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"Jeder für sich, erst ich, dann lange nichts."

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Wir leben in einer bunten Konsumwelt, in der materielle und monetäre Faktoren höher bewertet werden als Freundschaften, Beziehungen und Familie. Hedonismus ist bei den meisten Menschen die Lebensmaxime.
Dazu kommt eine Mobilität und Flexibilität in der Berufswelt, die durch immer höhere Qualifikation der Arbeitnehmer entsteht. Gerade hochspezialisierte Akademiker müssen bundesweit nach passenden Stellen schauen.
Ob das alles aufgeht? Ich weiß es nicht mehr. Ob wirklich das nächste Hobby, der nächste Yoga-Kurs oder die nächste Beförderung glücklich machen? Oder sind das nur Ersatzbefriedigungen, weil etwas Wesentliches im Leben fehlt?
Manche kommen gar nicht zum inne halten und stellen sich vielleicht gar nicht die Frage. Andere merken, dass sie allein dastehen und ihnen ein Auto, eine Karriere oder ein Hobby nicht weiterhilft, wenn der Arzt schlechte Nachrichten überbringt.
Die Hauptfaktoren für ein glückliches Leben sind ein gewisser Lebensstandard, Freiheit und ein stabiles, soziales Umfeld. Letzteres ist neben Essen, Trinken, Kleidung und einer Unterkunft ein wesentliches menschliches Bedürfnis. Es ist unnatürlich und führt zu Stress, alle paar Jahre die Bezugspersonen zu wechseln. Und wer das mehrmals gemacht hat, merkt auch, dass es mit zunehmendem Alter immer schlechter funktioniert, sich ein neues soziales Umfeld aufzubauen.
 
Aber aufgrund seines Auftretens hier, mit dem Punkt, die verp*en sich beruflich ins Ausland, kann ich mir vorstellen, warum es am Kontakt hapert.

wobei man hier auch differenzieren sollte … ich persönlich denke dass da viel Frustration mitschwingt .. und deswegen solche Ausdrücke hier fallen. Er dachte halt diese Menschen wären seine Freunde aber es waren anscheinend eben nur Bekanntschaften… wäre für mich ne plausible Erklärung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist normal, dass es verschiede Lebensphasen gibt und Leute nun andere Prioritäten haben als10 Jahre früher. Gerade so um die 30.Ich finde es seltsam Freunden vorzuwerfen , dass sie Kinder bekommen, oder sich beruflich weiterentwicklen. Sicher kann man mit jemand der weit weg wohnt nicht so eine Freundschaft führen wie mit einem um die Ecke. Man könnte sie aber anders aufrecht erhalten.Bist du denn so ein guter Freund gewesen, die Kinder deiner Freunde nerven dich nur, willst dich nicht mit ihren Belangen beschäftigen.Ich würde dann wenn ich 2 mal im Jahr nach Deutschland fliege auch lieber andere Menschen besuchen, wo meine Kinder willkommen, sind als dich. Die Freunde sollen immer bleiben wie sie früher waren keinen neuen Interessen entwickeln, stricken, Sport usw, weil du das auch nicht tust. Sogar Saft trinken missfällt dir. Vielleicht solltest du mal überlegen, was dein Anteil daran ist, das es die Freundschaften nicht mehr gibt.
 
Eins zeigt mir meine Lebenserfahrung: Menschen mit Kindern und Menschen ohne Kinder passen fast nie zusammen.

Bei uns, kinderlos und glücklich damit, war es ähnlich. Weil Eltern halt immer, in jeder Minute, Eltern sein müssen. Und oft genug das Interesse an allem, was nicht sabbert oder krabbelt oder gar schon läuft und brabbelt verlieren. Das ist vermutlich genetisch so vorgesehen, schafft aber riesige Distanz zu Leuten, die andere Lebensinhalte haben.

Ebenso sind räumliche Distanzen, Lebensmittelpunkt in anderen Ländern, der sichere Weg, aus einer Freundschaft bestensfalls eine lockere Bekanntschaft zu machen. Das sind "cose della vita", das ist einfach so.

Wir haben Freundschaften proaktiv beendet, wenn irgendwo Nachwuchs ins Haus stand oder wenn die coole Job-Option in Singapur wahrgenommen wurde. Es sind genug andere Leute übriggeblieben.

Ich finde, so schlecht geht es dem Steiger doch nicht mit Frau, bester Freundin und Vereinskontakten.
 
Sogar Saft trinken missfällt dir. Vielleicht solltest du mal überlegen, was dein Anteil daran ist, das es die Freundschaften nicht mehr gibt.
TE hat gar nichts wegen Saft geschrieben oder habe ich das überlesen. Oder bezieht man das auf das er primär gerne Bier trinken gehen möchte?
 
Dass es mit zunehmendem Alter immer schlechter funktioniert, sich ein neues soziales Umfeld aufzubauen.

Ich gebe dir mit allem was du schreibst recht. Außer mit dem Absatz es geht sehr wohl 🙂. Wenn Menschen im allgemeinen nicht so zugeknöpft sind und offen dann ist das möglich.
 
Es geht hier nicht um sexuelle Anziehungskraft sondern eine weitere Bezugsperson neben der Ehefrau .
Und was ist daran so schlecht?
Es war doch eigentlich nie so, daß wir Menschen nur eine einzige Bezugsperson haben, oder?
Wir sind immer noch Gruppentiere, und eine vertraute und nahestehende Person alleine ist uns normalerweise zu wenig.

Denn nach deiner Logik dürfte man dann ja auch kein Vertrautes Verhältnis zu Eltern und Geschwistern haben, und die guten Freunde aus der Jugend muss man auch alle wegbeißen, wenn man verheiratet ist, oder wie soll das aussehen?
Zumal die Frau als einzige nahstehende Person ja auch mal ausfällt, wegen Arbeit, Kindern usw.
Dann muss der Mann in der Zeit der Abwesenheit der Frau also allein in der Ecke sitzen, oder darf höchstens mal mit Nachbarn übers Wetter oder die nächste Wahl quatschen? Und umgekehrt natürlich auch?

So kann man sich sein Leben auch selbst ganz schön trist gestalten....
 
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