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Warum hab ich keinen Biss?

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Lieber @mitleser00
Wann hattest du denn das letzte mal so richtig Gänsehaut im positiven Sinne? Noch nie, nehm ich dir irgendwie nicht so wirklich ab.
Auch du hast schonmal gelacht im Leben!
Erinnerst du dich noch, was der Auslöser für diesen Zustand der Glückseligkeit war?
Wenn ja, warum möchtest du diesen dann nicht wieder erreichen?
Wann fing das bei dir an, dass es dir schlechter ging? Als die Jugend endete und du erwachsen wurdest? Warum ging es dir davor besser? Warum kannst du dahin nicht mehr mental zurück, die schönen Erlebnisse von damals wieder in dein Leben einbauen?

In schon so einigen meiner Beiträge und Antworten auf andere Beiträge habe ich über mich selbst geschrieben, dass ich ebenfalls, ähnlich wie du ein "Ewig Suchender" bin. Auch ich bin oft rastlos, mit geht der dämliche Alltag auf den Keks, ich seh keinen Sinn/Ziel usw. und suche und suche und suche und....
Aber ich habe erkannt, dass mich das ewige suchen depressiv macht, mich runterzieht.

Ich habe auch erkannt, dass die Gesellschaft und Medien mit ihren Floskeln nichts weiter als heiße Luft sind. Ich meine z.B. so Floskeln und Sprüche wie "Lebe nicht dein Leben, lebe deinen Traum." Ich dagegen zieh meinen eigenen Stil durch. Nonkomformität. Na und? Ich hab mir da eine gewisse Scheißegal-Mentalität angeeignet.
Vielleicht hilft dir das auch?!?

Deshalb hab ich mir geschworen, einfach wieder die Dinge zu tun, die Bereiche in meimer Freizeit zu füllen, die mich mit Energie füllen, die mich einfach zufrieden machen, die mich mitunter auch mal in extasische Zustände bringen können. Bei mir sind das Konzertbesuche (Ich mag Rock, HeavyMetal, Alternative Rock, usw), möchte einfach gewisse Bands noch wenigstens einmal sehen in meinem Leben.
Und der Sport (selbst Sport treiben aber auch hier und da mal zu Sportveranstaltungen gehen).
Und ich mache dieses Jahr noch eine Englisch Sprachprüfung. Einfach so, weil ich irgendwann einfach Interesse an Englisch gefunden habe.

Ich kann nur nochmal raten ims Tun zu kommen. Mach was, irgendwas, was dich aus deiner Negativspirale da rauszieht.
 
Ich habe wenig echte Leidenschaft,
ich finde kein Hobby das sowas im mir auslässt.
Aber ich habe lustigerwiese nicht den Biss etwas tiefgreifendes zu ändern,

Hallo Mitleser,

Mir ist aufgefallen, dass du so oder so ähnliche Sätze immer wieder schreibst. Ich nehme an, dass du dir das auch selber (im Kopf) sagst. Wenn wir uns immer wieder Dinge sagen, dann glauben wir sie auch. Und es beeinflusst unseren Körper und unsere Gefühle. Ich will damit nicht sagen, du bist selbst Schuld, sondern dass wir alle Glaubenssätze haben, die wir uns immer wieder sagen und dann oft als einzige Wahrheit annehmen. Das kann dann so weit führen, dass du tatsächlich nicht die Kraft hast, etwas zu ändern oder keine Begeisterung spüren kannst.

Du schreibst, du möchtest eine geile Geschichte haben. Aber möchtest du sie, um jemanden zu beeindrucken, um etwas vorweisen zu können? Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn ich Dinge gemacht habe nur um zu gefallen oder zu beeindrucken, dann haben sie viel weniger Spaß gemacht und ich war nicht mit dem Herzen dabei. Es wirkt etwas krampfhaft, deine Suche nach einem begeisternden Hobby. Vielleicht geht es erstmal darum, Erwartungen loszulassen und dir zu erlauben, DU zu sein? Zu entdecken, wer da in mitleser drin steckt?

Das ist übrigens ein berechtigtes Therapieziel. Ich weiß nicht wo du genau warst aber ich würde da nochmal schauen nach Therapie. Du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht - ja. Manchmal fällt es uns selber schwer uns zu ordnen, zu wissen wer wir sind und dabei darfst du dir helfen lassen.
 
Und @mitleser00.
Wegen der Eingangsfrage dieses Threads...
Ich Glaube, wenn man ins Tun kommt, findet man vielleicht irgendwann Gefallen an dem, was man tut. Dann sieht man auch Sinn in dem, was man tut . Und dann, wenn man weitermacht, dann erlangt man irgendwann automatisch mehr Selbstbewußtsein und Biss und hat auch Freude daran. Das pure Leben.
 
Hm. Wie sieht das denn so im Alltag aus, wenn man seine Freizeit hauptsächlich mit Partnersuche verbringt? Hängt man dann in irgendwelchen Partnetbörsen oder Chats im WWW ab von zu Hause aus? Oder geht man täglich aus, dorthin, wo man meint eine potentielle Partnerin kennen zu lernen?
Ich finde, das wird nur sehr schwerlich gelingen. Denn dann verbiegt man sich ja schon nur um das zu erreichen und verbirgt sein wahres ich.
Das wirkt auch reichlisch unsexy finde ich.
Beim date: " Und, was machst du so? Joa ich geh arbeiten und bin dann meistens im Inzernet unterwegs... " Wäre für mich schon Grund, jmd einen Korb zu verpassen.
Und was ist, wenn man tatsächlich so eine Partnerin gefunden hat? Macht man dann ständig nur dass, was sie möchte, weil man selbst mit sich sonst nichts anzufangen weiß?

Das wäre für mich kein Leben.

Was ich meine ist: Mann muss doch keine tollen, trendigen, teuren oder was auch immer für Hobbies haben. Aber man sollte doch aus seinem Leben was Interessantes zu erzählen haben, etwas, was den eigenen Charakter wiederspiegelt, etwas,was einen authentisch macht, etwas,was einen liebenswürdig macht.
Natürlich muss man dafür erstmal mit sich selbst ins Reine kommen, sich selbst lieben und annehmen wie man ist und dann nicht so verkrampft auf Partnersuche gehen.
Ich gaube, erst dann kann's funktionieren.
 
Aber ich habe lustigerwiese nicht den Biss etwas tiefgreifendes zu ändern,
es heißt ja Unzufriedenheit sei ein guter Motivator, doch bei mir nicht.
Lass die Hände über der Bettdecke und lass das Pornowichsen.
Sollte dir den Tipp noch niemand gegeben haben.

Männer die jeden Tag auf irgendwelche Internethuren kommen, schleudern ihre Power ins Taschentuch.

Und bitte, die jenigen welche nichtmal 3 Tage geschweige denn eine Woche die Finger von sich selbst lassen können, sollten aus mangelnder Erfahrung nichts dazu schreiben.,
 
Genau so sehe ich es.
Eine Welt voller Möglichkeiten, aber ich sehe den Wald vor Bäumen nicht.

Es ist ungefähr so.

Solche Banalen Sachen wie kochen werden nie mein Sinn werden.
Ich vermute, das sind die letzten Klagen, bevor die Überraschung auftaucht. Bei mir ist das jedenfalls so, wenn der Boden erreicht ist, dann weiß ich (heute inzwischen), es kommt etwas, so war es immer.

Ein sinnvolles Leben ist gegeben, wenn man seine Sinne miteinbezieht. Was Hören, das das Ohr braucht, etwas sehen, das dem Auge gefällt, etwas riechen, das man gern riecht, etwas schmecken, das gut schmeckt und sich auf das alles wirklich einlassen. Durch den Fichtenwald gehen und nicht mit hängenden Schultern und Blick nach unten, sondern schnuppernd, schauend, achtend- achten, wie die Beine sich anfühlen, wie man sich strafft und nachher wieder lockert beim Gehen, welche Muskelgruppe sich bewegt, was man gerade überlegt- sinnvoll hat wirklich viel damit zu tun, worauf man seine Sinne richtet.
Dann, ich sags noch einmal, gib diesem Depri halt nicht ständig recht, der ist von Natur aus ein Runterzieher und ein Miesmacher, der ist in uns drin und geht immer mit, manche können den gut unten halten und in den Hintergrund schieben, manche widmen sich extra ausgiebig diesem ochhh, alles so blöd, alles so schlimm, alles so boring, so langweilig und faaaade... schau noch einmal nach, ist es NICHT.

Ich habe jetzt Schnee geschippelt, dreimal wollte ich aufgeben. Ich kenne das, Augeben wollen ist eine Grenze, wenn ich jetzt NICHT aufgebe, dann gehe ich praktisch über diese Grenze und erreiche somit den nächsthöheren Level.
Magst du mehr, dann hab trotz unguter Gefühle vorerst wenigstens Neugierde, was nach den unguten Zuständen auftaucht, höre halt nicht dauernd drauf, machs trotzdem, spreng dir den Weg frei zu deinen Genüssen.

Ich weiß, verreisen hilft. Man hat Studien gemacht, spätestens nach drei, vier Tagen kommen Gefühle auf, die man nicht vermutet hat, dass man die haben kann. Das macht das Fremde, das Unbekannte. Es öffnen sich neue Wege, von denen man nichts gewusst hat vorher.
 
Was ich meine ist: Mann muss doch keine tollen, trendigen, teuren oder was auch immer für Hobbies haben. Aber man sollte doch aus seinem Leben was Interessantes zu erzählen haben, etwas, was den eigenen.....

Man braucht oft bloß den anderen ausfragen und den erzählen lassen, dann ist jener schon happy und man kann dann über das Erzählte viel reden, man kommt zu den tollsten Gesprächen, wenn man sich hinten hält und mal den anderen anschaut und dessen Wichtigkeiten und Gedanken ausleuchtet. Jeder Satz hat Stichworte, wo man tiefer gehen kann.
 
Wieso? Was ist so schlimm daran, sich hauptsächlich der Suche nach einer Partnerin zu widmen? Es erscheint mir komisch, ein Hobby anzustreben, wenn man nicht der Typ dafür ist, damit man einer Partnerin was zu bieten hat, die man nicht kriegt, weil man seine Freizeit nicht nur mit Partnersuche, sondern einem Hobby verbringen will. Ist doch kirre. Manche Menschen brennen nun einmal für nichts. Das ist einfach so.
Das ist doch verrückt und kann doch nicht dein ernst sein!
Niemals sollte man sowas machen, was ist dann wenn ich eine gefunden habe?
Wieder nichts?
 
Es steckt überall ein bisschen was drinnen. Das gesamte Paket muss passen um rundum zufrieden zu sein. Ein bisschen wie ein Aktienfond- das gute hebt das schlechte auf, aber insgesamt ist es positiv.
Sich nur auf eine Sache zu versteifen kann nicht gut gehen. Das zwängt einen leicht in eine Abhängigkeit. Und das ist nicht zielführend.
 
Danke @Mipft dass du dich auf so ein Gespräch einlässt. Es ist für die wenigsten einfach sein inneres zu zeigen und/oder Fehler einzugestehen.

Wie hast du denn dein "brennen" wieder gefunden? Ist es eher eine innere Umstellung gewesen? Was war der Auslöser? War es medikamentös?

Ich finde es nicht schwer Dinge beim Namen zu nennen. 🙂 Ist nicht immer gut, aber für mich der richtige Weg.

Mir haben tatsächlich 2 Gespräche mit einer Psychotherapeutin geholfen, die mir aufgezeigt hat, dass ich so viele Hände gereicht bekomme und einfach nur zugreifen muss, um aus dieser Phase raus zu kommen. Und das habe ich in einigen Bereichen bereits getan. In anderen Bereichen muss ich es noch tun. Aber schon der erste Schritt hat mich deutlich befreit und mir auch wieder mehr Interesse und Energie für Dinge gegeben, die ich gerne mache.
 

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