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Gibt es so etwas wie "füreinander bestimmt sein"?

Ich weiß, dass einige der Meinung sind, dass ich ihm nicht vertrauen kann und ihm kein Wort glauben soll. Er ist ja sowieso nur der Lügner und Betrüger. Ich sehe das anders. Ich glaube ihm und vertraue ihm. Wir kennen uns seit ca. 10 Jahren, und niemand kann sich dauerhaft in den verschiedensten Situationen so sehr verstellen. Ich war zwar "nur" die Affäre, aber wir haben dennoch immer viel Zeit miteinander verbracht.

Es ist mir schon klar, dass die nächste Zeit nicht einfach wird. Ich habe ihm aber auch versprochen, dass ich für ihn da bin und nicht abhaue, weil es schwierig wird.

Ich kann auch verstehen, dass sie sauer ist, Angst hat usw. aber das gibt ihr nicht das Recht, ihn so massiv zu beleidigen. Das ist nichts oberflächliches, sondern das geht in die Tiefe. Sie bereut die Ehe und wünschte, er wäre nicht der Vater ihrer Kinder. Er sei ein schlechter Vater. Er war nie ein guter Ehemann, weil er nicht genug Geld nach Hause gebracht hat. Er ist sowieso ein schlechter Mensch, und sie wünschte, er wäre tot. usw.

Das Verhalten geht gar nicht. Ganz egal, was der Grund für die Trennung ist. Er hat immer alles für seine Familie getan, was ihm möglich war. Die Zeit, die er mit mir verbracht hat, war zu 95% die Zeit, die er so oder so nicht bei seiner Familie hätte sein können. Ich habe seinen Kindern also so gut wie keine Zeit mit ihrem Vater genommen. Wenn er zuhause war, dann hat er versucht, die Zeit, die er weg war, aufzuholen. Zeit mit seinen Kinder verbringen, das Haus in Schuss halten, private Termine erledigen, seine Frau pflegen usw. Und sogar, wenn seine Frau ihn angeschrien hat, dass das nicht genug ist und er das nicht richtig macht, hat er trotzdem weiter gemacht. Er ist kein schlechter Mensch und kann nicht mal einer Fliege etwas tun. Er wird nicht mal laut, wenn jemand schlecht zu ihm ist. Er ist dann sogar noch freundlich.

Was ich damit sagen will: Ich bin nicht so naiv zu glauben, dass morgen alles gut ist. Es wird eine harte Zeit. Die Scheidung wird wohl nicht so einfach ablaufen und wer weiß, wie es mit seinen Kindern wird. Es wird sicherlich auch nochmal schlimm, wenn er mich irgendwann als neue Frau an seiner Seite vorstellt. Es gibt ihr dennoch nicht das Recht, ihn jetzt so fertig zu machen und alles, was er jemals gemacht hat, runter zu machen. Und schon gar nicht, ihm den Tod zu wünschen!
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass erhöhte Reizbarkeit inkl. Aggressionen bei MS ein begleitendes Sympton sein kann. Die Betroffenen fühlen sich anschließend oft schuldig. Vielleicht kann dieses Wissen dich etwas besänftigen.
 
Nun, bis vor kurzem war es noch ein unlösbares Dilemma, weil jede Trennung darauf hinaus laufen würde,dass sie in absehbarer Zeit ihre Kinder verlieren wird.

Ist doch klar, dass sie sauer oder auch verzweifelt ist.

Außerdem, vielleicht hat sie es ja auch gespürt, dass es da eine andere gibt.
 
Die Ehe lief ja schon ewig nicht mehr gut. Es gab nur noch Streit, und ein harmonisches Zusammensein war nicht mehr möglich. Er konnte es ihr nie recht machen. Er hat ihr gesagt, dass es so nicht mehr geht und er die Scheidung will.
Aha.
Also trennt er sich gar nicht wegen dir?
Sondern , weil sie auf einmal unausstehlich geworden ist?
Oder einfach noch eine Lüge seinerseits?
 
Und warum hätte er nicht nach Hause fahren können?
Laut deiner Aussage manchmal bis zu 2 Wochen?

Und seine Kinder wollten nie mit?
In den Ferien?
So klein sind sie ja nicht, dass sie tagsüber unbedingt den Papa brauchen.
Dort tagsüber was mit Freunden unternehmen und abends Programm mit dem armen Papa?
 
Und warum hätte er nicht nach Hause fahren können?
Laut deiner Aussage manchmal bis zu 2 Wochen?

Und seine Kinder wollten nie mit?
In den Ferien?
So klein sind sie ja nicht, dass sie tagsüber unbedingt den Papa brauchen.
Dort tagsüber was mit Freunden unternehmen und abends Programm mit dem armen Papa?

Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass er weit von zuhause weg arbeitet und deswegen ja auch diese Arbeitswohnung hat.

Er hat keine festen Arbeitszeiten, und daher variiert das alles ein bisschen. Er ist deswegen manchmal nur wenige Tage von zuhause weg und manchmal 1-2 Wochen. Die restliche Zeit arbeitet er dann von zuhause. Es kommt immer auf die Termine an.

Wieso sollte seine Kinder mit wollen? Sie kennen dort niemanden und haben ihre Freunde zuhause in der Umgebung.
 
Dann kann man nur hoffen, dass sie keinen Schub bekommt!

Es ist ja auch eine sehr schwere Krankheit, an der sie leidet und nun zusätzlich auch noch die Trennung- da kann man ihr nur wünschen , dass sie nicht auch noch die Wahrheit herausfindet- die würde sie sicherlich vollends ins Unglück stürzen.
 
Konzentriere dich auf Eure Beziehung. Bewerte weniger, was für eine "Furie" seine noch Ehefrau sei und wie unfair beleidigend sie jetzt ist. Auch die Einschätzung der Ehe steht dir nicht zu. Ob er genug da war, ob er sein bestes gegeben hat, wie viel oder wenig Zeit er tatsächlich da war oder vielleicht hätte mehr da sein können, das kannst du so nicht beurteilen. Dass er kein reines Opfer der Situation ist, weil er auch fremd ging, gelogen hat über Jahre, sollte man nicht vergessen. Ihn anhimmeln und als heldenhaften Mann und Vater hinstellen, der ja von der schlimmen Frau flieht und nun so viel "ertragen" müsste, ist ein vekehrtes Bild und bisschen too much. Unterstütze ihn, sei da aber ansonsten versuche noch klaren Kopf zu bewahren. Dass die Frau beleidigend wird und ihm schlimme Sachen wünscht, ist natürlich nicht toll für ihn. Wie gesagt, Trennungen können auch hässlich ablaufen und so manche Menschen sagen aus Wut und Verzweiflung schlimme Dinge.

Sie wird aktuell einfach auch ziemlich verzweifelt sein, ihre langjährige Ehe endet, er ist ausgezogen, sie ist krank und hat 3 Teenager Kinder. Gibt Menschen, die bei Trennungen in viel harmloseren Situationen auch heftig reagieren, also dass sie in ihrer (wirklich bescheidenen) Lage so reagiert, ist nicht sonderlich überraschend.
 
Sie hat alles Recht, der Welt sauer zu sein. Sie kann unendlich wütend sein und ihn hassen. Jemandem den Tod zu wünschen, ist aber in keiner Situation in Ordnung. Er ist nicht der Held in der Situation. Er ist fremdgegangen. Das sind Fakten. Er ist aber auf keinen Fall ein schlechter Mensch oder ein schlechter Vater.

Was wäre denn die Option gewesen, also auch, wenn man mal unsere Affäre ausklammert? Er bleibt für immer und ewig mit ihr zusammen, weil sie krank ist?! Die Trennung war auf der emotionalen Ebene schon seit 10 Jahren überfällig. Er hat sich nur wegen den Kindern und ihrer Krankheit nicht getrennt. Das wäre auch ohne mich irgendwann schief gegangen, weil das keine Basis für eine Ehe ist.

Sie wird von uns jedenfalls nie die Wahrheit erfahren. Wenn sie irgendetwas geahnt hat oder ahnen wird, dann ist das so. Es wird ihr aber niemand direkt ins Gesicht sagen, was die letzten 10 Jahre war. Das ist für alle Beteiligten besser so.
 
Dein Freund ist ja auch der Vater der Kinder, die er mit seiner Frau hat. Wenn die Frau ihm nun Videos und Nachrichten schickt und ihm den Tod wünscht, denkt sie zwar an sich, aber nicht an die Kinder.

Solche Nachrichten etc. können schon mal vorkommen, Das ist nicht so selten bei grossen Trennungen mit Haus und Kind. Aber wenn das der allgemeine Ton ist, brauchst du dir echt keine Gedanken über deine Rolle hier machen. Das man vor sowas davonläuft, ist doch klar.
 

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