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Meine erwachsene Tochter hat den Kontakt abgebrochen

Liebe Fussel, ganz genau. Ich habe mir vorhin beim Autofahren genau darüber auch den Kopf zerbrochen. In meine Welt passt das nicht, die Familie ist mir heilig, und Probleme löst man durch respektvolle Kommunikation, nicht durch massiven Kontaktabbruch. Wie kann ich jemandem etwas antun, was ich selbst nicht erleben möchte?! Nun, das Problem meiner Tochter muss riesengroß sein, denn auch sie müsste wissen, welchen immensen Schmerz sie in mir ausgelöst hat.
Aber wie bereits erwähnt, ich habe meine Gedanken bewusst umgelenkt, um aus der Traurigkeit rauszukommen. Ich möchte aktiv sein und nicht passiv mit mir geschehen lassen.
So wähle ich den Weg der Akzeptanz, einem (versuchten) Verständnis für diese Situation und ich stütze mich auf Hoffnung und Zuversicht, dass sie, weil ich sie nicht bedränge, eines Tages wieder den Weg zu mir findet.

Und das Schreiben hier in diesem Forum hilft ebenso, auch das Gespräch mit einer Psychologin sowie ein besuch in einer Selbsthilfgruppe.
 
Liebe Gelbe Akazie, so, wie Du es beschreibst, ist es wirklich der einzige Weg. ich habe mich auch wochenlang zurückgezogen und nur geweint.
Aber dann kam der Punkt, an dem ich niemandem so eine Macht über mein Leben geben wollte, niemandem.
Vielleicht haben unsere Töchter uns wirklich nicht verdient?
Es gibt nicht viele verlässliche und liebevolle Menschen - ich glaube, wir gehören dazu und das wissen auch unsere übergeschnappten Töchter.
 
Liebe Gelbe Akazie, ich glaube schon, dass es die unterschiedliche Lebenseinstellung ist, die sie nicht toleriert. Die jungen Menschen schreien ja nach Toleranz, aber bei ihnen selbst versagt es dann.
Mit dem Kindsvater habe ich keinen Kontakt, nachdem ich versucht habe, den Kontakt mit ihm und ihr zu kitten. War ein totaler Reinfall. Aber hier trifft meine Tochter keine Schuld - er hat sich unmöglich benommen.
 
Liebe Fussel, der Begriff »übergeschnappt« hat mich gerade amüsiert, so hätte ich das jetzt zwar nicht genannt, aber es ist auch ein bisschen treffend. Ich kenne dich zwar nicht, aber ich halte dich auch für eine liebevolle und fürsorgliche Mutter. Du hast bestimmt dein Bestes gegeben, immer im Rahmen der Möglichkeiten und der aktuellen Lage (alleinerziehend ist eben nicht leicht).
Und als »verlässlich« werde ich auch bezeichnet. Würde meine Tochter mich plötzlich wegen eines Problems melden, ich wäre sofort zur Stelle.

Vielleicht haben unsere Töchter uns wirklich nicht verdient?
Doch, sie haben uns verdient! Unsere Töchter sind doch keine schlechten Menschen, nur weil sie sich jetzt, warum auch immer, so entschieden haben. Sie sind offenbar in Not, in einer Phase, in der sie sich nicht anders zu helfen wissen, als diesen Kontaktabbrcuh durchzuziehen.
Ich stehe nach wie vor dazu, mein Herz bleibt weit geöffnet, ohne Bedingungen und Erwartungen ...
 
Liebe Gelbe Akazie, könntes Du einfach so, ohne Vorbehalte, ohne Aussprache, auf Deine Tochter zugehen? Ich hoffe, dass ich zum Selbstschutz eine gewisse Distanz wahren kann, sollte es einmal soweit sein. Ich würde nicht wieder einfach so weitermache wollen.
Von einer Bekannten weiß ich, dass ihre Tochter mehrfach wieder gekommen ist und dann wieder jahrelang den Kontakt verweigert hat. Das ging wirklich mehrfach so. Ich möchte mir das nicht zumuten, ich würde daran zerbrechen.
 
Lieber Andreas, das ist schlimm und es tut mir sehr leid.
Ich hoffe, Du hast andere liebevolle Menschen um Dich, die den Verlust und den Schmerz lindern können. Darf ich fragen, wie alt Du bist?
 
Liebe Fussel, du fragst
... könntest Du einfach so, ohne Vorbehalte, ohne Aussprache, auf Deine Tochter zugehen?
Genau das wollte ich dich auch fragen. Wie wird es sein, wenn sich unsere Töchter umentscheiden und den Kontakt wieder wagen?
Ich prüfe mein Herz und glaube, dass ich mich zunächst natürlich unermessliche freuen werde und mir fest vorgenommen habe, absolut einfühlsam, zuhörend, respektvoll und ohne Vorhaltungen zu sein.

Doch, wenn ich ehrlich bin, es gibt einen Knacks im Vertrauen. Vielleicht lässt er sich kitten, wenn sie wirklich offen mit mir spricht und ich sie verstehen kann, was sie zu diesem Abbruch getrieben hat.
Doch, wenn das ihre Art ist, neuerdings bei Problemen so zu reagieren, wie kann ich sicher sein, dass so etwas nicht wieder passiert?

Ich habe ja keinen Einfluss, außer mein Verhalten anzupassen. Keine Vorwürfe, keine Rechtfertigung einfordern. Aber, es muss mir erlaubt sein, auch ein paar Dinge aus meinem Gefühsleben zu erzählen. Ich bin schließlich ein Mensch, den man nicht einfach so in die Ecke stellen kann wie ein ungeliebtes Möbelstück und dann wieder hervorholen, wenn es doch wieder passt!

Und, noch ein Gedanke: Wie wird meine Tochter ohne Gesichtsverlust ihre Entscheidung ändern?
Sie ist sehr stolz und selbstbewusst, deswegen vermute ich, dass es ihr nicht leicht fallen wird, auf mich zuzugehen.
 

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