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Diskussionskultur in Deutschland verbessern

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Mein Tipp:

Es wird sich ohnehin nichts ändern, also kann man diese Hoffnung getrost im Wald vergraben. Ändern wird sich nur etwas, wenn die Gesellschaft als Ganzes erkennt, dass dieses Aufeinander losgehen zu nichts führt. Wenn das nur in Teilen der Bevölkerung geschieht, wird das herzlich bringen.

Deswegen, bewegt euch innerhalb eurer Bubble , wo HOFFENTLICH auch gegenteilige Ansichten akzeptiert werden und lasst den Rest den Rest sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Deswegen, bewegt euch innerhalb eurer Bubble , wo HOFFENTLICH auch gegenteilige Ansichten akzeptiert werden und lasst den Rest den Rest sein.
Ich muss zugeben, dass ich diesen Ratschlag nicht wirklich deuten kann. Wer ist der Rest, den man den Rest sein lassen soll, und wie sollen die jeweiligen Bubbles erkennbar sein, innerhalb derer man sich bewegen soll? Bislang orientiere ich mich nur wenig an "Bubble-Begrenzungen", da ich diese weder genau erkennen noch einhalten könnte. Ich bin ja schon allein im Job mit ganz unterschiedlichen Leuten befasst, die sich nicht an Bubblegrenzen halten.
 
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@Arktur

Man könnte es auch näheres Umfeld nennen. Zumindest privat kann man sich das noch aussuchen.
 
Zumindest privat kann man sich das noch aussuchen.
Sicher, aber warum sollte man sich gezielt und absichtlich auf bestimmte Bubbles beschränken?

Nach wie vor habe ich auch kein Problem damit, mit Menschen anderer "Bubbles" zu diskutieren, sofern einige Voraussetzungen zutreffen: man begegnet sich auch trotz unterschiedlicher Meinungen mit gegenseitiger Wertschätzung und Respekt, hört sich gegenseitig zu und geht aufeinander ein.
 
Sicher, aber warum sollte man sich gezielt und absichtlich auf bestimmte Bubbles beschränken?

Nach wie vor habe ich auch kein Problem damit, mit Menschen anderer "Bubbles" zu diskutieren, sofern einige Voraussetzungen zutreffen: man begegnet sich auch trotz unterschiedlicher Meinungen mit gegenseitiger Wertschätzung und Respekt, hört sich gegenseitig zu und geht aufeinander ein.
Ich glaube, dass die wenigsten Menschen in Bubbles sich bewusst sind, in Bubbles zu leben.

Jeder konsumiert bestimmte Medien, hat bestimmte Freunde, bestimmte Kollegen. Ich finde alleine die Erkenntnis bereits wichtig, dass jeder von uns irgendwie in einer Bubble lebt.

Es gehört zur Komplexität der Welt dazu, dass wir immer nur einen Teil aller Informationen haben und sich Meinungen innerhalb sozialer Strukturen meist verstärken. Ich sehe die Tagesschau und diskutiere am nächsten Tag mit meinem Bürokollegen darüber. Er hat die selbe Tagesschau gesehen, den selben politischen Kommentar. Es ist sehr wahrscheinlich, dass er die selbe Meinung hat wie ich und wir uns gegenseitig in unserer Meinung bestärken.

Wie interessant wäre es, mit einem Chinesen, US Amerikaner, Brasilianer, Russen und Nordafrikaner zu sprechen!? Idealerweise sind die dann auch noch in ganz anderen Lebenslagen und Altersgruppen. Sie haben vollkommen andere Informationsquellen, andere Meinungen und würden die Bubble aufsprengen.

Vielleicht ist es aber auch einfach bequem in seiner Bubble zu bleiben und bei Diskussionen immer auf seiner Meinung zu beharren. Dann muss man nichts neues lernen und hat das gute Gefühl immer Recht zu haben.

Ich glaube, dass manche Menschen wirklich nur an Diskussionen teilnehmen, weil sie das gute Gefühl suchen, Recht zu haben. Dass sie eine Selbstbestätigung für ihr Weltbild brauchen. Das sie unterbewusst selber Bubbles suchen, weil es einfacher und angenehmer ist sich mit Menschen gleicher Meinung zu umgeben.

Insofern gab es Bubbles aber schon immer. Wer vor Internetzeiten mit einer Cliche in seinem Stammlokal herumhing, war auch irgendwie in einer Bubble. Vielleicht ist der Hauptunterschied, dass man aufgrund der heutigen Masse an Informationen, glaubt, nicht mehr in einer Bubble zu leben. Vielleicht ist das Hauptproblem bei Bubbles, das Nicht-Wissen, dass wir alle in ihnen leben - der eine mehr, der andere weniger, aber jeder etwas.
 
Vielleicht ist es aber auch einfach bequem in seiner Bubble zu bleiben und bei Diskussionen immer auf seiner Meinung zu beharren. Dann muss man nichts neues lernen und hat das gute Gefühl immer Recht zu haben.
Genau deswegen mag ich es nicht, in einer einzelnen Bubble zu verbleiben. Schon meine diversen Interessen und der Beruf bringen mich dazu, mich mit Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten zu unterhalten. Ich habe beispielsweise zu tun und unterhalte mich mit Russen, Brasilianern, Engländern, Afrikanern, LGBT, einem schwerkranken Kollegen. Weitere Gruppen, mit denen ich zu tun habe: Israelis und Juden, eine Weißrussin, eine Armenierin, ein Kollege aus Afghanistan, türkische Kollegen, ein bayrischer Berufssoldat, eine religiöse Bayerin, die zum Judentum übertreten möchte.

Da kommt schon einiges an Bubbles zusammen und ich würde vermuten, dass ich relativ wenig in einer einzelnen Bubble isoliert bin. Und ich komme nicht umhin, ständig etwas Neues zu lernen (was ich auch keineswegs als unbequem empfinde, sondern als reizvoll und belebend).
 
Wenn Ideologien aufeinander prallen und die Protagonisten nicht mehr haben als ihre Ideologie ......
Es kann auch sehr hoch hergehen, wenn 2 gleichrangig Könner über eine Sachfrage streiten. Nur - diese Menschen vergessen niemals, wer der Gesprächspartner ist und sie diesen schätzen, da sie nicht mit irgendwelchen Dilettanten ein solches Gespräch führen würden.
Mein Freund uns sein Vater - mein Freund und sein Sohn oder auch Opa und Enkel , alles Juristen , können über juristische Feinheiten mit Vehemenz streiten. Rhetorische Tricks vom Allerfeinsten auspacken. Nach einer Stunde sind sie fertig - und trinken friedlich ein Bier miteinander. Für sie ist das auch eine Art Übung ... ein Kräftemessen auf höchstem Niveau. Von Kindheit an trainiert. Aber keiner vergisst jemals, dass Enkel, Sohn oder Opa der Gesprächspartner ist, der gefordert wird und dadurch zur Höchstleistung gebracht wird. Gewöhnungsbedürftig und faszinierend zugleich. Wie ein Schachspiel mit Worten - zum einen reagieren auf den anderen und dessen Ausführungen, zum anderen immer wieder seinen eigenen Plan zu überprüfen und evtl abzuändern.
Nur benötigt es dazu viel Wissen und Können und nur wenig Meinung sowie keine Ideologie. Dazu die Anerkennung des anderen als ebenbürtig.
Nur gibt es meist sehr viel Ideologie und Meinung sowie kein oder fast kein Wissen und Können. Und schon wird aus einem guten Streitgespräch ein völlig idiotischer Streit.
 
Nur benötigt es dazu viel Wissen und Können und nur wenig Meinung sowie keine Ideologie. Dazu die Anerkennung des anderen als ebenbürtig.
Nur gibt es meist sehr viel Ideologie und Meinung sowie kein oder fast kein Wissen und Können. Und schon wird aus einem guten Streitgespräch ein völlig idiotischer Streit.
Danke für deinen Beitrag!

Ich stimme dir zu, dass eine zielführende Diskussion Respekt bzw. Anerkennung braucht. Dafür brauchen beide Gesprächspartner Wissen statt einem blinden Folgen einer Ideologie.

Am interessantesten finde ich daher stets Diskussionen auf Augenhöhe mit Menschen die Ahnung vom Thema haben und nicht nur Google bemühen um etwas zu finden, was in ihr ideologisches Schema passt.

Nur ist das natürlich anstrengend und erfordert Mühe sich das Wissen anzueignen. Daher greifen eben viele lieber zu Google oder der Tagesschau unter wiederholen halt einfach Meinungen Anderer. Mein Eindruck dabei ist, dass diese Meinungen immer alternativloser dargestellt werden.

Und wer das dann blind übernimmt, ist halt voll in der Ideologie gefangen. Fast immer dabei in einer Ideologie, die bewusst mit Ängsten spielt. Warum? Weil Emotionen immer schon der beste Weg waren, die Vernunft des Menschen abzuschalten. Von daher wäre es für die Meisten klug, Emotionen draußen zu lassen und wie dein Freund und sein Vater streng juristisch über Dinge zu diskutieren.

Nur sind wir halt alle Menschen und leider ist es so, dass die kühlen und klugen Juristen inmitten eines Meeres aus Emotionen und Ängsten oft nicht gehört werden.
 
Grundsätzlich würde ich mir eigentlich nicht die Mühe machen jemanden von meinen Ansichten überzeugen zu wollen, sollen die Leute doch ihre eigenen Entscheidungen treffen und mit den Konsequenzen dann auch selber leben. Wer meinen Rat möchte und danach fragt soll ihn bekommen, wer keinen Wert darauf legt halt nicht.
Nur gibt es da in den letzten 3 Jahrzehnten ein immer größer werdendes Problem: Wir bewegen uns weg von einem eigenverantwortlichen libertären System hin zu immer mehr Staat, gemeinschaftlicher Haftung und damit Sozialismus. Und zwar in allen Bereichen.
D.h. ich leide unter den gesellschaftlich/wirtschaftlich getroffenen Fehlentscheidungen, irgendwelchen "sozialen Ausgleichen" etc. mit und habe praktisch keine Möglichkeit mehr mich dem zu entziehen, egal für wie falsch ich den Kurs halte und wie sehr ich gerne stattdessen selbst entscheiden würde (mit allen Konsequenzen).
Begründet wird das natürlich immer mit dem höheren Wohl, Gemeinnutz (vor Eigennutz...einfach mal googeln), Rettung der Welt usw. Nur führt das eben zu Zwangsmaßnahmen mir gegenüber, teils massivem Verlust von Lebensqualität (Infrastruktur, Energieversorgung, Bildung, Gesundheitssystem, Kriminalität...) und extrem hoher Steuerbelastung, für Staatsausgaben die ich nicht will.
Aus praxeologischer Sicht sind das aggressive Handlungen mir gegenüber, das ist schon mal die Ausgangssituation in der ich mich befinde und die mich zu einer Diskursbeteiligung zwingt, denn nur über eine Mehrheit ließe sich in diesem, aus meiner Sicht kaputten, System eine Kurskorrektur erwirken.
Wie gesagt, ohne diese aggressiven Handlungen mir gegenüber wäre ich auch bei "leben und leben lassen".

Ist aber natürlich kein Grund unhöflich zu werden. Ich bin grundsätzlich positiv überrascht dass seit meiner Abstinenz hier im Forum keiner meiner Beiträge einfach gelöscht wurde. Noch vor wenigen Jahren ist mir ständig passiert dass selbst seitenlänge Texte einfach verschwunden sind. Ohne Chance auf Nachbesserung oder Hinweis was das Problem sei.
Inkl. dass mir 2 Foristen (nicht Moderation) damals PNs geschickt haben, dass meine Ansichten und damit Beiträge hier in diesem Forum nicht erwünscht seien. Das ist beides, bisher, in letzter Zeit nicht wieder vorgekommen. Immerhin.

Aus meiner Sicht ist eine immer weitreichendere Politisierung und Emotionalisierung medial induziert und absichtlich herbeigeführt. Siehe Vegetarier vs Fleischesser, SUV-Fahrer, mit/ohne Maske etc. inkl. Schubladen. Wer keine Radwege in Peru finanzieren will frisst bestimmt auch kleine Kinder, oder so.
Neben dem obligatorischen "Teile und Herrsche" sehe ich dahinter vor allem die Absicht von Politik und Medien die Diskussion über tatsächliche Hintergründe zu vermeiden.
Also eine Beleuchtung der Agenda hinter den offiziell vorgeschobenen Begründungen, weshalb etwas (natürlich immer nur in aller bester Absicht...) durchgesetzt werden müsse. Einfach Kritiker als böse deklarieren und schon ist die Diskussion vom Tisch.
Für mich wird das besonders deutlich, wenn ich mir ansehe was damals in der durch die Fehlkonstruktion Euro verursachten Finanzkrise 2008 alles an Regulierung, Überwachung und Gängelung durchgesetzt wurde. Und vor allem welche Maßnahmen und Schritte gerade NICHT gemacht wurden. Das passt mal so gar nicht zu der Begründung das Finanzsystem stabilisieren und marktwirtschaftlicher sein zu wollen.
Nur mal als ein Beispiel von sehr vielen.

D.h. man steht dann mit seinem Wunsch nach inhatlicher Auseinandersetzung vor dieser mit sehr viel Steuergeld aufgebauten medialen Wand, direkt betroffen von, wie gesagt aus praxeologischer Sicht, aggressiven Handlungen, und sieht sich dann ggf. noch Angriffen/Löschungen ausgesetzt.
Wobei ich vermute dass Sachdiskussionsverweigerern eigentlich klar ist, dass sie auf dieser Ebene nicht bestehen können, und sie diese deswegen gezielt vermeiden, ggf. ganze Plattformen/Bereiche entsprechend meiden. Sonst müsste man auf entsprechende Rabulistik ja gar nicht zurückgreifen.
Gäbe es inhatliche Auseinandersetzungen, insbesondere vor breitem Publikum, mit entsprechend sachkundigen Vertretern, also nicht diese selbsternannten Experten, dann sehe meiner Meinung nach der politische Kurs in diesem Land ganz anders aus.
 
Sicher, aber warum sollte man sich gezielt und absichtlich auf bestimmte Bubbles beschränken?

Nach wie vor habe ich auch kein Problem damit, mit Menschen anderer "Bubbles" zu diskutieren, sofern einige Voraussetzungen zutreffen: man begegnet sich auch trotz unterschiedlicher Meinungen mit gegenseitiger Wertschätzung und Respekt, hört sich gegenseitig zu und geht aufeinander ein.

Ich meine das gar nicht so, dass man sich jetzt irgendeiner Gruppe anschließt, die militant auf ihre Ansichten beharrt, im Gegenteil, eben von jenen sollte man sich fernhalten. Stattdessen im eigenen Umfeld bewegen, dass im Idealfall nicht dermaßen verbohrt ist und es dabei belassen. Das meinte ich auch mit "den Rest den Rest sein lassen".

Sich mit fremden Leuten, am besten noch im Internet, über bspw. politische Themen in eine Diskussion zu begeben führt doch in aller Regel zu nix. Weil es für den Großteil nur noch richtig oder falsch gibt und die eigene Position ist stets die einzig Richtige.

Die Diskussionskultur ist einfach dahin und das wird sich auch nicht mehr ändern, sondern eher noch schlimmer werden. Auch weil die, die Vorbild sein sollten, es genauso verlernt haben.
 

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