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Mein Vater und seine Freundin hassen mich

  • Starter*in Starter*in Ichwillnurweg
  • Datum Start Datum Start
Du beschreibst quasi meine Kindheit, nur dass das bei mir von ca 6-17 ging. Mit 17 bin ich endlich ausgezogen, sobald ich eine Ausbildung hatte! Das kannst du auch, könntest dir evtl eine kleine WG suchen oder so. Ich würde an deiner Stelle auch auf Abstand gehen. Familie kann man sich nicht aussuchen. Dein Vater wird schon noch merken was er da angerichtet hat.
 
Deeskalieren wäre wichtig. Du weißt nicht was die Freundin und Dein Vater für Traumata mit sich rumschleppen und kannst es Dir mit Deinen jungen Jahren wohl auch kaum vorstellen. Sag doch Deinem Vater, dass Du Dich für ihn freust etc.

Du bist ein Einzelkind und deshalb in der Tat ziemlich verwöhnt von der Zuneigung Deiner Eltern, die nun eben nicht voll da ist. Das frustriert Dich. Schau Dir mal an, wie Erstgeborene auf neue Geschwisterchen reagieren. Das ist z.T. der blanke Hass, wenn die wegen dem mal keine Zuneigung bekommen. Das hast Du nie erlebt und machst es sozusagen jetzt durch. Auch als Nichtkleinkind ist das schwer zu verdauen. Nichts ist schwerer abzulegen als alte Gewohnheiten.

Insofern liegt das Problem auf allen 3 Seiten. Du kannst Deinem Vater das ja mal so erklären, aber auch, dass Du Dich eigentlich für ihn freuen möchtest. Mal schauen, was er sagt.
Und ja, such Dir Hobbys. Geh mal in ein Sommerferienprogramm oder dergleichen, um auch mal ganz neue Kontakte zu knüpfen. Sowas wie eine Ferien-Uni in etwas, was Dich interessiert. Das kannst Du deinem Vater auch als Investition in Deine Ausbildung verkaufen und er ist froh, wenn Du mal eine Bisschen weg - und wieder da bist. 😉
 
Deeskalieren wäre wichtig. Du weißt nicht was die Freundin und Dein Vater für Traumata mit sich rumschleppen und kannst es Dir mit Deinen jungen Jahren wohl auch kaum vorstellen. Sag doch Deinem Vater, dass Du Dich für ihn freust etc.

Du bist ein Einzelkind und deshalb in der Tat ziemlich verwöhnt von der Zuneigung Deiner Eltern, die nun eben nicht voll da ist. Das frustriert Dich. Schau Dir mal an, wie Erstgeborene auf neue Geschwisterchen reagieren. Das ist z.T. der blanke Hass, wenn die wegen dem mal keine Zuneigung bekommen. Das hast Du nie erlebt und machst es sozusagen jetzt durch. Auch als Nichtkleinkind ist das schwer zu verdauen. Nichts ist schwerer abzulegen als alte Gewohnheiten.

Insofern liegt das Problem auf allen 3 Seiten. Du kannst Deinem Vater das ja mal so erklären, aber auch, dass Du Dich eigentlich für ihn freuen möchtest. Mal schauen, was er sagt.
Und ja, such Dir Hobbys. Geh mal in ein Sommerferienprogramm oder dergleichen, um auch mal ganz neue Kontakte zu knüpfen. Sowas wie eine Ferien-Uni in etwas, was Dich interessiert. Das kannst Du deinem Vater auch als Investition in Deine Ausbildung verkaufen und er ist froh, wenn Du mal eine Bisschen weg - und wieder da bist. 😉

Was soll der Vater oder die Freundin denn für ein Traumata erlitten haben das sich so äußert dem Kind psychische Gewalt anzutun? 🤔 Finde ich schwierig dafür Verständnis zu fordern. Ich finde es nicht richtig die Verantwortung der TE zu übertragen. Die Erwachsenen müssen sich im Griff haben und nicht wegen der Hormone durchdrehen. Verliebt hin oder her. Von erwachsenen Menschen die sogar Eltern sind sollte man eine gewisse Reife und Verantwortung voraussetzen können.

Man kann von einem Kind nicht erwarten das die Situation deskaliert wird.

Mir geht sowieso dieses sei bloß lieb und nett gegen den Strich, wenn ich weiß was die TE hier schreibt. Ein Kind sollte bedingungslos geliebt werden und nicht nach Liebe betteln müssen, wenn es mal brav war. Kein Mensch hat sich immer im Griff und schon lange keiner in der Pubertät. Nicht falsch verstehen Erziehung muss sein. Aber kein Liebesentzug. Das ist das mit aller schlimmste und grausamste was einem Kind angetan werden kann. Dadurch wird so viel in der Entwicklung kaputt gemacht und prägt kommende Beziehungen zu den Mitmenschen.

Woher möchtest du denn wissen das die TE ein Einzelkind und verwöhnt ist? Vielleicht sind ältere Geschwister vorhanden? Jemand der verwöhnt ist verbietet der Vater doch nichts was Geld kostet.

Es gibt einen Unterschied zu nicht mehr die volle Aufmerksamkeit haben und psychische Misshandlung. Dein Beispiel hat überhaupt nichts mit der TE zutun. Mir platzt langsam wirklich die Hutschnur. Da schreit ein Kind verzweifelt um Hilfe und es wird nicht ernst genommen. Nein es soll noch selbst daran Schuld sein.

Es wird nichts bringen wenn die TE sich für ihren Vater freut. Sie wird von beiden sowieso schon abgestempelt. Da bringt alles reden im Moment nichts. Die erwachsenen sind ja nicht mal in der Lage vernünftig mit der TE zu kommunizieren. Wenn die beiden nicht bereit sind ihr Verhalten zu ändern bringt alles reden nichts.

Das einzige was helfen könnte wenn die TE erstmal raus aus der Familie kommt.
 
Da ist eine schwere Dynamik bei Euch drin allen dreien.

Irgendwas scheint mit dieser Frau anders zu sein als mit den anderen Freundinnen vorher.

Ich würde nicht in das Horn der "psychischen Misshandlung" mittuten. Ihr hattet es schwer. Dass Deine Mama an Krebs gestorben ist, die Zeit davor, der Verlust und dann zu zweit zurecht kommen zu müssen, Dich allein aufzuziehen, hat Euch sehr zusammengeschweißt (Du schreibst, Ihr wart sehr eng). Das ist typisch für so eine Konstellation. Und jetzt ist da eine dritte Person, die wichtig ist. Mindestens so wichtig wie Du.

Seit einem halben Jahr sind sie ein Paar, also noch recht frisch. Und immer hockt da ein Pubertierender dazwischen. Der nachts Nervenzusammenbrüche bekommt. Warum genau musste sie dann in der Nacht nach Hause gehen? Warum konnte sich Dein Vater nicht um Dich kümmern, während sie da ist? Ich wäre da auch super sauer gewesen. Klar geht sie damit auch ungeschickt um und Schreierei udn monatelange Vorwürfe sind kein erwachsener Umgang mit Krisen und Schwierigkeiten. Ebensowenig wie dann weinend in der Ecke zu sitzen und sich umbringen wollen.

Du brauchst als Jugendliche Stabilität und keine Erwachsenen, die selbst permanent in emotionale Ausnahmezustände geraten.

Ihr braucht Hilfe. Schau doch mal nach Familien- und Jugendberatungsstellen oder habt Ihr einen Schulsozialberater?

Und guck mal, ob Du wirklich immer so ausflippen musst? ich bin da schon bei Hollunderzweig. Mir ist da schon beim Lesen ganz anders geworden, als ich mir das Theater vorgestellt habe, was da bei Euch permanent los ist.
 
Liebe TE,

nachdem ich noch ein wenig nachgedacht habe: gibt es bei dir eigentlich einen Therapeuten o ä bei dem du dich aussprechen kannst?

Wie hat sich der Nervenzusammenbruch bei dir geäußert und hast du damals ärztliche Behandlung gebraucht oder ist das mit häuslicher Pflege durch deinen Vater wieder weg gegangen?

Der Hauptgrund warum ich frage, ist, dass ein Therapeut oder Arzt, bei dem du in Behandlung bist, vielleicht deinem Vater deine Bedürfnisse besser erklären könnte als du und mit mehr Autorität.

Was mir auch noch einfällt: kannst du dir vorstellen, vielleicht für ein Jahr oder so ins Internat zu gehen?

Klar, sowas ist nicht billig. Es gibt jedoch manchmal staatliche Zuschüsse dafür (das hat mir mal eine Mutter erzählt - leider weiß ich die Einzelheiten nicht mehr).

Ein Mädchen aus meiner Klasse hat das gemacht (10.oder 11. Klasse). Fand das damals total spannend, weil ich das nur aus Kinderbüchern kannte und habe sie darum bisschen ausgefragt, als sie wieder da war. Sie fand diese Erfahrung wohl wirklich gut. Bin mir nicht sicher, wie ihre Eltern ihr das ermöglicht haben (es war auf jeden Fall eine 'normale Familie' vom Einkommen her).

Oder wäre vielleicht ein Auslandsjahr eine Idee? Gut, der einzige, den ich in der Schule kannte, der das gemacht hat, musste das Schuljahr wiederholen.

Andererseits ist das der einzige aus unserem Abijahrgang, der Professor geworden ist. Also hat sich die Investition wohl gelohnt.

Gibt auch Organisationen, wo man teilweise ein Stipendium bekommen kann. Dafür würde es allerdings vermutlich ehrenamtliches Engagement brauchen (auf dem Dorf zugegebenermaßen schwierig).

Was mir dazu noch einfällt: Wenn du dich gerne im Tierheim ehrenamtlich engagieren möchtest, könntest du das dort auch sagen und fragen, ob evtl die Möglichkeit besteht, dass dich jemand aus der Nähe mitnehmen kann.

Das ist natürlich Glückssache, ob da jemand in der Nähe wohnt.

Aber falls ja, freut der oder die sich vielleicht über Gesellschaft auf der Fahrt und / oder bisschen Fahrtgeld (Benzin ist ja auch ziemlich teuer geworden).

Gibt es bei euch eigentlich sowas wie einen Bahnhof oder Busverkehr?

Was nämlich vielleicht auch eine Idee wäre: schau dir mal an, was du in vernünftiger Zeit erreichen kannst in den Ferien - und überleg dir dann mal, ob es dort nicht etwas neues oder interessantes zu tun gibt.

Würde ja schon ein Geschäft reichen oder ein Unternehmen, das einen Ferienjob zu vergeben hat.

Oder vielleicht kannst du irgendwo ein Praktikum machen? (Tierarztpraxis vielleicht oder was anderes was dich interessiert?)

Es hilft wirklich wenn man sich potentielle Berufsfelder früh anschaut.

Wenn du so argumentierst, ist dein Vater bestimmt einverstanden.
 
Da ist eine schwere Dynamik bei Euch drin allen dreien.

Irgendwas scheint mit dieser Frau anders zu sein als mit den anderen Freundinnen vorher.

Ich würde nicht in das Horn der "psychischen Misshandlung" mittuten. Ihr hattet es schwer. Dass Deine Mama an Krebs gestorben ist, die Zeit davor, der Verlust und dann zu zweit zurecht kommen zu müssen, Dich allein aufzuziehen, hat Euch sehr zusammengeschweißt (Du schreibst, Ihr wart sehr eng). Das ist typisch für so eine Konstellation. Und jetzt ist da eine dritte Person, die wichtig ist. Mindestens so wichtig wie Du.

Seit einem halben Jahr sind sie ein Paar, also noch recht frisch. Und immer hockt da ein Pubertierender dazwischen. Der nachts Nervenzusammenbrüche bekommt. Warum genau musste sie dann in der Nacht nach Hause gehen? Warum konnte sich Dein Vater nicht um Dich kümmern, während sie da ist? Ich wäre da auch super sauer gewesen. Klar geht sie damit auch ungeschickt um und Schreierei udn monatelange Vorwürfe sind kein erwachsener Umgang mit Krisen und Schwierigkeiten. Ebensowenig wie dann weinend in der Ecke zu sitzen und sich umbringen wollen.

Du brauchst als Jugendliche Stabilität und keine Erwachsenen, die selbst permanent in emotionale Ausnahmezustände geraten.

Ihr braucht Hilfe. Schau doch mal nach Familien- und Jugendberatungsstellen oder habt Ihr einen Schulsozialberater?

Und guck mal, ob Du wirklich immer so ausflippen musst? ich bin da schon bei Hollunderzweig. Mir ist da schon beim Lesen ganz anders geworden, als ich mir das Theater vorgestellt habe, was da bei Euch permanent los ist.

Wo liest du denn das die TE nachts immer Nervenzusammenbrüche hat? Das war doch eine einmalige Ausnahmesituation? Ich finde es verständlich das in einer schwierigen Situation, die sich immer mehr hochschaukelt die TE irgendwann keinen Ausweg mehr sieht und zusammenbricht. Vergiss bitte auch nicht sie ist noch ein Kind.

Wir wissen nicht wie die Situation abgelaufen ist. In einer Ausnahmesituation hilft es wenig wenn die Freundin auch noch mitmischen will. Ich glaube kaum das sie plötzlich verständnisvoll reagiert hat. Vielleicht war es dann wirklich besser gewesen, sie geht, bevor das ganze noch mehr eskaliert. Da finde ich hat der Vater richtig reagiert. Vielleicht hat er auch nicht den richtigen Ton getroffen und seine Freundin empfand das ganze als Rauswurf. Erklärt zumindest ihre Reaktion. Ich persönlich finde es auch vollkommen übertrieben danach als erwachsene Frau erstmal 2 Wochen zu schmollen und gleich Schluss zu machen. Oder das ewig noch vorzuhalten. Da wundert es mich nicht wenn es immer wieder eskaliert. Wenn sich nicht mal die Erwachsenen wie solche verhalten und Konflikte auch ohne Eskalation lösen können wie soll es dann ein Kind lernen?

Ich glaube ich bin noch nicht richtig wach. Aber der Vater hatte doch Selbstmordgedanken wegen der Trennung. Nicht die TE?

Wo liest du denn das die TE permanent ausflippt? Wenn man ständig doof von der Seite angemacht wird irgendwann platzt jedem die Hutschnur. Das hat nichts mit Pubertät zutun.
 
Und noch ein Nachtrag: habe gerade mal geschaut: sowohl Keyboards als auch Gitarren sind recht günstig zu haben.

Hat dir dein Vater das wirklich abgeschlagen oder hast du dich nicht getraut, ihn zu fragen?

(Keyboard hat z. B. den Vorteil dass man auch mit Kopfhörer üben kann - stumm für Mitbewohner)

Was Unterricht angeht, wäre es wohl am einfachsten von Zeit zu Zeit eine Einzelstunde zu buchen (das ist im ganzen günstiger als eine Musikschule, auch wenn der Preis für die Einzelstunde teurer ist).

Gibt inzwischen auch ein breites Angebot online (wobei das natürlich gerade für den Anfang Limitationen hat).

Oder du schaust mal, ob jemand bei euch auf dem Dorf wohnt, der dir Unterricht geben kann.

Auch Musiker und Musiklehrer wohnen irgendwo. Manchmal ist man überrascht.
 
Was soll der Vater oder die Freundin denn für ein Traumata erlitten haben das sich so äußert dem Kind psychische Gewalt anzutun? 🤔
Tut nicht immer so als gäbe es nur böse Menschen. Vielleicht ist ihr ein "Seelenverwandter" schonmal Hopps gegangen, weil er sich für ein Kind entschieden hat? Vielleicht erinnert sie sie an ihren eigenen vergeigten Kinderwunsch? Du steckst nicht in deren Haut. Menschen sind fast nie wirklich böse und garantiert nie perfekt und viel zu oft bloß unsensibel.
Man muss schlicht die Dinge ehrlich bereden, aber dazu gehört Verständnis für sich selbst und für die anderen.
Wo ich Dir Recht gebe: Es wäre Aufgabe des Vaters das zu regeln, nicht Aufgabe des Kindes so ein Gespräch anzufangen. Das dürfte in aller Regel zu viel sein - und darum sind wir hier und reden darüber.
 

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