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Beerdigung des Exfreundes

Ich hätte jetzt genau das geschrieben was @roterose geschrieben hat.
Mach wie du es für richtig empfindest, der Rest ergibt sich vor Ort.
Erkundigungen würde ich vorher keine einholen (da ich ja eh tun würde was ich für richtig halte).

Anonyme Bestattungen finden übrigens ohne Anwesenheit von Verwandten etc statt, sonst wären sie ja nicht anonym. Die Urne wird dann bestattet und die Hinterbliebenen bekommen eine Mitteilung darüber, dass die Urne im anonymen Teil des Friedhofs bestattet ist. Wenn du also zu einer Bestattung "eingeladen" bist, wird es keine anonyme sein.
 
Ich finde es wichtiger, dass du deine eigene Trauer verarbeiten und von einem geliebten Menschen Abschied nehmen kannst, als dass du irgendwelche gesellschaftlichen Regeln befolgst.
Von einem geliebten Menschen kann man nur Abschied nehmen, solange er noch lebt. Auf einer Trauerfeier würdigt man posthum das Leben des Verstorbenen. Man kann und sollte dabei auch auf andere Teilnehmende Rücksicht nehmen und sich nicht als Exfreundin zu der Person stilisieren, die dem Verstorbenen am nächsten stand. Zu Lebzeiten eines Exfreundes käme man ja - bei aller Sympathie - auch nicht mit einer roten Rose bei ihm an.

Es kann im Übrigen auch niemand sicher "wissen", dass die Geschwister und die Exfrau nicht trauern. Vielleicht haben sie nur kein Geld, um die Bestattungskosten zu bezahlen. Die Exfrau ist außerdem auch gar nicht bestattungspflichtig. Warum sollte eine Exfrau weniger Trauer empfinden als die Exfreundin, die zu keiner Zeit mit dem Verstorbenen verheiratet war? "KEINER hat den Verstorbenen so geliebt wie ich, MEIN Schmerz ist größer als der der anderen Trauergäste" - ist das nicht auch eine Form von Hochmut?
 
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Von einem geliebten Menschen kann man nur Abschied nehmen, solange er noch lebt. Auf einer Trauerfeier würdigt man posthum das Leben des Verstorbenen. Man kann und sollte dabei auch auf andere Teilnehmende Rücksicht nehmen und sich nicht als Exfreundin zu der Person stilisieren, die dem Verstorbenen am nächsten stand. Zu Lebzeiten eines Exfreundes käme man ja - bei aller Sympathie - auch nicht mit einer roten Rose bei ihm an.

Es kann im Übrigen auch niemand sicher "wissen", dass die Geschwister und die Exfrau nicht trauern. Vielleicht haben sie nur kein Geld, um die Bestattungskosten zu bezahlen. Die Exfrau ist außerdem auch gar nicht bestattungspflichtig. Warum sollte eine Exfrau weniger Trauer empfinden als die Exfreundin, die zu keiner Zeit mit dem Verstorbenen verheiratet war? "KEINER hat den Verstorbenen so geliebt wie ich, MEIN Schmerz ist größer als der der anderen Trauergäste" - ist das nicht auch eine Form von Hochmut?
Man sollte sich genau so verhalten, wie man es selbst für richtig hält. Nichts weiter.
 
Ja, traurig, Abschied nehmen zu müssen.
Nimm von ihm Abschied, wie du es für richtig hälst.
Geh zur Beisetzung. Du musst niemandem Beileid bekunden.
Es ist ein Zeichen der Zuneigung für deinen Freund.
Auf jedem Grab ist Platz für eine Kerze und eine Blume oder ein kleines Gesteck.
Alles Liebe.
 
Auf jedem Grab ist Platz für eine Kerze und eine Blume oder ein kleines Gesteck.
Auf dem Grab meines verstorbenen Partners ist das nicht gestattet. Es ist ein Rasenurnengrab mit Grabplatte. Blumen und Kerzen darf man nur zu besonderen Gelegenheiten an einer Art Gedenksäule in der Nähe ablegen. Die gilt für sämtliche Rasenurnengräber.
Wenn man sich nicht an die Vorgaben hält, werden Gestecke, Kerzen & Co. innerhalb kürzester Zeit von der Friedhofsverwaltung entfernt und auf den Müll geworfen.
 
Auf dem Grab meines verstorbenen Partners ist das nicht gestattet. Es ist ein Rasenurnengrab mit Grabplatte. Blumen und Kerzen darf man nur zu besonderen Gelegenheiten an einer Art Gedenksäule in der Nähe ablegen. Die gilt für sämtliche Rasenurnengräber.
Wenn man sich nicht an die Vorgaben hält, werden Gestecke, Kerzen & Co. innerhalb kürzester Zeit von der Friedhofsverwaltung entfernt und auf den Müll geworfen.
Ja, dann ist das halt so. Es soll ja nur für die Beerdigung sein.
 
Es gibt allerdings einen Unterschied zwischen einer anonymen Bestattung und einer anonymen Grabstelle
Welchen denn?
Ich kenne nur eine anonyme Bestattung in einer anonymen Grabstelle, also so, dass die Urne von jemandem (vermutlich Friedhofsverwaltung) irgendwo in einem anonymen Urnenfeld begraben wird, ohne dass jemand dabei ist (denn dann würde man ja mitbekommen, wo genau die Urne begraben wird).
Auf dem Friedhof weiß man nur, dass das das "anonyme Urnenfeld" ist, aber nicht, wer dort begraben ist. Nur die Hinterbliebenen, die die Bestattung veranlasst haben, wissen, dass die Urne irgendwo dort liegt.
 
Wenn man sich nicht an die Vorgaben hält, werden Gestecke, Kerzen & Co. innerhalb kürzester Zeit von der Friedhofsverwaltung entfernt und auf den Müll geworfen.
Ja gut. Vergammelt ja sowieso. Zur Beerdigung ist es aber nicht so ungewöhnlich, dass dabei etwas hinterlassen wird. Wir haben ein paar einzelne Blumen zur Urne in das Erdloch mit reingesteckt, das geht zumindest.
 
Mein verstorbener Partner wurde letztes Jahr in einem Rasenurnengrab bestattet. Verwandte von ihm und ich nahmen an der Beisetzung teil. Man konnte später entweder eine Grabplatte auf dem Grab aufbringen oder auch nicht. Wenn man es nicht getan hätte, hätte man später höchstens noch ungefähr gewusst, wo die Urne bestattet ist. Das wollte ich nicht und habe daher eine Grabplatte mit seinem Namen, seinem Geburtstag und dem wahrscheinlichsten Sterbedatum anbringen lassen. Nicht umsonst heißt es bei Jesaja 43,1: "Ich habe dich bei deinem Namen gerufen." Ich wollte nicht, dass seine sterblichen Überreste total anonym unter einem Rasenstück verschwinden. Er war evangelischer Christ und hatte Theologie studiert. Auch wenn das nicht der Fall gewesen wäre, finde ich es unwürdig, einen Menschen irgendwo anonym zu verscharren, es sei denn, es wäre sein ausdrücklicher Wunsch gewesen.

Die Beisetzung hätte aber auch dann in Gegenwart der wenigen Verwandten meines Partners und in meiner Anwesenheit stattgefunden, wenn niemand bereit gewesen wäre, eine Grabplatte zu bezahlen.
 
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beihempelsuntermsofa Person des öffentlichen Lebens🪦 Trauer 0

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