Finde ich logisch wenn junge Familien sich meist gar nicht aussuchen können ob er oder sie die Elternzeit übernehmen, da sie zu wenig Einkommen für die ganze Familie hätte.
Warum sollte sich ein AG bei männlichen Bewerbern also darüber Gedanken machen?
Man könnte auf die Idee kommen, dass zwar das Kinderkriegen selbst / Schwangerschaft und Geburt aus biologischen Gründen stets die Frau übernehmen muss, dass aber die langfristige Aufgabe, das Kind dann aufzuziehen eine ist, die man sich in der Familie partnerschaftlich teilt.
Man könnte sogar auf die Idee kommen, dass es nicht naturgegeben ist, wenn Männer mehr verdienen als Frauen - womit eins deiner Argumente hinfällig wird.
Im übrigen:
Davon, dass man keine Kinder in diese Welt setzen darf, weil die Umstände so schlecht sind, bin ich persönlich nicht überzeugt.
Im größeren Teil der Geschichte der Menschheit waren die Umstände noch weit schlimmer.
Wichtiger finde ich, dass mit der massenhaften Verfügbarkeit von Kontrazeptiva und gleichzeitigem Nachlassen der religiös-kulturellen Überzeugung, dass es ein Auftrag Gottes an die Menschen ist, sich zu vermehren, es zu einer bewußten (und sehr intimen) Entscheidung geworden ist, ein Kind zu bekommen oder eben nicht.
Und diese Frage muss jede/r für sich selbst entscheiden.
Wenn die Antwort 'nein' lautet - aus welchem Grund auch immer - ist diese Entscheidung genauso selbstverständlich zu akzeptieren und zu respektieren wie bei einem 'ja'