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Gibt es böse Menschen?

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Wo ist die Emphatie abgeblieben?
Du meinst, die Empathie gegenüber den Unempathischen?

Das ist vielleicht ein eigenes Thema: in wiefern seid Ihr auch gegenüber unsympathischen und unempathischen Menschen weiterhin empathisch und wertschätzend? In wiefern kriegt Ihr das hin, oder schlägt dann Euer Verhalten und Eure Stimmung um?
 
Wenn jemand den Märtyrer,die Heilige spielt um andere zu manipulieren,
unter den eigenen Willen zu zwingen sehe ich das sehr wohl als scheinheilig.

Wenn ich etwas tue dann nur deshalb weil ich mir einen Vorteil davon verspreche,
weil ich gut da stehen,Lob,Anerkennung,Bestätigung,Aufwertung dafür haben
möchte.
Kommt die erwartete Belohnung nicht fühle ich mich betrogen und bin stinksauer.
Wenn ich kein Lob für meinen Einsatz bekomme,meine Leistung nicht
gesehen,gewürdigt wird ist das aus meiner Sicht Vera... .
Einmal ist mir das passiert.
Nie mehr.

Meine Phantasie ist sehr,sehr böse,rachsüchtig und maximal gewalttätig.
Umsetzen werde ich das real nie.
Ich habe keinen Bock im Knast zu landen.
Darin abzutauchen,mir auszumalen,das ist herrlich.
Das tut so unendlich gut.
 
Meinem Eindruck nach tendieren auch viele Erwachsene in diese Richtung, und es wird auch von Medien und Ratgeberbüchern gefördert, die ja häufig die Prämisse vertreten "Kümmere dich (nur) um dich selbst. Sag nein, achte nicht auf andere, nur du bist wichtig."

Das wertschätzende Aufeinander Achtgeben und Rücksichtnehmen scheint zugunsten der eigenen Bedürfnisbefriedigung häufig in den Hintergrund gerückt zu sein. Ohne dabei zu bedenken, dass man ja auch selbst mit Zurückweisung und Rücksichtslosigkeit konfrontiert wird, wenn andere dasselbe Verhalten gelernt haben.
Das sehe ich ganz genauso.
Jeder bekommt eingebläut dass er darauf achten muss nicht zu kurz zu kommen.
Meine Tochter ist auch auf diesem Tripp. Mein kleiner Enkel ist von Natur aus unglaublich mitfühlend und er hat schon als kleines Kind von ca. zwei bis drei Jahren gespürt wenn es anderen nicht gut ging.
Das ist bei ihm ganz extrem ausgeprägt. Ich finde das so besonders.
Meine Tochter weiß seine sensible Art zwar auch zu schätzen, aber sie sagt ihm immer wieder, dass er in erster Linie darauf achten soll dass es ihm gut geht. Das ist doch etwas was man einem Menschen nicht einimpfen muss, weil der Mensch sowieso dazu tendiert in erster Linie an sich zu denken.
Sie spricht dann auch im kindergarten und in der Schule mit irgendwelchen Therapeuten und da ist mir schon oft aufgefallen, das jeder Therapeut oder Psychologe die gleiche Tendenz hat. Sie bekommen das in ihrem Studium so beigebracht und das wird natürlich weitergegeben und ist mittlerweile zur Norm geworden.
Kein Wunder dass die Menschheit immer egoistischer wird.
 
Ich habe gerade noch einmal nachgedacht und mir ist aufgefallen, dass das, was ich als "gut" im Sinne von "nicht böse" zusammenfassen würde, letztlich einfach das Verhaltensrepertoire ist, das in meiner Jugend und als ich jüngerer Erwachsener gewesen bin, überwiegend normal gewesen ist. Zumindest ist es meiner Erinnerung nach (in meinem sozialen Umfeld) damals normal gewesen, dass man versucht hat, empathisch und rücksichtsvoll zu sein, auch wenn man es nicht so genannt hat.

Ich denke, ich bin so geprägt worden, und es hat sich halt letztlich als sinnvoll herausgestellt, zumindest meiner Wahrnehmung nach.
 
Zu allem Ja und Amen sagen?
Alten Leute über die Straße zu helfen?
Ich weiß es nicht. Es gibt das absolut GUTE nicht, böse, allerdings imho schon.
Das heißt aber nicht dass man zu allem Ja und Amen sagen muss.
Im Gegenteil stößt man mit dieser Einstellung gerade in der heutigen Zeit eher auf Widerstand.
 
Nein,das war nicht früher mal so. Ich denke da ganz konkret an
die jüngere Vergangenheit.
In der Pandemie wurden Solidarität,Rücksichtnahme,Verzicht
und Selbstbeschränkung massiv erzwungen.
Für mich ist Solidarität immer noch ein Mega-Unwort bei dem
ich die Krise kriege,k... könnte.
Egoismus wird verteufelt aber..,
Wer nicht immer zuerst an sich und seinen Vorteil denkt der
geht leer aus. So einfach ist das.
Fressen oder gefressen werden.
Meine Mutter sagte mal sinngemäß etwa so "Gute Menschen sind
Idioten denen nütz mich aus auf der Stirn steht."
Genauso ist es.
Für gut sein gibt es kein Danke,keine Belohnung.
Das bringt einem nichts.
Warum also ? Was hätte ich davon ?
Regeln und Vorschriften gibt es überall,zuhauf.
Mich macht es rasend mich daran halten zu müssen sonst ...
Gute Menschen werden vera... und ausgenutzt.
Wenn ich mich nicht maximal wichtig nehme wer denn sonst ?
Brav sein,spuren,gehorchen,kuschen bedeutet unsichtbar,
unwichtig und überflüssig sein,nicht beachtet,nicht gesehen,nicht
gehört und schon gar nicht ernst genommen werden.
Es kann immer nur einen Sieger geben und der nimmt alles.
Mit benutzen,ausnutzen,aussaugen,manipulieren,emotional
erpressen habe ich kein Problem.
Nur so lassen sich die eigenen Ziele durchsetzen.
Freiwillig wird keiner machen was ich will.
Nichts ist entscheidender als wichtig sein.
Jeder ist anders, zum Teil spielt da sicher die Erziehung mit eine Rolle.
Das merkt man ja schon bei dem was deine Mutter gesagt hat.
Und sie selbst hat wahrscheinlich auch entsprechende Erfahrungen gemacht, dass sie irgendwann mal ausgenutzt wurde.
Nur ganz ehrlich, ich glaube nicht dass man mit dieser Einstellung wirklich glücklich sein kann.
Normalerweise empfindet man wenn man jemand anderem was gutes tut doch selber so etwas wie innere Freude.
Ist man wirklich wichtiger wenn man sich selber so extrem wichtig nimmt?
Das ist aber nur meine Überlegung dazu.
 
Aber nicht alle.
Bei uns damals in der Tagesklinik waren sehr viele, die das als Erwachsene erst mal lernen mussten, auch mal an sich denken zu dürfen, weil ihnen beigebracht wurde, immer erst mal die anderen zufriedenzustellen. Die Eltern, die Lehrer, die Kollegen und Arbeitgeber...
Das ist dann wahrscheinlich die etwas ältere Generation. Meine Erziehung ging auch in diese Richtung.
Ich habe damit allerdings schon lange keine Probleme mehr. Ich kann mich auch gegen die Meinung der Masse stellen wenn es nicht meine ist, oder nein sagen.
 
Sorry,mich macht der Gedanke gib mal schön,dumm,brav und selbstlos
nicht glücklich.
Wenn keine Aufwertung dafür rum kommt mit mir nicht.
Mich einsetzen,mich anstrengen,mich abkämpfen,irgendwelche miesen
Drecksarbeiten übernehmen das tue ich ganz sicher nicht weil
weil mir das Spass macht,weil ich das gern tue sondern weil ich dafür
gelobt werden will.
Für ein das hast du gut/toll gemacht,ich bin/wir sind stolz auf dich vor Dritten
würde ich mir ein Bein ausreißen,da wäre mir nichts zu anstrengend.nichts
zu schwer.
Lob,Anerkennung,Bestätigung,gut da stehen kommen ja doch nie.
Wozu also ?
 
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