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Narzissmuss- Austausch

Callia80

Aktives Mitglied
Ich würde mich gerne über Narzissmus austauschen. Hat Jemand Interesse?

Eure Erfahrungen würden mich interessieren und auch habe ich Fragen dazu.

Kurz gesagt: Ich muss mich von zwei Menschen in meinem Leben trennen, aber aus Angst vor der Unberechenbarkeit habe ich das Gefühl diesen Schritt nicht zu schaffen. Die große Kunst ist alleine schon das begreifen. Begreifen benutzt und missbraucht (Missbrauch bedeutet nicht/nur sexuell) zu werden.
 
Kurz gesagt: Ich muss mich von zwei Menschen in meinem Leben trennen, aber aus Angst vor der Unberechenbarkeit habe ich das Gefühl diesen Schritt nicht zu schaffen.
Sind diese Menschen denn diagnostiziert? Ich frage deshalb, weil 'Narzisst' leider zu einem Schimpfwort mutiert ist, das jedem an den Kopf geworfen wird, der sich manchmal egoistisch verhält.
 
Ich würde mich gerne über Narzissmus austauschen. Hat Jemand Interesse?
ich habe selbst daran gedacht, das Thema zu eröffnen.

Ich habe gerade einen spannenden Vortrag gehört über Narzissmus. Das passt nicht ganz zu Deinem Thema. Es ging um Narzissmus in Führungspositionen. Aber was ich mitgenommen habe, ist die Unfähigkeit sich selbst zu reflektieren. Und dass der Therapeut sagte, er hat manchmal in einer Stunde das Gefühl, dass er echt mit seinem Patienten weiter gekommen ist, dass da eine Einsicht ist, aber in der nächsten Stunde ist es, als wäre nie was passiert.

Die Störung beruht auf einer tiefen Verletzung des Egos. Dass man sich als Kind so klein und nicht gesehen fühlt. Es ist das Gefühl, nichts wert zu sein. Und das kompensiert man, indem man ständig das Gefühl hat, sich groß machen zu machen, jemand zu sein.

Kurz gesagt: Ich muss mich von zwei Menschen in meinem Leben trennen, aber aus Angst vor der Unberechenbarkeit habe ich das Gefühl diesen Schritt nicht zu schaffen. Die große Kunst ist alleine schon das begreifen. Begreifen benutzt und missbraucht (Missbrauch bedeutet nicht/nur sexuell) zu werden.
Hast Du die Unberechenbarkeit schon an anderen Stellen erlebt?

Es kommt selten jemand auf einen zu und sagt, nur damit Du es weißt, ich bin Narzisst. Leider muss man das meistens auf schmerzhafte Weise erst rausfinden. Wenn Du von Unberechbarkeit sprichst, hat das auch etwas damit zu tun, dass Du nicht damit gerechnet hast, verletzt zu werden? Dass Vertrauen gebrochen wurde? Weil zumindestens jetzt weißt du, sich von jemand mit einer narzisstischen Störung zu trennen, geht nie gut aus. Es ist eine Kränkung für die Person, es verletzt das Selbstbild und weil die Person sich nicht selbst reflektieren kann, kann sie den Schmerz nur nach außen tragen. So verstehe ich das jedenfalls.

Du weißt also jetzt an der Stelle, der Cut muss klar und schnell sein; mit so viel Abstand wie möglich.

Wir alle benutzen Menschen mehr oder weniger. Vor allem eben dann, wenn eine Persönlichkeitsstörung vorliegt. Und bis zu einem gewissen Grad lassen wir das eben auch zu. Und von daher denke ich, und das ist nur meine Meinung, dass man schnell in diese Abhängigkeit gerät. Das hat etwas mit Vertrauen zu tun. Wer gar nicht mehr fähig ist, jemandem zu vertrauen, fällt aus der Gemeinschaft völlig raus. Ich bin da sanfter mit mir geworden. Es gab eine Zeit, da habe ich mich für meine Naivität verurteilt. Mittlerweile habe ich für mich beschlossen, es ist eine schöne Eigenschaft, Menschen gegenüber vertrauensvoll zu sein. Gerade auch in meinem Job. Neugierig auf andere zugehen können, das ist immer wieder ein guter Anfang. Ich habe aber auch gelernt, Dinge nicht mehr auszuhalten. Und früh zu merken, mit dem Menschen fühle ich mich nicht wohl. Sodass ich früher auf mich achten kann.

Die Verletzung ist natürlich immer da, tut weh und will geheilt werden. Aber berührbar bleiben, heißt leider auch, bis zu einem gewissen Grad verletzbar bleiben.

Das war jetzt aber nicht so dein Thema. Sorry für den Exkurs.

Womit man sich auseinander setzen sollte, narzisstisch veranlagte Menschen können mit emotionalem Schmerz nicht umgehen. Das um sich schlagen ist ein Zeichen von Schwäche, die er eben gerade nicht zugeben kann. Jedes Verlassenwerden ist eine existentielle Bedrohung der eigenen Existenz. Darum sind die Folgen so dramatisch. Sie brauchen dieses großartige Bild von sich selbst, um dieses Gefühl der Wertlosigkeit zu übertünchen. Und dazu gehört eben auch, man ist charmant, einzigartig, der große Helfer und Unterstützer, dafür wird man geliebt. Wenn man als Kind nicht gesehen wurde, wenn man nicht existent war, lernt man, dass Liebe etwas ist, um das man kämpfen muss, das man erkaufen muss. Und damit hängt das Selbstbild daran, dass man dieser wunderbare Mensch ist, von allen angehimmelt, von allen geliebt. Darum ertragen Narzissten - oder eben solche mit narzisstischen Tendenzen - keine Kritik. Sie können ihr Selbstbild nicht korrigieren, weil sonst alles zusammenbricht. Die wunderschöne Illusion, jemand zu sein.

Damit benutzen Menschen mit narzistischen Tendenzen andere, um ihr Bild zu füttern, es aufrecht zu halten. Am Anfang umschmeicheln sie, weil sie die Tendenz haben, dass die Dinge perfekt sein müssen, einem bestimmten Bild entsprechen müssen. Damit heben sie die Partnerin/den Partner zunächst auf ein Podest und dann sind sie darauf angewiesen, eben genau dieses Bild zu kontrollieren. Und dann wird die Situation für den anderen immer schwieriger. Weil sie einem vermitteln, dass man selbst schuld ist an der Entwicklung. Aber das ist nicht so. Kein Mensch kann perfekt sein oder gar nach dem Bild eines anderen leben. Im Grunde muss man in so einer Beziehung das "Ich-Sein" aufgeben und das ist nie gesund.

Ich finde es gut, dass Du erkannt hast, die Beziehung zu diesen Menschen tut dir nicht mehr gut. (Aber sie hat dir zu einem Zeitpunkt gut getan? Das darf man auch für sich wertschätzen, ohne den Missbrauch in Frage zu stellen. Das Leben ist ambivalent.). Und vielleicht gehört jetzt zur nächsten Phase dazu zu akzeptieren, es wird nicht ohne Verletzungen abgehen, sich von den Menschen zu trennen?

Ich bin vor einem Jahr von jemandem sehr verletzt worden, bei dem ich vorher auch die narzisstischen Tendenzen nicht erkannt habe. Der hat mir Dinge vorgeworfen, die so einfach nicht passiert sind. Und das geht mir immer noch nah, weil er eben auch direkt in offene Wunden geschlagen hat. Der wusste, wie und wo er treffen muss. Wenn ich heute sein Verhalten betrachte (leider habe ich manchmal noch etwas mit ihm zu tun), sehe ich so klar, was für ein Narzisst das ist. Das ist mir vorher nicht aufgefallen. (Und ich hoffe so, dass ich jetzt mal gelernt habe für mich, wenn jemand an keiner Stelle in einer Gruppe Fuß fassen kann, überall "seine Feinde" hat, dann stimmt da was nicht. Und es sind nicht die anderen, die das Problem haben.)

Ich weiß nicht, ob Du mit meinem Beitrag was anfangen kannst. Das sind gerade mehr so meine Gedanken und meine Einschätzung, weil mir das Thema gerade auch sehr nahe geht. Aber vielleicht kannst Du was davon mitnehmen.
 
Sind diese Menschen denn diagnostiziert? Ich frage deshalb, weil 'Narzisst' leider zu einem Schimpfwort mutiert ist, das jedem an den Kopf geworfen wird, der sich manchmal egoistisch verhält.

Narzissmus wird Inflationär verwendet, genau wie Trauma. Ich bin medizinisch bewandert, aber es muss nicht Diagnostiziert sein um gewisse Muster zu erkennen und diesem ganzen Verhalten einen Namen geben können, einen Namen der mir hilft mich auszutauschen. Durch welchen Arzt und wie soll solch eine Diagnose zustande kommen? Ist es diagnostiziert, aus meiner Sicht sind es therapiewillige Menschen oder Extremfälle. Egoismus ist weitaus harmloser und etwas ganz anderes.
 
Diese Menschen haben selbst einen sehr gringen Selbstwert und sind unsicher. Aber sie überspielen es, geben es nicht zu, heben sich selbst durch geschauspielten Altruismus hervor. Ihre unsichere Seite verstecken sie. Aber wer genau hinschaut, erkennt sie. Hat man dies erkannt, wird man vom Freund zum Feind, weil das vorgetäuschte Selbstbild ins Wanken gerät.
Solche Menschen sind geschickt darin, ein Bild von sich zu zeichen, das zu schön ist, um wahr zu sein. Mit authentischem Auftreten hat das nichts zutun. Sie kontrollieren, manipulieren, gaslighten und geben dir das Gefühl, selbst Schuld zu sein, weil du nicht so bist, wie er dich haben will. Weil du es ggf. schaffst Grenzen zu ziehen. Das giftige an ihnen ist, dass sie stets davon überzeugt sind, dass ihre Taten gut und richtig seien. Ihren ständigen Übergriffen geben sie das Label "Hilfe". Sie glauben immer besser zu wissen, was für andere gut und richtig ist. Welcher Narzisst gesteht sich bitte schon selbst ein, Hilfe zu brauchen. In seinen Augen sind es ja doch immer die anderen, die falsch sind. Höre ganz genau hin, wenn er von Menschen spricht, die nicht mehr Teil seines Lebens sind. Sie sibd stets die bösen in ihren Geschichten. Die bösen Ex, die bösen anderen, die einfach nicht erkennen, wie toll er doch ist. Er sieht nur sich selbst. Fehler macht er natürlich keine. Wie auch, in seiner Selbstverherrlichung ist er unfehlbar. Zu schwach, um sich seine Fehler einzugestehen und zu stolz, um sie aufrichtig aus der Welt zu schaffen.

Schade, dass sich diese Menschen für ihre subtilen Taten nicht verantworten müssen. Emotionaler Missbrauch ist eben nur ein Kavaliersdelikt. Häufig anzutreffen sind solche Menschen in Helferberufen. Dort können sie unentdeckt ihrem kranken Fetisch und ihrer Anerkennungssucht nachgehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dein Beitrag war sehr wertvoll, danke.

Und dass der Therapeut sagte, er hat manchmal in einer Stunde das Gefühl, dass er echt mit seinem Patienten weiter gekommen ist, dass da eine Einsicht ist, aber in der nächsten Stunde ist es, als wäre nie was passiert.

Genau das beschreibt die manchmal täglichen Situationen. Das sind Situationen in denen ich wieder Hoffnung habe, ihn doch erreicht zu haben. Konnte er sagen warum? Also warum erreiche ich diesen Menschen nicht konstant?
Ich verstehe es nicht.

Die Störung beruht auf einer tiefen Verletzung des Egos. Dass man sich als Kind so klein und nicht gesehen fühlt.

Eines meiner Kinder hat eine diagnostizierte narzisstische Persönlichkeitsstruktur, aber um das Kind soll es hier nicht gehen.
Hast Du die Unberechenbarkeit schon an anderen Stellen erlebt?

Worauf beziehst du dich? Ich kann die Frage nicht in den Kontext bringen.
Du weißt also jetzt an der Stelle, der Cut muss klar und schnell sein; mit so viel Abstand wie möglich.

Ich möchte hier nur noch auf einen Menschen beziehen, bei diesem anderen Menschen, weiß ich oft nicht was ich denken oder glauben soll.

Person A.

Nach der ersten Verletzung bin ich weg, es war der glückliche Umstand das ich umgezogen bin. Er fand meine Adresse heraus und suchte mich auf. Dann schrieb er extreme Briefe und zog dabei Menschen (die angebliche Quelle für meine Adresse mit herein) Es Stelle sich aber heraus das es nicht stimmte. Seine Briefe zwischen Liebe, Vorwurf und Drohung. Ich hatte zu der Zeit eine Auskunftssperre, aber die nur wenig Menschen Zugriff hatten, die Auskunftssperre hatte aber andere Gründe.
Immer wieder habe ich versucht den Kontakt ab zu brechen und er hat alle Geschütze aufgefahren. Der Ablauf ist immer der gleiche: Ich Sperre alle Kontakte. Dann ruft er unter völlig fremden Nummern an, wenn ich das auch unterbinde taucht er auf. Dafür gab es immer einen verletzenden Auslöser. Er haute mir einem der Kinder ab (er ist der Vater). Er zahlre bewusst keinen Unterhalt obwohl er wusste ich konnte mit dem was ich hatte nur die Fixkosten decken. Der Rest war ihm egal. Aus Angst wie weit das geht habe ich mich entschieden das der Kontakt bleibt. Er hat Umgangsrecht und weiß meine Kinder sind alles für mich und ich habe Angst, dass er genau diesen Punkt nutzt. Ich könnte unendlich viele Beispiele nennen. Er hat in Institutionen angerufen und behauptet sie hätten nichts zu essen und in fast jedem heftigen Konflikt, wenn meine Grenzrn mehr als überschritten sind und ich nicht mehr kann greifen er zum Telefon und will das Jugendamt verständigen.
So geht es die ganze Zeit. Er sucht jeden Fehler, alles um mich irgendwie klein zu machen.

Was beide Menschen.gemeinsam haben,.ist das absprechen meiner Wahrnehmung, immer wieder und es ist so anstrengend mir selber zu.glaubemln das ich die Situation richtig wahrgenommen habe.

Ein Beispiel: Er läd zum Essen ein, alles ist gut. Dann fällt ihm auf das es ziemlich teuer war und dann möchte er eine Beteiligung von mir.
Im Streit stand er vor einigen Wochen vor mir und sagte, wenn ich xs nicht ändere dann geht er. Ich sagte ihm, dass er wisse.wo.die Tür sei. Darauf antwortete er: Nein, dann gehe ich ganz. Und ich spürte sofort das er mich unter Druck setzen wollte und sagte ihm : dann geh es ist mir egal. Danach war es als wäre nichts gewesen.

Ich merke immer mehr, dass mir diese ganzen Verletzungen meine Wut an einen Punkt bringen, den ich kaum aushalten kann.
Ich erlebe ihn oft wie mein Kind mit dieser Struktur. Erst ganz empathisch und dann eiskalt und ich verstehe nicht wer von diesem Gut und böse sind sie?
Und aus Angst kann ich diese Beziehungen nicht verlassen. Was kommt dann? Was passiert dann??

Manchmal frage ich mich, bin ich der Narzisst und erkenne es nicht??

Was beschäftigt dich dabei??? Weil du deine Überlegung geschrieben hattest .
 
Hologramm, die Wahrheit tut so weh und so ist es. Beide mischen sich so sehr in mein Leben ein überschreiten immer wieder die gleichen Grenzen.

Ich fühle mich machtlos, hilflos und ich kann einfach nicht mehr. Denkt was ihr wollt, aber manchmal möchte ich ihn.... Weil es so reicht...
 
Hologramm, die Wahrheit tut so weh und so ist es. Beide mischen sich so sehr in mein Leben ein überschreiten immer wieder die gleichen Grenzen.

Ich fühle mich machtlos, hilflos und ich kann einfach nicht mehr. Denkt was ihr wollt, aber manchmal möchte ich ihn.... Weil es so reicht...
Was genau an der Wahrheit tut dir weh? Diese Frage musste ich mir selbst stellen und meine Antwort darauf ist: dass ich es selbst war, die darauf reingefallen und das mit sich hat machen lassen, obwohl ich es besser hätte wissen müssen, ich mal wieder alle Warnungen uberhört habe, weil ich unbedingt glauben wollte, dass dieser Mensch im Herzen gut ist und es gut mit mir meint. Zu erkennen, dass ich an einen großartigen Schauspieler geraten bin, für den ich in allen Belangen nur Mittel zum Zweck war, das tut mir am meisten weh. Dass nichts von seinen Worten und Taten, seinen Versprechungen und Hoffnungen echt war. Dass man über all die Zeit so sehr getäuscht wurde. Das trifft mich bis heute.
 

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