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Mein Vater und seine Freundin hassen mich

  • Starter*in Starter*in Ichwillnurweg
  • Datum Start Datum Start
Mein Vater hat seit einem halben Jahr eine Freundin. Seitdem ignoriert er mich völlig. Er interessiert sich überhaupt nicht mehr für mich.
Wie zeigt sich das? Oder anders gefragt: Was fehlt dir jetzt? Was genau hat sich geändert?

Ich erzähle meinem Vater nichts mehr, weil es ihn sowieso nicht interessiert.
Hat er dir das so gesagt?

Falls doch ärgere ich mich das ich überhaupt etwas gesagt habe.
Was genau passiert dann?

Ich bin meistens den ganzen Tag alleine in meinem Zimmer. Mein Vater schimpft mit mir wenn ich den ganzen Tag im Zimmer bin.
Was sollst du in seinen Augen stattdessen tun? Hast du ihm das mal gefragt? Es wird ja einen Grund geben, warum er nicht will, dass du ständig im Zimmer hockst.

Da habe ich meine Ruhe. Aber haben will er mich auch nicht.
Das ist nur eine Vermutung: Vielleicht möchte er, dass du mal etwas raus gehst, dich mit Leuten triffst. Oder, dass du dich sportlich betätigst.

Tagsüber wenn wir alleine sind kümmert er sich zumindest ein bisschen um mich.
Wie muss ich mir das vorstellen? Was macht ihr dann gemeinsam?

Sobald seine Freundin abends von der Arbeit kommt werde ich von ihm ignoriert.
Irgendwie schon verständlich, finde ich. Ich meine, du bist ja schon groß und brauchst eigentlich keine rundum Betreuung mehr. Manche machen mit 16 schon eine Ausbildung, gar fernab der Heimat und leben allein, ohne ihre Eltern tagtäglich zu sehen.
Mal ehrlich: Was erwartest du von deinem Vater, wenn seine Freundin da ist? Lass die beiden doch einfach in Ruhe und unternimm allein etwas oder beschäftige dich mir etwas, was dich interessiert.

Mein Vater schimpft mit mir warum ich gleich nachdem Abendbrot in mein Zimmer gehe. Ich will einfach nicht unten sein und ignoriert werden. Ich kann nichts mehr recht machen. Wenn ich unten bin ist es falsch. Oben im Zimmer ist auch falsch. Ich merke deutlich das mein Vater genervt ist. Wenn ich etwas erzählen möchte. Nur etwas trinke oder esse. Alles was ich mache nervt ihn.
Da hilft nur reden. Frage deinen Vater, was er von dir erwartet und sage ihn auch, was du dir wünscht. Nur so könnt ihr versuchen euch gegenseitig zu verstehen.

Mein Vater hat mich auch schon ein paar Mal angelogen, weil er keine Zeit mit mir verbringen möchte. Nur mit seiner Freundin.
Etwas genauer bitte. Inwiefern hat er dich belogen? Hat er dir etwas versprochen und dann das Versprechen wegen seiner Freundin nicht eingehalten?

Ich weiß das seine Freundin mich nicht mag. Da ich so verzweifelt war habe ich gefragt ob sie mal mit meinem Vater reden kann. Sie hat mich angeschrien. Ich muss mit ihm reden. Nicht mit ihr. Sie liebt meinen Vater. Das ich die beiden auseinander bringen will. Ich gönne ihnen das Glück nicht. Dann hat sie mir wieder vorgeworfen das sie im November nachts nach Hause gehen musste, weil ich einen Nervenzusammenbruch hatte und mein Vater gemeint hat es ist besser wenn sie geht.
Vielleicht hat sie den Eindruck, dass du zu sehr auf deinen Vater fixiert bist und eventuell gar wie eine Klette an ihm hängst. Klette ist jetzt nicht bös gemeint. Ich wusste nicht, wie ich es anders ausdrücken sollte. Wahrscheinlich ist sie deswegen eifersüchtig. Wahrscheinlich hatte sie gehofft, dass das Kind des neuen Partners mit 16 schon recht selbstständig ist und nicht mehr so arg abhängig.

Sie meinte mein Vater liebt mich. Er würde sich immer um mich kümmern. Ich bin nur so egoistisch und verzogen das ich das nicht merke.
Vielleicht ist da auch ein Fünkchen Wahrheit dran. Denn irgendwas wird sie ja dazu bewogen haben, zu diesem Schluss zu kommen. Du machst es sicher nicht mit Absicht, aber vielleicht wirkst du auf andere durch deine Art eher undankbar. Aber auch hier hilft nur reden.

Die beiden lästern häufig über mich.
Ist das nur eine Vermutung, oder weißt du das mit Sicherheit?

Wenn ich meinem Vater etwas erzähle und sie ist da hört er mir nicht zu. Er nimmt mich dann überhaupt nicht ernst. Ich glaube das seine Freundin mich schlecht macht.
Glauben ist nicht wissen. Vermutlich reden sie über dich, ja. Aber das muss nicht zwangsläufig heißen, dass sie lästern oder dich gar schlecht machen.
Ich glaube, dass ihr alle drei unter der derzeitigen Situation leidet. Das Problem ist nur, dass ihr euch nicht deswegen zusammensetzt und darüber redet. Nein, dafür spekuliert jede Seite für sich über die jeweils andere Seite. Das machen die beiden genau so wie du auch. Allerdings sehe ich eher die beiden und insbesondere deinen Vater in der Pflicht, mit dir mal zu reden. Aber, wenn dein Vater es nicht hinbekommt, wirst du wohl das Ruder übernehmen müssen, wenn du möchtest, dass sich etwas ändert.
Und wenn ihr euch mal dazu aufrafft euch zusammenzusetzen, dann bleibe sachlich. Nicht laut werden, nicht schreien, nicht beleidigen… dann wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ernst genommen. Sobald du dich jedoch wie ein kleines Kind verhältst, wird man dich auch so behandeln, glaub mir.

Mein Vater würde mich am liebsten rauswerfen und den Kontakt abbrechen, weil ich seine Freundin so respektlos behandele. Da ich sie nicht mag will er keinen Kontakt zu mir. Das hat er mir selber gesagt. Sobald ich ausgezogen bin will er nicht mehr mit mir reden.
Wenn er dich rauswerfen wollte, hätte er es schon getan. Ich vermute eher, dass er verzweifelt ist und mit dir nicht mehr weiter weiß. Es ist daher fraglich, ob er es tatsächlich so meint, was er gesagt hat.

Wenn ich mich mit meinem Vater streite dann schreit seine Freundin häufig dazwischen. Sie mischt sich immer ein. Häufig sagt sie meinem Vater er soll mich ignorieren. Das ich sowieso nur Unsinn rede.
Dann streite dich nicht mit ihm vor seiner Freundin. Du kannst deinem Vater auch sagen: „Ich möchte mich nicht nicht mit dir streiten. Können wir ein anderes Mal in Ruhe darüber reden?“ Und dann verlässt du die Situation. Sowas kann einen Streit erst mal entschärfen und du vertagst die Diskussion auf einen anderen Tag, wenn sich die Gemüter beruhigt haben.

Ich habe meinem Vater schon gesagt das mich sein Verhalten verletzt. Er findet er verhält sich richtig und ich mich unmöglich.
Vielleicht ist es besser, ihn nicht zu kritisieren sondern zu sagen, was du dir von ihm wünscht. “Ich würde mir wünschen, dass du mehr Zeit mit mir verbringst.“ Nur mal so als Beispiel.

Jeden Montag hat seine Freundin frei und kümmert sich zusammen mit meinem Vater um ihr Enkelkind. Ich werde ignoriert.
Das Enkelkind wird aber auch wesentlich jünger sein als du und mehr Aufmerksamkeit benötigen.
Warum stört es dich dann eigentlich so sehr in solchen Situationen ignoriert zu werden? Dadurch bekommt man hier als Leser auch schnell den Eindruck, dass bei dir Eifersucht eine große Rolle spielt. Es scheint, als hättest du deinen Vater lieber für dich allein. Eventuell ist dem auch so. Ich weiß es nicht. Aber wenn dem so ist: Versuche dich abzunabeln. Das heißt auch, dich emotional abzunabeln. Du bist, wie gesagt, schon fast erwachsen und im Grunde nicht mehr so sehr auf deinem Vater angewiesen. Du könntest langsam anfangen, dein eigenes Leben zu leben. Das Problem ist nur, dass du nicht viel hast, was dein Leben ausfüllt, daher klammerst du dich noch so sehr an deinen Vater.
 
Liebe TE,

du hast hier schon viele Einschätzungen deiner Lage und viele Ratschläge bekommen, trotzdem möchte ich auch ein paar Sätze schreiben.

Ich kann mich gut erinnern, wie es war, als ich so alt war wie du, meine Mutter einen Typen kennen gelernt hat und bei uns eine ähnliche Dynamik entstanden ist, wie du sie beschreibst. Sie hat sich innerhalb von kürzester Zeit extrem verändert, ich konnte mit diesen Veränderungen absolut nicht umgehen und hatte das Gefühl, dass ihr Typ an allem nur nicht an einem friedlichen, harmonischen Miteinander interessiert war. Ich war das ab einem bestimmten Zeitpunkt allerdings auch nicht mehr.

Ja, mit 16 ist man von seinen Eltern abhängig, rein praktisch und auch emotional. Aber ein kleines, hilfloses Kind ist man nicht mehr. Du hast Handlungsspielraum, auch wenn es sich nicht so anfühlen mag. Für mich hat sich die Situation deutlich gebessert, als ich aktiv geworden bin, als ich mehr und mehr Zeit mit Freizeitaktivitäten außerhalb unserer viel zu kleinen Wohnung verbracht habe, als ich raus aus meinem Zimmer war, weg von den Blicken und Kommentaren meiner Mutter und ihres Typen.

Ich hatte dazu in der Großstadt sicher andere Möglichkeiten als du und habe seitdem erlebt, wie anders das Leben am Dorf ist (an meinem aktuellen Wohnort fährt - außer morgens der Schulbus - nichteinmal ein Bus in die 5 km entfernte Kleinstadt) aber vielleicht schaust du dich mal an deinem Schulort nach möglichen Aktivitäten um? Alles ist besser als die ganzen Nachmittage in deinem Zimmer zu sitzen in dieser angespannten Atmosphäre.

Ich halte den Typen meiner Mutter übrigens bis heute für einen totalen Idioten und verstehe auch im Nachhinein, warum es zwischen uns beiden so schwierig war. Da war garantiert nichts mit Freude für die beiden und wenn sie zu verstehen gegeben haben, dass sie die erwarten, hat mich das extrem aggressiv gemacht. Dennoch ist er auch in eine nicht unproblematische Konstellation hineingekommen für die er nichts konnte. Was lange zuvor mit meinem Vater gewesen war und mich sowie das Miteinander mit meiner Mutter geprägt hat, dass konnte er weder wissen noch irgendwie verstehen und sich entsprechend (zumindest etwas) feinfühliger verhalten. Eure Lage durch den Tod deiner Mutter ist zwar eine ganz andere, aber auch sie wird deutliche Auswirkungen auf dich und auf den Umgang von dir und deinem Vater miteinander haben. Ich denke ebenfalls, wie jemand hier bereits schrieb, dass es sicher kein Fehler wäre eine Familienberatungsstelle als Vermittlung zu nutzen, damit vielleicht ein konstruktives Gespräch und mehr Verständnis zwischen dir, deinem Vater und der Freundin deines Vaters möglich wird.
 
Eine Freundin von mir war damals in einer ähnlichen Situation wie du. Ihre Mutter ist auch an Krebs gestorben als sie noch sehr jung war. Zuerst war die Beziehung zu ihrem Vater sehr gut gewesen. Später kamen dann die Probleme. Der Vater war überfordert, später kam dann noch Arbeitslosigkeit und Alkoholsucht dazu. Meine Freundin hat sehr lange gebraucht bis sie sich Hilfe vom Jugendamt geholt hat, weil sie Angst hatte und trotz allem ihren Vater geliebt hat.

Meine Freundin kam zuerst zu ihren Großeltern. Leider fühlte sie sich auch dort nicht wohl wegen ihrem Opa und Streit war auch hier an der Tagesordnung.

Nach einiger Zeit kam sie dann ins betreute wohnen und hatte eine eigene Wohnung. Sie war auch erst 16 Jahre alt als sie von Zuhause auszog.

Inzwischen lebt sie im Haus der Großeltern, weil diese beide verstorben sind und die Beziehung zu ihrem Vater ist wieder gut und entspannt.

Vielleicht macht dir ja diese Geschichte Mut. Für meine Freundin war es auch sehr schwer. Aber es hat sich gelohnt.
 
Ich vermute dein Vater liebt dich, er ist aber sehr ungeschickt im Umgang mit dir.
Väter dürfen zu ihren fast erwachsenen Töchtern auch nicht zuviel Nähe zulassen.

Wenn du diesen Reitstall magst, dann fahre doch wieder dort hin und helfe bei den Pferden mit.
Dafür kann man dann meistens mal kostenlos reiten.
Es wäre für dich doch toll, wenn du Freunde finden könntest.

Ohne Auto komme ich leider nicht zum Reitstall. Ich weiß auch nicht ob ich dort einfach kostenlos reiten darf wenn ich im Stall mithelfe.
 
Du beschreibst quasi meine Kindheit, nur dass das bei mir von ca 6-17 ging. Mit 17 bin ich endlich ausgezogen, sobald ich eine Ausbildung hatte! Das kannst du auch, könntest dir evtl eine kleine WG suchen oder so. Ich würde an deiner Stelle auch auf Abstand gehen. Familie kann man sich nicht aussuchen. Dein Vater wird schon noch merken was er da angerichtet hat.

Tut mir leid das es dir auch so schlecht ergangen ist. 🙁

Ich möchte gerne später studieren und hoffentlich weit weg. Auch wenn mein Vater sonst nichts zahlen möchte was er unnütz findet wie z.B. ein Hobby da würde er mich unterstützen. Dafür bin ich dankbar und ich weiß selbstverständlich ist das nicht.

Ich hoffe sehr das mein Vater irgendwann merkt wie es mir geht. Im Moment interessiert ihn das nicht, weil ich respektlos mit seiner Freundin umgehe. Also er behauptet das ich sie respektlos behandele was nicht stimmt.

Dabei hatte mein Vater mir versprochen das er immer für mich da ist sein Leben lang egal was passiert. Ich kann immer zu ihm kommen...

Deeskalieren wäre wichtig. Du weißt nicht was die Freundin und Dein Vater für Traumata mit sich rumschleppen und kannst es Dir mit Deinen jungen Jahren wohl auch kaum vorstellen. Sag doch Deinem Vater, dass Du Dich für ihn freust etc.

Du bist ein Einzelkind und deshalb in der Tat ziemlich verwöhnt von der Zuneigung Deiner Eltern, die nun eben nicht voll da ist. Das frustriert Dich. Schau Dir mal an, wie Erstgeborene auf neue Geschwisterchen reagieren. Das ist z.T. der blanke Hass, wenn die wegen dem mal keine Zuneigung bekommen. Das hast Du nie erlebt und machst es sozusagen jetzt durch. Auch als Nichtkleinkind ist das schwer zu verdauen. Nichts ist schwerer abzulegen als alte Gewohnheiten.

Insofern liegt das Problem auf allen 3 Seiten. Du kannst Deinem Vater das ja mal so erklären, aber auch, dass Du Dich eigentlich für ihn freuen möchtest. Mal schauen, was er sagt.
Und ja, such Dir Hobbys. Geh mal in ein Sommerferienprogramm oder dergleichen, um auch mal ganz neue Kontakte zu knüpfen. Sowas wie eine Ferien-Uni in etwas, was Dich interessiert. Das kannst Du deinem Vater auch als Investition in Deine Ausbildung verkaufen und er ist froh, wenn Du mal eine Bisschen weg - und wieder da bist. 😉

Die Freundin von meinem Vater war frisch geschieden als die beiden sich kennengelernt haben. Ich weiß das es viel Stress deshalb gegeben hat. Ihre Kinder haben ihr das sehr übel genommen. Deswegen ist auch immer so ein hin und her zwischen meinem Vater und ihr, weil sie eigentlich keine Lust auf etwas ernstes hat und was Theater geben könnte. Mein Vater klammert nämlich sehr. Sie ist da auch nicht wirklich ehrlich das ihre Kinder sich freuen was die Beziehung zu meinem Vater angeht. Außerdem geht sie mit ihren Kindern auch nicht nur nett und verständnisvoll um wie mein Vater behauptet. Aber die sind alle schon erwachsen und haben teilweise selbst Kinder. Wenn denen was nicht passt wird der Kontakt abgebrochen und es gibt dadurch noch mehr Stress , weil sie z.B. ihre Enkel nicht sehen darf.

Mein Vater macht alles nur noch schlimmer, weil er seine Freundin gegen mich aufhetzt.

Ich bin nicht verwöhnt. Mir geht es wirklich nur darum das ich in Frieden leben kann. Mein Vater soll ruhig den ganzen Tag mit seiner Freundin verbringen. Aber mich nicht anmachen nur, weil ich da bin. Ich ziehe mich schon in mein Zimmer zurück damit die beiden ihre Ruhe haben. Aber das ist auch wieder nicht richtig. Was soll ich denn sonst noch machen?

Ich habe schon so oft gebeten das wir zu dritt uns aussprechen. Wollen beide nicht. Ein Neuanfang. Wollen beide auch nicht. Selbst wenn ich mich so oft entschuldigt habe. Ich habe mich z.B. im November, wegen dem Nervenzusammenbruch, für den ich nichts konnte, daneben benommen und muss deshalb für immer dafür leiden. Egal was ich getan habe mir wird nichts verziehen und sei das noch solange her. Eine Therapie wollen beide auch nicht machen. Das es mir psychisch schlecht geht glauben beide nicht. Ich bin halt ein schlechter Mensch und will nur Aufmerksamkeit. Zum reden habe ich jetzt niemanden mehr. Ich weine nur noch und wünsche mir doch nur jemanden der mich auch liebt.

Dabei hatte mein Vater mir versprochen sich zu ändern. Nur um mich eine Minute später wieder zu ignorieren.

Mein Vater hatte schon zwei Freundinnen nach meiner Mutter. Da gab es niemals Terror. Er hat mich nie so behandelt. Keiner der beiden war so ablehnend mir gegenüber. Es fing ja schon an als ich sie kennengelernt habe das sie mich nicht mochte.

Ich kann nichts machen. Da kann ich noch so oft sagen ich nehme ihr nichts weg. Mein Vater sagt dann nur das musst du ihr bei bringen und ich behandele sie respektlos, deshalb verdiene ich es auch nicht besser behandelt zu werden.

Mein Vater hat mir mehrmals versprochen, weil ich zuerst Angst hatte egal wen er kennenlernt er wird immer für mich da sein. Sein Leben lang. Wer mich nicht mag, den mag er auch nicht mehr. Niemals würde er mich verlassen. Jetzt sagt er zu mir wenn du sie nicht magst müssen wir getrennte Wege gehen. Ich will gar nicht das die beiden sich trennen. Was ich will ist anständig behandelt zu werden.

Mein Vater glaubt mir leider nicht das ich mich freue. Er erzählt seiner Freundin auch das ich sie nicht mag und die beiden auseinander bringen möchte. Dabei habe ich das nie gesagt oder getan. Aber wenn ich sauer oder traurig wegen meinem Vater bin egal wegen was er denkt automatisch das es nur wegen seiner Freundin ist und rennt gleich zu ihr wie unmöglich ich bin. Deshalb erzähle ich nichts mehr. Auch wenn ich irgendwie komisch bin denkt mein Vater ich bin nur sauer wegen seiner Freundin und macht mich dann wieder an obwohl ich nichts getan habe.

Da ist eine schwere Dynamik bei Euch drin allen dreien.

Irgendwas scheint mit dieser Frau anders zu sein als mit den anderen Freundinnen vorher.

Ich würde nicht in das Horn der "psychischen Misshandlung" mittuten. Ihr hattet es schwer. Dass Deine Mama an Krebs gestorben ist, die Zeit davor, der Verlust und dann zu zweit zurecht kommen zu müssen, Dich allein aufzuziehen, hat Euch sehr zusammengeschweißt (Du schreibst, Ihr wart sehr eng). Das ist typisch für so eine Konstellation. Und jetzt ist da eine dritte Person, die wichtig ist. Mindestens so wichtig wie Du.

Seit einem halben Jahr sind sie ein Paar, also noch recht frisch. Und immer hockt da ein Pubertierender dazwischen. Der nachts Nervenzusammenbrüche bekommt. Warum genau musste sie dann in der Nacht nach Hause gehen? Warum konnte sich Dein Vater nicht um Dich kümmern, während sie da ist? Ich wäre da auch super sauer gewesen. Klar geht sie damit auch ungeschickt um und Schreierei udn monatelange Vorwürfe sind kein erwachsener Umgang mit Krisen und Schwierigkeiten. Ebensowenig wie dann weinend in der Ecke zu sitzen und sich umbringen wollen.

Du brauchst als Jugendliche Stabilität und keine Erwachsenen, die selbst permanent in emotionale Ausnahmezustände geraten.

Ihr braucht Hilfe. Schau doch mal nach Familien- und Jugendberatungsstellen oder habt Ihr einen Schulsozialberater?

Und guck mal, ob Du wirklich immer so ausflippen musst? ich bin da schon bei Hollunderzweig. Mir ist da schon beim Lesen ganz anders geworden, als ich mir das Theater vorgestellt habe, was da bei Euch permanent los ist.

Ich glaube es liegt einfach daran das die Frau mich nicht mag. Dabei gebe ich wirklich mein bestes. Die Exfreundinnen von meinem Vater sind gleich auf mich zu gekommen und wir haben uns eigentlich immer gut verstanden und sie mochten mich. Mein Vater ist total verliebt und es zählt nur was sie denkt und sagt. Wie ich mich fühle interessiert ihn überhaupt nicht mehr. Ich meine nicht im Bezug auf sie, sondern allgemein.

Ich hatte nur diesen Nervenzusammenbruch. An dem Tag war ich krank und wollte meine Ruhe haben. Die hatte ich aber nicht. Den Tag davor haben wir uns schon gestritten. Die beiden haben mich nicht in Ruhe gelassen. Abends noch laut Netflix geguckt obwohl ich so starke Kopfschmerzen hatte das ich nicht mehr konnte. Trotz geschlossener Türen habe ich alles unten gehört. Ich muss immer leise und vorsichtig sein wenn die beiden krank sind. Für mich gilt das nicht.
Seine Freundin hat mich angeschrien ich soll mich beruhigen aber ich konnte mich nicht beruhigen. Ich glaube mein Vater hatte keine Lust das er uns beide beruhigen muss.

Ich flippe doch gar nicht immer aus. Aber wenn ich schon angemacht werde nur, weil ich da bin irgendwann kann ich nicht mehr. Soll ich etwa noch Verständnis haben, weil die beiden sich nicht im Griff haben?
 
Liebe TE,

nachdem ich noch ein wenig nachgedacht habe: gibt es bei dir eigentlich einen Therapeuten o ä bei dem du dich aussprechen kannst?

Wie hat sich der Nervenzusammenbruch bei dir geäußert und hast du damals ärztliche Behandlung gebraucht oder ist das mit häuslicher Pflege durch deinen Vater wieder weg gegangen?

Der Hauptgrund warum ich frage, ist, dass ein Therapeut oder Arzt, bei dem du in Behandlung bist, vielleicht deinem Vater deine Bedürfnisse besser erklären könnte als du und mit mehr Autorität.

Was mir auch noch einfällt: kannst du dir vorstellen, vielleicht für ein Jahr oder so ins Internat zu gehen?

Klar, sowas ist nicht billig. Es gibt jedoch manchmal staatliche Zuschüsse dafür (das hat mir mal eine Mutter erzählt - leider weiß ich die Einzelheiten nicht mehr).

Ein Mädchen aus meiner Klasse hat das gemacht (10.oder 11. Klasse). Fand das damals total spannend, weil ich das nur aus Kinderbüchern kannte und habe sie darum bisschen ausgefragt, als sie wieder da war. Sie fand diese Erfahrung wohl wirklich gut. Bin mir nicht sicher, wie ihre Eltern ihr das ermöglicht haben (es war auf jeden Fall eine 'normale Familie' vom Einkommen her).

Oder wäre vielleicht ein Auslandsjahr eine Idee? Gut, der einzige, den ich in der Schule kannte, der das gemacht hat, musste das Schuljahr wiederholen.

Andererseits ist das der einzige aus unserem Abijahrgang, der Professor geworden ist. Also hat sich die Investition wohl gelohnt.

Gibt auch Organisationen, wo man teilweise ein Stipendium bekommen kann. Dafür würde es allerdings vermutlich ehrenamtliches Engagement brauchen (auf dem Dorf zugegebenermaßen schwierig).

Was mir dazu noch einfällt: Wenn du dich gerne im Tierheim ehrenamtlich engagieren möchtest, könntest du das dort auch sagen und fragen, ob evtl die Möglichkeit besteht, dass dich jemand aus der Nähe mitnehmen kann.

Das ist natürlich Glückssache, ob da jemand in der Nähe wohnt.

Aber falls ja, freut der oder die sich vielleicht über Gesellschaft auf der Fahrt und / oder bisschen Fahrtgeld (Benzin ist ja auch ziemlich teuer geworden).

Gibt es bei euch eigentlich sowas wie einen Bahnhof oder Busverkehr?

Was nämlich vielleicht auch eine Idee wäre: schau dir mal an, was du in vernünftiger Zeit erreichen kannst in den Ferien - und überleg dir dann mal, ob es dort nicht etwas neues oder interessantes zu tun gibt.

Würde ja schon ein Geschäft reichen oder ein Unternehmen, das einen Ferienjob zu vergeben hat.

Oder vielleicht kannst du irgendwo ein Praktikum machen? (Tierarztpraxis vielleicht oder was anderes was dich interessiert?)

Es hilft wirklich wenn man sich potentielle Berufsfelder früh anschaut.

Wenn du so argumentierst, ist dein Vater bestimmt einverstanden.

Den Nervenzusammenbruch habe ich gerade beschrieben in dem anderen Zitat.
Ich war Zuhause.

Mein Vater hält von Therapeuten nichts. Ich habe schon mal eine Therapie vorgeschlagen. Er meinte das ist Unsinn, weil wir kein Problem haben. Ich muss mich halt einfach nur benehmen. Aber wie soll ich das machen wenn alles was ich sage und mache falsch ist? Mir wird nichts verziehen und wenn angeblich doch wird mir das im nächsten Streit wieder vorgeworfen. Ich höre immer nur wie schlecht ich bin. Aber keiner der beiden entschuldigt sich bei mir, weil ich halt das ungezogene Kind bin und da entschuldigt man sich nicht. Selbst wenn man mir den Tod wünscht ist das normal für die beiden.

Ich will nicht ins Internat. Ins Ausland will ich auch nicht.

Der Bus fährt leider nicht überall, genauso wie der Zug.

Und noch ein Nachtrag: habe gerade mal geschaut: sowohl Keyboards als auch Gitarren sind recht günstig zu haben.

Hat dir dein Vater das wirklich abgeschlagen oder hast du dich nicht getraut, ihn zu fragen?

(Keyboard hat z. B. den Vorteil dass man auch mit Kopfhörer üben kann - stumm für Mitbewohner)

Was Unterricht angeht, wäre es wohl am einfachsten von Zeit zu Zeit eine Einzelstunde zu buchen (das ist im ganzen günstiger als eine Musikschule, auch wenn der Preis für die Einzelstunde teurer ist).

Gibt inzwischen auch ein breites Angebot online (wobei das natürlich gerade für den Anfang Limitationen hat).

Oder du schaust mal, ob jemand bei euch auf dem Dorf wohnt, der dir Unterricht geben kann.

Auch Musiker und Musiklehrer wohnen irgendwo. Manchmal ist man überrascht.

Meinem Vater ist Musikunterricht zu teuer und unnütz.

Bist du eifersüchtig auf seine Freundin?
Kannst du zu deiner Mutter ziehen?
Oder sonstigen Verwandten?

Hast du sie nicht vor kurzem noch als Ische bezeichnet? Jetzt soll ich plötzlich eifersüchtig sein? Ich will nur meine Ruhe haben. Mehr nicht. Nein ich kann nirgendwo hin.

Tut nicht immer so als gäbe es nur böse Menschen. Vielleicht ist ihr ein "Seelenverwandter" schonmal Hopps gegangen, weil er sich für ein Kind entschieden hat? Vielleicht erinnert sie sie an ihren eigenen vergeigten Kinderwunsch? Du steckst nicht in deren Haut. Menschen sind fast nie wirklich böse und garantiert nie perfekt und viel zu oft bloß unsensibel.
Man muss schlicht die Dinge ehrlich bereden, aber dazu gehört Verständnis für sich selbst und für die anderen.
Wo ich Dir Recht gebe: Es wäre Aufgabe des Vaters das zu regeln, nicht Aufgabe des Kindes so ein Gespräch anzufangen. Das dürfte in aller Regel zu viel sein - und darum sind wir hier und reden darüber.

Für die Vergangenheit kann ich nichts. Ich kann nichts dafür was andere Menschen getan haben. Deshalb soll sie mich nicht vorverurteilen. Wenn sie das nicht kann braucht sie Hilfe oder mein Vater ist nicht der richtige. Außerdem warum sucht sie sich jemanden mit Kind wenn sie kein Bock darauf hat? Wenn der Seelenverwandte sich für das Kind entschieden und gegen sie wird sie da auch Schuld gehabt haben. Normalerweise muss man sich nämlich nicht entscheiden. Vielleicht hat sie sich da auch so blöd verhalten und der Seelenverwandte hatte darauf keine Lust, weil ihm sein Kind etwas bedeutet?

Ich habe doch mehrmals geschrieben das sie schon Kinder hat? Wieso sollte sie da irgendwas hinterher trauern?

Ich kann nicht mit den beiden reden, weil beide nicht wollen.
 
Ich denke du hast es schwer mit deinem Vater und der Freundin.
Dir wird grundsätzlich für alles die Schuld gegeben und ihre eigenen Fehler können sie nicht erkennen.
Ein Gespräch mit ihnen macht dann keinen Sinn.

Versuche dich nicht um deren Leben und deren Beziehungsprobleme zu kümmern.
Es ist besser selbständig zu werden und eigene Freunde zu finden.
Du könntest eine Therapie beim Jugendtherapeuten machen, damit du selbstbewusster wirst und wesentlich mehr Distanz zu deinem Vater und dessen Freundin bekommen kannst.

Ich finde die Idee auf ein Internat zu gehen oder ein Schuljahr als Austauschschüler im Ausland zu verbringen gut.
Du solltest sehr dringend selbständiger werden.
Es sollte Möglichkeiten geben, dass du den Beiden ausweichen kannst.

Du bist bald erwachsen und kannst unabhängig werden.
 

Ich kann mit meinem Vater nicht mehr reden. Über gar nichts mehr. Ihn interessiert nichts mehr. Wenn mein Vater dann beleidigt ist redet er nicht mehr mit mir. Er geht auch nicht mehr ans Telefon. Obwohl er versprochen hat ich kann zu ihm kommen. Vorhin haben wir uns wieder gestritten. Ich habe geweint und gesagt ich wünsche mir doch nur das er wie vorher für mich da ist. Er hat mir zugehört und versprochen das zu ändern. Dann hat es ihm zu lange gedauert und er hat mich stehen gelassen. Ich wollte noch mit ihm reden, weil er versprochen hat er ist für mich da aber er hat mich ignoriert.

Ich wünsche mir nur das mein Vater für mich da ist. Das ich ihm wie vorher alles erzählen kann. Er sich freut wenn ich da bin. Das er für mich da ist wenn es mir schlecht geht.

Mein Vater hat mir wirklich mehrmals gesagt es interessiert ihn nicht was ich sage. Auch das es ihm egal ist wenn es mir schlecht geht. Ich behandele seine Freundin schlecht, deshalb will er nichts mehr mit mir zutun haben. Weinen interessiert ihn auch nicht mehr, weil ich das angeblich extra mache genauso wenn ich ihm sage das es mir schlecht geht. Mir geht's angeblich gar nicht schlecht. Also psychisch.

Ich leide einfach, weil ich überhaupt niemanden habe dem es wichtig ist wie es mir geht. Mit dem ich mich unterhalten kann. Mir geht's ja nicht immer schlecht. Aber auch wenn mir was schönes passiert kann ich das keinem erzählen.

Ist das normal wenn ich trotz allem denke irgendwann komme ich hier raus und gute Laune habe? Ich versuche nicht aufzugeben... Am liebsten wäre ich jetzt schon mit dem Abi fertig und würde studieren. Ich habe die Hoffnung dann Freunde und Anerkennung zu finden.

Ich ärgere mich wenn ich etwas erzählt habe, weil das ignoriert wird. Oder noch schlimmer es wird sich drüber lustig gemacht.

Ich soll mit den beiden unten Zeit verbringen. Mein Vater möchte nicht das ich in meinem Zimner vereinsame. Aber er sagt mir nicht was ich machen soll wenn ich dann doch wieder störe. Wenn ich dann wieder gehe ist es auch falsch. Ich mache ja nichts. Selbst nur auf dem Sofa sitzen ist auch falsch.

Ich weiß das mein Vater mit seiner Freundin über mich lästert oder sie aufhetzt, weil ich das schon so oft gehört habe. Er rennt sofort zu ihr.

Wenn ich mit meinem Vater alleine bin hört er mir zu. Er lernt mit mir, wir zocken oder kochen. Ich habe auch schon vorgeschlagen das alles mit seiner Freundin zu machen. Auch gemeinsam wegzufahren, weil wir das vielleicht die Beziehung stärken könnte. Aber das wollen beide nicht.

Ich will gar nicht das sich mein Vater nur mit mir beschäftigt. Er kann sich abends gerne um seine Freundin kümmern. Bloß soll er mich dann nicht beleidigen oder ignorieren. Mit ignorieren meine ich z.B. wir essen zusammen ich möchte auch was erzählen aber das wird ignoriert. Ich möchte ja mich alleine in meinem Zimmer beschäftigen. Aber das soll ich dann auch wieder nicht. Außerdem findet mein Vater das respektlos seiner Freundin gegenüber wenn ich gehe. Dabei ist sie froh drum. Sie will ja ihn und nicht mich sehen. Obwohl sie ihm das anders sagt. Aber ich merke ja selber das sie sich freut wenn ich nicht da bin.

Mein Vater sagt mir nicht was ich ändern soll oder was ihn nervt. Er will überhaupt nicht mit mir reden.

Mein Vater hat mich angelogen damit ich nicht zu seinem Geburtstag komme. Er war mit seiner Freundin und der Familie essen und ich durfte nicht mitkommen. Auch sonst belügt er mich, weil er mich nicht dabei haben möchte.

Eigentlich war geplant das ich mit meinem Vater in den Urlaub fliege. Ich liebe Musicals und mein Vater hat mir versprochen das sobald Corona es zu lässt wir wieder wegfliegen können. Ich möchte gerne ein Musical in Wien in den Herbst Ferien sehen. Mein Vater will das nicht mehr. Mit den Kindern fährt man nicht weg. Aber mit seiner Freundin will er nach Madeira fliegen...

Wir haben Karten für ein Musical im Juli. Leider total blöde Plätze, weil mein Vater nie buchen wollte und alles schon weg ist. Früher hat er sofort gebucht. Jetzt will ich am liebsten gar nicht mehr hin, weil mein Vater nur am meckern ist und überhaupt keine Lust hat. Seine Freundin mag keine Musicals also mag er jetzt auch keine mehr.

Früher ist mein Vater mit mir gerne in Musicals gegangen oder in Urlaub gefahren. 2019 waren wir mit seiner Ex in Wien und es war total schön. Er wollte immer die Ex und mich mitnehmen. Jetzt nur noch seine Freundin... Angeblich bin ich ihm plötzlich zu alt. Aber da lügt er auch. Vor einem halben Jahr war ich schließlich auch noch nicht zu alt. Dann soll er doch gleich ehrlich sein und sagen er hat kein Bock auf mich.

Ich weiß das seine Freundin mich schlecht macht. Das habe ich schon oft genug gehört. Wobei mein Vater ja auch gleich immer zu ihr zum lästern rennt.

Ich will gar nicht an meinem Vater kleben. Einfach nur mal reden und für mich dasein reicht mir schon.

Wenn mein Vater mich liebt warum ignoriert er mich dann? Beleidigt mich, wünscht mir den Tod oder will mich rauswerfen? Selbst im Streit sagt man sowas nicht.

Wenn seine Freundin zu mir sagt ich will die beiden auseinander bringen und gönne ihnen das Glück nicht dann weiß ich das mein Vater aus ihr spricht, weil er mir das selbe vorwirft. Ich habe doch nie irgendwas zu der Beziehung gesagt. Deshalb weiß ich nicht warum mein Vater das denkt.

Ich versuche mit den beiden zu reden. Bloß sie wollen nicht. Ich versuche es in Ruhe. Aber die beiden wollen trotzdem nicht mit mir reden. Auch wenn wir uns für einige Zeit verstanden haben. Ich bin trotzdem noch verletzt wegen dem Todeswünschen. Dann schlage ich ein Gespräch vor und die beiden sind genervt. Meistens werde ich sofort angeschrien was das soll. Warum ich es nicht mal gut sein lassen kann. Ich will ja keinen Streit produzieren. Aber wenn man mir Tage vorher noch den Tod gewünscht hat da komme ich nicht drüber weg und denke jetzt ist alles gut.

Ich möchte nur einmal alles ansprechen. In Ruhe. Jeder soll sich aussprechen. Dann fangen wir wieder von vorne an. Ich denke das würde allen helfen. Wenn sie sich denn ändern wollen und können. Aber sie wollen nicht.

Manchmal glaube ich auch das beide psychisch nicht gesund sind, weil sie so extrem reagieren. Ich meine das nicht böse. Aber wenn mein Vater mich an einem Tag liebt und den nächsten Tag mir den Tod wünscht das ist doch nicht normal? Besonders wenn ich nichts gemacht habe. Wirklich nichts. Alles war gut und am nächsten Tag spricht er nicht mehr mit mir.

Mein Vater provoziert mich leider immer... Ich kann die Situation auch nicht verlassen, weil er mir hinterher rennt und das klären will. Er drückt mich am Handy auch weg oder legt einfach auf wenn er keine Lust mehr hat zu telefonieren. Angeblich mag er telefonieren nicht. Das stimmt nicht. Vor seiner Freundin hat er stundenlang mit mir telefoniert wenn er nicht da war. Jeden Tag, weil er sich Sorgen gemacht hat. Er verspricht mir er macht das nicht wieder mit dem auflegen oder nicht zuhören. Trotzdem wimmelt er mich ab. Ich habe noch etwas vergessen zu fragen und will ihn nochmal anrufen und er geht nicht mehr ran. Mein Vater hört sein Handy angeblich nie. Das stimmt nicht. Mein Vater hat sein Handy immer in der Hand und liest auch meine Nachricht. Trotzdem hat er sie angeblich nicht gesehen und ruft auch nicht zurück. Wenn ich nicht zurückrufe oder einfach auflege werde ich fertig gemacht und anschließend ignoriert. Das wird mir dann auch noch ewig vorgeworfen.

Auch wenn ich sage ich wünsche mir... Meinem Vater ist das egal.

Mich stört es gar nicht wenn mein Vater sich mit dem Enkelkind beschäftigt. Bloß das er dann plötzlich liebevoll sein kann zu anderen. Auch zu ihren Kindern ist er liebevoll. Natürlich sagen die dann das mein Vater toll ist und freuen sich für ihre Mutter. Ich bin dann die böse, weil weder seine Freundin und noch mein Vater erzählt was wirklich vorgefallen ist. Ich reagiere auch nicht immer richtig das weiß ich. Aber wenn mein Vater mich anschreit und mir den Tod wünscht oder seine Freundin mir vorhält wie ich meinen Vater behandele, weil er so mit mir umgeht. Da kann ich nicht so tun als ob die beiden immer nur lieb und nett zu mir sind. Ich werde vor allen anderen als das Problem dargestellt. Die beiden sagen nie was sie getan haben warum ich so reagiere. Beide tun so als ob sie mich lieben und gut behandeln nur ich weiß das nicht zu schätzen. Das macht mich einfach wütend, weil mir keiner glaubt.

Ich möchte nur das mein Vater für mich da ist wenn ich ihn brauche wir normal miteinander umgehen können. Er soll natürlich nicht alleine sein.

Ich kann nunmal noch nicht alles alleine. Deshalb finde ich es nicht nett das man mir zum Vorwurf macht, wenn ich mir wünsche das mein Vater sich um mich kümmert. Später kann er dann immer noch alles machen was er möchte.

Außerdem mein Vater weiß das ich einsam bin und es mir psychisch schlecht geht. Mich gerade dann fallen zu lassen finde ich richtig schäbig. Schließlich war ich doch auch für ihn da als er Single gewesen ist.
 
Liebe TE,

du hast hier schon viele Einschätzungen deiner Lage und viele Ratschläge bekommen, trotzdem möchte ich auch ein paar Sätze schreiben.

Ich kann mich gut erinnern, wie es war, als ich so alt war wie du, meine Mutter einen Typen kennen gelernt hat und bei uns eine ähnliche Dynamik entstanden ist, wie du sie beschreibst. Sie hat sich innerhalb von kürzester Zeit extrem verändert, ich konnte mit diesen Veränderungen absolut nicht umgehen und hatte das Gefühl, dass ihr Typ an allem nur nicht an einem friedlichen, harmonischen Miteinander interessiert war. Ich war das ab einem bestimmten Zeitpunkt allerdings auch nicht mehr.

Ja, mit 16 ist man von seinen Eltern abhängig, rein praktisch und auch emotional. Aber ein kleines, hilfloses Kind ist man nicht mehr. Du hast Handlungsspielraum, auch wenn es sich nicht so anfühlen mag. Für mich hat sich die Situation deutlich gebessert, als ich aktiv geworden bin, als ich mehr und mehr Zeit mit Freizeitaktivitäten außerhalb unserer viel zu kleinen Wohnung verbracht habe, als ich raus aus meinem Zimmer war, weg von den Blicken und Kommentaren meiner Mutter und ihres Typen.

Ich hatte dazu in der Großstadt sicher andere Möglichkeiten als du und habe seitdem erlebt, wie anders das Leben am Dorf ist (an meinem aktuellen Wohnort fährt - außer morgens der Schulbus - nichteinmal ein Bus in die 5 km entfernte Kleinstadt) aber vielleicht schaust du dich mal an deinem Schulort nach möglichen Aktivitäten um? Alles ist besser als die ganzen Nachmittage in deinem Zimmer zu sitzen in dieser angespannten Atmosphäre.

Ich halte den Typen meiner Mutter übrigens bis heute für einen totalen Idioten und verstehe auch im Nachhinein, warum es zwischen uns beiden so schwierig war. Da war garantiert nichts mit Freude für die beiden und wenn sie zu verstehen gegeben haben, dass sie die erwarten, hat mich das extrem aggressiv gemacht. Dennoch ist er auch in eine nicht unproblematische Konstellation hineingekommen für die er nichts konnte. Was lange zuvor mit meinem Vater gewesen war und mich sowie das Miteinander mit meiner Mutter geprägt hat, dass konnte er weder wissen noch irgendwie verstehen und sich entsprechend (zumindest etwas) feinfühliger verhalten. Eure Lage durch den Tod deiner Mutter ist zwar eine ganz andere, aber auch sie wird deutliche Auswirkungen auf dich und auf den Umgang von dir und deinem Vater miteinander haben. Ich denke ebenfalls, wie jemand hier bereits schrieb, dass es sicher kein Fehler wäre eine Familienberatungsstelle als Vermittlung zu nutzen, damit vielleicht ein konstruktives Gespräch und mehr Verständnis zwischen dir, deinem Vater und der Freundin deines Vaters möglich wird.

Ich verstehe auch einfach nicht warum das plötzlich mit ihr so abläuft. Mit den anderen Frauen vorher war das auch nie ein Problem. Ich lasse mich auch nicht grundlos blöd anmachen.

Mein Vater will keine Hilfe von außen.

Ich denke du hast es schwer mit deinem Vater und der Freundin.
Dir wird grundsätzlich für alles die Schuld gegeben und ihre eigenen Fehler können sie nicht erkennen.
Ein Gespräch mit ihnen macht dann keinen Sinn.

Versuche dich nicht um deren Leben und deren Beziehungsprobleme zu kümmern.
Es ist besser selbständig zu werden und eigene Freunde zu finden.
Du könntest eine Therapie beim Jugendtherapeuten machen, damit du selbstbewusster wirst und wesentlich mehr Distanz zu deinem Vater und dessen Freundin bekommen kannst.

Ich finde die Idee auf ein Internat zu gehen oder ein Schuljahr als Austauschschüler im Ausland zu verbringen gut.
Du solltest sehr dringend selbständiger werden.
Es sollte Möglichkeiten geben, dass du den Beiden ausweichen kannst.

Du bist bald erwachsen und kannst unabhängig werden.

Die beiden sollen zusammen sein. Wobei ich nicht glaube das hält ewig, weil es so ein hin und her ist. Natürlich kann ich mich irren. Aber ich finde es komisch wenn man nicht zusammen sein will. Dann doch. Dann ist es nur was lockeres. Dann die große Liebe, nein doch nicht... Wenn ich angeblich so verliebt und glücklich bin dann bin ich zusammen und muss auch nicht vor jedem meine Liebe beweisen.

Ich wünsche mir nur das mein Vater und ich wieder normal miteinander umgehen können und ihm leid tut wie er mich behandelt hat. Wobei ich das nicht glaube... Selbst wenn wir wieder normal miteinander umgehen könnten glaube ich das er nicht bereut.

Kann ich beim Hausarzt alleine bitten um einen Therapieplatz und bleibt das unter uns? Ich fürchte mein Vater verbietet mir das sonst, weil er von Therapeuten und Therapien nichts hält.

Ich will nicht ins Internat oder ins Ausland. Außerdem würde mein Vater das eh nie erlauben oder bezahlen.
 

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