Das ist übrigens auch ganz normal. Du kennst sie ja garnicht: Wie sollst Du einen fremden Menschen lieb haben? Viele Mütter spüren schon von Beginn der Schwangerschaft eine krasse Verbindung zum Kind aber es gibt auch sehr viele, die das nicht tun: Für die fühlt es sich die ganze Schwangerschaft hindurch fremd an. ich kenne eine Frau, die hat ihr Baby dann nach der Geburt gesehen und sich gedacht: OH toller Typ! Echt süßt! Und das soll jetzt MEINST sein? nicht wirklich!ich muss sehen wie ich für sie fühle. ob sie mich an alles und vor allem an ihn erinnert. momentan kann ich sie noch nicht so wirklich lieb haben.
Die konnte es erstmal auch nicht kapieren, dass das IHR Kind war. Sie fand es zwar echt gelungen (so waren ihre Worte), aber eben fremd. Sie konnte sich auch gut kümmern, aber sie konnte es nicht wirklich lieben: Am Anfang waren das eher freundschaftliche gefühle und eben nicht diese Mutterliebe, die man sich vorstellt. Das ging auch soweit ich weiß einige Wochen, bis sie das Kind dann kennengelernt hat und sich eine tolle Beziehung entwickelt hat.
Am Anfang war das wohl eher eine große Portion Unsicherheit und Fremdheit.
Also das ist auch komplett normal.
Ich glaube auch, dass ein Kind relativ bald für die Mutter zu einem eigenen Menschen wird und eben NICHT mehr das Produkt seiner Entstehungsgeschichte. Anders ist es doch garnicht zu erklären, dass zB auch Frauen, die extrem krasse Geburten erlebt haben, ihr Kind nicht damit in Verbindung bringen oder es wengier lieben als Mütter, die einfache geburten hatten🤔🤔.
Aber es ist eben auch vollkommen ok, anders zu fühlen: So wie Du fühlst, fühlst nur Du und das darf sein! Und das darf sich auch täglich ändern.