Ich denke, dass heutzutage schon ein paar Dinge anders sind als früher, ohne das jetzt pauschalisieren zu wollen.
"Früher" war man noch sehr viel mehr in gesellschaftliche Konformitätsansprüche eingebunden, hatte kein Internet, kein Tinder und viele andere Dinge nicht. Zumindest dieser Aspekt alleine macht schon einen gewissen Unterschied.
Das stimmt natürlich.
Aber auch früher war Liebe nicht immer eine ewige...
Ich halte dieses "Liebe muß ewig sein sonst ist es keine" für genauso ein Totschlagargument (und zwar leider manchmal sogar im wahrsten Sinne des Wortes), um Menschen (meistens Frauen) in gewalttätigen Ehen und Beziehungen festzuhalten, denn wenn sie das nicht tun und gehen, dann lieben sie nach dieser Argumentation ja auch nicht...
Am schlimmsten hier fand ich den Vergleich einer Mutter die ihr Kind aussetzt mit Leuten, die ihren Partner oder Partnerin nicht mehr lieben, und ihn deshalb verlassen, ohne Worte...
Im übrigen ist eine Trennung manchmal sogar für den verlassenen Teil gut.
Auch wenn manche vielleicht glauben, daß man wenn man liebt sich alles gefallen lassen muss, ist es denn nicht auch gut, z B. einen Suchtkranken Partner zu verlassen, anstatt zuzusehen wie der sich und die Familie ruiniert, und alles Geld in die Sucht gesteckt wird?
Aber schon klar, wer wahrhaft liebt, erträgt wohl auch Hunger und Gewalt, anstatt sich zu retten und zu gehen....
Es sind übrigens meistens genau diejenigen Partner, die wegen Sucht oder Gewalttätigkeit verlassen wurden, die dann am lautesten rumblöken "aber das heißt doch in guten wie in schlechten Zeiten, du hast mich nie geliebt, mimimi...!"😉