Ich verstehe deine Sorgen und Gedanken sehr gut und finde bis zu einem gewissen Grad gehören sie auch dazu. Allerdings finde ich, dass es ein Ausdruck von Liebe ist und Liebe ist ja grundsätzlich was Schönes und Wichtiges. Nicht nur wir Menschen, auch unsere Haustiere wollen geliebt werden.
Grundsätzlich kann es in jedem Alter passieren, dass man sich on weinem Haustier verabschieden muss. Sei es durch Unfall oder Krankheit. Die Gedanken an den Abschied macht man sich bei einem jungen Tier ja eher nicht, wenn man die durchschnittliche Lebenserwartung der Tierart kennt, je näher sie diesem Alter kommen, desto eher kommt auch der Gedanke ans Abschied nehmen.
Tiere haben, für uns Menschen leider-für den Überlebensinstinkt zum Glück, die Eigenschaft, Schmerzen und Unwohlsein sehr lange zu verstecken. Manchmal kann man auch bei bestem Wissen und Gewissen und genauem Beobachten leider erst zu spät feststellen, dass etwas nicht stimmt. Ich bin der Meinung, dass man auch älteren Tieren ein schönes und lebenswertes Leben gestalten kann indem man sich den veränderten Verhaltensweisen und Bedürfnissen des Tieres anpasst.
Ich selbst habe im Laufe meines noch eher jungen Lebens bereits von einigen Haustieren Abschied nehmen müssen und trotzdem habe ich mir in meiner ersten eigenen Wohnung Katzen geholt. Und mich Ende letzten Jahres für einen Hamster entschieden, bei dem ich wusste, dass die Lebensdauer allgemein nur 1-2 Jahre beträgt. Auch wenn ich sie (mit nur knapp 10 Monaten) bereits nach nur viereinhalb gemeinsamen Monaten gehen lassen musste, ist für mich klar, dass ich wieder einem Hamster ein artgerechtes und liebevolles Leben schenken möchte. Und mir wurde so richtig bewusst, dass das Erlösen/Einschläfern lassen, der letzte große Liebesbeweis ist, den wir unseren Tieren machen können, wenn sie so krank und schmerzgeplagt sind, dass das Leben eben nicht mehr Lebenswert ist. Da wäre es egoistisch die Entscheidung des Erlösen lassens nicht zu treffen. (alle anderen Haustiere sind von selbst gegangen)
Um nun nicht einen noch längeren Roman zu schreiben: Das Abschiednehmen gehört zum Leben dazu und ich kann nur den Rat geben, der Trauer dann einfach Raum und Zeit zu geben, denn Tiere sind (zumindest für mich) Familienmitglieder, egal was Andere sagen. Genieße bewusst die gemeinsame Zeit mit deinen Haustieren, begleite sie dann auf ihrem letzten Weg und nimm dir die Zeit und den Raum für deine Trauer die du dann brauchst!