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,,Füger‘‘ und ,,Strecker‘‘ in der Beziehung

  • Starter*in Starter*in Chipirón
  • Datum Start Datum Start
Ja, mancher Kampf mag unnötig sein, das ist wahr. Aber doch braucht es auch immer mal jemanden, der bereit ist, den Kampf auszufechten, der sich nicht vermeiden lässt, oder der es wert ist. "Strecker" mögen manchmal nicht gerne gesehen sein, als Despoten gelten oder als Unterdrücker, aber doch machen Sie manchmal eine Fahrrinne frei, die es anderen Menschen leichter macht. Und so mancher "Strecker" (fürchterliches Wort in dem Zusammenhang) kommt ohne "Füger" (Ebenso scheußliche Wortwahl) keinen Meter voran, aber im "Paket" ist das anders. Manche Symbiose ist für beide von Vorteil und das ist nicht immer gleich erkennbar und muss auch nicht jeder gut finden. "Gleiches Recht für alle" hört sich richtig an und ist es doch nicht für jeden. Nur so ein Gedanke ...
Der Strecker ist halt nur das exakte Gegenteil des Unterdrückers... Ich sag ja: Witz der zum Gegenteil verkommen ist und viel zu ernst genommen wird.
 
Ihr habt sicher vom Phänomen des Fügers und Streckers in Beziehungen gehört?

Der eine, der sich sozusagen mehr für den anderen anpasst bzw. Sich fügt ist der sogenannte Füger, der Strecker ist in einer bequemen Position.

Ich habe in meinem Umfeld beobachtet, dass meistens die Männer die Füger sind und die Frauen die Strecker.

Die Partner meiner Freundinnen ziehen für sie bereitwillig in andere Städte, obwohl sie dort schlechtere Jobchancen haben (und die besagten Frauen auch hätten umziehen können es aber einfach nicht tun/wollen).

Da werden dann stundenlange Shoppingtouren mitgemacht und Interesse für Hobbies geheuchelt nur um der Frau zu gefallen.

Zugegebenermaßen spricht da ein gewisser Neid aus mir- denn in meiner Beziehung bin ich die Fügerin. Dies liegt wahrsch an meinem niedrigen Selbstbewusstsein, aber auch an der Dynamik, die sich von Anfang an in der Beziehung eingeschlichen hat und nun schwer zu durchbrechen ist.

Wie seht ihr das Thema?

Inzwischen wissen wir es also:

Strecker - reacher
Füger - settler

Der Strecker ist derjenige der sich nach seinem Partner streckt, obwohl dieser eigentlich zu gut für ihn ist und der Füger ist derjenige, der sich mit dem eigentlich unterlegenen Partner zufrieden gibt.

Der Strecker ist ein Reacher, und der Füger ist ein Settler.

Wer wäre da drauf gekommen?

So geht's, wenn man eine US-Sitcom als der Weisheit letzen Schluss ansieht.
Und sie als Info für Psychologie nimmt.

Während es bei diesen imho recht hirnlosen Sitcoms doch nur darauf ankommt, dass das Publikum sich nach jedem 2. Satz totlacht, und die Vor-Lacher vom Band dem Publikum vorschreiben, wann es gefälligst zu lachen hat.
 
Ich kenn die Serie ein bisschen und finde sie ziemlich albern und unnötig. Wie (fast) jede amerikanische Sitcom. Allerdings schau ich sowas grundsätzlich auf englisch und tatsächlich erinnere ich mich da dunkel an irgendwas.

Allerdings sollte jedem bewusst sein, solche Sendungen werden masslos überspitzt, um Reaktionen zu erzeugen, Schadenfreude zu generieren, sich lustig zu machen und vielleicht auch zu provozieren.

Natürlich gibt es solche Beziehungsdynamiken, einer pfeift, einer springt. Unabhängig vom Geschlecht. Das ist aber nicht in Stein gemeißelt und wer sich gegängelt fühlt/gegängelt wird, der hinterfrage die eigenen Muster und versuche, diese aufzulösen.

Es ist nur eine Serie, keine psychologische Abhandlung.
 
Hi!

Es mag solche Beziehungen geben, aber ich bezwefile sehr, dass die in der Mehrheit sind.
Machtspiele mögen ja okay sein, wenn es für beide tatsächlich ein "Spiel" ist und beide das wissen. Oder es ein Fetisch ist. Dann mag es okay sein. Echte Unterdrückung aber sicher nicht.

Der Normalfall dürfte im 21. Jahrhundert schon aber eher die Beziehung auf Augenhöhe sein. Ich will doch bei meiner Geliebten Partnerin sein und nicht Erzieherin?
 
Der Normalfall dürfte im 21. Jahrhundert schon aber eher die Beziehung auf Augenhöhe sein. Ich will doch bei meiner Geliebten Partnerin sein und nicht Erzieherin?
Ja, so sollte es sein. Ich glaube aber, dass auch in diesem Jahrhundert sehr viele Beziehungen von oft gar nicht bewussten Machtspielen usw. geprägt sind.

Der eine will mehr Nähe, bedrängt, der andere zieht sich zurück, kann man alles verstehen, wenn man mal jede Seite erlebt hat. Für den, der mehr will, fühlt es sich scheisse an, für den Bedrängten allerdings auch. Da muss man gar kein schlechter Mensch sein, es passt halt nicht so richtig und man muss sich abgrenzen.

Und viele spielen auch damit, jemanden gleichzeitig warm- und doch auf Distanz zu halten.

Mir würde das auch nichts geben, aber Menschen ticken halt sehr unterschiedlich.
 
Wenn ich das bei meiner Lebensgefährtin versucht hätte, hätte sie mir aber ganz schnell gezeigt, dass das so nicht funktioniert. Die hätte mich an die Hand genommen und mir gezeigt, dass man auch nebeneinander gehen und gemeinsam entscheiden kann, wo es langgeht. Sie ist eine viel zu starke Persönlichkeit, als dass sie sich führen lassen würde. Das heisst aber nicht, dass sie führen will; sie will halt einfach, dass wir Partner auf Augenhöhe sind.

Stell dir vor es gibt Frauen die stehen auf die klassische Rollenverteilung.
Im besten Fall ergänzt man sich in einer Partnerschaft.
 
Ja, mancher Kampf mag unnötig sein, das ist wahr. Aber doch braucht es auch immer mal jemanden, der bereit ist, den Kampf auszufechten, der sich nicht vermeiden lässt, oder der es wert ist. "Strecker" mögen manchmal nicht gerne gesehen sein, als Despoten gelten oder als Unterdrücker, aber doch machen Sie manchmal eine Fahrrinne frei, die es anderen Menschen leichter macht. Und so mancher "Strecker" (fürchterliches Wort in dem Zusammenhang) kommt ohne "Füger" (Ebenso scheußliche Wortwahl) keinen Meter voran, aber im "Paket" ist das anders. Manche Symbiose ist für beide von Vorteil und das ist nicht immer gleich erkennbar und muss auch nicht jeder gut finden. "Gleiches Recht für alle" hört sich richtig an und ist es doch nicht für jeden. Nur so ein Gedanke ...
Stimme Dir (mal wieder) zu. Ich kenne einige Ehen die nach dem Prinzip der beiden fürchterlichen Worte funktionieren, sogar ganz gut. Allerdings wirklich glücklich in der Beziehung kommen mir alle Beteiligten nicht vor.
 

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