Man könnte es so sagen
@Klavierspieler um bei deiner Metapher mit den Karten zu bleiben...
Du hast einige guten Karten auf der Hand- deine Mühe um deinen Sohn, dann einige schlechte- der Betrug.
Du hast dich entschieden, mit offenen Karten zu spielen.
Warum eigentlich, ich sehe da nur Nachteile 🤔gut, das nur nebenbei...
Tja, das Spiel ist aus, sie hat gewonnen.
Ohne ihre Zustimmung geht gar nichts und die wird sie dir aus bekannten Gründen nicht geben.
Arrangiere dich damit, Ehrlichkeit hat seinen Preis.
Nun bist du der arme Sünder mit dem Bettelstab.
Aber sei's drum, du hast ja noch deine Freundin und deinen Sohn wirst du ja auch alle 2 Wochen sehen + vielleicht einen Tag extra, wenn du einen guten Anwalt hast.
Ein bisschen realistisch sollte man das Ganze schon sehen.
Alle 2 Wochen? Für 1 Tag oder wie soll das sein? Darauf werde ich mich sicherlich nicht einlassen.
Du schreibst, dass deine Freundin mehrmals pro Woche zum Arzt muss....
Offen gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass sie - angenommen der Sohn würde zukünftig bei euch wohnen - es schaffen würde, von jetzt auf gleich eine seiner Hauptbezugspersonen zu werden. ...und das müsste sie in Anbetracht der Tatsache, dass du öfter nicht Zuhause bist.
Mal angenommen, deine Freundin würde beispielsweise in einem Jahr feststellen, dass sie so nicht leben will....was dann? Hast du dann einen Plan B für deinen Sohn?
Sie muss so oft zum Arzt und zur Apotheke um Medikamente und sonstige Utensilien abzuholen. Sie kann das nicht alles für mehrere Wochen zuhause lagern. Sie hat schon eine ganze Kommode voll mit Medikamenten usw.
Ihre Krankheiten hindern sie aber nicht daran ein fast normales Leben zu führen. Es wird sie nicht davon abhalten auch mal auf meinen Sohn aufzupassen. ICH bin seine Hauptbezugsperson.
Eben, wenn ich sowas lese, frag ich mich das auch.
Wenn die Ansichten von ihr in Sachen Arbeit und Geld wirklich so schräg sind, und er ganz anders denkt, warum hat er sie geheiratet?
Und daß sie jeden Monat ca 1000 Euro für sich alleine verprasst, kann ich mir auch nicht vorstellen, denn 1. sind die beiden nach eigener Aussage des TE Durchschnittsverdiener, da sind 1000 Euro monatlich zum Verbraten einfach nicht drin...
Und 2. Welcher Ehemann macht denn sowas bitte jahrelang mit, zumal wenn ein Kind da ist?
Also, wenn mir die Arbeitseinstellung meines Ehepartners so stört, dann verlange ich eine Änderung. Aber scheinbar, war es dann doch kein großes Ärgernis.
Das heißt, soll es vor eurer Ehe auch mal eine Zeit gegeben haben, als sie noch nicht so drauf war und dich noch nicht zum Versorger der sich um alles gekümmert hat, gemacht hat? Oder war sie immer schon so drauf? Ich versuche zu verstehen, wie man sooo viele Jahre mit einer Person zusammen bleibt, wenn es so massiv nicht überein stimmt, was die Ansichten angeht.
Auch das ist wieder sowas, hat sie immer schon diese Definition gehabt, die dir sowas von gar nicht passt und du hast das einfach akzeptiert? Irgendwie fällt es mir immer schwerer, das zu verstehen. Ja ich hatte mich auch getrennt von meiner Frau, als es nicht mehr gepasst hat, sie hatte sich in einem relativ kurzen Zeitraum sich ins Negative verändert sowie unsere Vorstellungen die gingen auseinander, da habe ich aber schon viel eher gesagt ok so geht es nicht und bin ausgestiegen nach knapp 2 Jahren, ich begreife nicht wie man das so viele Jahre mehr und anscheinend auch schon bevor das Kind da war, einfach mitmachen und schweigen konnte...
Mich würde schon interessieren, als was sich denn eigentlich der TE sieht?
Ich möchte in dem Zusammenhang nicht von Täter und Opfer reden. Das hört sich an, als hätte jemand eine ganz schlimme Straftat begangen. Ich würde es anders formulieren und sagen, dass wir beide nicht unschuldig am Ende unserer Ehe sind.
Sie war nicht immer so. Sie hat früher Vollzeit gearbeitet, hatte ihre Hobbys und war so zufrieden mit ihrem Leben. Der Wendepunkt war die Geburt von unserem Sohn. Unsere Ehe ging dann langsam den Bach runter.
Wir hatten uns gemeinsam dafür entschieden, dass ich mein Hobby zum Beruf mache. Sie stand voll hinter mir und wollte mir zukünftig den Rücken frei halten. Wir hatten uns auch gemeinsam während der Schwangerschaft dazu entschieden, dass sie erstmal zuhause bleibt. Das war für sie zu dem Zeitpunkt auch noch in Ordnung.
Nach der Geburt von unserem Sohn fing es relativ zeitnah an, dass sie sauer auf mich wurde, weil ich ja "raus darf" (arbeiten gehen) und sie nicht. Das war mal schlimmer und mal weniger schlimm, aber immer irgendwie Thema. Ich habe dann versucht sie so gut es geht zu entlasten. Wenn ich zuhause war, dann habe ich mich um Kind, Haushalt, kochen usw. gekümmert, damit sie Zeit für sich hat und auch mal was unternehmen kann.
Das lief einige Zeit mal gut und mal schlecht und dann kam unser Sohn in die Kita. Wir haben gemeinsam entschieden, dass sie zunächst nur Teilzeit arbeitet. Wir wollten abwarten, wie es mit unserem Sohn in der Kita läuft, Alltag, Finanzen usw. Unser Sohn hat sich super in der Kita eingelebt, sie hat gut zurück in den Job gefunden, finanziell war auch alles soweit gut.
Sie hat dann nur relativ schnell angefangen sehr viel Geld für ihre Freizeit auszugeben. Das habe ich die ersten Wochen beobachtet. Ich habe das nicht so eng gesehen. Sie war lange zuhause, will jetzt erstmal ein bisschen was machen, neue Hobbys versuchen usw. Es wurde nach ein paar Wochen aber nicht besser, sondern immer schlimmer.
Ich habe ihr dann gesagt, dass sie dann unseren Sohn mittags aus der Kita holen soll, wenn sie nur Teilzeit arbeitet. Das ginge nicht, weil sie ja jetzt auch mal Freizeit verdient hat.
Ich habe ihr gesagt, dass sie weniger Geld für die Freizeit ausgeben soll und auch mal was für die gemeinsamen Kosten lassen soll. Das ginge auch nicht, weil das Teilzeitgehalt gehört ihr. Wenn sie Vollzeit arbeiten würde, dann würde sie etwas abgeben, aber das macht sie ja nicht.
Ich habe ihr gesagt, dass sie dann Vollzeit arbeiten gehen soll. Das ginge auch nicht, weil das Männeraufgabe ist.
Es fing dann langsam an, dass sie Meinungen und Charakterzüge zeigt, die ich vorher von ihr nicht kannte. Es ist sicherlich schön, wenn man wenig arbeiten muss und viel Freizeit hat. Das muss man sich aber leisten können. Das hätten wir sogar vielleicht gekonnt, aber nicht wenn man so viel für die Freizeit ausgibt.
Sie ist auch der Meinung, dass Männer und Frauen gleiches machen können. Das gilt aber nur für den Mann. Der Mann kann genauso kochen, putzen und Kinder erziehen. Die Frau kann aber nicht genauso wie der Mann arbeiten gehen. Geld verdienen ist Männersache.
Sie hat auch anfangs noch viele Aufgaben übernommen, die unseren Sohn betreffen. Es hat sich irgendwann eingeschlichen, dass sie das nicht so mag. Wenn es um Ausflüge geht, dann ist sie immer direkt dabei. Die nervigen Alltagsaufgaben will sie aber nicht. Das gehört aber dazu wenn man Kinder hat. Es ist ja keine Wahl zwischen "Ausflug Juhu" und "Kinderarzttermin neeee". Sie hat aber gemerkt, dass es auch funktioniert, wenn sie das alles nicht macht.
Das hat mich schon lange gestört und ich habe das auch oft gesagt. Sie hat immer irgendwas gefunden wieso dies und jenes nicht geht. Wenn ihr nichts mehr eingefallen ist, dann ging sie gegen meinen Job. Und dennoch gibt man eine Ehe ja nicht direkt auf. Es war ja auch nicht so, dass alle Probleme von einem auf den anderen Tag da waren. Es war so ein schleichender Prozess.
Ich hätte mich definitiv früher trennen müssen. Das weiß ich jetzt im Nachhinein auch. Wenn mir jemand gesagt hätte, wie sie sich verändert, dann hätte ich gar nicht erst geheiratet. Später ist man immer schlauer. Ich hätte mich spätestens mit Beginn der Affäre trennen müssen. Habe ich aber nicht. Die Situation ist wie sie ist. Die Affäre war moralisch nicht richtig. Ich lasse mich aber nicht als bösen Mann hinstellen, der alles alleine kaputt gemacht hat.