wie war es während dem aufenthalt und wieso ging es dir danach so schlecht?
Naja nachdem ich in meinen Augen auf der Falschen Station war, nämlich die für Suchtkranke, hab ich denk ich einfach nicht die Behandlung bekommen die evtl. gut für mich gewesen wäre. Statt dessen habe ich 7 Wochen dort verbringen dürfen wo mir gesagt wurde ich sei Cannabis, Alkohol, und Glücksspiel süchtig. Weil ich Cannabis zur Selbstmedikation nehme, war damals ja noch illegal, war ich danach Süchtig auch meine Depression soll daher kommen. Alkohol abhängig bin ich wohl weil ich eben nicht mehr so leicht aufhören kann, da hät ich jetzt eher gesagt das ist keine Abhängigkeit das ist einfach meine Depression die da egal was grade verfügbar ist sich rein hämmert um ein klein wenig betäubt zu werden. Aber seis drum, Haarspalterei. Und Glücksspiel weil ich zum Zeitvertreib und früher als Hobby gerne und viel gezockt habe. Was wiederum daher rührt das ich vermutlich keine Freunde im Ort hatte so im alter zwischen 9 und 16 Jahren, mein Freund war meine Xbox und meine Freundin Halo, das lief vom nach der Schule heim kommen bis zum ins Bett gehn. Meine Eltern haben versucht mir da nen riegel vor zu schieben und mich zu zwingen raus zu gehen aber haben gesehn das ich dann halt statt dessen nur rum lieg und mich zu tode langweil, und vor allem öfters weit weg gefahren werden musste um dort dann Klassenkammeraden zu treffen. Schätze mal war einfacher mich dann halt doch so lang wie ich will Spielen zu lassen. Wurde auch immer gelobt was für ein braves und einfaches Kind ich wär. Jo gut, war nicht wirklich anstrengend, danke für die Blumen i guess.
Egal vom Thema abgekommen. Ich bin das ganze recht offen angegangen was passiert passiert, mal sehn wies wird. Hatte aber schon auch ein par Vorstellungen was ich davon mir erhoffe. Am anfang der Therapie wurden diese besprochen und mir wurde Hoffnung gemacht das es so Funktioniert wie ich mir das vorstelle. Ein par Tage vor dem Entlassungstermin gabs dann ein Abschlussgespräch in dem dann eine 180° Kehrtwende ohne Vorwarnung eingelegt wurde, wo mir gesagt wurde was ich mir davon erhoffe wird nicht passieren. Da der gesamte Aufenthalt eher negativer und negativer wurde je länger er gedauert hat war das dann für mich kein ich bin hier um Gesund zu werden Aufenthalt mehr sondern eher wie ein Job. Ich geh hin Leiste x, Zähle die Tage bis zum nächsten Wochenende und die Zeit die noch Gesamt verbleibt und erhalte dann am ende des Aufenthalts was mir zugesagt wurde. Nachdem ich dann erfuhr das es nicht so laufen wird wie ich will hab ich das ganze am selben Tag abgebrochen und ging am ende des Tages. Ich war dann raus aus der Klinik, hatte kein ziel mehr weil es unerreichbar war und hab dann nichts gemacht. Und seit dem ist es mehr oder weniger so geblieben. Es gab mal ein par kurze Phasen wo es besser ging aber über die Jahre war der Trent stehts abwärts. Immer wenn ich mich gerade daran gewöhnt hatte wie schlecht es mir ging kam der nächste Schlag unter die Gürtellinie und es ging in freiem fall weiter. Und schließlich wären wir wo wir jetzt sind. Der Aufenthalt war im Sommer 2022, wurde laut Entlassungspapieren Genesen und voll Arbeitsfähig entlassen. Bin weder Krank noch Arbeitslos gemeldet und hab auch kein Bürgergeld. Bekomme 1300€ aus meiner Privaten Berufsunfähigkeitsversicherung wovon der Staat noch 25% haben möchte weil das als Vermögensanlage oder so Zählt, ich versteh es nicht aber mir bleiben knapp 980€ im Monat mit Festausgaben in höhe von etwa 1500€. Nur Strom, Wasser, Essen, Telefon, was halt so zu den Basics gehört + Wohnungskredit und Wohnungseigentümergemeinschaft und Gebäude Versicherungen. Ich könnte Bürgergeld beantragen, aber dann müsste ich mich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen. Lassen wir das, ich habe das innige Bedürfnis ausfallend zu werden und das Amt dinge zu heißen die evtl. back firen könnten.
Ich bin irgendwie auf sämtlichen ebenen in meinem Leben einfach Lost.