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Studium in der Schweiz?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 79003
  • Datum Start Datum Start
Hallo

Ich bin dieses Jahr mit meiner Ausbildung zur MFA fertig und würde danach gerne mein Vollabi nachholen (habe ein Fachabi von 3,5). Ich komme aus NRW und würde es neben der Arbeit machen (teils online, teils präsenz), weil ich im Krankenhaus übernommen werde.

Wäre das überhaupt sinnvoll?
Wie kam es zu dem Notenschnitt beim Fachabi? Woran, denkst du, lag es?

Du musst bedenken, dass du, wenn du das gymnasiale Abitur nebenberuflich machst, weniger Zeit haben wirst zum Lernen. Möchtest du Vollzeit nebenbei arbeiten?

Der Notenschnitt zeigt, dass du vermutlich Lücken mitbringst, die du aufholen musst, wenn du nicht einen vergleichbaren Notenschnitt im gymnasialen Abitur erreichen möchtest. Dafür braucht es wahrscheinlich Zeit.

Ich würde danach gerne in Zürich oder allgemein in der Schweiz studieren (Psychologie oder Pharmazie) und arbeiten, weiß aber nicht recht wo ich ansetzen soll. Es ist halt schwierig. Ich hätte Verwandte dort, die mich auch erstmal aufnehmen würden.
Du brauchst einen Abschluss, der der gymnasialen Maturität gleichwertig ist, d.h. du machst dein gymnasiales Abitur ("Vollabitur") und meldest dich dann im Rahmen der Fristen (siehe Websites) für ein Bachelor Studium an (Achtung, in der Schweiz gibt es oft Anmeldegebühren). Dann nimmst du, wenn nötig, am Auswahlverfahren teil (teilweise mehrstufig, Achtung, auch hierfür fallen oft Gebühren an). Wenn du den Studienplatz bekommst, kannst du dich einschreiben, zu den Verwandten ziehen und loslegen.

Bitte beachte, dass es sein kann, dass ein Studium in der Schweiz deutlich teurer ist als in Deutschland. Die Lebenshaltungskosten sind im Vergleich hoch. Je nach Uni sind ebenfalls die Semestergebühren höher als in DE. Also auch, wenn du den Eindruck hast, du würdest im Gesundheitswesen in der CH viel verdienen, sind die Lebenshaltungskosten insgesamt proportional höher - der Lohn ist also nicht so "viel", wie er auf dich ggf. auf den ersten Blick wirkt. Gerade in Zürich wirst du es schwer haben, eine Wohnmöglichkeit zu finden.

Beachte auch, dass die Kommunikationskultur in der Schweiz sehr anders ist als in Deutschland. Auch, wenn alles so wirkt, als wäre es wie in DE, nur mit lustigem Dialekt und Bergen, ist die Kultur im Umgang miteinander eine völlig andere. Viele Deutsche ecken deshalb an und kommen nur schwer mit Schweizern in Kontakt.

Es wäre auch wichtig für den Alltag, die Schweizerdeutschen Dialekte zu verstehen. In der Schweiz wird fast ausschliesslich Dialekt gesprochen, und auch, wenn der Unterricht in der Uni in Englisch oder Hochdeutsch abgehalten wird, und wir alle in der Deutschschweiz Hochdeutsch sprechen können, ist es für die soziale Integration unerlässlich, die Schweizerdeutschen Dialekte zu verstehen zumindest da, wo du dann wohnst.

VG
Santino
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo


Wie kam es zu dem Notenschnitt beim Fachabi? Woran, denkst du, lag es?

Du musst bedenken, dass du, wenn du das gymnasiale Abitur nebenberuflich machst, weniger Zeit haben wirst zum Lernen. Möchtest du Vollzeit nebenbei arbeiten?

Der Notenschnitt zeigt, dass du vermutlich Lücken mitbringst, die du aufholen musst, wenn du nicht einen vergleichbaren Notenschnitt im gymnasialen Abitur erreichen möchtest. Dafür braucht es wahrscheinlich Zeit.


Du brauchst einen Abschluss, der der gymnasialen Maturität gleichwertig ist, d.h. du machst dein gymnasiales Abitur ("Vollabitur") und meldest dich dann im Rahmen der Fristen (siehe Websites) für ein Bachelor Studium an (Achtung, in der Schweiz gibt es oft Anmeldegebühren). Dann nimmst du am Auswahlverfahren teil (teilweise mehrstufig, Achtung, auch hierfür fallen oft Gebühren an). Wenn du den Studienplatz bekommst, kannst du dich einschreiben, zu den Verwandten ziehen und loslegen.

Bitte beachte, dass es sein kann, dass ein Studium in der Schweiz deutlich teurer ist als in Deutschland. Die Lebenshaltungskosten sind im Vergleich hoch. Je nach Uni sind ebenfalls die Semestergebühren höher als in DE. Also auch, wenn du den Eindruck hast, du würdest im Gesundheitswesen in der CH viel verdienen, sind die Lebenshaltungskosten insgesamt proportional höher - der Lohn ist also nicht so "viel", wie er auf dich ggf. auf den ersten Blick wirkt. Gerade in Zürich wirst du es schwer haben, eine Wohnmöglichkeit zu finden.

Beachte auch, dass die Kommunikationskultur in der Schweiz sehr anders ist als in Deutschland. Auch, wenn alles so wirkt, als wäre es wie in DE, nur mit lustigem Dialekt und Bergen, ist die Kultur im Umgang miteinander eine völlig andere. Viele Deutsche ecken deshalb an und kommen nur schwer mit Schweizern in Kontakt.

Es wäre auch wichtig für den Alltag, die Schweizerdeutschen Dialekte zu verstehen. In der Schweiz wird fast ausschliesslich Dialekt gesprochen, und auch, wenn der Unterricht in der Uni in Englisch oder Hochdeutsch abgehalten wird, und wir alle Hochdeutsch sprechen können, ist es für die soziale Integration unerlässlich, die Schweizerdeutschen Dialekte zu verstehen zumindest da, wo du dann wohnst.

VG
Santino

Teilweise lag es an meiner Krankheit (hab kurz vor meiner Abi-Phase/Vorabiklausuren die Diagnose bekommen), meiner sozialen Phobie, Mobbing/hatte keine Freunde, dem Tod von meinem Opa (3 Monate nach meiner Diagnose etc.

Das denke ich.
 
Psychologie und Pharmakologie sind NC-Fächer.
Das wird, je nach Uni, sehr unterschiedlich gehandhabt und ist nicht überall der Fall - die Schweiz arbeitet tatsächlich häufig, statt mit Numerus Clausus, mit (oft mehrstufigen) Auswahlprüfungen, s.o.

Manchmal muss man auch bereits einen Studienplatz in DE haben und kann quasi nur "wechseln".

Man muss sich halt davor über die Bedingungen an der Wunsch-Uni informieren.

VG
Santino
 
Wenn Du das Abi-Nachholen als Hobby ansiehst, dann mache es halt;
gibt viele Gelüste und Neigungen, die man von außen nicht nachvollziehen kann.

Jedoch glaube ich ehrlich gesagt nicht, dass Dein Voll-Abi besser wird.

ich habe einige Schul- und Studienabschlüsse und habe auch mal so wie Du gedacht:
"oh, das war nun nicht so klasse, das bügel ich mit dem nächsten Abschluss aus."
Aber weißte was?
Der nächste Abschluss war dann ungefähr genauso (!!!), wie der vorige.

Aus irgendeinem Grund hat man eine bestimmte Note, einen bestimmten Schnitt und der Grund geht ja nicht weg.
 
ich habe einige Schul- und Studienabschlüsse und habe auch mal so wie Du gedacht:
"oh, das war nun nicht so klasse, das bügel ich mit dem nächsten Abschluss aus."
Aber weißte was?
Der nächste Abschluss war dann ungefähr genauso (!!!), wie der vorige.
Ja, ein Verbessern ist ganz schwierig, weil die Umstände, die zu einem schlechten Abschluss geführt haben, in der Regel nicht verschwinden - es gibt deshalb tatsächlich auch eine Korrelation zwischen Schul- und Studienerfolg.

Es ist sinnvoll zu schauen, woran es lag und dann zu überlegen, ob man die entsprechenden Gründe bzw. Lücken in den Griff bekommen kann. Gerade, wenn es an Erkrankungen lag, bestehen die Lernlücken trotzdem und müssen zusätzlich ausgeglichen werden.

VG
Santino
 
Naja, ich schäme mich für diesen schlechten Schnitt und will halt endlich damit abschließen und nicht mein ganzes Leben lang dumm und inkompetent genannt werden. Deswegen will ich es nachholen.
Wen juckt der Schnitt noch, wenn Du das Studium hinter Dir hast?
Kannst Du das überhaupt finanzieren?
Reicht der bisherige Schnitt plus Wartesemester nicht aus, um das Studium zu beginnen?
 
Ein Verbessern ist möglich, aber nur dann, wenn man die Gründe für die unbefriedigende Note beseitigt hat. Mein Master wird voraussichtlich um eine ganze Note besser werden als mein Bachelor, aber nur, weil ich die psychischen Probleme, die mir einst zu viel Energie raubten, beseitigt habe.

Wenn man nichts ändert, bleibt die Note aber gleich oder wird gar schlechter. Erst recht, wenn man den besseren Abschluss nur fürs eigene Ego macht, ansonsten aber keine nennenswerte Belohnung (z.B. besserer Job) dahinter steckt. Dann fragt man sich nur zu schnell, wozu man sich das antut und lässt die Sache umso mehr schleifen. Erst recht, wenn man nebenher noch arbeitet, also eine Doppelbelastung hat.

Warum willst du überhaupt einen dieser Studiengänge studieren? Willst du in dem Bereich wirklich mal arbeiten? Und wenn ja, was? Und warum lieber die Schweiz statt Deutschland?
Falls du nicht gerade Therapeut werden willst, könntest du zumindest Psychologie auch in Hagen an der Fernuni studieren. Dann könntest du dir den Aufwand mit dem Abi sparen.
 
Ein Verbessern ist möglich, aber nur dann, wenn man die Gründe für die unbefriedigende Note beseitigt hat. Mein Master wird voraussichtlich um eine ganze Note besser werden als mein Bachelor, aber nur, weil ich die psychischen Probleme, die mir einst zu viel Energie raubten, b
Falls du nicht gerade Therapeut werden willst, könntest du zumindest Psychologie auch in Hagen an der Fernuni studieren. Dann könntest du dir den Aufwand mit dem Abi sparen.
die Fernuni ist eine UNI, da kann man nicht mit FH-Reife studieren.
ABER es gibt einige Bundesländer, z.B. Hessen,
da kann man an den Unis jeden Bachelor-Studiengang mit FH-Reife studieren,
z.B. eben Psychologie an der Goethe-Uni in Frankfurt.
 

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