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Mein Schwarm ist arbeitslos und lebt noch zuhause mit Mitte 30. Abhaken?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 121113
  • Datum Start Datum Start
Guten Morgen,

ich habe vor einigen Monaten im Internet einen jungen Mann (34) kennengelernt und wir haben uns auf Anhieb gut verstanden. Dann folgte das Übliche, tagelang schreiben, telefonieren und es passte gefühlt einfach alles. Unser Humor (was mir sehr wichtig ist) war exakt derselbe, wir konnten uns über Gott und die Welt unterhalten und teilten auch viele Ansichten.

Er erzählte mir auch, dass er ein Haus mit großem Garten hätte und schickte mir davon immer mal wieder Fotos. Mir fiel da schon auf, dass die Einrichtung nicht so ganz zu einem 34-Jährigen passt, esseidenn es ist "normal", dass Leute in dem Alter Porzellanpuppen auf dem Sofa horten oder einen Setzkasten mit Hummelfiguren besitzen. Daraufhin meinte er dann, seine Eltern hätten das Haus eingerichtet. Nunja, habe ich mal so stehenlassen.

Dann sollte es zum Treffen kommen (wir wohnen ca. 250 km auseinander) und da ich beruflich in einigen Wochen sowieso in seiner Richtung unterwegs bin, fragte ich ihn, ob ich bei ihm vorbeikommen soll. Nach einigem Rumgedruckse sagte er mir dann, dass er noch zuhause wohnt und seit 2013 arbeitslos ist. Er lebt also noch in seinem ehemaligen Kinderzimmer bei seinen Eltern und Mami kocht und macht die Wäsche. Ich hatte mich schon gewundert, dass unsere Telefonate oft durch Klopfgeräusche an seiner Tür unterbrochen wurden und eben auch, warum er so altmodisch eingerichtet ist, aber jetzt ist mir natürlich klar, warum.

Ich fragte ihn dann, wovon er denn lebt und er meinte, seine Eltern hätten 2 vermietete Immobilien und er würde von der Miete leben. Ob das so stimmt, keine Ahnung. Jedenfalls war ich natürlich maßlos enttäuscht und kann mir auch nicht erklären, warum ein offensichtlich intelligenter Mann, der eigentlich überhaupt keine kindischen / unreifen Ansichten hat, seit fast 10 Jahren arbeitslos ist und noch in seinem Kinderzimmer lebt.

Einerseits würde ich ihn wirklich gerne real kennenlernen, andererseits habe ich Angst, dass ich hinterher womöglich einen unselbständigen kleinen Jungen an der Backe habe, der maximal im Stande ist, sich eine Fertigpizza in den Ofen zu schieben und der noch nie im Leben eine Waschmaschine bedient hat.

Ich hatte schonmal so ein Exemplar, mein Exfreund war dauerarbeitslos als ich ihn kennenlernte und lebte ebenfalls noch zuhause, während ich ihm dann durch das Schreiben von Bewerbungen da raushelfen wollte. Letzten Endes hat er dadurch sogar einen Job bei einem renommierten IT-Unternehmen gefunden, kündigte diesen dann aber nach 2 Jahren, weil ein neues PC-Spiel released wurde und er keinen Urlaub dafür bekommen hat.. Mittlerweile geht er auf die 40 zu und ist nach wie vor arbeitslos und wohnt immer noch bei seinen Eltern. Soviel dazu.

Ich bin wirklich hin- und hergerissen und hätte gern mal eine Meinung von außen dazu.
Besuche ihn und entscheide dann, du weißt ja gar nicht wieso er bei seine Eltetn hockt. Es kann ja eine psychologische Ursache sein. Äußerte sollte dir eher wichtiger sein, ob er schon mal wo anders gewohnt hat, also ob er alleine gewohnt hat. Ich würde ihn besuchen und dann entscheiden. Du kannst ihn ja immer noch verlassen. Außerdem muss du bedenken, dass er ja angst hatte dass du den kontakt sofort abbrichst.
 
Besuche ihn und entscheide dann, du weißt ja gar nicht wieso er bei seine Eltetn hockt. Es kann ja eine psychologische Ursache sein. Äußerte sollte dir eher wichtiger sein, ob er schon mal wo anders gewohnt hat, also ob er alleine gewohnt hat. Ich würde ihn besuchen und dann entscheiden. Du kannst ihn ja immer noch verlassen. Außerdem muss du bedenken, dass er ja angst hatte dass du den kontakt sofort abbrichst.
Das finde ich auch problematisch. Wenn man sich erst einmal persönlich kennen gelernt hat, ist es schwieriger, den Kontakt abzubrechen, als vorher. Man kann es natürlich machen, aber hat vorher umso mehr Hoffnungen geweckt. Wenn ich vorher schon ein ungutes Gefühl hätte, würde ich nicht noch mehr Nähe aufkommen lassen.

Wieso er noch bei seinen Eltern hockt, kann er auch ehrlich beantworten, ohne dass man ihn dazu besuchen muss. Und wenn er lügt, lügt er bei einem Besuch genauso.
 
ich selbst bin jetzt seit einiger zeit arbeitslos, auch arbeitsunfähig (bekomme arbeitsunfähigkeitsrente)
und es ist das beste was mir hätte passieren können; so hab ich zeit für all meine hobbys, fürs lesen und bilden, fürs reisen...
Aber von irgendetwas muss man all diese Aktivitäten doch auch bezahlen. So hoch ist eine Arbeitsunfähigkeitsrente doch nicht. Wohnen und Lebensmittel sowie Kleidung kosten ja auch noch Geld.
 
@Kazoku89 : Ich bin die Partnerin eines Mannes, der seit Jahren arbeitslos ist und im Haus seiner Mutter lebt. Mein Partner ist Mitte 30 und hat von einem verstorbenen Vater so viel Geld geerbt, dass er nicht mehr arbeiten muss. Er wirtschaftet sehr vernünftig und ist nicht auf einen Arbeitsplatz angewiesen. Während ich tagsüber auf der Arbeit bin, kümmert er sich um den Haushalt, macht die Wäsche, kocht das Essen, putzt das Haus, usw.

Es kann also durchaus funktionieren 😉. Allerdings war mein Partner (den ich im richtigen Leben kennengelernt habe, nicht im Internet) immer ehrlich zu mir und hat mich nicht angelogen. Wenn ich so viel Geld hätte wie er, würde ich schon noch arbeiten gehen, weil ich eine feste Struktur im Alltag brauche. Aber ich würde meine Arbeitsstunden reduzieren und auf Teilzeit runterfahren. Wenn jemand gar nicht mehr arbeiten geht, weil er es nicht nötig hat, mache ich ihm keinen Vorwurf.
 
ist die TE überhaupt noch aktiv, oder ist das wieder so ein thread in dem sich alle gegenseitig hochschaukeln, es aber niemandem wirklich was bringt? ^^

Ja ich bin noch da. ;-)

Also mein Exfreund, der arbeitslose PC-Junkie, war ironischerweise total christlich und hat weder Drogen noch Alkohol angerührt. Soviel zum Kiffen. ;-) Beim jetzigen kann ich es nicht sagen. Er meint nein, aber ob man das glauben kann ist ja wieder ne andere Geschichte.
 
@Kazoku89 : Ich bin die Partnerin eines Mannes, der seit Jahren arbeitslos ist und im Haus seiner Mutter lebt. Mein Partner ist Mitte 30 und hat von einem verstorbenen Vater so viel Geld geerbt, dass er nicht mehr arbeiten muss. Er wirtschaftet sehr vernünftig und ist nicht auf einen Arbeitsplatz angewiesen. Während ich tagsüber auf der Arbeit bin, kümmert er sich um den Haushalt, macht die Wäsche, kocht das Essen, putzt das Haus, usw.

Es kann also durchaus funktionieren 😉. Allerdings war mein Partner (den ich im richtigen Leben kennengelernt habe, nicht im Internet) immer ehrlich zu mir und hat mich nicht angelogen. Wenn ich so viel Geld hätte wie er, würde ich schon noch arbeiten gehen, weil ich eine feste Struktur im Alltag brauche. Aber ich würde meine Arbeitsstunden reduzieren und auf Teilzeit runterfahren. Wenn jemand gar nicht mehr arbeiten geht, weil er es nicht nötig hat, mache ich ihm keinen Vorwurf.

wenn sowas funktioniert wie bei dir / euch, ist das echt toll. Allerdings glaube ich bei dem Kerl, um den es in meinem Thread geht, offen gestanden nicht, dass er plötzlich zum fleißigen Hausmann mutieren würde, wenn er jetzt schon keine Anstalten macht, sein Zeug daheim auf die Reihe zu kriegen. Er kann laut seiner Aussage ja nichtmal kochen oder weiß nicht, wie man eine Waschmaschine bedient. :/
 
Man kann unterschiedliche Meinungen haben ob es toll ist wenn man mit 30 noch bei seinen Eltern lebt, womit ich eher ein Problem hätte ist, dass er es dir nicht früher gesagt hat.
Er hat dir Bilder von "seinem" Garten geschickt und schön verschwiegen, dass es dieser mitsamt Haus eigentlich den Eltern gehört und er seit 10 Jahren arbeitslos ist.
Er hat also zumindest "taktisch klug" den Anschein gesetzt, er wäre ein erfolgreicher Typ mit eigenem Haus und Garten. Auch Verschweigen kann eine Lüge sein....

10 Jahre arbeitslos fände ich nicht soo schlimm wenn er wenigstens mal gearbeitet hätte. Er ist aber 34. Das heißt er hat vermutlich nie mal länger gearbeitet. Schulabschluss, vielleicht Abi, mal ne Ausbildung begonnen, vielleicht abgebrochen, mal ein paar Monate gejobbt, was auch immer und dann von 24 bis 34 am Stück arbeitslos.
Wäre er 60 und hätte mit 50 betriebsbedingt seinen langjährigen Job verloren, wäre das was anderes aber mit 34???

Dein Freund ist ein "Theoretiker". Er ist wortgewandt, nett, hat Zeit für dich und wirkt einfühlsam. Das ist nicht schwer wenn man für nichts im Leben Verantwortung trägt und den ganzen Tag zocken oder über Gott und die Welt nachdenken kann. Er wird auch tolle Weltanschauungen haben, denn von der Seitenlinie aus weiß man es bekanntlich eh immer besser als Spieler auf dem Platz.

Willst du einen Freund zum nett quatschen? Dann kann das funktioniere.
Willst du einen Partner auf Augenhöhe, der ein Leben mit dir aufbaut, Verantwortung übernimt, vielleicht für eine gemeinsame Wohnung oder Kinder? Dann dürfte das mit diesem Mann schwer werden.
Das ist der Typ, dem du im Haushalt den Müll hinterherträgst während er vorm PC hockt.
 

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