Du resignierst bevor der Kampf überhaupt begonnen hat. Du möchtest eine Rückmeldung von deinem Sohn, davon bist du nicht abzubringen.
Es bleibt aber dabei, das du die Umstände nicht kennst, unter denen er lebt. Was haben denn Fotos in sozialen Netzwerken zu besagen? Ich kenne viele die das machen und denke oft, das die Realität dahinter anders aussieht. Weil ich diese Leute ja kenne und weiss, daß es eine Fassade ist.
Kannst du dir denn gar nicht selbst in den Hintern treten?!
Finde heraus wo er zur Schule geht, vereinbare dort einen Termin zur Informarion. Niemand kann dir das verwehren, aber du machst das nicht.
Stelle formlos einen Antrag an das Familiengericht auf Regelung des Umfangs. In 1. Instanz gibt es keinen Anwaltszwang, du kannst das allein tun. Dein Anwalt oder ein anderer kann dem Antrag beitreten, wenn du ihn damit später beauftragst.
Telefoniere mit dem Kinderarzt, finde heraus wer das ist. Rufe in der Meldestelle an, frage nach wer deinen Sohn wann angemeldet hat oder auch nicht. Auch das kann dir keiner verwehren, keiner, verstehst du das?
Und erst wenn du diese Dinge getan hast ist Zeit zum abhängen und heulen. Es ist ja auch zum Heulen. Aber durch diese Selbstaufgabe, die du praktizierst, schädigst du dich selbst.
In 2 Jahren sitzt du wieder Heilig Abend in deiner Bude und sagst dir wie beschissen alles ist. Dann gesteht du dir ein, daß dein "Kampf" um den Sohn darin bestand, einmal zum Jugendamt zu gehen und einmal mit der Bahn dort hingefahren zu sein. Und dann hattest du ein Gespräch mit dem Anwalt.
Und diese Bilanz des Scheiterns baust du dir jetzt auf, ganz genau jetzt, in diesem Augenblick, nicht irgendwann.