Du sagst ja jetzt, du willst dich nicht trennen. Hier wären die Gründe interessant, aus denen du an dieser für Außenstehenden defizitären Partnerschaft festhältst, die eigentlich kaum noch den Begriff Partnerschaft zu verdienen scheint.
Es stellt sich mir daher die Frage, was du von ihm denn bekommst, wenn er da ist? Was macht diese Beziehung für dich aus? Das gemeinsame Tatort-Schauen kann es ja eher nicht sein, denn dafür braucht man eigentlich keinen Partner. Welche Eigenschaften hat er, die dazu führen, dass du ihn liebst? Tust du das überhaupt? Oder hast du mit ihm einfach nur jemanden gefunden, der ab und an vorbeischaut und dir so das Gefühl gibt, nicht ganz alleine zu sein?
Kann es sein, dass du durch deine chronische Erkrankung deinen Anspruch an eine Beziehung auf ein Minimum herunterreduziert hast und dankbar bist, dass da überhaupt noch jemand ist? In diesem Fall würde es m. E. Sinn machen, an deinem Selbstwertgefühl zu arbeiten. Sofern meine Fragen des 2. Absatzes jetzt nicht noch verborgene Eigenschaften zutage fördern als das, was du im Eingangsbeitrag geschrieben hast, hast du deutlich mehr verdient.
Leider hast du dich durch den Hauskauf auch ein bisschen selber geknebelt, so dass - selbst wenn du zu der Erkenntnis gelangen solltest, dass das Leben noch mehr für dich bereit halten darf als dieses Bisschen an Partnerschaft - es umso schwieriger wird, dich in eine Situation zu bringen, die genau diese Perspektive ermöglicht.
Seltsam finde ich auch die Aktionen mit dem Gewehr und den Hinweis des Erschießens, damit du ihn los bist. Eigentlich vermittelst du ihm doch genau das Gegenteil - also dass du möchtest, dass er häufiger mit dir zusammen ist. Was denkst du, wie er darauf kommt?