AW: Genug!
Hallo Patrickk,
ich denke, Liebe ist eher das Gegenteil von Egoismus, der erfüllende und uneigennützige Wunsch, den anderen glücklich zu machen. Natürlich möchte man ebenso geliebt werden, und das ist der Punkt, der die Gefühle des Partners auf die Probe stellt.
Was Du als simple biochemische Vorgänge abtust, ist der klägliche Versuch der Wissenschaft, Erkärungen zu finden für das, was in uns vorgeht. Doch die Macht der Glaubens, der Hoffnung und der Liebe auch auf unseren Körper sind weitgehend unergründet, sie kann sogar über Leben und Tod entscheiden. Es ist sicher nicht immer einfach, mit starken Gefühlen richtig umzugehen, doch es wäre schade, nach schlechten Erfahrungen zu resignieren und der Liebe jeden positiven Einfluß abzusprechen. Glaube an sie, öffne Dich ihr wieder vorsichtig und vermeide gleichzeitig, erneut enttäuscht zu werden. Wenn der kritische, aber positive Umgang mit den Gefühlen anderer auf Erwiderung trifft und man Schutzwälle Schritt für Schritt abbauen kann, dann ist all das möglich, was lieben und geliebt werden in Dir auslösen kann.
Ich glaube, dass es sowas wie liebe gibt, aber nur noch als chemischer vorgang.
Ich habe es nie persönlich erlebt. verliebt sein, vielleicht. aber mehr nicht.
Bei mir kam nach einen eventuellen verliebt sein immer das gefühl der ablehnung, ausnutzung, des allein seins, der trauer, wut, hass. Ich kann der liebe nichts positives mehr abgewinnen, denn die liebe hasst mich und zeigt es mehr als deutlich.
Liebe asoziiere ich mittlerweile mit diesen gefühlen. dieses wohlig warme gefühl der geborgenheit und der wärme und nähe kenn ich nicht.
ich weiss nicht ob es überhaupt jemand verstehen kann. es ist hart. man fühlt sich nirgends zuhause, nicht mal in den eigenen vier wänden. Gehetzt wie ein Hund.
Lange einsame nächte, wo das herz einen quält und dir sagt, was du sowieso schon weisst "du willst nähe, kuscheln, jemanden zum alt werden, jemanden der dich endlich mal versteht. Du willst endlich nach hause kommen können."
wenn man ins kino geht, sieht man wie freunde glücklich mit ihren freundinnen dahinleben und man am liebsten wieder nach hause gehen will.
Immer wieder trifft man menschen, die vor liebe die ganze welt umarmen könnten und man denkt sich nur "ich hau dir gleich in die fresse".
Vor Jahren hatte ich deswegen auch selbstmordgedanken. Monatelang hab ich mir immer wieder wege ausgedacht, wie ich es am besten mache und den zeitpunkt immer wieder verschoben. Mittlerweile denke ich, dass es eine feige art ist sich davon zu stehlen und man diesen scheiss dreck von leben durchziehen muss. egal wie mies es ist. dann kamen
Immer wieder diese dummen kommentare wie "irgendwann . . .", oder "du musst nur richtig suchen . . ." und man denkt sich: "ja wann denn nun ?" und "ich tu doch schon was ich kann. " doch egal welche frauen man kennenlernt es passt nie.
Jahrelang quält man sich durchs leben, zu wissen, dass einen etwas existenzielles fehlt. das das leben so keinen sinn macht. es fehlt einen der grund zu leben und auch zu sterben.
ich habe mich anfangs dieses jahres ein letztes mal aufgebäumt und mir gesagt: "ja ich will ein guter mensch sein, ja ich werde nicht aufgeben, es wird schon werden".
Und wieder nur diese negativen gefühle. liebe ist für mich nichts schönes, nein, es ist einfach nur quälerei. Und das schlimmste ist mittlerweile die hoffnungslosigkeit, die man entwickelt und nur noch sagt: "es klappt eh nicht, warum also versuchen"
Immer wieder muss ich mich aus der depression retten und mir einreden dass ein leben ohne liebe auch möglich ist. manchmal klappt es auch.
Deswegen ist für mich nichts übernatürliches oder schönes an der liebe.
für mich ist es nur chemie, wenn mich mein herz das endlich glauben lässt.