reinsetzt.
Genau das wurde im Artikel, der oben gepostet wurde, beschrieben. Es bringt wenig, sich einfach unter Leute zu begeben. Es müssen die eigenen, negativen Denkmuster aufgebrochen werden. Sonst fühlt man sich auch unter Menschen ausgeschlossen und einsam.

Mit dem Alter wirds problematisch. Die Gruppe zwischen 25 und 40 fehlt. Es stehen Beruf und Familie im Vordergrund, einige kommen dann im höheren Alter zurück.
Das Netzbau-Alter, in dem Häuser gebaut und Kinder großgezogen werden. Da wird es schwer, gemeinsame Themen zu finden, wenn man Single ist. Der eine redet von Parties, Kochkurs und Dates und der andere von Baustoffen und Kinderkrankheiten. Neue Freundschaften entstehen in dem Alter selten.
 
Ich bin stolz darauf von dem "authentischen" Loner von vor einigen Jahren zu jemanden Neuem geworden zu sein, der jeden Tag außer Haus ist und etwas macht

Das ist gut, ein Erfolg!
Bedeutet aber nicht, dass du automatisch deine Ausstrahlung verändert hast. Wirkst du auf andere weiter wie ein distanzierter lonesome boy?

Mir scheint eher, das Problem liegt woanders als der nicht so großen Begeisterung für die Sportarten.
Wenn du die immer ähnliche Erfahrung machst, macht es vielleicht Sinn, dein Kommunikationsverhalten anzusehen?
Kannst du auf Leute zugehen?

Wirst du in Kreisen, die du ein Weilchen kennst, nie angesprochen, eingeladen, mitgenommen?
Wegen Wettkampf kam man ja auf dich zu. Du konntest das leider nicht nutzen, die Chance, darüber mehr in Kontakt zu kommen, zog vorbei.

Und die Grundhaltung, ob die sich so - schwupps! - verändert? Das zeigt sich in so 'Kleinigkeiten' wie dem erwähnten Wettkampfthema.

Mangelt es an aktiven Teilnehmern?
Sind Wettkampfsituationen für dich unerträglich, zu verlieren, keine Platzierung zu erreichen, oder könntest du sagen: ich habe zwar den Ehrgeiz nicht, Leute, aber just vor fun bin ich gerne dabei!
Und so Einsatz für den Verein, das Team zeigen, im Sinne von Zugehörigkeit Zusammenhalt?
Und so den anderen näher kommen?



Künstlerkreise hieß für mich früher Szenekneipe. Da kam ich ohne Schwierigkeiten in Kontakt. Bin da raus, zu jetzt kann ich nichts sagen, wird aber nicht so völlig anders sein.

Häufiger Zusammenarbeit mit anderen Künstlern - es ergeben sich Kontakte. Gibt es da keine Projekte, organisierte Gruppen in deiner Ecke, an die du dich anschließen und mitwirken könntest?
Findet man doch fast überall?

Selbst etwas zu gründen, Leute zu begeistern, damit sie dabeibleiben, bist du wirklich der Typ dafür? Da steckt viel Einsatzbereitschaft dahinter und du bist nicht der Mensch, der andere mitreißt.

Weggehen von dieser Idee. Aufhören damit, dich um so etwas zu bemühen, weil du ja sehen kannst, deine Art ist dafür nicht geschaffen, "als Menschenfänger" zu dienen. Das sollen die anderen übernehmen, die für so was gebaut sind.

😍




Einer Sportart ging ich nach, weil ich genau das tun wollte. Die Menschen, mit denen ich dabei in Kontakt kam, waren ein schöber Nebeneffekt, aber nicht der Grund, warum ich da war.

Die Szenekneipe suchte ich auf, weil ich mich dort wohlfühlte, die Atmosphäre mochte; nicht zuletzt dem Publikum geschuldet. Nicht, weil ich Kontakte suchte. Noch nicht mal, weil ich mit Künstlern zu tun hatte. Es ging mir nur um den Ort, an dem ich mich wohlfühlte.

Absichtslosigkeit.
Ich war da, zufrieden, entspannt, schon auch offen, aber nicht suchend. Und strahlte das sicher aus.

Möglicherweise wäre das ein Ansatz?
Dass du den ganzen Käse mal vergisst und herausfindest, was du gerne tust, wo du dich wohlfühlst, unter welchen Leuten.
Und mal einfach machst.
Mit offenem, flüchtigen Blickkontakt, wenn er sich gibt. Unterstützend, wenn Hilfe angesagt ist, dich dabei aber nicht zum Fußabtreter machend.
Und ansonsten genießt, was du tust. Wo du bist. Wie es sich anfühlt.
Und wenn du das verinnerlicht hast und dich entspannt(er) dabei fühlst, quatscht du mal jemanden an. Auf ein Bierchen. Wegen eines Projekts, dem du dich gerne abschließen würdest. Wegen Fragen, die du gerne stellen möchtest.
Das wird sicher nicht jedesmal, noch nicht mal oft zu etwas führen. Aber manchmal normalerweise schon.



Künstlerkreise hieß für mich früher Szenekneipe. Da kam ich ohne Schwierigkeiten in Kontakt. Bin da raus, zu jetzt kann ich nichts sagen, wird aber nicht so völlig anders sein.

Häufiger Zusammenarbeit mit anderen Künstlern - es ergeben sich Kontakte. Gibt es da keine Projekte, organisierte Gruppen in deiner Ecke, an die du dich anschließen und mitwirken könntest?
Findet man doch fast überall?

Selbst etwas zu gründen, Leute zu begeistern, damit sie dabeibleiben, bist du wirklich der Typ dafür? Da steckt viel Einsatzbereitschaft dahinter und du bist nicht der Mensch, der andere mitreißt.


Ich bin auch 50+ und in meinem Freudeskreis befinden sich mehrere 28-35-Jährige. Unsere Basis ist Respekt, Empathie und eine große Portion Neugier.

Ich kenne das auch nur so gemischt!
Meine Tochter auch.
Ganz aktuell, nicht auf früher bezogen.
Da fanden sich ein paar Leute, die sich verstanden, zusammentaten, sich auch außerhalb des Vereinslebens trafen, miteinander ausgingen. So eins nach dem anderen steigerte sich das. Und dann blieb das so.
Jüngste am Anfang des Studiums, Älteste auf Rente zusteuernd, und dazwischen auch keine Lücke.
Teilweise Anhang dazukommend.

Ich bin vor ein paar Monaten in eine Ecke gezogen, sehr ländlich, mit kaum Angeboten. Da ist ein großes Nichts. Auch nebenan.de existiert hier nicht. Da war ich baff.
Trotzdem, ich habe Kontakt zu mehreren Nachbarn, die ab und zu vorbeischauen. 35-80, ich bin Mitte 50.
Weiß nicht, wie es für zugezogene Männer wäre.
Die vorhandenen treffen sich gerne auf 'nen Schnack, es wird zusammen an etwas gewerkelt, etwas repariert.

Ich erlebe das hier also als häuslicher, aber mit deutlich größerer Offenheit als in der vorherigen Region. Man hilft sich mehr.
Hier lebe ich anders.
Für mich überhaupt kein Verbiegen, nur eine andere Gewichtung. Da bin ich sehr flexibel, weil ich mich hiermit ebenso wohlfühle wie mit dem vorherigen Lebensstil. Und dem davor.

Vielleicht brauchst du einen etwas anderen Ansatz in deiner Ecke als deinen bisherigen?
Was geht dort? Wie leben die Leute?




Also ich glaub, das liegt daran, weil ich Leute mag.

Und du dich interessierst, im positiven Sinne neugierig bist. Ein offenes Ohr bietest.
 

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