Die Frage ist halt, wie hoch sind deine Rücklagen und wirst du diese auch noch in 10 oder 15 Jahren haben bzw beim ersten finanziellen Engpass, Reparatur etc aufgebraucht haben? So eine OP oder Erkrankung kann mehrere tausend Euro kosten, Voruntersuchungen, Röntgen, OP, Nachbehandlung usw. Wenn man dann nur 1000 Euro Rücklagen hat, hat man ein Problem. Eine OP Versicherung alleine finde ich auch problematisch, da Hunde zb auch zig andere Krankheiten oder Probleme bekommen können, wo es dann halt wegen der Medikamente und Behandlung bzw wegen chronischer Erkrankungen echt ins Geld gehen kann. Meine drei Hunde hatten zb nie eine OP, jedoch haben alle im hohen Alter Kosten wegen altersbedingter Krankeiten verursacht.
Ich denke, es gibt pro und contras die für und gegen eine Versicherung sprechen. Wichtig ist, dass du genau schaust was die Versicherung alles NICHT bezahlt, ob sie dann noch Sinn macht, wenn zig Erkrankungen bzw Behandlungen nicht übernommen werden, die jedoch häufig bei Hunden oder Katzen vorkommen.
Wie gesagt, wenn man dauerhaft in der Lage ist, wenigstens 3000 bis 5000 Euro Rücklage zu haben, dann ist eine Versicherung oftmals unnötig. Wenn man das aber nicht schafft, vor allem nicht dauerhaft, dann hat man ein Problem, wenn das Tier mal richtig krank werden sollte.
Im Enddefekt muss man auch ein wenig im Voraus denken, werde ich den Job dauerhaft behalten können, was mache ich im Fall einer Arbeitslosigkeit, wenn ich meine Rücklagen ggf aufbrauchen muss, das Auto kaputt geht, meine Lebenssituation ( finanzielle Situation) sich verschlechtert, Trennung vom Partner, teurere Wohnung usw
Eine Versicherung die ein vernünftiges Preis Leistung Verhältnis hat, die wichtigsten Sachen abdeckt usw, ist jedoch schon eine gute Sache, weil man halt eine gewisse Sicherheit hat, falls das Tier krank werden sollte, man nicht den Tierarzt oder andere Menschen quasi um Ratenzahlung bzw Geld anbetteln möchte!