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Realität entfliehen

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Für weitere Antworten geschlossen.
Deinen Wunsch vor der Realität zu fliehen, finde ich interessant. Würde ich auch gerne manchmal. Liege dann lange im Bett und hoffe, dass ich irgendeine Eingebung bekomme und dieses Gefühl weggeht, dass ich unzulänglich bin und nichts hinbekomme.

Ganz ehrlich, dieses Verhalten meinerseits hat noch nie etwas besser gemacht. Ich habe ca. noch einen Tag, um eine wichtige Prüfungsaufgabe abzugeben - und ich habe nicht einmal die Hälfte fertig, weil ich mich ständig ablenke, um diesen unangenehmen Gefühl zu entgehen. Zugegeben habe ich Depressionen , aber ich ziehe das dennoch durch, auch wenn es mir schwerfällt. Warum?

Leben ist Leid. Leben ist chaotisch. Leben ist unfair. Aber man selbst hat die schreckliche Fähigkeit alles noch viiiiieeeel schlimmer zu machen, indem du beispielsweise vor der Realität fliehst. Denkst du deine Probleme schrumpfen? Einige Probleme werden noch viel größer mit der Zeit, wenn du sie heranwachsen lässt. Eigentlich ist das wie Unkraut im Garten. Du erwartest ja auch nicht, einen schönen Garten zu besitzen, wenn du nichts für ihn machst.

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass du mehr zu bieten hast als du es momentan zeigst. Ich habe keine Ahnung, wie sich deine Erkrankung genau äußert. Ich weiß, dass du in einem Heim bist. Also wird sich um dich gesorgt und du musst keiner stressigen Arbeit nachgehen. Theoretisch kannst du alles tun, was im Rahmen deiner Behinderung möglich ist. Viele, ich auch, gehen einer Tätigkeit nach, die sie eigentlich nicht erfüllt. Du kannst das auswählen.

Selbst, wenn du nur Bäume anstarren könntest... du hättest eine wunderbare Aufgabe! Bäume sind verdammt interessant. Es gibt hunderte verschiedene Baumarten. Du könntest sie lernen, die Blätter trocknen und ein Album erstellen. Schon hättest du eine Aufgabe, die dich erfüllt.
So kannst du auch deine Probleme betrachten: Du nimmst dir ein Problem, was dich belastet und versuchst daran zu arbeiten. Wie kannst du es am besten lösen oder damit zurechtkommen? Vielleicht gibt es keine Lösung, dann braucht es dich auch nicht mehr interessieren. Mache etwas, wo du etwas bewirken kannst.

Natürlich gibt es Menschen, die besser dastehen als du - aber auch Leute, denen es schlechter geht. Jeder muss mit seinen eigenen Stärken und Schwächen umzugehen lernen. Aber genau dieser Prozess ist einzigartig. Du bist einzigartig. Hättest du beispielsweise keinen Autismus, wärst du gar nicht mehr du selbst. Es gehört einfach zu dir und macht dich aus. Und wenn du lernst, damit umzugehen, ist das umso besser. Dann könntest du ein positives Beispiel für andere sein, die damit kämpfen.

Umbringen ist keine Lösung - deine Probleme bestehen weiter fort. Halt dann für andere. Und einige Leute wären auch verdammt traurig. Vielleicht wartest du auch einfach ab, bis du wieder klarer denken kannst und weniger Schmerz empfindest. Klar fühlst du dich gerade miserabel, aber Gefühle/Emotionen sind auch nicht von Dauer.
 
Deinen Wunsch vor der Realität zu fliehen, finde ich interessant. Würde ich auch gerne manchmal. Liege dann lange im Bett und hoffe, dass ich irgendeine Eingebung bekomme und dieses Gefühl weggeht, dass ich unzulänglich bin und nichts hinbekomme.

Ganz ehrlich, dieses Verhalten meinerseits hat noch nie etwas besser gemacht. Ich habe ca. noch einen Tag, um eine wichtige Prüfungsaufgabe abzugeben - und ich habe nicht einmal die Hälfte fertig, weil ich mich ständig ablenke, um diesen unangenehmen Gefühl zu entgehen. Zugegeben habe ich Depressionen , aber ich ziehe das dennoch durch, auch wenn es mir schwerfällt. Warum?

Leben ist Leid. Leben ist chaotisch. Leben ist unfair. Aber man selbst hat die schreckliche Fähigkeit alles noch viiiiieeeel schlimmer zu machen, indem du beispielsweise vor der Realität fliehst. Denkst du deine Probleme schrumpfen? Einige Probleme werden noch viel größer mit der Zeit, wenn du sie heranwachsen lässt. Eigentlich ist das wie Unkraut im Garten. Du erwartest ja auch nicht, einen schönen Garten zu besitzen, wenn du nichts für ihn machst.

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass du mehr zu bieten hast als du es momentan zeigst. Ich habe keine Ahnung, wie sich deine Erkrankung genau äußert. Ich weiß, dass du in einem Heim bist. Also wird sich um dich gesorgt und du musst keiner stressigen Arbeit nachgehen. Theoretisch kannst du alles tun, was im Rahmen deiner Behinderung möglich ist. Viele, ich auch, gehen einer Tätigkeit nach, die sie eigentlich nicht erfüllt. Du kannst das auswählen.

Selbst, wenn du nur Bäume anstarren könntest... du hättest eine wunderbare Aufgabe! Bäume sind verdammt interessant. Es gibt hunderte verschiedene Baumarten. Du könntest sie lernen, die Blätter trocknen und ein Album erstellen. Schon hättest du eine Aufgabe, die dich erfüllt.
So kannst du auch deine Probleme betrachten: Du nimmst dir ein Problem, was dich belastet und versuchst daran zu arbeiten. Wie kannst du es am besten lösen oder damit zurechtkommen? Vielleicht gibt es keine Lösung, dann braucht es dich auch nicht mehr interessieren. Mache etwas, wo du etwas bewirken kannst.

Natürlich gibt es Menschen, die besser dastehen als du - aber auch Leute, denen es schlechter geht. Jeder muss mit seinen eigenen Stärken und Schwächen umzugehen lernen. Aber genau dieser Prozess ist einzigartig. Du bist einzigartig. Hättest du beispielsweise keinen Autismus, wärst du gar nicht mehr du selbst. Es gehört einfach zu dir und macht dich aus. Und wenn du lernst, damit umzugehen, ist das umso besser. Dann könntest du ein positives Beispiel für andere sein, die damit kämpfen.

Umbringen ist keine Lösung - deine Probleme bestehen weiter fort. Halt dann für andere. Und einige Leute wären auch verdammt traurig. Vielleicht wartest du auch einfach ab, bis du wieder klarer denken kannst und weniger Schmerz empfindest. Klar fühlst du dich gerade miserabel, aber Gefühle/Emotionen sind auch nicht von Dauer.

Du Widersprichst dir, du sagst ich habe möglichkeiten aber kann auch nicht aus dem Heim, udn werde für immer so weiterleben müssen.

Seltsam. Andere sind mir völlig egal.
 
Du kannst als betreuter Mensch mit Handicap alleine leben. Ambulante Betreuung nennt sich das.
Hast du Kontakt zu einem ATZ?
Machst du ein Sozialtraining?
Ein "Behindertenheim" ist für einen jungen Asperger-Autisten eine schlechte Wahl, denke ich.
Hast du Spezialinteressen?
Und Kontakt zu deiner Familie?
Zu anderen Autisten?
 
Du kannst als betreuter Mensch mit Handicap alleine leben. Ambulante Betreuung nennt sich das.
Hast du Kontakt zu einem ATZ?
Machst du ein Sozialtraining?
Ein "Behindertenheim" ist für einen jungen Asperger-Autisten eine schlechte Wahl, denke ich.
Hast du Spezialinteressen?
Und Kontakt zu deiner Familie?
Zu anderen Autisten?

Was ist ein ATZ? Was ist Sozialtraining? Man wird mir einfach gesagt ich muss meine situation akzeptieren und mich abfinden.
 
@FluchtNachVorn

Könntest du bitte noch mal kurz erklären, warum du so sicher bist, dass du den Rest deines Lebens in diesem Heim verbringen musst?

Du kannst offenbar
- lesen
- schreiben
- tippen (Tastatur des PC oder Smartphones)
- denken

Das sollte doch schon ausreichend sein, um etwas lernen zu können, was man vom Home Office aus tun kann (ohne allzu viel menschlichen Kontakt).

Kann sein, dass das nicht zum Leben reicht, aber dafür gibt es dann ja staatliche Hilfen.

Und einige Forumsmitglieder haben sich schon als Autisten geoutet und leben lt ihren Berichten mit Hilfe in einer Wohnung.

Ansonsten: du machst das schon prima - dieses Forum ist absorptiv... 🙂
 
Du hast keine geeigneten Berater. Ein ATZ ist ein Autismus-Therapiezentrum. Dort werden viele Therapiemöglichkeiten und Kontaktgruppen für Autisten angeboten.
Zum Beispiel auch ein Sozialtraining. Dort lernt man den Umgang mit alltäglichen Situationen. Und das deuten von Mimiken des Gegenübers.
Wenn du magst, schreib mich per PN an. Ich kann dir die Daten für ein ATZ in deiner Nähe und eventuell andere Ansprechpartner raussuchen.
Kennst du das Asperger-Forum?
 
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