Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich auch mal so ein verträumter Linker war, so mit 17, 18 bis Anfang 20. Zum Teil bin ich es vielleicht heute noch, wenn es um gesellschaftspolitische Fragen wie die Emanzipation der Frau, Minderheitenrechte oder eine Grundsicherung für Menschen ohne Erwerbstätigkeit geht. Aber das sind für mich eigentlich eher Standpunkte der Mitte in einer sozialen und gesellschafltichpolitisch liberalen Marktwirtschaft. Aber vom Kommunismus als Alternativmodell oder den Utopien der Ökobewegung muss ich mich Lichtjahre distanzieren, weil diese Leute scheinbar tatsächlich glauben, dass der gesellschaftliche Fortschritt und die Industrialisierung und Technisierung gar nichts miteinander zu tun hätten und man das einfach voneinander abkoppeln könnte. Das halte ich für sie endlos naiv. Und es ist gut, dass du Nordkorea erwähnst, denn genauso stelle ich mir die nachhaltige Gesellschaft im Sinne einiger Ökoträumer und Menschenfeinde vor.