Aus Interesse frage ich mal nach : 🙂
Wie siehst du die Mentalität der Badener?
Vorab: Ich war bei Freiburg im Urlaub.
Ich habe unsere Gastgeber und die Menschen dort jedenfalls als sehr herzliche Leute wahrgenommen. Immer freundlich und für ein kleines Gespräch zu haben.
An sich würde ich denken, sind die Menschen in der Pfalz und BaWü tendenziell eher herzlicher und offener als die Menschen im Norden, zumindest auf dem Land wird da überall sehr viel "geschwätzt".
Den Norddeutschen sagt man wenig Gefühlsregung nach. Ein bisschen stimmt das auch. Die Norddeutschen sind sehr trocken. Das schmälert ihre Herzlichkeit aber nicht. Du wirst trotzdem zum Tee eingeladen, auch wenn der Gesichtsausdruck eher eine Beerdigung verspricht
😊
Nun ist es auch einfach eine Art, die ich gewohnt bin und mit der ich deswegen auch gut auskomme...
Deswegen würde ich denken, dass es nicht unbedingt die "Art" ist, sondern ihr vielleicht eher als "Zugezogene" Probleme habt?
Ich weiß nicht... Habe auch eine Zeit in Niedersachsen gelebt. Zeitweise in Ostfriesland, später bei Bremen. Ich hatte dort zwar aus anderen Gründen keine Freunde, aber Anschluss. Ich habe mich dort nie so ausgeschlossen gefühlt.
Für meinen Freund, der eine Weile mit mir in Niedersachsen gelebt hat, war es dort auch nur auf Grund von Corona schwierig, regelmäßigen Kontakt zu halten, es gab aber recht schnell Anschluss für ihn.
"Wir" Westdeutsche sind es gewöhnt, dass man offen aufeinander zugeht, neugierig und interessiert am anderen Menschen ist. Da sind nach meiner Erfahrung Schwaben völlig anders. Aber: wenn man einen Schwaben erst einmal "geknackt" hat, dann sind es die treuesten, liebsten und hilfsbereitesten Menschen, die ich getroffen habe. Ganz im Gegensatz zum Rheinländer, der da eher oberflächlich ist. Aber an den Punkt bin ich nur sehr selten gekommen.
Das Gefühl der Oberflächlichkeit hatte ich bei den Rheinländer tatsächlich auch. Man wird so schnell von Fremden Menschen geherzt. Für mich persönlich ist das dann auch wieder zu viel des Guten. Hatte aber schon das Gefühl, dass bei längeren Beziehung durchaus auch Treue und viel Hilfsbereitschaft dabei sind. Ich glaube, Zeit ist hier in jeder Beziehung regionsübergreifend der ausschlaggebende Faktor.
Aber Entscheidungen kann man revidieren, wenn man mit ein wenig Selbstreflexion mal darüber nachdenkt, was man wirklich möchte und benötigt im Leben. Ich glaube, das wäre bei Euch ein Leben im Westen oder Norden.
Jein. So einfach ist ja dann auch wieder nicht. Wir können nicht mal eben unseren Krempel packen und los. Es gibt ja durchaus Gründe, warum wir überhaupt hier sind. Und dann wären da noch ein paar Verpflichtungen.
Hallo NyanNyan,
zieh nach Köln. Hier sind die Menschen offen, freundlich und humorvoll.
Uff, also in die Großstadt ziehts mich nicht. Ich glaube NRW ist mir als 5m-Mindestabstandsmensch auch zu dicht besiedelt
😉
Aber im Urlaub komm ich gern.
Vielleicht sind das nicht auf einen Schlag zehn Leute, aber es reicht ja schon mal eine Person, mit der man sich gut versteht und mit der man gerne Zeit verbringt.
Das stimmt.
Als ich Kind (in Schwaben) war hatte ich eine Lehrerin aus Hamburg, die immer mit "Moin Moin" gegrüßt hat, das fand ich total cool.
Wieso sollte man sich so etwas, womit man doch niemandem wehtut, abtrainieren?
Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob das nur an den Schwaben liegt. Es gibt hier wie gesagt auch viele Migranten (denen man nicht ansieht, dass es Migranten sind). Vielleicht kennen die nur Hallo und wissen gar nicht, was ich meine, wenn ich Moin sage und antworten deswegen nicht?
Zwar falle ich nun hier mit meinem leichten Dialekt auf...doch ich fühle mich nach nun 5 Jahren wesentlich wohler als nach 20Jahren in Schwaben.
Das macht mir Hoffnung
😆