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Ich fühle mich wie ein Lohnsklave

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 121924
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G

Gelöscht 121924

Gast
Hallo,
ich habe vor kurzem meinen Job in der Probezeit gekündigt und bin vor einigen Monaten in meinem neuen gestartet.
Das Klima ist deutlich besser, die Kollegen nett. Nichts desto trotz gibt es auch hier einen unheimlichen Zeit- und Leistungsdruck.
Teils ist es - und der Job macht dieses mal wirklich Spaß, ich weiß was zu tun ist, etc. - so viel, dass ich auch hier bis um 2 Uhr früh für Kunden etwas vorbereiten muss (Abgabedruck). Dabei bin ich intern von der Qualität und Schnelligkeit der Lieferungen anderer Abteilungen abhängig (wenig Selbstbestimmung).
Für mich war 15 Jahre klar, dass ich diesen Einsatz klar zeige. Aber seit einiger Zeit - und ich habe einfach ein gewisses Alter erreicht - kann und will ich diese "empfundene Unfreiheit" nicht mehr. Ich verdiene zwar entsprechend gut, aber nach Inflation und ein paar Jahren ohne signifikante Erhöhung, ist es aktuell wohl eher "Durchschnitt".
Um in höhere Management Ebenen aufzusteigen - ich weiß nicht, was dafür passieren müsste... zeitlich kann ich unmöglich mehr als diese ohnehin schon zu vielen 60 Stunden leisten. Eine Stundenreduktion ist in diesem Job leider nicht möglich - die zeitliche Flexibilität zum Kunden hin muss einfach "gewahrt bleiben".

Ich bin also auf der Suche nach einem neuen Arbeiten. Ich muss dies dringend für mich lösen/verändern, und zwar noch während ich diesen Job habe.

Welche Möglichkeiten gibt es, um herauszufinden, was "das richtige" für einen selbst ist?

Ich vermute, ich müsste erstmal genau analysieren "WAS" es exakt ist, das mich stört.
Aber das zeigt mir noch nicht, wohin ich gehen kann - in welchem Job ich einerseits zeitlich flexibel bin (ich mir den Kalender selbst einteilen kann), sondern auch inhaltlich hinreichend gefordert werde.

Gibt es soetwas überhaupt?
Wo finde ich die Lösung?
Hat jemand Ideen/Gedanken dazu?

Vielen Dank.
 
Hallo PJMtrader,
dein Beitrag spricht vielen Menschen aus der Seele. Solang man noch irgendwie funktioniert mag das alles wie ein schlechter Kompromiss aussehen und man versucht sich oft mit der "davon ist schließlich jeder irgendwie betroffen" Spirale zu trösten, aber wenn irgendwann die Gesundheit blockiert dann erkennt man welche Kosten man oft nicht einkalkuliert hat.

Oft denke ich darüber nach wieso es Personen gibt die weniger Chancen haben sich zu beweisen nur weil sie nicht im Klima der Normalität wachsen können. Es gibt mittlerweile soviele Menschen die durch ständigen Stress selbst für Kleinigkeiten nicht mehr belastbar sind wenn man dann noch anderweitig vorgeprägt ist bekommt man das Gefühl eines Vollversagers. Aber eigentlich sitzen wir alle im selben Boot. Die Welt läuft einfach nach anderen Spielregeln und die die man in der Schule lernt sind nur wie man ins Rädchen passt um etwas zu unterstützen was bisher immer darauf hinauslief. Man kennt fast niemanden mehr der nicht krank durch die Arbeit wurde. Auch diejenigen, die früher gutes Geld verdienten und nicht so sehr darunter litten bekommen erstaunlicherweise kaum Rente. Selbst bei hart erarbeiteten Eigentum kann ja scheinbar einfach durch Änderungen von heut auf Morgen etwas zukommen sodass man damit schlechter gestellt ist als hätte man nichts gehabt. Es läuft einfach sovieles falsch und für Menschen die es anders sehen ist leider immer weniger Platz. Die meisten werden wenn sie unbrauchbar werden als krank eingestuft, dabei sind die Verhältnisse die wir mittlerweile erleben alles andere als normal und vielfach für die Krankheit vieler Menschen verantwortlich. Über alles wird irgendwie bestimmt. Der Gedanke das soviele ihr Leben lang ihre Gesundheit für die Arbeit ruinierten und keine vernünftige Altersvorsorge haben will einfach nicht akzeptiert werden. Dafür müsste sich ja an den Stellen etwas tun, die aus der "Dummheit" von Millionen Menschen am meisten rausholen. Werden Gaspreis und Lebensmittel um ein Vielfaches steigen obwohl das früher bei Existenzgütern mal gedeckelt war, erhöhen die die das hier bestimmen ihre Einnahmen.

Im Grunde kann man sagen das man nur noch für die Rechnungen lebt. Sparen fällt auch weg. Weil selbst wer weniger verbraucht und seine Lebenshaltungskosten senkt wird dann an anderer Stelle zu Abgabe verpflichtet die es vorher nicht gab.

Ich denke du musst nicht herausfinden was es ist, du hast die Antwort bereits in deinem Post beschrieben. Zu merken dass man selbst als jemand der viel reingibt nichts herausbekommt ist einfach zermürbend. Ist man nicht gerade Konzernchef oder in der Politik ist das leider der Zustand der als Normalstandard verstanden wird und beinahe bestimmt wird da man anders ja am Existenzminimum leben muss.
 
interne Trainingsprogramme?
Nachqualifikationen?
Studienabschluss?
Tja, die Frage ist dann aber doch:
Was bringt einem das alles, wenn man schlussendlich dadurch doch wieder in Jobs landen wird, bei denen man z.B. eine hohe Stundenanzahl an Wochenarbeitsstunden leisten muss oder wenn man einfach z.B. keine Führungspersönlichkeit ist oder schlicht und ergreifend keine Lust darauf hat auch hier wieder völlig fremdbestimmt an einen anderen Vorgesetzten berichten zu müssen oder, oder?
Wenn man genau von solchen Dingen weg kommen will, dann bleibt eigentlich doch nur die Selbständigkeit, was mitunter die Sache ja nicht einfacher macht oder aber man verfügt über genügend Eigenkapital oder lebt vom Staat.

Ich glaube auch, man wird im Leben immer den Kompromiss haben, von irgendwem oder irgendwas abhängig zu sein.

Aus eigener Erfahrung würde ich sagen: Einen Job suchen, bei dem man noch soviel Freizeit hat, dass man ihn durch Hobbies, Sport, Ausflüge, Reisen etc. gut "kompensieren" kann. Ggf. hilf auch ein Job, bei dem HomeOffice möglich ist, je nach Branche und gewünschter Tätigkeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank für deine Antwort.
Ja .... interessant ist, dass es zu dem Thema ansonsten keine Wortmeldungen und Perspektiven gibt.
Aber ich finde schon, dass du recht hast. Es ist einfach nur ein "System" an das man als Kind "angepasst/gewöhnt" wird. Und letztlich, wenn du nicht über genügend Eigenkapital verfügst, aus dem du genügend Zins erwirtschaften kannst (denn letztlich macht dich der Zins deines Eigenkapitals reich und nicht die Überstunden), dann bist du einfach nur der Sklave und schuftest für die Feudalherren.

Der Unterschied zum Mittelalter ist doch, dass wir heutzutage eine bessere Gesundheitsversorgung der Sklaven und Mittelschicht haben und dass wir statt lediglich "Brot und Spiele" elektrische Geräte, Technik und das Internett als Ablenkung für die Realität kaufen dürfen.

Wie bei Hunger Games.....
Sind wir denn die einzigen, die es so sehen?
 
interne Trainingsprogramme?
Nachqualifikationen?
Studienabschluss?

Habe ich alles gemacht - und ich verdiene halbwegs gut. Dennoch bleibt nichts über, weil ich in einer der teuersten Städte lebe. In den Wochen mit Arbeitsüberlastung (und es gibt kaum Wochen ohne deutliche Überlastung) muss ich mich zurück halten, dass ich nicht aus Frust "überkonsumiere", d.h. einen zu teuren Ausgleich schaffe, als den, den ich mir nach Abzug der Ersparnisse, die ich für die Pension und eventuelle Arbeitsunfähigkeit zurück legen muss, leisten kann.
Und auch das ist es, was mich beunruhigt. EIGENTLICH geht es mir verhältnismäßig "gut".
Bitte, wie machen das jene, die eben nicht auf die "Butterseite der Bildung" (Studienabschluss möglich, guter Job, mittelhohes Einkommen, kein Druck Kinder zu bekommen von Familie) gefallen sind?
 
Vielen Dank für deine Antwort.
Ja .... interessant ist, dass es zu dem Thema ansonsten keine Wortmeldungen und Perspektiven gibt.

Sind wir denn die einzigen, die es so sehen?
Es sollte nicht vergessen werden das aktuell Urlaubszeit/ Sommerferien sind. Viele werden gerade anderweitig unterwegs sein, als in diesem Forum.

Außer man hat Urlaub und ist krank. 🤔

60h Wochen würde ich nicht mitmachen. Es wird einem nicht gedankt. Habe ich schon mit Mitte 20 gelernt und mir dann einen normalen Job gesucht. 40h Woche mit Freizeit- oder Ü-Ausgleich.
Wozu haben wir Arbeitsgesetze wenn sich keiner dran hält? Meinen Mitarbeitern mute ich das nicht zu, wer Überstunden aufbaut soll sie auch wieder abbauen können. Kein Kundengeschäft ist so dringend das die Gesundheit leidet. Man braucht dafür aber Selbstbewusstsein und gute Gründe um dies im Zweifel auch bis nach ganz oben zu eskalieren.
Dazu sind leider nicht alle Zwischenebenen bereit. Die muss man im Zweifel übergehen... Ist blöd, ist aber so.

Im Endeffekt bist du nicht allein, aber nur du allein kannst dir selbst helfen.

Studienabschlüsse braucht man nur bedingt. Ü40 hat man genug Berufs- und Lebenserfahrung angesammelt, welche kein Student überbieten kann. Außerdem wurden diese absolut inflationär, seitdem an den Noten manipuliert wird. Eine Uni wird bezahlt, wenn die Studenten bestehen. Ich habe mehrere Absolventen gehabt und manche hätten durchfallen müssen, sind sie aber auf wundersame weise nicht.

Durch den Fachkräftemangel gibts sehr viele Quereinsteiger dadurch sind auch Wechsel in andere Berufsgruppen möglich ohne die dazugehörige Ausbildung zu haben. Wahrscheinlich nicht vom Maurer zum Chirurg, aber da geht schon einiges.

Wenn du schon Richtung 50/55/60 unterwegs bist, wird es Zeit etwas zu änderm bevor es zu spät ist.
So Workaholics sind Kandidaten die mit 65 zum Renteneintritt tot umfallen.

Zum Thema Finanzen: es ist wie es ist, anderen die Schuld zuzuschieben wird die Probleme nicht lösen. Von einem Sparbuch halte ich nichts, schon gar nicht seit 2008. Jetzt haben wir 2022.
ETF sind eine gute Wahl wenn man genügend Zeit mitbringt, also mind. 10 Jahre, besser 20-30 Jahre. Aktien sind für Anfänger hingegen kaum geeignet. Amazon ist derzeit günstig zu haben und Apple und Microsoft Dauerbrenner. Die letzten 3 Wochen gabs gute 20% plus, nachdem es zuvor merklich bergab ging dank diverser weltweiter Ereignisse. Günstige Einstiege oder zum Nachkaufen.
 
60h Wochen würde ich nicht mitmachen. Es wird einem nicht gedankt. Habe ich schon mit Mitte 20 gelernt und mir dann einen normalen Job gesucht. 40h Woche mit Freizeit- oder Ü-Ausgleich.
Wozu haben wir Arbeitsgesetze wenn sich keiner dran hält? Meinen Mitarbeitern mute ich das nicht zu, wer Überstunden aufbaut soll sie auch wieder abbauen können. Kein Kundengeschäft ist so dringend das die Gesundheit leidet. Man braucht dafür aber Selbstbewusstsein und gute Gründe um dies im Zweifel auch bis nach ganz oben zu eskalieren.
Dazu sind leider nicht alle Zwischenebenen bereit. Die muss man im Zweifel übergehen... Ist blöd, ist aber so.

Im Endeffekt bist du nicht allein, aber nur du allein kannst dir selbst helfen.
...
Danke dir für die Perspektive. Ja, das stimmt - am Ende muss man alleine für sich "kämpfen" und ich habe mittlerweile herausgefunden, dass es hilft, "kommunizieren zu lernen". Lange genug bin ich immer wieder an ähnliche Grenzen gestoßen. Erst als ich etwas besser lernte, meine Bedürfnisse und Wünsche auszudrücken, wurde es besser.
Nun ist es so, dass ich es bewusst wahrnehme, dass ich die 60-Stunden-Woche nicht mehr will, aber gleichzeitig im neuen Job so viele Kunden und Projekte aufgeladen bekomme, dass es auch für meinen Chef klar ist, dass dies nicht in der Zeit (40Stunden Woche) machbar ist. Nun habe ich in den ersten 12 Wochen so viele Überstunden (die ausbezahlt werden), dass mein Chef in jedem Meeting Druck macht, ich muss runter mit den Stunden und bei 80 Stunden sei "Schluss" und man brauche einen Maßnahmenplan.

D.h. ich priorisiere gerade schon rigoros wo es geht, dadurch leiden interne Projekte (und die Beziehungen mit den neuen Kollegen, denen ich die internen, eher weniger dringlichen Projekte absagen muss).

Insgesamt fühle ich mich am Ende eines Tages, der meist ohne Pausen von einem Meeting ins nächste abläuft, wie nach einem Marathon.

Wenn ich aber deine Perspektive zusammenfasse, meinst du, es liege an mir, dies richtig zu kommunizieren und ihm die Situation transparent zu machen. Korrekt?
Wie lernt man dies?
Hast du einen Kurs/Coaching, das du hier empfehlen kannst?
Wie lerne ich sonst, wie ich dies transparent mache, was ich leiste und wie schwierig dies in der vorgegebenen Zeit umsetzbar ist?

Wenn du schon Richtung 50/55/60 unterwegs bist, wird es Zeit etwas zu änderm bevor es zu spät ist.
So Workaholics sind Kandidaten die mit 65 zum Renteneintritt tot umfallen.
Anfang 40. Und ja - genau da war ich schonmal, in der Nähe eines Burnouts. Ich habe bereits deutlich mehr Bewusstheit darüber und meine Arbeitszeit ggü früher reduziert. Aber merke nun, dass es gar nicht mein Wille ist, sondern einfach rigoros von mir erwartet und verlangt wird, dass ich "übermenschliches leiste". Oder unterliege ich wieder meinem internen Irrtum, dass dies gar nicht die Erwartung ist? Aber es ist nunmal extrem viel auf dem Tisch und gleichzeitig wird gesagt: bitte 40 Stundenwoche einhalten und Stunden abbauen. ----Wie kommuniziere ich richtig, dass ich "nicht zaubern" kann.
Zum Thema Finanzen: es ist wie es ist, anderen die Schuld zuzuschieben wird die Probleme nicht lösen. Von einem Sparbuch halte ich nichts, schon gar nicht seit 2008. Jetzt haben wir 2022.
ETF sind eine gute Wahl wenn man genügend Zeit mitbringt, also mind. 10 Jahre, besser 20-30 Jahre. Aktien sind für Anfänger hingegen kaum geeignet. Amazon ist derzeit günstig zu haben und Apple und Microsoft Dauerbrenner. Die letzten 3 Wochen gabs gute 20% plus, nachdem es zuvor merklich bergab ging dank diverser weltweiter Ereignisse. Günstige Einstiege oder zum Nachkaufen.
Danke dir für den Tipp... ich habe vor einigen Jahren angefangen anzulegen. Mitten im Bullran letztes Jahr habe ich die Ansparpläne gestoppt, seit dem ist Ukraine, Inflation etc. viel passiert und ich traute mich bisher nicht, wieder einzusteigen... Aber du hast recht, möglichst viel Eigenkapital ansparen, ist die einzige Möglichkeit, wie du dem Hamsterrad entkommst.

Vielen Dank
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke dir für die Perspektive. Ja, das stimmt - am Ende muss man alleine für sich "kämpfen" und ich habe mittlerweile herausgefunden, dass es hilft, "kommunizieren zu lernen". (..)

Ich bin 37, beim Lesen musste ich an mich selbst denken. ;-) Die ersten Jahre war ich eher introvertiert, aber das nutzen viele andere aus. Heutzutage bin ich geradeheraus, direkt und ehrlich. Damit gehen aber auch Fakten, Fokus und zielgerichtete Aussagen einher. Dadurch wird man besser ernst genommen. Ich würde nicht von Burnout sprechen, aber etwas ähnliches habe ich schon hinter mir. Seitdem habe ich Panikattacken. Wünsche ich keinem, besser vorher die Reisleine ziehen.

In meiner vorherigen Tätigkeit war ich unter anderem für Arbeitsanweisungen tätig. Das habe ich auch aktuell durchgezogen. Einarbeitungsleitfäden und -guides für neue Mitarbeiter. Erläuterungen von Fachbegriffen, diverse Prozessbeschreibungen und Anleitungen. Mein Team wächst, die Leute sind gut drauf und erhalten Unterstützung soweit mir möglich. Arbeit muss man aber auch odentlich delegieren und auch wenn sie mal keinen Spaß macht.

Nun ist es so, dass ich es bewusst wahrnehme, dass ich die 60-Stunden-Woche nicht mehr will, aber gleichzeitig im neuen Job so viele Kunden und Projekte aufgeladen bekomme, dass es auch für meinen Chef klar ist, dass dies nicht in der Zeit (40Stunden Woche) machbar ist. Nun habe ich in den ersten 12 Wochen so viele Überstunden (die ausbezahlt werden), dass mein Chef in jedem Meeting Druck macht, ich muss runter mit den Stunden und bei 80 Stunden sei "Schluss" und man brauche einen Maßnahmenplan.

D.h. ich priorisiere gerade schon rigoros wo es geht, dadurch leiden interne Projekte (und die Beziehungen mit den neuen Kollegen, denen ich die internen, eher weniger dringlichen Projekte absagen muss).
Insgesamt fühle ich mich am Ende eines Tages, der meist ohne Pausen von einem Meeting ins nächste abläuft, wie nach einem Marathon.

--- Wie kommuniziere ich richtig, dass ich "nicht zaubern" kann. ---
Du hast ein Ziel. Das ist gut. Du hast die Probleme erkannt und wirst sie selbst nicht lösen können, da du sie nicht beeinflussen kannst. Das wiederum ist das Problem deines Chefs. Statt "seine" Probleme zu lösen und dich dabei zu unterstützen, setzt er dich weiter unter Druck. Daran erkennt man schlechte Führungskräfte.
Ich hatte bzw. habe schon länger das gleiche Problem. Allerdings lasse ich mich nicht unter Druck setzen. Dazu habe ich doch Entscheider die über mir stehen. 🙂

Vorschlag meinerseits: Mach dir am besten jeden Freitag vor Feierabend einen Wochenplan für die kommende Woche. Aufgaben einteilen in kurz-, mittel- und langfristig, ebenso wie zugehörige Prioritäten. Dazu kommt eine Schätzung in Stunden wie lang du dafür brauchst (lieber zuviel als zu wenig). Viele kleine Projekte erfordern viel Planungsaufwand und ggf. auch Absprachen (Projektmanagement). Das vergessen aber viele in der Planung, da die meisten nur von sich und der tatsächlichen Zeit ausgehen.
Am Ende des Tages kommst du auf eine 60h Woche, hast aber nur 40h Zeit. Leg den Plan deinem Vorgesetzen vor (bspw. per Mail) und teile ihm mit, wie es aktuell ausschaut. Was schaffst du und was würdest du aus welchen Gründen liegen lassen (Stichpunkte, keine Romane schreiben!). Je nach eurer Situation zur Kenntnisnahme (dadurch hat er die Möglichkeit einzuschreiten) oder soll bitte bestätigen, ob das so in Ordnung ist bzw. ob er - aufgrund seiner abteilungsüberblickenden Funktion - andere Prioritäten setzen möchte.
Damit informierst du ihn bereits frühzeitig, wenn etwas liegen bleibt. Wenn sich deine Kollegen bei dir beschweren, kannst du ihnen mitteilen, dass euer Chef die Situation kennt und du lediglich seine Anweisungen befolgst (natürlich in netten Worten).

Wenn ich aber deine Perspektive zusammenfasse, meinst du, es liege an mir, dies richtig zu kommunizieren und ihm die Situation transparent zu machen. Korrekt?
Wie lernt man dies?
Hast du einen Kurs/Coaching, das du hier empfehlen kannst?
Wie lerne ich sonst, wie ich dies transparent mache, was ich leiste und wie schwierig dies in der vorgegebenen Zeit umsetzbar ist?

Neben Verkauf, Kundenkontakt und Teamleitung hatte ich auch im Studium diverse Themen wie Führungskräftemanagement und Methodenkompetenz (Kommunikation, Präsentation, Moderation, Argumentation, Verhandlungsführung, Führung) und auch "Manipulationstechniken" behandelt.
Dazu auch noch Fachliteratur gekauft, welche unsere Dozentin, selbst Diplom-Psychologin empfohlen hatte.
Wichtig sind auch Körpersprache und Rhetorik, daher noch folgende:
Bezüglich Finanzen. Dann hast du den Einsteig vor 2-3 Wochen gerade verpasst. Ich habe heute morgen einen meiner ETF wieder nachgekauft (S&P500 IT). Sparplan auf Monatsmitte und gut. Ich hatte noch bei 18 und 19 EUR gekauft und dann bei 15 und 16 nochmal nachgekauft. Heute stand er wieder bei 18. Schauen wir mal wie es weiter geht.
 
Vorschlag meinerseits: Mach dir am besten jeden Freitag vor Feierabend einen Wochenplan für die kommende Woche. Aufgaben einteilen in kurz-, mittel- und langfristig, ebenso wie zugehörige Prioritäten. Dazu kommt eine Schätzung in Stunden wie lang du dafür brauchst (lieber zuviel als zu wenig). Viele kleine Projekte erfordern viel Planungsaufwand und ggf. auch Absprachen (Projektmanagement). Das vergessen aber viele in der Planung, da die meisten nur von sich und der tatsächlichen Zeit ausgehen.
Am Ende des Tages kommst du auf eine 60h Woche, hast aber nur 40h Zeit. Leg den Plan deinem Vorgesetzen vor (bspw. per Mail) und teile ihm mit, wie es aktuell ausschaut. Was schaffst du und was würdest du aus welchen Gründen liegen lassen (Stichpunkte, keine Romane schreiben!). Je nach eurer Situation zur Kenntnisnahme (dadurch hat er die Möglichkeit einzuschreiten) oder soll bitte bestätigen, ob das so in Ordnung ist bzw. ob er - aufgrund seiner abteilungsüberblickenden Funktion - andere Prioritäten setzen möchte.
Damit informierst du ihn bereits frühzeitig, wenn etwas liegen bleibt. Wenn sich deine Kollegen bei dir beschweren, kannst du ihnen mitteilen, dass euer Chef die Situation kennt und du lediglich seine Anweisungen befolgst (natürlich in netten Worten).

Ich würde nicht nur mitteilen, weshalb man solange braucht, sondern im Idealfall auch was notwendig ist, damit alles leistbar ist (z.B. mehr Personal, andere Aufgabenverteilung usw.). Also nicht nur mit dem Problem zum Chef, sondern am besten immer auch mit potentieller Lösung.
 

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