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Meine erwachsene Tochter hat den Kontakt abgebrochen

Liebe @weidebirke,

Wie bringt Ihr denn diesen radikalen, unfreundlichen, kalten Schritt in Einklang mit der Person, die Ihr kennt?
Es gibt immer wieder Menschen, die man glaubt zu kennen, und plötzlich passieren Verhaltensweisen, die einen erschüttern und die man nicht in Einklang bringen kann mit dem eigenen Wertesystem und mit der Erfahrung, die man über diese Person hatte.
Das können Ex-Partner sein oder Kolleg:innen ... Mich hat das immer fertig gemacht und fast gelähmt.
Doch ich möchte lernen, das nicht so an mich herankommen zu lassen.
Ich denke mir »Diese Person hat offenbar ein Problem«.
Das hat aber (sehr wahrscheinlich) nichts mit mir zu tun. Das ist Selbstschutz!
 
Die Wut auf eure Töchter scheint nur so leicht durch in euren Beiträgen. Ihr wollt nicht vorwurfsvoll sein, wenn sie doch nochmal den Kontakt suchen sollten. Ich glaube, ich wäre (neben anderen Gefühlen) voller Wut, und je nach Erklärung für den Kontaktabbruch auch eventuell nicht mehr zu einem weiteren Kontakt bereit. Mir ist klar, dass man erst mal ganz ruhig miteinander reden müsste, aber meine Haltung wäre schon eine gekränkte, misstrauische, distanzierte. Es würde mir im Traum nicht einfallen, mein Kind dann spontan zu umarmen. Das würde emotional gar nicht passen. Aber gut, Menschen sind unterschiedlich. Die einen verzeihen leichter als die anderen. Und ich habe mit Sicherheit auch nicht so lange wie ihr darüber nachgedacht.

@Fussel:
Wenn es um die unterschiedliche Lebenseinstellung geht, ist damit nur die Kinderfrage gemeint oder was noch? Die Kinderfrage hat sich ja irgendwann biologisch erledigt. Und haben sich die unterschiedlichen Lebenseinstellungen in vielen Momenten und Diskussionen gezeigt oder nur dieses eine Mal, als du von deiner Sicht auf die Kinderfrage erzählt hast?

Kann es sein, dass sie mit ihrer Meinung ganz oft hinterm Berg gehalten hat, eben weil sie sich dir nicht gewachsen fühlt, und dass du sie daher gar nicht gut kennst?
 
Das Schlimme ist doch für uns Verlassene, dass wir wirklich nicht wissen, warum.
Ich bin und war ehrlichen Herzens immer bereit, Kritik und auch Wut und Ärger meiner Tocher anzunehmen und versuchen zu verstehen. Das weiß sie auch ganz genau.

Mit einem Menschen so umzugehen, ist

Ich finde es unglaublich schwer von der Entfernung da was nachzuvollziehen und finde. dir hilft man nicht, wenn man sagt, dass du arm dran bist, denn genaue Gründe kennt ja trotzdem niemand.
Ich weiß nur, Kontaktabbrüche passieren nicht ohne Grund. Und das ist kein Vorwurf an dich oder irgendwen, es sind nur meine Erfahrungen.
Nicht immer können Eltern die Gründe nachvollziehen. Entweder schwimmen sie in ihrer eignen Suppe oder weil sie die Gründe nicht kennen.
 
Lieber Pappenheimer, mittlerweile kenne ich sie wirklich nicht mehr, das stimmt.
Sie ist vor einigen Jahren nach Berlin gezogen, ca. 350 km von mir entfernt. Das war ihr Wunsch schon als Teenager. Berlin hat sie fasziniert, mich abgeschreckt.
Ich wohne in einem Dorf mit 30 Einwohnern - bin aber erst dort hin gezogen, also kein Heimatdorf.
Unterschiedlicher könnte das Leben nicht sein: ich habe meine Arbeit, Garten, lebe sehr zurückgezogen und das gewollt. Sie: laut, Party, immer unterwegs. Habe ich früher auch gemacht, jetzt will ich das nicht mehr.
 
Grundsätzlich gilt, dass es für jedes Handeln einen Grund gibt. Das heißt nicht, dass im Fall von Kontaktabbrüchen durch Kinder zu ihren Eltern elterliches Verhalten der Grund sein muss.

Aber irgendeinen gibt es. Und für dramatisches Handeln muss es einen eben so gewichtigen Grund geben. Sonst wäre es nicht kongruent. Wer so inkongruent handelt (also Grund und Handlung klaffen weit auseinander), ist psychisch nicht gesund.

Tatsache ist aber auch, dass diese Kinder den Grund offenbar nicht nennen. Für verlassene Eltern, die den Grund dafür nicht kennen, ist es superbitter, ohne Frage.

Man kann nur lernen, damit zurecht zu kommen. Aufhören, nach dem Grund zu suchen, denn das wäre ja nur Spekulation.
 
Liebe Gelbe Akazie, 33 Jahre ist ein interessantes Alter dahingehend, dass ein Mensch in diesem Alter sich mit seiner Situation und seinem Leben auseinandersetzt, quasi eine Zwischenbilanz macht.
Ich sehe hier viel Hoffnung, dass sie sich besinnt.
Vielleicht ist sie unzufrieden mit ihrem Leben und sucht nach einer Lösung, möchte es aber alleine schaffen.
 

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