Ich wußte schon als junges Mädchen,dass ich mir eine Familie wünschte mit Kindern.
Nicht in dem Alter,aber wenn die Zeit dafür da wäre.
Als ich dann 27 war bekam ich mein erstes.
Ich liebe Kinder,habe ich schon immer.
Ich mag die Ehrlichkeit,die Begeisterungsfähigkeit,das Aussehen von Babys,ihre Neugier,ihre Fragen...ach einfach alles.
Kinder sind reine Wunder!
Du musst wohl in dich hineinhören,was du möchtest.
Wenn du dir vorstellst ,Vater zu sein,würde es dich eher freuen oder Angst machen?
Ein bisschen Angst,oder besser Respekt für diese erfüllende,aber auch anspruchsvolle Lebensaufgabe ist auch nicht falsch.
Nur du weißt ,was du dir wünschst.Wenn du dir nicht sicher bist,gibt es vielleicht erst noch andere Sachen,die dir klar werden müssen.Vielleicht ist die Zeit noch nicht reif.
Beides. Es würde mich schon freuen, aber ich hätte auch Angst, dass ich ihnen nicht gerecht werde.
Als ich ein Kind war haben meine Eltern teilweise nicht mitgekriegt, wenn ich Probleme hatte. Das lag auch an mir. Ich war ein seltsames und verschlossenes Kind.
Ich habe auch Angst, dass sie meine schlechten Eigenschaften erben, wie Neigung zu Ängsten, aber auch Hibbeligkeit.
Ich bin nicht dumm, ich komme aber schlecht mit neuen Aufgaben und Unbekannten, komplizierten Situationen zurecht.
Eigentlich lerne ich gerne neue Sachen und bin neugierig. Ich mag neue Situationen, wenn ich nichts leisten muss.
Bei einer neuen Herausforderung bin ich erstmal auch geschockt und weiß nicht wie ich das Problem angehen soll. Dann werde ich auch total nervös und entwickele Versagensängste.
Ich mag es nicht, wenn man mich quasi in eine neue Situation wirft und mir höchstens eine kurze Anleitung gibt und den Rest muss ich selbst rausfinden, weil ich dann nicht weiß was ich tun soll.
Das ist mir gerade auch als Kind, in der Grundschule, sehr häufig passiert und ich kann mich erinnern, wie ich sehr oft dachte „Ich bin dumm. Ich bin nicht so klug wie andere Kinder. Ich bin anders. Ich bin wertlos“.
Wenn ich ein paar mal gesehen habe, wie man etwas Neues macht und es ein paar mal selbst gemacht habe, dann entwickle ich Sicherheit und dann kann ich es.
Aber unsere Zeit, die wird halt immer schneller und ich frage mich, ob unsere Kinder mitkommen werden. Von mir als Vater haben sie die Hälfte der Gene und die Hälfte der Erziehung.
Ich habe außerdem Angst vor der Zukunft vor Armut, Krieg.