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Freund verrät mich. Oder übertreibe ich?

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Ich denke, ich würde die Freundschaft nicht komplett abschreiben, sondern eher erstmal pausieren.

Wenn dem Freund wirklich was an dir liegt, könnte er sich trotz WhatsApp-Blockierung immer noch telefonisch melden.
Warte mal ab ob von ihm was kommt.
Er müsste sich aber wirklich entschuldigen bzw. die Sache erklären.

Ob man dann nochmal vertrauen kann, steht halt auf einem anderen Blatt.
 
Wenn dem Freund wirklich was an dir liegt, könnte er sich trotz WhatsApp-Blockierung immer noch telefonisch melden.
Warte mal ab ob von ihm was kommt.
Er müsste sich aber wirklich entschuldigen bzw. die Sache erklären.

Ob man dann nochmal vertrauen kann, steht halt auf einem anderen Blatt.

Wäre ich bei WhatsApp blockiert, hätte ich das Gefühl über Grenzen zu gehen, wenn ich dann anrufen. Das würde ich nicht machen, denke ich.
 
Vielleicht lass ich das mit dem Blockieren, vielleicht sollte ich ihm die Chance geben, sich bei mir zu melden und noch mal das Gespräch zu suchen.

Eine wirkliche Chance sehe ich gerade nicht. Bei mir kämpft noch die Neugier, wie er das vielleicht erklären will, gegen die Unlust, ihm noch allzu lange hinterherzutrauern.

Mensch, ich kannte den seit 25 Jahren.
 
Mich würde in dem Fall interessieren, wie er zu dem Verhalten gekommen ist. Ob man je wieder vertrauen kann, musst du dann sehen und ich würde es von seiner Erklärung abhängig machen.
Wenn das nochmal etwas werden sollte, wäre ich in Zukunft mit dem Vertrauen vorsichtig.
 
So, habe keine Ruhe mehr gehabt und ihm geschrieben:

Hallo [NAME], ich hatte dich eine Weile blockiert, weil ich sehr enttäuscht von dir war und es auch weiterhin bin. Vielleicht magst du mir ja erklären, warum du das getan hast? Ich verstehe es nicht. Viele Grüße, [STERNENSCHAUER].

Nun warte ich mal ab. Bereit zu einer Versöhnung fühle ich mich nicht, aber es ist auch noch nicht viel Zeit vergangen.
 
Vielleicht lass ich das mit dem Blockieren, vielleicht sollte ich ihm die Chance geben, sich bei mir zu melden und noch mal das Gespräch zu suchen.

Ja, gute Idee.
Lass die Möglichkeit offen dass er sich melden und es erklären kann.
25 Jahre ist halt echt eine lange Freundschaft.

Wenn nix mehr kommt, dann hast du quasi die Bestätigung dass es höchstwahrscheinlich böswillig war und er an der Rettung der Freundschaft eh kein Interesse mehr hat.

Warte mal ab ob von ihm ein Kontaktversuch kommt.
Wenn er eine wirklich gute schlüssige Erklärung hat und sich entschuldigt, kannst du ihm ja sagen dass du darüber nachdenken wirst.

Wobei ich kein gutes Gefühl habe, es wirkt einfach sehr nach Verrat und dieses "hinterrücks" kommt halt echt nicht gut.
 
Das tut mir so leid , ich kann da mitfühlen.

Aus persönlicher Erfahrung kann ich hier nur den Poesiealbumspruch zitieren, den ich als wahr erachte:

Zerbrich das Band der Freundschaft nicht, wie schnell ist es entzwei
Auch wenn man es zusammenflickt
Ein Knoten bleibt dabei....
 
@Sternenschauer, vielleicht irre ich mich, aber ich nehme dich in dem was du schreibst sehr emotional (- verständlicherweise), aber auch sehr durcheinander und sprunghaft wahr.

Das finde ich als Reaktion auf das Verhalten deines Freundes, das du als Vertrauensbruch einordnest, nicht verwunderlich.
Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass du erstmal nichts Unabänderliches tun oder entscheiden musst. In einigen deiner Äußerungen hörst du dich sehr endgültig und definitiv an, dabei liegt die ganze Geschichte wenn ich richtig gelesen habe, erst wenige Tage zurück. Gib dir und deinen Gefühlen doch ein wenig Zeit, das zu verarbeiten.
Du musst weder jetzt unwiderruflich über die Zukunft und den weiteren Verlauf eurer Freundschaft entscheiden, noch jetzt kommunizieren, wenn dich das zu sehr aufwühlt. Vielleicht machen Gespräche auch mehr Sinn, wenn sowohl du, als auch dein Freund Zeit hatten sich zu sammeln und zu sortieren.

Ich persönlich glaube nicht an Schwarz und Weiß und auch nicht an Plattitüden wie "So etwas macht ein Freund nicht" oder "Wenn ein Freund so etwas macht, war er nie ein echter Freund." Das finde ich angesichts 25 Jahre Freundschaft, die ihr hattet, auch etwas...hm...schade. Für mich klingen solche Phrasen ziemlich bedeutungsaufgeladen und letztendlich auch ziemlich hohl. Ähnlich wie @_vogelfrei wäre mir bei so einem guten, engen, langjährigen Freund wichtig, ihn zu verstehen und wie das passieren konnte. Ich würde auch gerne in Ruhe erklären wollen, warum die Aktion für mich so verletzend und ein großer Vertrauensbruch ist. Ich würde gerne zuhören wollen, aber auch angehört werden. Unabhängig davon wie es dann weitergeht. Das alles vor dem Hintergrund, das ich daran glaube, dass Menschen und ihr emotionales Erleben, auf denen viele Entscheidungen beruhen, komplex und kompliziert sind und sich nicht immer alles easy einordnen lässt im Sinne von "Der hat etwas Gemeines/Falsches/Unehrliches gemacht, ergo ist er eine gemeine/falsche/unehrliche Person."

Sicher gibt es Verletzungen und Vertrauensbrüche von denen sich eine Beziehung (- egal ob Freundschaft, Paarbeziehung, familiärer oder anderer Natur) nicht mehr erholen kann. Das passiert und ich glaube, die Feststellung und Entscheidung eine Jahrzehnte lange Beziehung nicht mehr fortführen zu wollen oder können, ist eine höchst intime und individuelle. Vor allem aber ist es wahrscheinlich etwas, das man spürt. Wenn dir hier hundert User*innen schreiben, ey, den Freund ist ein A****, schreib den ab und rede kein Wort mehr mit dir, aber dein Gefühl ist anders, finde ich es wichtig, auf dein Gefühl zu hören. Andersrum genauso: würdest du die Reaktion bekommen, ach, hab dich nicht so, ist doch kein Drama, aber emotional ist für dich etwas unwiderruflich kaputtgegangen, lässt sich das sicher nicht ignorieren, egal was andere darüber denken.
 
Nebensatz:
Deine Frau ist wahrscheinlich eine unter 1000, der es nichts ausmacht, dass du dich so intensiv einer anderen Frau widmest. Von daher hast du Glück.
Ich verstehe aber auch die anderen 999.
 
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