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Regionale Unterschiede

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Vielleicht kommt es ein bisschen auf die Generation drauf an. Die älteren Leute erlebe ich zwiegespalten.

Als Kind der 80iger habe ich zur gleichen Generation nie einen Unterschied gemerkt, ob Süd Ost West oder Nord.
Na außer vielleicht der Dialekt.
Ich erlebe die jüngere Generation weltoffener, zugänglicher.

Den verbohrten Schwaben, denen ich bisher begegnet bin, bin ich mit Freundlichkeit und Humor begegnet und dann war das Eis eigentlich schnell gebrochen.

Wenn ich was nicht verstehe, frag ich nach.
Das kann einem in mehreren Teilen in Deutschland so ergehen.
Nachfragen kostet nichts, wird jemand deswegen unfreundlich, sein lassen und Kontakt nicht vertiefen.

Es ist oft eine Frage des persönlichen Charakters, nicht der Nationalität.
 
Jetzt mal ernsthaft. Ich habe noch nie erlebt, dass das besonders gut ankam, wenn ich in meinem (rudimentär vorhanden) Heimatdialekt in andere Bundesländern geredet habe. Weder in NRW noch in SA-AH, wo ich gearbeitet habe für ein paar Jahre.

Wenn mich jemand mit "Moin" grüßt, wo (bei uns) "Skott" üblich ist,muss man sich ja veräppelt vorkommen.

Zu klagen,man kommt mit dem Dialekt und der Mentalität nicht klar,hat aber null Offenheit und will sich auch null anpassen (normalerweise grüßt man genauso!), hat ein Problem und nicht die Einheimischen.

Meine Mutter ist Schwäbin,also die halbe Verwandtschaft und ich finde nicht, dass die ein unfreundlicher Menschenschlag sind.

Anders wahrscheinlich, wenn ich raus hängen lassen würde, wie doof ich ihren Dialekt finde und sie eigentlich auch.
 
Nun, ich hatte gefragt, wie du es definierst. Das wird nämlich durchaus unterschiedlich gesehen.
Ich hatte nicht gefragt, was ein Spießer ist.
Ergo schlussfolgere ich, dass du es so siehst wie die allgemeingültige Lesart.

Wenn man kein Spießer ist, kann man ja mal darüber nachdenken, ob es in Wahrheit nicht der Großteil der Menschen sind. Meiner Erfahrung nach sind es sehr wenige, die sich anderen Meinungen öffnen, und die nicht krampfhaft an ihren Vorteilen festhalten - zum Beispiel.
 
Jetzt mal ernsthaft. Ich habe noch nie erlebt, dass das besonders gut ankam, wenn ich in meinem (rudimentär vorhanden) Heimatdialekt in andere Bundesländern geredet habe. Weder in NRW noch in SA-AH, wo ich gearbeitet habe für ein paar Jahre.

Wenn mich jemand mit "Moin" grüßt, wo (bei uns) "Skott" üblich ist,muss man sich ja veräppelt vorkommen.

Zu klagen,man kommt mit dem Dialekt und der Mentalität nicht klar,hat aber null Offenheit und will sich auch null anpassen (normalerweise grüßt man genauso!), hat ein Problem und nicht die Einheimischen.

Meine Mutter ist Schwäbin,also die halbe Verwandtschaft und ich finde nicht, dass die ein unfreundlicher Menschenschlag sind.

Anders wahrscheinlich, wenn ich raus hängen lassen würde, wie doof ich ihren Dialekt finde und sie eigentlich auch.

Als ich Kind (in Schwaben) war hatte ich eine Lehrerin aus Hamburg, die immer mit "Moin Moin" gegrüßt hat, das fand ich total cool.
Wieso sollte man sich so etwas, womit man doch niemandem wehtut, abtrainieren? Ich finde das eine charmante Eigenheit. Und seit ich selbst in Ostfriesland gelebt habe, liebe ich "Moin" eh, für mich der lässigste Gruß in Deutschland.
 
Vielleicht sehe ich das alles auch einfach nur so dramatisch?
Hallöchen,

ich kann Dich da schon insgesamt verstehen. Zwar bin ich bereits als Kleinkind nach Deutschland und genauer nach Schwaben gezogen...war aber auch nach 20 Jahren noch die "Neigschmeckte".
Ich empfand es auch immer als schwierig Anschluss an die Einheimischen zu finden.
Jedoch würde ich rückblickend sagen dass es auch viel von der Kombination des eigenen Wesens und das des Gegenübers abhängt. Nachdem mein Mann zu mir nach Schwaben gezogen ist und auf die von Dir beschriebenen Probleme gestoßen ist, haben wir nach 4,5 Jahren beschlossen in seine Heimat zu ziehen die ich ja durch ihn kennenlernen durfte. Zwar falle ich nun hier mit meinem leichten Dialekt auf...doch ich fühle mich nach nun 5 Jahren wesentlich wohler als nach 20Jahren in Schwaben.

Die Sache mit dem Dialekt wird einem immer begegnen und da muss man sich einfach eingewöhnen.

Nachtrag: Ich würde tatsächlich für kein Geld der Welt zurück nach Schwaben ziehen wollen, auch wenn ich das Essen dort ab und an vermisse. 😅

Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
Aus Interesse frage ich mal nach : 🙂
Wie siehst du die Mentalität der Badener?
Vorab: Ich war bei Freiburg im Urlaub.
Ich habe unsere Gastgeber und die Menschen dort jedenfalls als sehr herzliche Leute wahrgenommen. Immer freundlich und für ein kleines Gespräch zu haben.

An sich würde ich denken, sind die Menschen in der Pfalz und BaWü tendenziell eher herzlicher und offener als die Menschen im Norden, zumindest auf dem Land wird da überall sehr viel "geschwätzt".
Den Norddeutschen sagt man wenig Gefühlsregung nach. Ein bisschen stimmt das auch. Die Norddeutschen sind sehr trocken. Das schmälert ihre Herzlichkeit aber nicht. Du wirst trotzdem zum Tee eingeladen, auch wenn der Gesichtsausdruck eher eine Beerdigung verspricht 😊
Nun ist es auch einfach eine Art, die ich gewohnt bin und mit der ich deswegen auch gut auskomme...

Deswegen würde ich denken, dass es nicht unbedingt die "Art" ist, sondern ihr vielleicht eher als "Zugezogene" Probleme habt?
Ich weiß nicht... Habe auch eine Zeit in Niedersachsen gelebt. Zeitweise in Ostfriesland, später bei Bremen. Ich hatte dort zwar aus anderen Gründen keine Freunde, aber Anschluss. Ich habe mich dort nie so ausgeschlossen gefühlt.
Für meinen Freund, der eine Weile mit mir in Niedersachsen gelebt hat, war es dort auch nur auf Grund von Corona schwierig, regelmäßigen Kontakt zu halten, es gab aber recht schnell Anschluss für ihn.

"Wir" Westdeutsche sind es gewöhnt, dass man offen aufeinander zugeht, neugierig und interessiert am anderen Menschen ist. Da sind nach meiner Erfahrung Schwaben völlig anders. Aber: wenn man einen Schwaben erst einmal "geknackt" hat, dann sind es die treuesten, liebsten und hilfsbereitesten Menschen, die ich getroffen habe. Ganz im Gegensatz zum Rheinländer, der da eher oberflächlich ist. Aber an den Punkt bin ich nur sehr selten gekommen.
Das Gefühl der Oberflächlichkeit hatte ich bei den Rheinländer tatsächlich auch. Man wird so schnell von Fremden Menschen geherzt. Für mich persönlich ist das dann auch wieder zu viel des Guten. Hatte aber schon das Gefühl, dass bei längeren Beziehung durchaus auch Treue und viel Hilfsbereitschaft dabei sind. Ich glaube, Zeit ist hier in jeder Beziehung regionsübergreifend der ausschlaggebende Faktor.

Aber Entscheidungen kann man revidieren, wenn man mit ein wenig Selbstreflexion mal darüber nachdenkt, was man wirklich möchte und benötigt im Leben. Ich glaube, das wäre bei Euch ein Leben im Westen oder Norden.
Jein. So einfach ist ja dann auch wieder nicht. Wir können nicht mal eben unseren Krempel packen und los. Es gibt ja durchaus Gründe, warum wir überhaupt hier sind. Und dann wären da noch ein paar Verpflichtungen.

Hallo NyanNyan,
zieh nach Köln. Hier sind die Menschen offen, freundlich und humorvoll.
Uff, also in die Großstadt ziehts mich nicht. Ich glaube NRW ist mir als 5m-Mindestabstandsmensch auch zu dicht besiedelt 😉
Aber im Urlaub komm ich gern.

Vielleicht sind das nicht auf einen Schlag zehn Leute, aber es reicht ja schon mal eine Person, mit der man sich gut versteht und mit der man gerne Zeit verbringt.
Das stimmt.

Als ich Kind (in Schwaben) war hatte ich eine Lehrerin aus Hamburg, die immer mit "Moin Moin" gegrüßt hat, das fand ich total cool.
Wieso sollte man sich so etwas, womit man doch niemandem wehtut, abtrainieren?
Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob das nur an den Schwaben liegt. Es gibt hier wie gesagt auch viele Migranten (denen man nicht ansieht, dass es Migranten sind). Vielleicht kennen die nur Hallo und wissen gar nicht, was ich meine, wenn ich Moin sage und antworten deswegen nicht?

Zwar falle ich nun hier mit meinem leichten Dialekt auf...doch ich fühle mich nach nun 5 Jahren wesentlich wohler als nach 20Jahren in Schwaben.
Das macht mir Hoffnung 😆
 
Das macht mir Hoffnung 😆
Sorry 😅
Manchmal braucht es auch einfach etwas Eingewöhnungszeit und man trifft dann auch auf die für einen selbst richtigen Leute. Ich hatte in der Heimat meines Mannes z.B. auch einfach das Glück dass es mit dem Freundeskreis schnell "Klick" gemacht hat. Und in Schwaben hatte ich diesbezüglich einfach Pech.
Vielleicht findet ihr beide unter den "Neigschmeckten" schneller Anschluss und mit der Zeit werdet ihr auch mit den Einheimischen warm und auch dort ergibt sich dann mit der Zeit ein guter Kontakt. Lasst den Kopf nicht hängen 🙂
 
Jetzt mal ernsthaft. Ich habe noch nie erlebt, dass das besonders gut ankam, wenn ich in meinem (rudimentär vorhanden) Heimatdialekt in andere Bundesländern geredet habe. Weder in NRW noch in SA-AH, wo ich gearbeitet habe für ein paar Jahre.

Wenn mich jemand mit "Moin" grüßt, wo (bei uns) "Skott" üblich ist,muss man sich ja veräppelt vorkommen.

(normalerweise grüßt man genauso!)

Aber warum denn? Wenn ich zu meinem italienischen Kollegen "Moin" sage, begrüßt der mich immer mit "Ciao, ciao, bella ragazza, gutte Morgen!" und ich finde das authentisch und nett. Warum soll ich mich veräppelt fühlen, weil er nicht ebenfalls Moin sagt? Eine gute Freundin, in der Nähe von München aufgewachsen, sagt meist: "Moin, servus!" oder "Servus, moin!" Das ist einfach ihre Art, hat sie sich so angewöhnt, ist doch lieb. Warum sollte man sich daran stören? Es geht doch viel mehr darum, wie jemand etwas sagt und nicht was. Lieber ein freundlicher Gruß im persönlichen, aber nicht regionalen Dialekt, als ein unfreundliches, regionales Gepoltere oder gar kein Gruß.

Aber gut, das Thema "Anpassung" und die deutsche Erwartungshaltung diesbezüglich, habe ich eh noch nie verstanden. Warum kann nicht jeder Mensch einfach so sein und bleiben, wie er ist. Landestypische Gepflogenheiten lernt man als Einwander*in ohnehin früher oder später kennen, wenn man mag, kann man welche übernehmen, andere aber nicht. Warum genau ist es für die Mitmenschen so wichtig, dass man sich genau gleich verhält und "anpasst", angefangen damit, den gleichen Gruß zu erwidern. Reicht doch vollkommen, wenn man freundlich und höflich miteinander umgeht, mir doch schnuppe, wie jemand grüßt. Diese Anspruchshaltung wird mir immer ein Rätsel bleiben.
 

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