Ausnahmsweise
Sehr aktives Mitglied
Alleine in den Biergarten hocken und alleine den Urlaub verbringen? Wäre man denn dazu auch selber bereit? Wenn ja, wie würde sich das anfühlen?
Ich bin nicht in der Situation, keine Freunde und Bekannten zu haben, dadurch ist es etwas anders.
Der viel entscheidendere Punkt dürfte jedoch der Umgang mit psychischen Erkrankungen sein, der damit verbundenen inneren Haltung.
Mit Depressionen z. B. lässt sich Positives schwer fühlen. Ein (halbwegs) Gesunder hat also ein anderes Gefühlserleben.
Ein Kind kann selbstvergessen alleine spielen, es braucht dazu nicht immer jemanden.
Vergleichbar versunken ins Tun kann ich beim Besuch eines Kunstmuseums sein.
Da würde mich Begleitung sogar stören.
Ich liebe es, in Mittagspausen alleine in ein Café zu gehen. Da einfach zu sitzen, ohne mich auf einen anderen Menschen einlassen zu müssen. Die Anstrengung von mir abfallen zu lassen und mit mir selbst zufrieden, nicht mehr brauchend, diese Pause zu genießen.
Mal am Handy, mal in Sonne sehend, mal Leute beobachtend. Tief den Duft des Kaffees einzuatmen und den ersten Schluck mit geschlossenen Augen genießend.
Dieses bewusste Genießen kann man lernen.
Wenn im Alltag, in Kursen usw. so gar keine Kontakte zustande kommen, gibt es dafür Gründe. Eine Depression oder andere psych. Erkrankung und die damit verbundene Außenwirkung kann ein Grund sein.
Doch dann kann man immer noch Selbsthilfegruppen, Veranstaltungen des sozialpsych. Dienstes und ähnliches nutzen. Und so Kontakt zu anderen Betroffenen suchen.
Durch Nichtstun und sich Isolieren kann sich nichts ändern.