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Ehe am Ende - wie soll ich klar kommen?

Wer zukünftig Kindesunterhalt zahlt ist nicht erwiesen. Den Anspruch hat das Kind, und der betreuende Elternteil kann diesen Anspruch geltend machen. Der Zahlbetrag für ein 4jähriges Kind beträgt beim Mindestunterhalt 312€. Das gilt bei einem Nettoeonkommen bis 1900€. Bek 3000€ Netto sind es z B.378€. Der betreuenden Elternteil bekommt weiterhin das Kindergeld in Höhe von 250€.

@Curry_13 ob das deinen Mann jetzt so massiv beeinflusst weiss ich nicht. Falls er gut verdient zahlt er das und gut ist. Das wäre nur im umgekehrten Fall für dich ein Problem. Der Kindesunterhalt ist vorrangig, erst wenn da noch was übrig bleibt kann der Rest für Trennungsunterhalt eingesetzt werden.

Ihr braucht eine Absprache, wer wann das Kind betreut. Du fährst weg ohne Bescheid zu geben und er hat nun am Freitag keine Zeit, das ist die Retourkutsche. Wenn ein Gespräch dazu mit ihm nicht möglich ist, suche einen Vermittler. Sowas machen bestimmte Beratungsstellen der Jugendhilfe, und Mediatoren. Das sind oft Anwälte, die muss man dann bezahlen. Oder direkt beim Jugendamt, die machen das auch.

Die Kinderbetreuung sollte ungefähr so weiterlaufen wie ihr das bisher auch gemacht habt. Wenn Gespräch dazu nicht möglich: Lass etwas Zeit verstreichen, und behalte das im Hinterkopf.
 
Niemand wird dir vorwerfen, dass du ihm das Kind entziehst. Mit solchen Behauptungen macht er sich nur selber lächerlich. Du bist gerade mal für wenige Tage zu deiner Familie, was in einer solchen Situation nur allzu verständlich ist. Es wäre ihm sicher auch nicht recht gewesen, wenn du den Kleinen dagelassen hättest. Zumal du - sogar nachweisbar durch den Chatverlauf - im Gegenteil sogar versucht hast, den Kontakt zwischen Sohn und Vater herzustellen. Wenn, dann kann man ihm vorwerfen, dass er sich um Kontakt zum Sohn nicht sonderlich schert. Der soll sich mal mit Vätern unterhalten, deren Kinder tatsächlich entzogen werden, die würden sicher sofort mit ihm tauschen.

Wenn er es aber schon so moniert, würde ich den Kleinen glatt am Wochenende bei ihm absetzen. Genau das meinte ich übrigens mit meinem vorigen Post. Du sollst ihn nicht manipulieren. Aber es schadet nun mal nicht, wenn er zeitnah sieht, was er an dir hatte und was er verliert. Das tut er nicht, solange du für ihn verfügbar bist und ihm alle Last abnimmst. Das hat er mit der Trennung verwirkt.

Mit "Kind aufhalsen" war wirklich nur gemeint dafauf zu achten, dass auch er seine 50% der Care-Pflichten gegenüber seinem Sohn einhält. Erst recht, wenn er sich auch noch beschwert, du würdest ihn entfremden wollen. Dann sollte es ihm doch umso rechter sein, den Sohn so oft wie möglich zu sehen. Wenn die Neue das nicht so prickelnd findet, ist das nicht dein Problem. Es kann nämlich auch nicht sein, dass du für all die Erziehungsarbeit zuständig bist, während er den Kleinen nur nimmt, wenn er gerade Lust dazu hat. Und wer weiß, vielleicht ist die Neue schnell weg wenn sie merkt, dass sie sich einen Fisch geangelt hat, den sie wegen dem Kind nie für sich allein hat.
 
Mit "Kind aufhalsen" war wirklich nur gemeint dafauf zu achten, dass auch er seine 50% der Care-Pflichten gegenüber seinem Sohn einhält.
So formuliert finde ich es völlig angemessen und stimme dir zu. Denke aber, dass er auch bisher nicht 50% betreut hat.

Aber dieses "aufhalsen" klang so, als ob das Kind nur als möglichst lästiges Anhängsel fungieren soll.

Ich dachte mir aber schon, dass du das nicht so meinst, wie es sich angehört hat.
 
Nein er hat ihn definitiv nicht 50% betreut. Er geht Vollzeit arbeiten und das meiste mache ich.
Ja und er muss sich auch um ihn kümmern. Er fragt nach ihm und ich schaffe es auch einfach gerade nicht. Ist ja kein wunschverein ihn nur zu nehmen wenn es ihm in den Kram passt. Heute Abend geht er lieber mit seinen Kollegen und der neuen feiern - danke
 
Es war auch etwas missverständlich formuliert, deine Kritik war schon berechtigt. Aber meine Erfahrung ist nun mal, dass man in solchen Fällen keineswegs dem anderen hinterherlaufen soll. Denn das macht noch unattraktiver und sorgt gerade bei neuen Partnern auch noch dafür, dass der Ex es besonders lange versucht, ob es mit diesen klappt. Da er gefühlt alle Zeit der Welt hat, die Ex (in dem Fall die TE) zurückzuholen, so es mit der Neuen nicht klappt.

Da ist es besser, klare Kante zu zeigen. Man soll dem anderen nicht aus böser Absicht schaden (wie etwa durch auf der Arbeit petzen, die Neue irgendwie abfangen oder schlecht reden). Aber man darf ruhig Konsequenzen aufzeigen und schonmal einen Vorgeschmack darauf geben, wie es sich nach einer endgültigen Trennung (in Form einer Scheidung) anfühlen wird. Ein bisschen darauf hoffen, dass die neue Beziehung daran zerbricht, darf man ruhig auch. Aber je mehr er den Kleinen bei sich hat, umso mehr sieht der werte Ex, wie viel arbeit so ein Kind ist (nicht abwertend gemeint, Kinder sind nun mal so) oder mit anderen Worten - wie viel ihm die TE eigentlich abgenommen hat. Da geht es schlicht auch um die eigene Würde.

Zudem kann man die Zeit, in der der Kleine beim Vater ist, gut für sich selbst nutzen. Oft wird man als Frau (für den Mann) unattraktiv, wenn man nur noch in der Mutterrolle ist. Als Frau werden dann gerne mal andere attraktiv. Wenn du, liebe TE, deine freie Zeit aber auch viel für dich nutzt, dich weiterentwickelst (auch abseits der Mutterrolle), dann wird er dich eher wieder als Frau - und eben nicht nur als Mutter seines Kindes - sehen. Und dann will er dich ggf. vielleicht auch nicht nur wegen der Bequemlichkeit zurück. Denn wenn er zurückkommt, dann willst du das doch nicht, weil er seine günstige Putzkraft und Kinderfrau zurück will, sondern du willst doch, dass er dich als Partnerin, auch in Form einer Geliebten, wieder wollen würde.

Dass er das Gefühl kriegt, du könntest ebenfalls jemanden kennenlernen (du musst es nicht darauf ankommen lassen, es reicht, wenn er denkt, es könnte passieren), soll den Prozess lediglich beschleunigen. Also dass er Zweifel kriegt, ob die Trennung wirklich eine gute Idee war. Dass er die neue Beziehung nicht in aller Ruhe festigt, sondern im Idealfall schon frühzeitig Zweifel an seiner Entscheidung kriegt, die das neue Liebesglück erheblich trüben dürften. Denn solange er denkt, er könne jederzeit zu dir zurück, gibt es für ihn kaum einen Grund, an seiner Entscheidung zu zweifeln. Selbst wenn er nicht zurückkommt, dürfte es dir damit dann besser gehen, als wenn du ihm auch noch hinterhergerannt bist.

Wichtig ist nur: behandelt euch respektvoll. Euch und eurem Kind zuliebe. Ihr tut euch allen einen Gefallen, wenn ihr zwar klare Kante zeigt, aber auch bereit seid, Schritte aufeinander zuzugehen, wenn der andere dies auch tut. Macht aber einen klaren Plan, wann er den Kleinen sehen kann. Will er dann doch lieber mit Freunden weg - ok. Aber er kriegt dann keinen Ersatztermin (Ausnahme: berechtigte Gründe wie dass er z.B. seine Mutter ins Krankenhaus fahren muss). Entweder er nimmt ihn zu den vereinbarten Zeiten oder er entzieht sich sein Kind eben selbst. Den Kontakt hinterhertragen musst du ihm auch nicht.
 
Ich würde ihn tatsächlich nicht zurückwollen. Aber für mich klang es etwas so, als ob sie noch darauf hofft.

Im Grunde ist es aber auch egal. Denn egal ob man einen Partner zurück will oder nicht, es schadet nicht, klare Kante zu zeigen und mehr für sich selbst zu tun. Sei es in der Hoffnung, dass der andere dann zurückkommt, oder um sich damit einen besseren Start in ein neues Leben zu ermöglichen.

Ich würde es mir tatsächlich gut überlegen, ob du ihn zurück willst, liebe TE. Falls du ihn nicht mehr willst, mache dir einen Plan, wie dein Leben künftig ohne ihn verlaufen soll (genauer gesagt ohne ihn als Partner, denn mit ihm als Vater eures Sohnes wirst du dich vermutlich bis an dein Lebensende herumschlagen müssen).
Solltest du ihn doch zurückwollen, dann überlege dir, was sich für dich ändern soll. Lass ihn nicht einfach so ins bequeme Nest zurückkriechenn. Du musst die Geschichte nicht einfach verzeihen und runterschlucken. Du darfst ruhig ebenfalls Forderungen stellen, etwa von ihm verlangen, dass er weniger arbeitet und sich mehr um seine Familie kümmert. Dass er sich auch mehr um dich kümmert. (Edit: ewig hinterhertragen solltest du ihm den Vorfall dann aber auch nicht).
 
Bockt rum, redet nicht, hat keine Zeit, geht mit der Putze feiern, wenn er sein Kind sehen könnte.
Dieser Mann hat eine Vorgabe erhalten wann und wie er sein Kknd sehen kann. So oder gar nicht. Das führt automatisch zu Konflikten, da beide Elternteile gleichermaßen darüber entscheiden dürfen und müssen. Er wollte das nämlich am Mittwoch, Sa ging es aber nicht da die TE noch weg war.

Es ist wirklich wichtig, da verbindliche Regeln zu haben. Die beide Seiten akzeptieren können.
 
Dann sollte er das aber im Vorfeld klären, mit ausreichend zeitlichem Vorlauf. Es kann auch nicht sein, dass die TE ständig auf Habachtstellung sein muss für den Fall, dass er das Kind kurzfristig sehen will (etwa weil er von nem Kumpel sitzen gelassen wurde und dann plötzlich doch Zeit hat). Und wenn sie sich am Dienstag erst getrennt haben, dann ist Mittwoch eben kurzfristig, da muss er fortan damit leben, dass das so kurzfristig eben nicht geht. Heute bzw. Samstag hatte sie ihm angeboten, weil er vorgab, den Kleinen uuunbedingt wieder sehen zu wollen und das ist nun mal der erstbeste Termin nach ihrer Rückkehr, den sie ihm angeboten hat.

Dann sollten sie jetzt einen Zeitplan erstellen, wann er sein Kind in den nächsten 2 Monaten zu sehen gedenkt (und die Zeiten dann immer 1 Monat im Vorraus abmachen). Es müssen ja keine fixen Tage sein wie "immer mittwochs und jedes 2. Wochenende". Aber die TE sollte eben auch planen können, wann sie etwas mit ihren Freundinnen ausmachen kann und wann sie sich darauf verlassen kann, dass er das Kind auch tatsächlich nimmt. Ja, die TE soll nicht vorschreiben können, wann er das Kind sieht und wann nicht. Er soll aber auch nicht der TE auf der Nase herumtanzen, indem er plötzlich vor der Tür steht und den Kleinen haben will oder ein Treffen einfach ausfallen lässt.

Natürlich sollte davon in Notfällen abgewichen werden können, aber "ich will lieber mit meinen Kumpels feiern" ist nun mal kein Notfall.
 

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