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Was ist ein guter Mensch in euren Augen?

Ein gefestigter Charakter bedeutet mMn Geduld, Empathie, Ehrlichkeit usw., aber nicht Stillstand und schließt für mich nicht aus, dass man sich weiterentwickelt und reflektiert.
Düfr würde die Bezeichnung "entwickelter Charakter" meiner Meinung nach mehr Sinn ergeben. Aber wie gesagt ist das Interpretationssache und so wie du das meinst stimme ich auch zu.
 
Ich möchte bei dieser Frage gar nicht auf Dritte gucken, sondern ausschließlich auf mich selbst.
Je älter ich werde, desto mehr zweifele ich an der Existenz des Freien Willens.
Zu oft waren Gefühle, Ängste, Sehnsüchte die wahren Motoren meines Handelns.
Bestimmt aber kein ausgeklügelter Plan, auch wenn ich meine Geschichten derart erzählen könnte,
und dies auch oft genug tue.

An wahre Schuld, wahre Güte, wahren Stolz, wahren Fleiß könnte ich nur dann fest glauben, wenn ich
ebenso fest von der Stärke meines Willens überzeugt wäre. Dann aber müsste ich mir die bittere
Frage beantworten, warum ich dies oder das getan habe, wenn ich in dieser Zeit genauso gut hätte Gutes und Sinnvolleres leisten können? Die Antwort ist in meinem Menschsein verborgen.
In meinem Wunsch nach Zerstreuung, nach Genuß, nach Liebe, Trost und Wärme.
Die Schwächen aber, die ich mir selber zu billige, die sollte ich auch meinem Nächsten zu gestehen.
Am Ende bleibt nur die Hoffnung, dass aus diesem Verständnis füreinander und der Demut vor der Schönheit allen Lebens trotz meiner Schwächen vielleicht hin und wieder etwas Gutes erwachsen kann...
 
Wenn ich mir einen "guten Menschen" vorstelle, oder nach einem suche in meinem Bekanntenkreis, dann kriegen solche von mir diesen Titel, die brav sind, anständig, friedlich, fleißig, ehrenhaft, achtsam, gütig, redlich, schlicht, gutmütig, ruhig, freundlich. Das Gute bläht sich nie auf.
 
Nun. Moralische Vorstellungen sind ja subjektiv. Ich persönlich denke, dass ein guter Mensch gezielt so lebt, dass er sich selbst und anderen Menschen kein Leid zufügt, wenn es keine Notwendigkeit dafür gibt (Durch Selbstverteidigung zum Beispiel).
Es ist ein Lebensweg der das Leid grundsätzlich vermeidet.

den Absatz finde ich sehr schön. Danke

das wäre definitiv eine schöne Ausrichtung für alle.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nun. Moralische Vorstellungen sind ja subjektiv. Ich persönlich denke, dass ein guter Mensch gezielt so lebt, dass er sich selbst und anderen Menschen kein Leid zufügt, wenn es keine Notwendigkeit dafür gibt (Durch Selbstverteidigung zum Beispiel).
Es ist ein Lebensweg der das Leid grundsätzlich vermeidet.

Ein Mensch, der nach der goldenen Regel lebt.
 
Für mich ist ein guter Mensch,der Gutes tut.
Geniale Antwort!

Wer entscheidet aber, was eine gute Tat ist? Ich glaube, dass es da sicherlich unterschiedliche Sichtweisen geben kann.
Beispiele:
Ich spende nur Geld für die Menschen in der sog. Dritten Welt, nichts aber für die Hilfsbedürftigen hier in Deutschland. Ist das etwas Gutes?
Ich warte auf schiffbrüchige Flüchtlinge im Mittelmeer, rette sie und setze sie an der europäischen Küste ab. Danach kümmere ich mich nicht mehr um sie. Ist das etwas Gutes?
Ich kümmere mich in der Freizeit um Asylanten, versuche sie bei Behördengängen zu unterstützen, helfe ihnen, sich hier in Deutschland zu integrieren.
Bestimmt werden nicht 100% sagen, dass jede Person aus den obigen 3 Beispielen etwas Gutes tut.
Ich finde auch, dass es nicht zum eigenen Nachteil oder zum Nachteil Dritter werden sollte, wenn man etwas Gutes tun möchte.
 
Ich finde auch, dass es nicht zum eigenen Nachteil oder zum Nachteil Dritter werden sollte, wenn man etwas Gutes tun möchte.
Das stimmt natürlich.
Was gut ist,ist auch immer relativ.
Einerseits sind unsere Handlungen,das was uns ausmacht.
Macht uns aber eine schlechte Tat zu einem schlechten Menschen?
Oder zu einem guten Menschen,der einen Fehler gemacht hat?
Da kommt es auch höchstwahrscheinlich darauf an,was diese schlechte Tat war.
Gut gemeint ist auch nicht immer gut gemacht.
Ist es schon genug,sich anzustrengen,nichts Schlechtes zu tun?
Nichts Böses tun zu wollen?
Was gut ist und was böse ist,ist gar nicht immer so glasklar.
Es gibt auch viele Sachen dazwischen.
 
Ich habe mal sinngemäß gelesen: "Im besten Menschen steckt noch so viel Schlechtes und im schlechtesten Menschen noch so viel Gutes" und ich denke, dass da sehr viel Wahres dran ist.
Mit Heiligen hat man ja eher nicht zu tun. So haben auch Menschen, die ich als gut ansehen würde, sicher schon wirklich grundsätzlich schlimme Dinge getan. Waren absichtlich verletzend, weil sie es gerechtfertigt fanden oder weil sie selbst verletzt waren, das zurückgaben etc..

Anders herum stimmt es halt auch: auch Menschen mit schlechten Taten sind zu Großartigem fähig, können in vielen anderen Situationen ein Segen für andere sein etc..
An wahre Schuld, wahre Güte, wahren Stolz, wahren Fleiß könnte ich nur dann fest glauben, wenn ich
ebenso fest von der Stärke meines Willens überzeugt wäre. Dann aber müsste ich mir die bittere
Frage beantworten, warum ich dies oder das getan habe, wenn ich in dieser Zeit genauso gut hätte Gutes und Sinnvolleres leisten können? Die Antwort ist in meinem Menschsein verborgen.
In meinem Wunsch nach Zerstreuung, nach Genuß, nach Liebe, Trost und Wärme.
Die Schwächen aber, die ich mir selber zu billige, die sollte ich auch meinem Nächsten zu gestehen.
Am Ende bleibt nur die Hoffnung, dass aus diesem Verständnis füreinander und der Demut vor der Schönheit allen Lebens trotz meiner Schwächen vielleicht hin und wieder etwas Gutes erwachsen kann...

Ich unterschreibe bei diesen Beiträgen.
 

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