Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Bin arbeitslos und kriege ständig Angebote durch Zeitarbeit

Mit 60 über Zeitarbeit (so wie ich das hier verstehe) hat man mehr Chancen als normal

Das ist völlig normal und hat ausnahmsweise relativ wenig mit deinem Alter zu tun.
Wenn ich einfach mal aus Spaß in die Jobbörse schaue und einen Umkreis von 20km oder angebe, dann kommen zu 90% Zeitarbeitsfirmen bei raus.
Nicht nur im "unteren" Segment".
Betrifft auch immer mehr Ingenieure, Ärzte etc.
Erschreckend.

Das Schlimme ist ja, dass ja offensichtlich Jobs da sein müssen, aber halt die Unternehmen nicht direkt anstellen wollen.
Außerdem blähen diese Zeitfirmen den Markt künstlich auf.
Da gibt es z.B. einen Job.
Den Stellen dann 20 Leihfirmen online.
Und schon wirkt es so, als gäbe es 20 Jobs, statt einen.
Absolutes für dumm verkaufen ist das.

Dieses rumgeeiere, dass so manches Unternehmen da betreibt (auch schon lange vor der angespannten aktuellen wirtschaftlichen Lage) ist pervers.
Da werden Leute über Zeitarbeit eingestellt, 6 Monate lang.
Danach dann befristet für ein Jahr übernommen. Wobei du wieder 6 Monate Probezeit hast und wenn du dann Glück hast, bekommst du am Ende der Odyssee nen unbefristeten Vertrag...
Alle paar Monate darfst du zittern, ob du irgendwas Falsches gesagt oder getan hast und man dich "abmeldet", in der Probezeit rauswirft oder deinen Vertrag nicht verlängert...

Die Politik schaut weg oder diese inkompetente Truppe rafft das Problem überhaupt nicht.
 
Als Arbeitnehmer finde ich es auch übel, wie das Modell Zeitarbeit missbraucht wurde.

Für mich war es in jungen Jahren eine Chance eine leitende Position zu erhalten. Damals gab es noch nicht die "Papiere" als Eingangsberechtigung sondern wenn man/frau beweisen konnte es "drauf" zu haben, dann konnte es sein, dass derjenige die Chance bekam, auch ohne "Diplom".

Aus Sicht eines Arbeitgebers 2024 kann ich verstehen, dass keine Verantwortung für fest angestelltes Personal übernommen werden wird. Der Arbeitgeber will verdienen, und zwar nicht wenig!!! Wenn sein Unternehmen diesen Wunsch nicht mehr erfüllt, dann macht der Unternehmer doch lieber die Bude dicht. Und je weniger fest angestellte Mitarbeiter er sein eigen nennt, desto weniger kostet es ihn.
Tesla in Berlin ist doch ein sehr gutes Beispiel, wo alle Leiharbeitskräfte wohl entlassen wurden.
Elon Musk: Tesla trennt sich von 300 Leiharbeitern in Grünheide - DER SPIEGEL

Deshalb habe ich persönlich auch kein Problem mit Zeitarbeit oder befristeten Verträgen - denn wer sieht tatsächlich hinter die Mauern des Chef's, der einem gerade hochtrabend das "Blaue vom Himmel verspricht" das er / sie schon morgen ver-Scholzt, also vergessen, hat.

Eines aber ist für mich Fakt: Ich kannte ein Arbeitsleben ab den 80er Jahren. Wie wohl TE auch.

Die Unternehmen gaben noch einem Hoffeger die Chance und zumindest eine soziale Stelle gab es bei Großunternehmen. Mitarbeiter begrüßten sich oft noch untereinander mit Handschlag und verbrachten so manche Freizeit miteinander oder Geburtstagskaffee oder oder oder ..... es war damals für mich eine Zeit, da war mein Arbeitgeber auch meine Familie..... bis dann NOKIA beschloss sich aus dem TV-Markt zurückzuziehen und unsaubere Spielchen liefen.....

Gruß von Grisu
 
Sanktionen stehen hier doch gar nicht zur Debatte. Es geht hier um Arbeitslosgengeld I , nicht II.
Auch muss sich keiner in einem Jobportal registrieren lassen. Das ist freiwillig so weit ich weiß.
Das heißt allerdings nicht, dass keine Initiative zur Jobsuche erwartet wird.

Sprich selbst Jobs raussuchen, sich bewerben und schauen was bei rum kommt.
Eine Idee zur Absicherung bzw. zum Nachweis wäre, die Absagen aufbewahren (auch online) und ggf. dem Sachberater zum nächsten Termin vorzeigen.
Eben, diese Angebote von den Zeitarbeitsfirmen sind ja keine Vermittlungsvorschläge, die vom Arbeitsamt kommen.
Sondern diese Firmen sehen den Namen der TE in dem Jobportal, und schreiben sie halt an.
Das Arbeitsamt bekommt davon überhaupt nichts mit, und hat im Grunde nichts damit zu tun.
Also braucht sie auch keine Angst vor Sanktionen zu haben...

Diese Vermittlungsvorschläge kommen dagegen direkt vom AfA oder Jobcenter, wenn die zuständige Sachbearbeiterin meint, in ihrem Computer ein passendes Stellenangebot für eine Klientin zu haben.
Auf diese Angebote sollte man auf jeden Fall reagieren, wenn man sich keinen Ärger mit dem Jobcenter bzw Arbeitsamt einhandeln will.
 
Eben, diese Angebote von den Zeitarbeitsfirmen sind ja keine Vermittlungsvorschläge, die vom Arbeitsamt kommen.
Sondern diese Firmen sehen den Namen der TE in dem Jobportal, und schreiben sie halt an.
Das Arbeitsamt bekommt davon überhaupt nichts mit, und hat im Grunde nichts damit zu tun.
Also braucht sie auch keine Angst vor Sanktionen zu haben...

Diese Vermittlungsvorschläge kommen dagegen direkt vom AfA oder Jobcenter, wenn die zuständige Sachbearbeiterin meint, in ihrem Computer ein passendes Stellenangebot für eine Klientin zu haben.
Auf diese Angebote sollte man auf jeden Fall reagieren, wenn man sich keinen Ärger mit dem Jobcenter bzw Arbeitsamt einhandeln will.
Doch, die zwei Angebote kamen vom Amt als Vermittlungsvorschlag ohne Rechtsfolgebelehrung. Habe mich zwangsweise beworben, schriftlich ohne Mail-Adresse und Telefonnummer. Leider haben die dann in mein Portal geschrieben (Zeugnisse wollte ich zum Gespräch mitbringen), die forderten die aber jetzt an und auch noch einmal den Lebenslauf, den haben die aber. In dem Schreiben hieß es, wie wir erfahren haben suchen sie eine neue Herausforderung und wir wollen ihnen helfen usw. Im Betreff steht nur Ihre Bewerbung. Also weiß ich nicht mal, woraus die sich beziehen, sind das zwei neue Angebote oder was ist gemeint. Da ich mich schon beworben hatte, riet man mir umgehend die Zeugnisse nachzureichen, was ich gleich mache. Die werden aber jetzt nicht locker lassen und mich mit anderen Stellen nerven, davon gibt es leider genug auf deren Homepage. Wie ich die jetzt loswerde, weiß ich nicht. Meinen Account beim Arbeitsamt habe ich gelöscht, ich bekam in der Woche zwischen 12 und mehr Stellenvorschläge und mindestens 2 Vermittlungsvorschläge. Ich habe ständig ins Portal geguckt, mehrfach am Tag, dass hat mir nicht gutgetan. Ich suche und schreibe ja Bewerbungen, aber die passen entweder besser oder sind näher. Also mangelnde Mitwirkung kann man mir nicht vorwerfen.

Ich habe noch einen Vermittlungsvorschlag vom Amt hier rumliegen, da habe ich mich nicht beworben, auch Zeitarbeit ohne RFB. Vermutlich kommen jetzt alle Vormittlungsvorschläge mit RfB. Die SB scheint mir immer nur die Zeitarbeitsfirmen unterzujubeln. Ich las, dass ich mein Profil beim Amt auch nur für interen Zwecke nutzen lassen kann, also nicht für Arbeitgeber sichtbar. Hoffe, das klappt. Wie gesagt, ich bin jeden Tag ewig am Rechner und suche passende Stellen und bewerbe mich.
 
Als Arbeitnehmer finde ich es auch übel, wie das Modell Zeitarbeit missbraucht wurde.

Für mich war es in jungen Jahren eine Chance eine leitende Position zu erhalten. Damals gab es noch nicht die "Papiere" als Eingangsberechtigung sondern wenn man/frau beweisen konnte es "drauf" zu haben, dann konnte es sein, dass derjenige die Chance bekam, auch ohne "Diplom".

Aus Sicht eines Arbeitgebers 2024 kann ich verstehen, dass keine Verantwortung für fest angestelltes Personal übernommen werden wird. Der Arbeitgeber will verdienen, und zwar nicht wenig!!! Wenn sein Unternehmen diesen Wunsch nicht mehr erfüllt, dann macht der Unternehmer doch lieber die Bude dicht. Und je weniger fest angestellte Mitarbeiter er sein eigen nennt, desto weniger kostet es ihn.
Tesla in Berlin ist doch ein sehr gutes Beispiel, wo alle Leiharbeitskräfte wohl entlassen wurden.
Elon Musk: Tesla trennt sich von 300 Leiharbeitern in Grünheide - DER SPIEGEL

Deshalb habe ich persönlich auch kein Problem mit Zeitarbeit oder befristeten Verträgen - denn wer sieht tatsächlich hinter die Mauern des Chef's, der einem gerade hochtrabend das "Blaue vom Himmel verspricht" das er / sie schon morgen ver-Scholzt, also vergessen, hat.

Eines aber ist für mich Fakt: Ich kannte ein Arbeitsleben ab den 80er Jahren. Wie wohl TE auch.

Die Unternehmen gaben noch einem Hoffeger die Chance und zumindest eine soziale Stelle gab es bei Großunternehmen. Mitarbeiter begrüßten sich oft noch untereinander mit Handschlag und verbrachten so manche Freizeit miteinander oder Geburtstagskaffee oder oder oder ..... es war damals für mich eine Zeit, da war mein Arbeitgeber auch meine Familie..... bis dann NOKIA beschloss sich aus dem TV-Markt zurückzuziehen und unsaubere Spielchen liefen.....

Gruß von Grisu
Ja, wenn ich an früher denke war es einfach eine Stelle zu finden. Was können Sie, Gehaltsverhandlung, zack, fertig.
 
Das ist richtig liebe Vögelin, wenn Du unrealistische Lohnforderungen stellst heisst es später Du verhinderst eine Anstellung dadurch.

Nun, wie gesagt, ich war früher gut bedient mit der Zeitarbeit und einer Riesenchance. Als ich als Teenagerspätlese kurzzeitig arbeitslos war, da kamen auch die Einladungen und Vorschläge von Zeitarbeiten. Ich bin denen immer brav gefolgt 🙂 Mit einem Fragenkatalog, der denen wohl oft nicht gefallen hat. Bspw. wo der Gerichtsstand nun sei für dieses Unternehmen mit den vielen Filialen, meine Fragen waren auf einem Block der IGM notiert.

Grundsätzlich stand für mich immer schon am Anfang des Gespräches: Ich sehe die Zeitarbeit als Chance um ein langfristiges Arbeitsverhältnis bei einem festen Arbeitgeber zu erhalten. Das ist für Sie ja sicher verständlich ;-) Deshalb auch die Grundsatzfrage, was ist wenn ich weitere Vorstellungsgespräche habe, ist es möglich kurzfristig Urlaub zu nehmen? (Wollen die meisten Kunden natürlich nicht dass die Kraft fehlt und auch die Zaffen wollen nicht dass sie dem Kunden nach drei Wochen sagen müssen Frau Xyz hat gekündigt).

Und jedes Gespräch war eine Übung in Sachen "wie verkaufe ich mich besser".

Gruß von Grisu
 
Ich gebe mein letztes Gehalt an und wenn ich nach dem Entgeltatlas des Arbeitsamtes gehe habe ich viel, viel zu wenig verdient. An das Gehalt werde ich nie rankommen welches dort angegeben ist. Ich bin mal gespannt wie es mit dieser Zeitarbeit weitergeht.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben