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Mein Partner möchte nur zuhause sitzen

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Für weitere Antworten geschlossen.
@Freude_zu_reisen meint:
Ich bin mit der Übezeugung aufgewachsen dass eine Ehe ohne gemeinsame Freunde, gemeinsame Aktivitäten außerhalb der Wohnung etc. nicht funktioniert. Haben wir so eine Zukunft? Oder sehe ich das zu eng?

Ja, das siehst Du definitiv zu eng.
Es kann schön sein, wenn man gemeinsame Freunde hat und viel mit ihnen unternimmt, das ist absolut in Ordnung.
Es gibt allerdings auch Paare, die anders leben.

Wir, meine Partnerin und ich sind im kommenden Jahr 50 Jahre zusammen, ohne gemeinsame Freunde, ja wir haben nicht einmal persönliche Freunde.
Wir haben allerdings einen großen Bekanntenkreis, gemeinsame, geplante Aktivitäten gibt es da aber so gut wie keine.
In den Urlaub fahren wir auch nicht, den verbringen wir zu Hause (inzwischen sind wir Rentner, wir haben immer Urlaub).
Wir leben auf dem Land mit Eigentum und großem Grundstück.
Es gibt viele Interessen und Hobbys, bei denen wir uns unterstützen.
Wir lassen uns allerdings auch Freiraum für persönliche Zeit.

Wir sind zufrieden mit unserem Leben, so geht es Deinem Partner auch.
Er widmet Dir sehr viel seiner Freizeit, unternimmt viel mit Dir und ist für Dich da.
Warum reicht Dir das nicht, was fehlt Dir da in Eurer Beziehung, dass Du ihn unbedingt zu gemeinsamen Aktivitäten mit Freunden zwingen willst.
 
Hey Du,

ich glaube, ich kann euch beide verstehen, dich und deinen Partner. Mein Freund würde sich auch wünschen, dass ich öfter zu Events mitkomme, mich überfordert das emotional aber öfter mal & deswegen klinke ich mich dann aus und möchte nicht mitkommen. Allerdings komme ich schon regelmäßig irgendwo mit hin oder er macht etwas mit Freund:innen von mir, ich würde sagen 1-3mal pro Monat ca.

Bei euch klingt es recht extrem & mir würde es an deiner Stelle nicht gut damit gehen, dass er (so wirkt es) überhaupt nicht kompromissbereit ist und dass es ihm auch so schwer zu fallen scheint, etwas zu zweit zu unternehmen.

Ich finde, eure beiden Bedürfnisse sind wichtig: Deins nach gemeinsamer Zeit außerhalb und seins nach Zeit Zuhause. Aber meiner Ansicht nach wäre dazwischen sehr viel Raum für Kompromisse. Ich finde, du kannst nicht erwarten, dass er enge Bindungen zu deinen Freund:innen aufbaut, aber gelegentliche gemeinsame Termine fände ich schon auch wichtig für dich.

Außerdem fehlt mir in deinem Text die Erklärung: Weshalb möchte er das so partout nicht? Ist es wirklich nur Unlust oder steckt mehr dahinter? Unlust als dauerhafte Begründung fände ich an deiner Stelle auch deprimierend.

Insgesamt denke ich, dass ihr euch in der Hinsicht vielleicht noch besser kennenlernen müsst, um euch zu verstehen und einen gemeinsamen Umgang mit dem Thema zu finden. Aktuell richtet ihr euch komplett nach seinem Bedürfnis und deines wird weggedrängt, klar macht dich das unglücklich. Ich denke, das ist dauerhaft keine gute Lösung.

Alles Liebe 🙂
 
Aktuell richtet ihr euch komplett nach seinem Bedürfnis und deines wird weggedrängt, klar macht dich das unglücklich. Ich denke, das ist dauerhaft keine gute Lösung.
Sorry, aber das sehe ich nicht so, er verbringt praktisch seine gesamte freie Zeit mit Dir @Freude_zu_reisen, es sei denn, Du bist unterwegs.
Wir haben keinerlei Kenntnis darüber, wie viel er davon Dir zur Liebe macht.
Du hast eine große Menge an Zeit etwas allein, mit Deinen Freunden zu unternehmen.
Er toleriert das vollkommen, so etwas ist nicht selbstverständlich in einer Partnerschaft und zeugt von großem Vertrauen und Zuneigung.
Du verlangst von ihm, dass er sich für Dich verbiegt, Dinge macht, die ihm nicht liegen und die er nicht möchte.
Ich gehe mal davon aus, dass er prinzipiell schon immer so war, warum hast Du jetzt ein so großes Problem damit?
Warum bist Du so unzufrieden, nachdem, was ihr, nach Deinen Schilderungen alles miteinander teilt, müsstest Du eigentlich glücklich sein.
 
Liebe TE,

Dein Mann klingt nach einem liebevollen, verlässlichen, häuslichen Menschen, der Dir all Deine persönlichen Freiräume lässt.
Er arbeitet fast dauerhaft Spätschicht - Arbeitszeiten, die feindlicher fürs Sozialleben sind, gibt es kaum. Nahezu seine gesamte Freizeit scheint er gemeinsamen Aktivitäten mit Dir zu widmen.

Dein Mann hat einen Job, in dem er den ganzen Tag mit Menschen zu tun hat. Immer freundlich und hilfsbereit sein, sich evtl. von genervten Gästen anmaulen lassen, denen etwas nicht passt, Probleme der Gäste lösen, gerne mehrsprachig und durch das klingelnde Telefon unterbrochen.
Der Mensch wird dauerbeschallt, ist den ganzen Tag Kundenkontakt ausgesetzt und muss immer schön höflich bleiben - egal, wie sich sein Gegenüber benimmt.
Insbesondere für introvertierte Menschen ist das anstrengend. Manchmal unglaublich anstrengend.
Dann möchte man in der Freizeit einfach nur abschalten, entspannen, Reizabschirmung. Zeit mit Menschen verbringen, bei denen man einfach man selbst sein kann.
Das Interesse an anderen Menschen und deren Geschichten geht dann gegen Null, strengt an, nervt, überfordert.

Ich kann ihn so gut verstehen!
Ich arbeite selbst in einem Beruf mit dauerhaftem Menschenkontakt. Würde ich mir nie wieder aussuchen. Meine wenige Freizeit ist mir heilig und ich habe nur noch selten Interesse, fremde Menschen kennenzulernen. Ich bin unglaublich froh, dass mein Partner noch introvertierter ist als ich und mich niemals drängen würde, seine Arbeitskollegen, Freunde, Bekannte kennenzulernen.

Ich weiß nicht, ob Du nachvollziehen kannst, wie unfassbar anstrengend ständiger Menschenkontakt für viele Introvertierte ist.
Du beschreibst Deinen Mann so positiv - überlege bitte ganz genau, ob Du Eure Beziehung für ein paar gemeinsame Freunde wirklich aufs Spiel setzen willst!

Alles Liebe
 
Sorry, aber das sehe ich nicht so, er verbringt praktisch seine gesamte freie Zeit mit Dir @Freude_zu_reisen, es sei denn, Du bist unterwegs.
Wir haben keinerlei Kenntnis darüber, wie viel er davon Dir zur Liebe macht.
Du hast eine große Menge an Zeit etwas allein, mit Deinen Freunden zu unternehmen.
Er toleriert das vollkommen, so etwas ist nicht selbstverständlich in einer Partnerschaft und zeugt von großem Vertrauen und Zuneigung.
Du verlangst von ihm, dass er sich für Dich verbiegt, Dinge macht, die ihm nicht liegen und die er nicht möchte.
Ich gehe mal davon aus, dass er prinzipiell schon immer so war, warum hast Du jetzt ein so großes Problem damit?
Warum bist Du so unzufrieden, nachdem, was ihr, nach Deinen Schilderungen alles miteinander teilt, müsstest Du eigentlich glücklich sein.
Ich vermute einfach, weil der öde Alltag bei den beiden Einzug gehalten hat ist und sie, die TE, auf der Suche nach "Was Neuem" , einem Tapetenwechsel ist, wieder etwas mehr Pepp in die Beziehung bringen will, sie ihn so aus seiner Reserve locken will, so die Beziehung interessant halten oder wieder machen will, bevor sie unzufrieden wird und die Beziehung deshalb scheitert
 
Der Mensch wird dauerbeschallt, ist den ganzen Tag Kundenkontakt ausgesetzt und muss immer schön höflich bleiben - egal, wie sich sein Gegenüber benimmt.
Insbesondere für introvertierte Menschen ist das anstrengend. Manchmal unglaublich anstrengend.
Dann möchte man in der Freizeit einfach nur abschalten, entspannen, Reizabschirmung.

So treffend beschrieben!
Ich liebe WG-Leben, jedoch nur mit ausreichend Rückzugsmöglichkeit und nicht ständiger Anwesenheit von Mitbewohnern.

Zeit mit Menschen verbringen, bei denen man einfach man selbst sein kann.

Ich bin da extremer:
Je älter und weniger belastbar ich werde, desto mehr Zeit brauche ich für mich allein. Selbst meine Liebsten und ihr Geräuschpegel können da zu anstrengend und nervtötend sein.

Das Interesse an anderen Menschen und deren Geschichten geht dann gegen Null, strengt an, nervt, überfordert.

Ich interessiere mich sehr, doch zunehmend schreibend - ob hier oder mit einem befreundeten Paar, ähnlich gepolten Paar per Messenger. Ist so schön ruhig und ich kann sehr direkt über Dosis und Pausen bestimmen. Treffen lieben und genießen wir, aber nur selten. Danach sind wir völlig platt.
 
Liebe TE,

Dein Mann klingt nach einem liebevollen, verlässlichen, häuslichen Menschen, der Dir all Deine persönlichen Freiräume lässt.
Er arbeitet fast dauerhaft Spätschicht - Arbeitszeiten, die feindlicher fürs Sozialleben sind, gibt es kaum. Nahezu seine gesamte Freizeit scheint er gemeinsamen Aktivitäten mit Dir zu widmen.

Dein Mann hat einen Job, in dem er den ganzen Tag mit Menschen zu tun hat. Immer freundlich und hilfsbereit sein, sich evtl. von genervten Gästen anmaulen lassen, denen etwas nicht passt, Probleme der Gäste lösen, gerne mehrsprachig und durch das klingelnde Telefon unterbrochen.
Der Mensch wird dauerbeschallt, ist den ganzen Tag Kundenkontakt ausgesetzt und muss immer schön höflich bleiben - egal, wie sich sein Gegenüber benimmt.
Insbesondere für introvertierte Menschen ist das anstrengend. Manchmal unglaublich anstrengend.
Dann möchte man in der Freizeit einfach nur abschalten, entspannen, Reizabschirmung. Zeit mit Menschen verbringen, bei denen man einfach man selbst sein kann.
Das Interesse an anderen Menschen und deren Geschichten geht dann gegen Null, strengt an, nervt, überfordert.

Ich kann ihn so gut verstehen!
Ich arbeite selbst in einem Beruf mit dauerhaftem Menschenkontakt. Würde ich mir nie wieder aussuchen. Meine wenige Freizeit ist mir heilig und ich habe nur noch selten Interesse, fremde Menschen kennenzulernen. Ich bin unglaublich froh, dass mein Partner noch introvertierter ist als ich und mich niemals drängen würde, seine Arbeitskollegen, Freunde, Bekannte kennenzulernen.

Ich weiß nicht, ob Du nachvollziehen kannst, wie unfassbar anstrengend ständiger Menschenkontakt für viele Introvertierte ist.
Du beschreibst Deinen Mann so positiv - überlege bitte ganz genau, ob Du Eure Beziehung für ein paar gemeinsame Freunde wirklich aufs Spiel setzen willst!

Alles Liebe
Ich muss sagen, es tut unglaublich gut eure Kommentare und auch andere Meinungen zu lesen, ich hätte nie gedacht dass doch so viele seine Einstellung dazu nachvollziehen können. Mir fällt es einfach schwer das nachzuvollziehen weil ich viel mehr Kontakt nach außen brauche, etwas erleben will denn man lebt ja nur einmal usw. Ich denke aber auch, dass ich in dem Punkt ihn einfach so akzeptieren muss wie er ist, den Gedanken loslassen vielleicht niemals gemeinsame Freunde und gemeinsame Silvester mit diesen zu verbringen tut mir aber schon ziemlich weh. Aber ohne ihn losziehen will ich natürlich auch nicht. Ich werde in dem Punkt wohl nie ganz zufrieden sein. Deshalb so einen guten und lieben Menschen wie ihn aufgeben ist natürlich auch keine Option auch wenn mir manchmal in der Enttäuschung und Wut mal Trennunsgedanken kommen, für die ich mich dann aber wieder schäme dafür überwiegen die positiven Seiten einfach zu stark. Es tut halt schon immer weh wenn alle immer fragen wann wir mal was zu 4. machen und ich mir immer Ausreden einfallen lassen muss. Was kann ich denn konkret tun um mich bei sowas nicht so schlecht zu fühlen?
 
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