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Fortbildung Rückzahlungsklausel

Die Rückzahlungsklausel finde ich an sich ok. Aber ich muss ja auch finanzielle Vorteile durch die Fortbildung haben, deshalb finde ich, muss man vorher ein neues Gehalt verhandeln.
 
Du musst beurteilen, wie deine Chancen am Arbeitsmarkt nach dieser Qualifizierung sind. Wenn du woanders dann tatsächlich 1000€ mehr verlangen kannst, wäre die Rückzahlung ja im Grunde ein Übel, das du dann in Kauf nehmen kannst. Besser ist es natürlich, wenn der derzeitige AG dir dieses Gehalt dann zahlt.

Eine Pflicht zu dieser Fortbildung besteht sicher nicht, wenn es am Ende nicht auch mehr Geld gibt. Anderenfalls wäre das ja eine Strafzahlung bei Kündigung Währenddessen du jetzt bei gleichem Gehalt nichts zahlen musst, wenn du kündigst. Was anderes ist es vielleicht, wenn dir eine Art offizieller Titel verleihen wird, der objektiv (auch außerhalb der Firma) einen Wert hat.
 
Doch, ich muss es ja unterschreiben.
Aber da würde es sich ja mehr lohnen, die Fortbildung direkt selbst zu zahlen und dann für 1000 € mehr woanders zu starten, als beim alten AG drum zu betteln, ne mickrige Erhöhung zu bekommen
Ja dann kann du das doch direkt so handhaben und dieses Tänzchen mit dem jetzige AG sparen. Wenn du hier unzufrieden bist, dir die Fortbildung selbst finanzieren kannst und meinst, dass du woanders locker 1000€ mehr bekommst nach der Fortbildung, dann nichts wie los.

Die Rückzahlungsklausel finde ich an sich ok. Aber ich muss ja auch finanzielle Vorteile durch die Fortbildung haben, deshalb finde ich, muss man vorher ein neues Gehalt verhandeln
Die Klausel ist ziemlich üblich und kein AG ist verpflichtet mit dir schon jetzt ein neues Gehalt zu verhandeln. Vor allem da keiner weiß, wie die Lage dann in der Zwischenzeit aussieht, ob du die Fortbildung zu Ende machst und ob sich das rentiert. Gehaltsverhandlungen geschehen zumindest in der Privatwirtschaft idR erst dann, wenn alles in trockenen Tüchern ist. Aber versuch es doch ruhig. So mancher AG überlegt sich dann evtl noch, ob er die dann überhaupt noch die Fortbildung zahlt, wenn du schon im Voraus mit Anspruchshaltung und Gehaltsforderungen um die Ecke kommst, noch ohne irgendeine Leistung bei der Fortbildung erbracht zu haben.
 
Dass ein Arbeitgeber überhaupt so hohe Kosten für eine Fortbildung übernimmt, ist nicht selbstverständlich. Ganz viele Menschen bilden sich sogar auf eigene Kosten weiter. Da ist es nur fair, dass das Unternehmen wenigstens ein bisschen etwas davon hat; dich sich komplett sichern können sie ja leider nicht, gehen aber das Risiko ein, dass du gehst. Du tust hier gerade so, als hätte nur dein Unternehmen etwas davon. Nein, auch du steigerst deinen Wert durch die Fobi. Und ja, es wäre völlig unüblich, im Vorfeld über die Gehaltssteigerung zu verhandeln. Besteh erst mal die Prüfung und dann müssen ja auch noch weitere Rahmenbedingungen stimmen. So manchem Unternehmen geht es nicht so gut. Wer weiß, wie sich das entwickelt.

Ich würde erst einmal die Fobi als Invest in meine Person wertschätzen und bzgl. weiterer Forderungen zunächst die Füße stillhalten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zumindest könntest du ansprechen, dass du gerne konkret schon das neue Gehalt festlegen würdest. Zu fragen kostet ja nichts und vielleicht bist du ja tatsächlich in einem Mangel-Bereich tätig, in dem es nicht viele geeignete Bewerber gibt. Sofern dein Arbeitgeber aber tickt wie das Gros der anderen wird der sagen, du solltest erst mal die Fobi machen, dann würde man weitersehen. Alles andere würde mich sehr wundern - ich lass mich aber gerne eines Besseren belehren. Müssen muss man jedenfalls gar nichts, auch wenn du das anders siehst.
 
Ich kann deine Gedanken nach dem Gehalt verstehen.
Als Außenstehender stelle ich mir aber auch so einige Fragen.
Warum hast du bisher nicht selbst in diese Fortbildung investiert?
Nach deiner Angabe sind das doch nur 4500€, und du könntest hinterher knapp 1000€ mehr verdienen.
Eine simple Rechnung, die sich schnell rentiert hätte.
Als Grund dafür vermute ich deshalb, das du diese Möglichkeit bisher nicht gesehen hast. Oder das dich das Risiko, das du das Geld bezahlst, und anschließend die Prüfung nicht schaffst, oder keine passende Anstellung finden könntest, einfach davon abgehalten hat.
Mit dem Angebot deiner Firma gibt es diese Probleme nicht. Der Arbeitgeber zahlt die Rechnung, auch wenn sich die Fortbildung verzögern sollte. Ein fester Arbeitsplatz ist auch in Sicht, sonst würde man das alles nicht machen.
Also eigentlich eine risikofreie Entscheidung.
Ohne dieses Angebot hättest du auch in den nächsten Jahren für deinen jetzigen Lohn gearbeitet, und wärst damit wahrscheinlich zufrieden gewesen.
 
Ich würd die Fobi sofort aus eigener Tasche finanzieren, aber das Problem ist, dass es terminlich mit dem AG abgestimmt werden muss. Bildungsurlaub oder sowas kriegt man hier nicht.
 

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